Archiv für die Kategorie „Cello-Festival“

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Buongiorno! – Cello all’italiana

Dienstag, 22. September 2009

Ein italienischer Vormittag mit zwei „modernen Erstaufführungen“ aus dem Barock: Zwei Sonaten des italienischen Komponisten Giovanni Platti, die seit dem 18. Jahrhundert nie wieder gespielt worden sind, werden aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Wachgeküsst werden die schlafenden Schönen am Samstag, dem 3. Oktober um 11.30 in der Johanniskirche von Sebastian Hess mit dem Barockcello und dem Cembalisten Christoph Hammer aus München. Die Italiener Enrico Dindo (Violoncello) und Monica Cattarossi (Klavier) runden das Konzert ab mit einer Sonate des als „italienischer Brahms“ zu seiner Zeit bekannt gewordenen Komponisten Giuseppe Martucci.

Der Vormittag beginnt mit der Sonata quinta für Violoncello und B.c. B-Dur von Giovanni Platti. Zu den vielleicht zu Unrecht vergessenen Künstlern des frühen 18. Jahrhunderts gehört Giovanni Platti, der in Venedig seine Ausbildung genoss, bevor er 1722 mit einer Gruppe italienischer Musiker nach Würzburg an die Residenz des musikliebenden Fürstbischofs von Schönborn kam, wo er bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Offenbar erfüllte er die Wünsche seiner Dienstherren, deren einflussreiche Familie in Würzburg und dem nahegelegenen Wiesentheid residierte, zur vollsten Zufriedenheit: Eine Gehaltsliste von 1730 weist ihn als den bestbezahlten Musiker der Kapelle aus. In Würzburg und Wiesentheid gehörte zu seinen vielfältigen Aufgaben die Komposition von Kirchenmusik und Kammermusik ebenso wie der Einsatz als Oboist und Geiger. Offenbar für den in Wiesentheid residierenden Grafen von Schönborn, einen Amateurcellisten, komponierte er eine große Anzahl von Cellowerken, darunter Konzerte, Trios, Duos und Sonaten. Die B-Dur-Sonate ist in einem autographen Manuskript überliefert, das auf das Jahr 1725 datiert ist.

Es folgt die Sonata Prima für Violoncello und B.c. d-Moll von Alessandro Scarlatti, der zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit gehörte.  Sein künstlerischer Weg begann in seinen Jugendtagen in Rom, wo er bald einen herausragenden Platz in der musikalischen Hierarchie der Stadt eroberte. Seine Arbeit als Opernkomponist konnte das vom Papst regierte Rom allerdings nicht dulden, und so kam Scarlatti nach Neapel, wo er mit seinen zahlreichen Opern als der Schöpfer der sogenannten „neapolitanischen Schule“ in die Musikgeschichte einging. Wie bei den meisten Opernkomponisten seiner Zeit ist auch von Scarlatti nur sehr wenig Instrumentalmusik erhalten geblieben. Überdies lassen sich viele auch nicht zweifelsfrei als Werke Scarlattis bestimmen. Das gilt auch für die drei Sonaten für Cello und Generalbass, deren Quellen unter seinem Namen in einer Mailänder Bibliothek aufbewahrt werden.

Gegenüber der Zahl von über 500 Konzerten, die Antonio Vivaldi komponiert hat, erscheint die Gruppe von insgesamt
neun erhaltenen Cellosonaten, deren Quellen in drei Bibliotheken in Frankreich, Italien und Deutschland aufbewahrt werden, winzig und unbedeutend. Tatsächlich hat der große Meister des barocken Concerto diese Sonaten wohl auch nie zur Veröffentlichung vorgesehen, sondern nur auf Bestellung für den Hausgebrauch und zum Zeitvertreib von Amateurcellisten komponiert. Die Sonate VIII für Violoncello und B.c. RV 44, die in zwei Abschriften in Neapel und Wiesentheid überliefert ist, ist wohl um 1730 entstanden; in der neapolitanischen Abschrift bestätigen eigenhändige Eintragungen des Komponisten außerdem die Echtheit des Konvoluts. Die Wiesentheider Abschrift war offensichtlich für den Grafen von Schönborn gedacht. Nach dem traditionellen Muster der Kirchensonate aufgebaut (mit der Satzfolge Langsam – Schnell – Langsam – Schnell), sprengt die a-Moll-Sonate mit einem spektakulären zweiten Satz alle Hörerwartungen: Dieser erinnert sowohl rhythmisch als auch melodisch eher an eine Jazz-Nummer als an das Allegro einer barocken Sonate.

