In Kronberg braut sich wieder was zusammen

Es sind zwar nur so genannte „kleine Projekte”, die in den Räumen der Kronberg Academy vorbereitet werden, aber wenn zwei davon zusammen fallen, dann kann man schon davon sprechen, dass ein besonderes Wochenende ins Haus steht: Vom 21. bis 23. November 2008 findet in der Kronberger Streitkirche das Kammermusikprojekt „Mit Musik – Miteinander” statt. Und eine Etage darüber gibt Tabea Zimmermann einen Bratschen-Meisterkurs für die Studenten des Kronberg-Academy-Masters-Programms.

Mit Musik – Miteinander ist sozusagen das „Junior-Projekt” der Kronberg Academy für Schüler: Zweimal im Jahr kommen Bundespreisträger von „Jugend musiziert” (Violine, Viola, Cello) mit jungen Preisträgern internationaler Wettbewerbe zusammen, um gemeinsam Kammermusik zu arbeiten. Die etwas Älteren treten als Dozenten der Jüngeren auf – für alle ist es eine aufregende und in jedem Falle inspirierende Erfahrung. Die Proben sind übrigens öffentlich. Jeder, der möchte, kann den Probenprozess mitverfolgen und mitlernen.

Hinter dem Projekt, dessen Initiator die Crespo Foundation ist, steht der Wunsch und die Erwartung, dass junge Spitzenmusiker, die von der Kronberg Academy und der Crespo Foundation gefördert werden, etwas von ihren Erfahrungen an noch Jüngere weitergeben. Bei Mit Musik – Miteinander unterrichten darum nur Dozenten, die ihrerseits bereits an dem Kammermusikprojekt Chamber Music Connects the World teilgenommen haben und mit Weltstars wie Gidon Kremer und Yuri Bashmet musizieren durften.

Dozenten an diesem Wochenende sind Kirill Troussov (Violine), Amalia Aubert (Viola) und Julian Steckel (Cello), die mit 10 jungen Teilnehmern im Alter von 12 bis 20 Jahren gemeinsam musizieren werden.

Hauptsorge während der Vorbereitungen war, ob sich wohl genug geeignete junge Bratschisten finden lassen – eine Sorge, die sich aber vollkommen in Luft aufgelöst hat! Ob das außergewöhnlich große Interesse junger Bratscher dieses Mal daran liegt, dass Tabea Zimmermann zur gleichen Zeit nur ein paar Treppenstufen höher – leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit – unterrichten wird? Wir wissen es nicht …

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