Cello Festival ¦ Dozenten ¦ Ernst Reijseger

Ernst Reijseger über sich selbst

Ernst Reijseger

Ernst Reijseger

Ich bin kein Repertoire-Cellist. Als ich noch sehr jung war, spielte ich Cello „intuitiv“, bis ich später herausfand, dass man diese Spielweise Improvisation nennt. In meiner frühen College-Zeit begegnete ich Studenten, die Jazz und Neue Musik studierten. Ich hörte mir das nicht-klassische Repertoire an, unter anderem auch freie Improvisation, Jazz und ethnische Musik. Obwohl ich mich immer für die traditionelle Cello-Technik interessierte und das Cellorepertoire kannte, führte meine Entwicklung zu einer eher individuellen Spielweise. So erfand ich meine eigenen Pizzicato-Techniken, die auf der Zupftechnik eines (Bass-) Gitarristen basieren, und rhythmische Strukturen, die von Schlagzeugern und Pianisten inspiriert sind. Heutzutage spiele ich mit Musikern aus ganz verschiedenen Sparten. Ich organisiere meine Zeit immer noch so, dass ich das Cello-Spielen zu hundert Prozent genießen kann. Seit 10 Jahren wird meine Musik von dem wundervollen Label Winter&Winter herausgegeben.

Ich spiele Solo-Konzerte, gebe Workshops für Cellisten und bin in viele Projekte eingebunden: unter anderem in Musik für Filme von Werner Herzog, zusammen mit dem „Sardenian Choir Tenore e Concordu de Orosei“ und dem senegalesischen Sänger Mola Sylla, sowie in die Musik zur Dichtung der südafrikanischen Dichterin Ingrid Jonker. Ich komponiere für das italienische Viola da Gamba Quartett „il suonar Parlante“ und musiziere gemeinsam mit ihm, wie auch mit dem unverbesserlichen Pianisten Georg Gräwe und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway. Und ich spiele meine eigene Musik im Trio zusammen mit der klassischen Cellistin Larissa Groeneveld und dem Pianisten Frank van de Laar.

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3 Kommentare zu „Cello Festival ¦ Dozenten ¦ Ernst Reijseger“

  1. Bisenius Alfred sagt:

    Für Ernst Reijseger ist Technik nicht Mittel zum Zweck. Inspiration, Offenheit, Pflege sowohl der Tradition und der kompetenten Interaktion beim improvisatorischen Spielen sind seine Stärken. Es ist eine Freude ihn zu erleben sei es in der Gruppe oder solo, und es ist immer eine bereichernde musikalische Erfahrung :Ergreifend und befreiend!

  2. Ulrike sagt:

    @Alfred Bisenius Darf ich das jetzt als Kommentar auf unseren Beitrag zum KAtalk werten?

  3. Tolle Twitter-„Anwendung“ für’s Kulturmarketing « … Auslassungspunkte sagt:

    [...] ist wirklich eine spannende Sache, denn beim heutigen KAtalk wurde der grandiose Jazz-Cellist Ernst Reijseger interviewt und konnte während des Talks direkt befragt werden. Eine seltene Gelegenheit, die ich [...]



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