Die Matinee endet mit Sonate für Violoncello und Klavier fis-Moll op. 52 von Giuseppe Martucci. Obwohl das Musikleben Italiens im 19. Jahrhundert von der Oper dominiert wurde, versuchte Giuseppe Martucci, ein Zeitgenosse Giuseppe Verdis und großer Verehrer Richard Wagners, seine Landsleute auch für andere musikalische Gattungen zu begeistern. Er war ein erfolgreicher Klaviervirtuose, der den Matadoren wie Franz Liszt oder Anton Rubinstein durchaus das Wasser reichen konnte. Als Dirigent machte er Brahms’ Sinfonik in Italien bekannt, und auch mit seinen eigenen Kompositionen, darunter zahlreiche Klavierstücke, je zwei Sinfonien und Klavierkonzerte, Orchesterlieder, ein Oratorium und Kammermusik, orientierte er sich an der instrumentalen Tradition von Beethoven, Schumann und Brahms. In den vier Sätzen seiner Cellosonate op. 52 wird die Nähe zur deutschen Spätromantik deutlich hörbar und macht verständlich, dass Martucci bisweilen auch der „italienische Brahms“ genannt wurde. Die Sonate wurde übrigens 1884 bezeichnenderweise nicht in Italien, sondern von einem Leipziger Verleger publiziert.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

>> Karten für den “italienischen Vormittag” können Sie hier bestellen

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Danjulo Ishizaka

Montag, 21. September 2009

Danjulo Ishizaka

Geboren 1979, studierte der Deutsch-Japaner von 1998 bis 2004 bei Boris Pergamenschikow an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin.

Danjulo Ishizaka gewann u. a. 2001 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und 2002 den Grand Prix Emanuel Feuermann der Kronberg Academy und der UDK in Berlin.

Danjulo lshizaka gastiert regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival und dem Rheingau Musik Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival, dem Kissinger Sommer und den Osterfestspielen Salzburg. Tourneen führen ihn in alle EU-Staaten, in die USA, nach China, Russland und Japan. Im März 2006 hatte er sein Debut in der Carnegie Hall New York.

Er konzertiert mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili oder Lars Vogt und renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Mstislav Rostropovich und Krzysztof Penderecki.

Danjulo Ishizaka wurde für das renommierte “New Generation Artists scheme” der BBC ausgewählt. Seine bei SonyBMG erschienene Debut CD die er mit dem Pianisten Martin Helmchen eingespielt hat, wurde im Jahr 2006 mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet. Er spielt das ex Boris Pergamenschikow von W. Schnabl erbaute Cello der Kronberg Academy sowie das Stradivari Cello ‚Lord Aylesford’ (1696) von der Nippon Music Foundation.

Danjulo Ishizaka ist im zweiten Teil des Abschlusskonzerts am Sonntag, dem 4. Oktober um 18.30 mit Krzysztof Pendereckis Violakonzert (Bearbeitung für Cello von Boris Pergamenschikow) zu hören.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Eine blaue Note finden …

Montag, 21. September 2009

Lars Danielsson, Leszek Mozder

Der Schwede Lars Danielsson (Violoncello, Kontrabass) und der Pole Leszek Mozdzer (Klavier) bilden seit einigen Jahren ein Jazz-Duo, das mit Cello und Bass in eine Welt zarter Klangzauberei entführt. Ihre Stücke sind nachdenklich, poetisch und leise und von lässigem Groove erfüllt. Über seinen Klavierpartner Mozdzer sagt Danielsson: „Leszek is the perfect piano player for me. It feels like we are from ‚the same planet’ musically. […] There was a strong connection with just the piano and bass. This way of playing feels like a dream to me. With Leszek, I can go in any direction that the music needs to be taken.“

Im Rahmen der “Blauen Reihe” spielen sie am Freitag, dem 2. Oktober um 22 Uhr in der Stadthalle Kronburg klassisch inspirierten Jazz wie Praying, Fellow, Entrance, Pasodoble, It’s easy with you und anderes mehr.

Einfach kommen und zuhören …

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Soloists ¦ Claudio Bohórquez

Sonntag, 20. September 2009

Claudio  Bohorquez Claudio Bohórquez is acclaimed by conductors, audiences, event organisers and critics alike as one of the most exciting and fascinating musical personae of his generation. He studied with David Geringas and Boris Pergamenschikow. Kronberg Academy furthered his career through the award of the Landgrave of Hesse Prize, for example, and his involvement in Chamber Music Connects the World. In 2000 he was the most successful participant in the first International Pablo Casals Competition arranged by Kronberg Academy, collecting three awards, including first prize. Marta Casals Istomin presented him with Pablo Casals’ Goffriller cello on loan to him for two years. He also won first prize at the Geneva International Music Competition.

Claudio Bohórquez now performs throughout the world. He works with many of the most famous conductors such as Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Christoph Eschenbach, Sir Neville Marriner and Krzysztof Penderecki and gives concert performances with many of the leading German and international orchestras – in Japan with the NHK Symphony Orchestra Tokyo and the Tokyo Philharmonic Orchestra and in the USA with almost every major orchestra in that nation. Claudio Bohórquez has made an impressive number of CD recordings, radio recordings and television appearances. He plays a violoncello by G B Rogeri, which is on loan to him from the Landesbank Baden-Württemberg.

He will play Friday, 2 October, 10pm at Burg Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Claudio Bohórquez

Sonntag, 20. September 2009

Claudio  Bohórquez Foto: Henry Fair Claudio Bohórquez wird von Dirigenten, Publikum, Veranstaltern und Kritikern gleichermaßen als eine der aufregendsten und faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation gepriesen. Er studierte bei David Geringas und bei Boris Pergamenschikow. Von der Kronberg Academy wurde er u.a. durch den Landgraf von Hessen-Preis und die Teilnahme an Chamber Music Connects the World gefördert. Im Jahr 2000 war er mit drei Auszeichnungen Gewinner und erfolgreichster Teilnehmer des 1. Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Aus der Hand von Marta Casals Istomin erhielt er als zweijährige Leihgabe das Goffriller-Cello von Pablo Casals. Auch beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er den 1. Preis.

Claudio Bohórquez gastiert heute in der ganzen Welt. Er arbeitet dabei mit vielen der namhaftesten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Christoph Eschenbach, Sir Neville Marriner oder Krzysztof Penderecki zusammen und konzertiert mit vielen großen deutschen und internationalen Orchestern – in Japan mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonic Orchestra, in den USA mit fast allen großen Orchestern des Landes. Claudio Bohórquez verzeichnet eine beachtliche Anzahl an CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten. Er spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landesbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.

Bei uns wird er in Konzert 11,  der Konzertfassung der Filmmusik zu Rebecca Horns Kurzfilm Fata Morgana am 2. Oktober um 22 Uhr zu hören sein.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ In der Ferne – aus der Ferne – Fata Morgana

Freitag, 18. September 2009

Musik für Bilder – ohne Bilder – Filmmusik im Konzert …

Der aus Neuseeland stammende Jazzsaxophonist, Klarinettist und Komponist  Hayden Chisholm arbeitet seit 2002 mit Rebecca Horn zusammen, einer der bedeutendsten Aktionskünstlerinnen der Gegenwart. Inzwischen hat er für mehrere ihrer Installationen und Werke die Musik komponiert, zuletzt für den Kurzfilm „Fata Morgana“. Dieser stellt die bearbeitete Version ihres Films „Buster’s Bedroom“ (1990) dar, die in diesem Jahr für das Gran Teatro La Fenice in Venedig produziert wurde.

Eine Konzertfassung dieser farbenreichen Filmmusik mit Einflüssen aus Jazz, der japanischen Gagaku-Musik, Natrurtönen und Obertönen komponierte er für das Cello Festival. Gemeinsam mit Claudio Bohórquez, Violoncello, Gareth Lubbe, Viola und Simon Nabatov spielt Hayden Chisholm die Suite im Rahmen der „Blauen Reihe“ als Erstaufführung. (Nachtrag: Das Konzert findet am 2. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronberg statt.)

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Ensemble ¦ Kremerata Baltica

Donnerstag, 17. September 2009

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica was founded by Gidon Kremer in 1997. Gidon Kremer sees his work with this chamber opportunity as an opportunity to pass his extensive musical experience on to young musicians from the three Baltic States. Kremerata Baltica – which gives 60 concerts a year – is today one of the most outstanding international European ensembles in the world. It makes regular appearances at the leading music venues of Vienna, Berlin, Paris, London, Moscow and New York. Montpellier and is a welcome guest at the renowned festivals in Dresden, Baden-Baden, Schleswig-Holstein, Montpellier and Verbier as well as at the Prague Spring Festival, the Salzburg Music Festival and the BBC Proms in London.

On its numerous tours, which have taken it through Europe as well as to the USA, South America, Asia and Australia, Kremerata Baltica has worked with famous soloists and conductors such as Jessye Norman, Oleg Maisenberg, David Geringas, Boris Pergamenschikow, Tatiana Grindenko, Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Roman Kofman, Mischa Maisky, Evgeni Kissin and Vladimir Ashkenazy. A particular focus of the orchestra’s work is contemporary music and, in addition to premières and specially commissioned works by von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov and Raskatov, compositions by Schnittke, Gubaidulina, Enesco and Piazzolla are frequently included in the programme.

The Süddeutsche Zeitung commented on one performance given by the ensemble, “It is rare for music to provide such an intense experience!” Kremerata Baltica has been Kronberg Academy’s Orchestra in Residence since February 2008.

You can hear Kremerata Baltice several times at Cello Festival: 30 September, 2 October and at  4 October.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Italienische Reise

Donnerstag, 17. September 2009

Gidon Kremer und Kremerata Baltica

Eine Hommage an Gioacchino Rossini, den wunderbaren Opernkomponisten des Belcanto, und an die unverwechselbare Musik Italiens ist das Orchesterkonzert mit der Kremerata Baltica unter Leitung des jungen italienischen Dirigenten Gaetano d’Espinosa. Neben Julius Berger und seiner Frau Hyun Jung Berger sind drei große italienische Cellisten als Solisten zu erleben: Giovanni Sollima, Enrico Bronzi und Enrico Dindo.

Auf dem Programm stehen:

Gioacchino Rossini:
„Une larme“ Thema und Variationen für Cello und Orchester
Mario Castelnuovo-Tedesco:
Konzerttranskription aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla”
Giorgio Federico Ghedini:
Musica Concertante für Violoncello und Orchester
Roberto Molinelli:
“Twin Legends” für Cello und Streichorchester
Gian Carlo Menotti:
Suite für zwei Violoncelli und Orchester
Giovanni Sollima:
Trioloncelles, vibrez!

Das Konzert findet am Freitag, dem 2. Oktober um 19 Uhr in der Johanniskirche Kronberg statt.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

Cello Festival ¦ Ensembles ¦ Kremerata Baltica

Donnerstag, 17. September 2009
Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Die Kremerata Baltica wurde 1997 von Gidon Kremer gegründet. Durch die Arbeit mit diesem Kammerorchester möchte Gidon Kremer seine große musikalische Erfahrung an junge Musiker der drei baltischen Staaten weitergeben. Mit jährlich 60 Konzerten ist die Kremerata Baltica heute eines der prominentesten internationalen europäischen Ensembles weltweit, das regelmäßig in den großen Musikzentren Wien, Berlin, Paris, London, Moskau, New York auftritt. Bei den renommierten Festivals in Dresden, Baden-Baden, Schleswig-Holstein, Montpellier und Verbier ist sie ein ebenso gern gesehener Gast wie beim Prager Frühling, den Salzburger Festspielen oder bei den Proms-Konzerten der BBC in London.

Auf ihren zahlreichen Tourneen, die sie durch Europa, in die USA, nach Südamerika, Asien und Australien führen, konzertiert die Kremerata Baltica mit namhaften Solisten und Dirigenten wie Jessye Norman, Oleg Maisenberg, David Geringas, Boris Pergamenschikow, Tatiana Grindenko, Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Roman Kofman, Mischa Maisky, Evgeni Kissin und Vladimir Ashkenazy. Ein besonderer Schwerpunkt der Orchesterarbeit ist die zeitgenössische Musik, und neben Uraufführungen und Auftragswerken von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov und Raskatov stehen häufig auch Kompositionen von Schnittke, Gubaidulina, Enesco und Piazzolla auf dem Programm.

Die Süddeutsche Zeitung kommentierte einen Auftritt des Ensembles mit den Worten „So intensiv lässt sich Musik selten erleben!“. Seit Februar 2008 ist die Kremerata Baltica „Orchestra in Residence“ der Kronberg Academy.

Gleich mehrmals können Sie die Kremerata Baltica  während des Cello Festivals erleben. Beim Eröffnungskonzert, am 30. September in der Naxos-Halle, beim Orchesterkonzert am 2. Oktober sowie im 2. Teil des Abschluss-Orchesterkonzerts am 4. Oktober.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Kinderkonzert – Und was ist Brim Bram?

Mittwoch, 16. September 2009

Alan "Gunga" PurvesEin echtes Klangabenteuer erwartet Kinder beim Konzert mit dem Cellisten Ernst Reijseger und seinen Mitspielern Alan „Gunga“ Purves, Quietschente, Gummischlauch, Brim, Bram und anderen. Ein Erlebnis ohne Worte und ohne Gleichen – aber mit Alan, Ernst und viel Spaß! Bei den Konzerten von Ernst Reijseger läuft sowieso nie alles, wie es geplant war denn – auf die Kinder kommt es an. Mal sehen! Mal hören!

Das Kinderkonzert findet am Freitag, dem 2. Oktober um 16.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg statt. (ohne Pause, Ende circa gegen 17 Uhr)

von  Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

>> Karten für das Konzert können hier bestellt werden

Cello Festival ¦ Tutor and Soloist ¦ Julius Berger

Dienstag, 15. September 2009

Julius BergerThe Augsburg-born cellist Julius Berger has been a permanent feature of the music scene for more than 25 years. That is not just because he is a wonderful musical interpreter, dubbed the “prophet of the cello” by the Frankfurter Allgemeine Zeitung following his second recording of Bach’s cello suites. He is also in worldwide demand as a soloist and chamber musician, has released a large number of CDs and trains leading musicians of the next generation. He initially taught at Würzburg and Saarbrücken but has now been teaching at the Augsburg University of Music since 2000, as well as giving international masterclasses – for example, at the international Mozarteum Summer Academy in Salzburg since 1992. He is Artistic Director of the Eckelshauser Musiktage and the Asiago Festival in Italy, is in charge of the international Leopold Mozart Competition in Augsburg and is a jury member at various international competitions. His research interests focus on cello works by Boccherini, some of which are still unknown. However, Julius Berger is also well known for his great commitment to contemporary music by John Cage, Toshio Hosokawa and Sofia Gubaidulina, some of whose works – along with those of other contemporary composers – he has premièred and recorded. Julius Berger plays one of the oldest celli in the world, the 1566 King Charles IX made by Andrea Amati.

You can hear Julius Berger on Friday, 2 October at 7pm and on Saturday, 3 October at 8.30pm at Johanniskirche Kronberg.

He will held his workshop Friday, 2 October, from 9.30  to 11am at Streitkirche Kronberg.

Cello Festival ¦ Dozent und Solist ¦ Julius Berger

Dienstag, 15. September 2009

Julius Berger

Seit mehr als 25 Jahren ist der in Augsburg geborene Cellist Julius Berger aus dem Musikleben nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur, weil er ein wunderbarer Interpret ist, den die die Frankfurter Allgemeine nach seiner zweiten Aufnahme der Cello-Suiten von Bach den „Propheten des Cellos“ nannte. Er ist auch als Solist und Kammermusiker international gefragt, hat zahlreiche CD’s herausgegeben und bildet Spitzennachwuchs aus. Zunächst als Professor in Würzburg und Saarbrücken tätig, unterrichtet er seit 2000 an der Musikhochschule in Augsburg und gibt weltweit Meisterkurse, wie z.B. seit 1992 an der internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg. Er ist gleichzeitig künstlerischer Leiter der Eckelshauser Musiktage und des Asiago Festivals in Italien, leitet den internationalen Leopold Mozart-Wettbewerb in Augsburg und ist Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Nicht zuletzt widmet er sich mit Hingabe der Erforschung der zum Teil noch unbekannten Cellowerke von Boccherini. Hervorgetreten ist Julius Berger aber auch durch sein großes Engagement für zeitgenössische Musik von John Cage, Toshio Hosokawa und Sofia Gubaidulina, deren Werke – wie auch die anderer Komponisten der Gegenwart – er teilweise uraufgeführt und eingespielt hat. Julius Berger spielt eines der ältesten Celli der Welt, das „König Charles IX“ von Andrea Amati aus dem Jahr 1566.

Julius Berger ist am Freitag, dem 2. Oktober um 19 Uhr im Orchesterkonzert und am Samstag, dem 3. Oktober um 20.30 Uhr in der Johanniskirche in Kronberg zu hören.

Sein Workshop findet am Freitag, dem 2. Oktober von 9.30 bis 11.00 Uhr in der Streitkirche in Kronberg statt.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Klang des Lebens

Dienstag, 15. September 2009

Sylla-Reiijseger-Gueye

„Griots“ werden die Familien genannt, die musikalische Geschichten erzählen … Der niederländische Komponist und Cellist Ernst Reijseger arbeitet schon seit Jahren mit den senegalesischen Musikern Mola Sylla (Vocals, Percussion) und Serigne Gueye (Percussion) zusammen. Die Lieder des Trios handeln von Liebe und Eifersucht, von der Verehrung für Gott und von dem, was Weiße Schwarzen angetan haben – ein anrührend-sinnlicher Dialog voller emotionaler Kraft, der zeigt, dass Verständigung möglich ist. Was uns erwartet ist kein „Europe meets Africa“-Gefühl oder Streicherklang mit handgetrommelter Folklore-Beigabe – es klingt, als ob alles schon immer zusammen gehörte.

Das „Trio Reijseger/Sylla/Gueye“  ist in der Blauen Reihe am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22.00 Uhr auf der Burg Kronberg mit Jangelma, Baba, Sàng xale man, Noon, Fier, Njaarelu Adiye, Doxandéem, Sicroula u.a. zu hören und erleben.

von  Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Soloists ¦ Mola Sylla

Montag, 14. September 2009

Mola SyllaMola Sylla was born in Dakar, Senegal but has been living in Amsterdam for more than 20 years. With his groups Senemali and VeDaKi, the singer and composer has developed a completely individual ethnic style which combines Senegalese music with elements from other ethnic traditions. A musical dialogue thus takes place between the various cultures of the African continent and those of the musician’s new home in the West. Mola Sylla’s captivating music pulsates with free improvisation and spontaneity as he allows vastly different musical influences to merge. In his rough voice he sings African tribal songs and tells stories from Senegal as well as about his new home, false expectations, hopes and disappointments. He usually sings in the Senegalese tribal language of Wolof. His songs are punctuated by rousing folk rhythms which he entices with masterly technique out of African instruments that are largely unknown to us: mbira, kongloa (a lamellophone from Senegal), xalam and kalimba.

Mola Sylla makes regular appearances at jazz and world music festivals and has recorded a large number of CDs. He has spent many years working closely with the Dutch cellist Ernst Reijseger, with whom he also composed music for Werner Herzog’s film The Wild Blue Yonder (2005).

You can hear Mola Sylla together with Serigne Gueye and Ernst Reijseger  on Thursday, 1 October at 10pm at Burg Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Mola Sylla

Montag, 14. September 2009

Mola SyllaMola Sylla wurde in Dakar im Senegal geboren. Seit mehr als 20 Jahren lebt der Sänger und Komponist in Amsterdam. Mit seinen Gruppen Senemali und VeDaKi entwickelte er einen ganz individuellen ethnischen Stil, der senegalische Musik mit anderen ethnischen Musikelementen verbindet. Auf diese Weise entsteht ein musikalischer Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des afrikanischen Kontinents und der westlichen neuen Heimat des Musikers. Mola Syllas mitreißende Musik lebt von der freien Improvisation und der Spontaneität, mit der er die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse ineinander fließen lässt. Mit seiner rauen Stimme singt er afrikanische Stammeslieder und erzählt Geschichten aus dem Senegal, aber auch von der neuen Heimat, von falschen Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen. Meist singt er in der senegalesischen Stammessprache Wolof. Untermalt werden seine Songs von mitreißenden folkloristische Rhythmen, die er mit virtuoser Technik afrikanischen Instrumenten entlockt, die bei uns größtenteils unbekannt sind: Mbira, Kongloa (ein Lamellophon aus dem Senegal), Xalam oder Kalimba.

Mola Sylla ist häufiger Gast auf Jazz- und Weltmusik-Festivals und hat eine Vielzahl von CDs herausgebracht. Eine jahrelange enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem niederländischen Cellisten Ernst Reijseger, mit dem er auch die Musik für Werner Herzogs Film The Wild Blue Yonder (2005) geschaffen hat.

Mola Sylla wird gemeinsam mit Sergine C. M. Gueye und Ernst Reijseger im Rahmen der Blauen Reihen in dem Konzert Sàng Xale am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronburg zu hören sein.

Cello Festival ¦ Soloists ¦ Serigne C. M. Gueye

Montag, 14. September 2009

Sergine C.M. GueyeBorn in Daker in Senegal in 1963, Serigne Gueye grew up surrounded by the music of West Africa. His grandfather was a percussionist with the National Ballet but was so often away from home that Serigne is largely self-taught. At the age of seven, he began playing at traditional ceremonies. His career as a professional musician began in 1984 with the renowned Star Band de Dakar, which allowed him to learn to play a wide range of other percussion instruments and to develop musical arrangement abilities and song. He toured in the USA and in Europe with the Star Band and other ensembles before joining Ifang Bondi in 1993 and playing on two of their CDs. He left Ifang Bondi in 1996 in order to explore jazz in greater depth and to search for ways to place his West African musical heritage in a broader context. He now lives in Amsterdam and works with many top Dutch jazz musicians, such as Han Bennink, Thijs van Leer, Sean Bergin, Franky Douglas, Eddy Veldman, Mola Sylla and Ernst Reijseger. He is a member of the bands Pia Piac and Mandinkabi and in 2002 joined Tobias Delius (saxophone, clarinet), Wilbert de Joode (double bass) and Hilary Jefferies (trombone) to form apa ini.

You can hear Sergine Gueye together with Mola Sylla and Ernst Reijseger  on Thursday, 1 October at 10pm at Burg Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Serigne C. M. Gueye

Montag, 14. September 2009

Sergine C.M. Gueye1963 in Dakar (Senegal) geboren, wuchs Serigne Gueye mit der Musik Westafrikas auf. Sein Großvater arbeitete als Perkussionist im Nationalballett, war aber selten zuhause, so dass Serigne sich das Schlagzeugspielen weitgehend selbst beibrachte. Siebenjährig begann er, bei traditionellen Zeremonien zu spielen. Seine professionelle Laufbahn begann 1984 in der bekannten Star Band de Dakar, bei der er eine Menge weiterer Perkussionsinstrumente sowie Arrangement und Gesang lernte. Mit der Band und in anderen Ensembles tourte er in den USA und Europa und gehörte seit 1993 der Band Ifang Bondi an, mit der er zwei CDs einspielte. 1996 verließ er Ifang Bondi, um nach Wegen zu suchen, tiefer in den Jazz einzudringen und sein westafrikanisches Erbe in einem größeren Kontext einzubringen. Serigne Gueye lebt heute in Amsterdam und arbeitet mit vielen der holländischen Jazz-Größen zusammen, wie Han Bennink, Thijs van Leer, Sean Bergin, Franky Douglas, Eddy Veldman, Mola Sylla und Ernst Reijseger. Er ist Mitglied der Pia Piac und der Mandikabi Band und gründete im Jahr 2002 mit Tobias Delius (Saxophon, Klarinette), Wilbert de Joode (Kontrabass) and Hilary Jefferies (Posaune) die Gruppe apa ini.

Sergine C. M. Gueye wird gemeinsam mit Mola Sylla und Ernst Reijseger im Rahmen der Blauen Reihe in dem Konzert Sàng Xale am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronburg zu hören sein.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Matinee mit einer ganz persönlichen Note – berührend intensiv

Sonntag, 13. September 2009

„Wenn es im Moment auf dem Erdball Cellovirtuosen gibt, die einen über technische Fragen weit hinausgehenden, markanten und unverwechselbaren Stil ihr eigen nennen, dann gehört der über die Saiten fliegende Holländer definitiv dazu“,

schrieb die Leipziger Volkszeitung über Pieter Wispelwey. Dieser besondere Künstler ist zum ersten Mal in Kronberg zu erleben. Sein technisch meisterhaftes Cellospiel berührt durch seine besondere Intensität und einen sehr persönlichen Interpretationsansatz. In Peter Wispelweys Kronberger Debut-Konzert ist der Blick auf ihn für Auge (und Ohr) unverstellt: Er spielt am Freitag, dem 2. Oktober um 11.30 Uhr drei Werke für Violoncello von Max Reger, Robert Crumb und Johann Sebastian Bach.

Suite Nr. 1 für Cello solo
Zeitlebens hat Max Reger besonders große Verehrung für Johann Sebastian Bach empfunden: Sein Werk diente ihm als Orientierung bei der Wahl von Besetzungen, Gattungen, Satztechnik und Formbildung. Reger griff auch die im 19. Jahrhundert weithin unbeachtet gebliebene Gattung der unbegleiteten Solokammermusik für Violine und Violoncello auf, zu der Bach mit seinen Sonaten, Partiten und Suiten einen grandiosen Beitrag geleistet hatte, und führte sie zu neuer Blüte. Den Suitenbegriff fasste Reger allerdings weiter als Bach: Seine drei Cellosuiten bestehen nicht ausschließlich aus Tanzsätzen, sondern sie kombinieren die Suiten- mit der Sonatenform. Die Suite Nr. 1 besitzt sogar überhaupt keinen dezidierten Tanzsatz, sondern erinnert mit Präludium, Adagio und Fuge eher an den Aufbau eines Bachschen Orgelwerks. Dass Regers Suiten dennoch deutlich von Bach inspiriert sind, zeigen nicht zuletzt die Tonarten der ersten beiden Stücke, die mit denen der ersten beiden Cellosuiten Bachs übereinstimmen.

Sonate für Cello solo
1955/56 kam George Crumb für ein Jahr als Stipendiat nach Berlin, um bei Boris Blacher Komposition zu studieren. In dieser Zeit entstand als eines seiner frühesten Werke überhaupt die dreisätzige Sonate für Cello solo, die noch nicht seinen späteren charakteristischen Personalstil aufweist, sondern eher seine Auseinandersetzung mit Traditionen der Cello-Solo-Literatur bekundet. Der erste Satz, eine Fantasia, beginnt mit der kontrastreichen Gegenüberstellung von Pizzicati-Klängen und dem Motiv einer kleinen Terz abwärts, aus dem sich eine ergreifende Kantilene entwickelt. Den Mittelsatz gestaltete Crumb als Folge von drei Variationen und einer Coda über ein weich fließendes Thema im pastoralen Siciliano-Rhythmus. Die abschließende Toccata wird von einer langsamen Passage eröffnet, die zu einem auf auf- und absteigenden Moll- und Durdreiklängen basierenden Thema führt. Im Mittelteil erklingt in gesteigerter Emphase das Zitat des Hauptthemas aus dem Kopfsatz.

Suite für Cello solo Nr. 6 D-Dur (BWV 1012)
Johann Sebastian Bachs
Zyklus von Cellosuiten schließt mit einem Stück in D-Dur, für das der Komponist ein fünfsaitiges Instrument mit einer zusätzlichen hohen E-Saite vorsah. Auf einem solchen Instrument waren die technischen Schwierigkeiten der Suite leichter zu meistern; heute lässt sich das Fehlen einer fünften Saite durch moderne Spieltechniken kompensieren. In dem ausgedehnten Prélude arbeitete Bach mit dem eigentümlich schwebenden Klangeffekt der Bariolage. Es folgt als zweiter Satz eine reich verzierte, vielschichtige Allemande. Schlicht und heiter präsentiert sich dagegen die Courante mit einem markanten Dreiklangsmotiv, dessen Duktus rhythmisch und melodisch für den weiteren Verlauf des Satzes konstitutiv ist. Die Sarabande, ein langsamer Schreittanz mit seinem charakteristischen Schwerpunkt auf der zweiten Zählzeit des Dreiertaktes, besticht melodisch durch zahlreiche Sextparallelen. In der zweiten Gavotte erklingt eine rustikale Passage „à la Musette“ mit Assoziationen an Dudelsackklänge. Mit einer fröhlichen, technisch anspruchsvollen Gigue endet die Suite.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Soloists ¦ Dénes Várjon

Samstag, 12. September 2009

Dénes VárjonThe Hungarian pianist Dénes Várjon studied with Ferenc Rados, György Kurtág and Sándor Devich at the Franz Liszt University of Music in Budapest. One of the first people to recognise his exceptional musical gifting was his fellow countryman András Schiff, with whom he took annual masterclasses. Schiff has since been one of his greatest advocates and their musical association continued when the former masterclass student became an internationally acclaimed professional pianist. Today the two artists often play together. In 1991 Dénes Várjon won the Concours Géza Anda in Zurich and made his debut at the Salzburg Festival that same year as a soloist with the Camerata Salzburg conducted by Sándor Végh.

He has long been one of the leading musical figures in Hungary and is a frequent guest at all international festivals and in the great musical cities of Europe and the USA. As well as performing as a soloist, he also plays with chamber music partners, who, in addition to András Schiff, include illustrious names such as Steven Isserlis, Miklós Perényi, Tabea Zimmermann and Leonidas Kavakos. He has a particularly close musical association with the oboist and conductor Heinz Holliger as well as with the composer and clarinettist Jörg Widmann. Since 1994 Dénes Várjon has been an assistant professor at the Franz Liszt University of Music in Budapest. In 1997 he was awarded the Liszt Prize by the Hungarian Government.

Dénes Várjon and Steven Isserlis are playing Ludwig van Beethoven, Bohuslav Martinu und Ernest Bloch on Thursday, 1 October at 7pm at Stadthalle Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Dénes Várjon

Samstag, 12. September 2009

Dénes VárjonDer ungarische Pianist Dénes Várjon studierte an der Liszt Ferenc Musik Akademie Budapest bei Ferenc Rados, György Kurtág und Sándor Devich. Einer der Ersten, der seine musikalische Hochbegabung erkannte und seitdem zu seinen größten Forderern zählte, war sein Landsmann András Schiff, bei dem er jährlich an Meisterkursen teilnahm. Auch als aus dem ehemaligen Schüler ein international erfolgreicher Pianist geworden war, blieb die musikalische Verbindung bestehen. Heute musizieren beide Künstler oft gemeinsam. Dénes Várjon gewann 1991 den Concours Géza Anda in Zürich und debütierte im gleichen Jahr als Solist mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Sándor Végh bei den Salzburger Festspielen.

Längst zählt er zu den wichtigsten Musikerpersönlichkeiten Ungarns und ist häufiger Gast bei allen internationalen Festivals und in den großen Musikmetropolen Europas und der USA. Gleichbedeutend mit seiner Arbeit als Solist ist das gemeinsame Musizieren mit Kammermusikpartnern. Zu ihnen zählen neben András Schiff auch so illustre Namen wie Steven Isserlis, Miklós Perényi, Tabea Zimmermann, Leonidas Kavakos u.v.a. Eine besonders enge musikalische Verbindung besteht zu dem Oboisten und Dirigenten Heinz Holliger, ebenso zu dem Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Seit 1994 ist Dénes Várjon Assistenz-Professor an der Liszt Ferenc Akademie in Budapest. 1997 wurde ihm von der Ungarischen Regierung der Liszt Preis verliehen.

Dénes Várjon wird gemeinsam mit Steven Isserlis in einem Abendkonzert am Donnerstag, dem 1. Oktober um 19 Uhr in der Stadthlle Kronberg Werke von Ludwig van Beethoven, Bohuslav Martinu und Ernest Bloch spielen.



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