Chamber Music Connects the World – was aus den Ex-Juniors geworden ist (6)
Sonntag, 9. Mai 2010Antoine Tamestit, Viola / Junior 2002
Antoine Tamestit wurde 1979 geboren und studierte bei Jean Sulem am Pariser Conservatoire, an der Yale University (USA) bei Jesse Levine und dem Tokyo String Quartet und bei Tabea Zimmermann in Berlin. Er war 23 Jahre alt, als er erstmals nach Kronberg kam, um bei Chamber Music Connects the World mitzuwirken. Wir in der Academy freuen uns, dass Antoine seither einige bedeutende Meilensteine in seiner Entwicklung erreicht hat
Eine seiner jüngsten Auszeichnungen erhielt er in Form des „Credit Suisse Young Artist Award“ im Jahre 2008. Mit dieser Ehrung verbunden war ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti im Rahmen des Lucerne Festivals im September 2008.
Eine kleine Rückblende: bereits im Jahre 2000 erhielt der den 1. Preis beim Maurice Vieux Wettbewerb (Paris) sowie den 1. Preis beim William Primrose Wettberwerb (Chicago, 2001). 2003 folgte dann der 1. Preis beim Young Concert Artists (YCA) International Auditions und Antoine gab Debüt-Recitals in New York, Boston und Washington. Im September 2004 erhielt er den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb, wo er außerdem drei Sonderpreise erhielt. . Antoine Tamestit ist einer der Gewinner des Borletti Buitoni Trust Award 2006. 2007 wurde er bei den französischen „Victoires de la Musique“ zur „Révélation instrumentale de l’Année“ ernannt. Preise über Preise also. In der Folge wurde Antoine Tamestit zu zahlreichen Festivals eingeladen wie Aix-en-Provence oder dem International Viola Congress in Seattle. Als begeisterter Kammermusiker ist er regelmäßiger Gast von bedeutenden Festivals wie Lockenhaus, Jerusalem Chamber Festival, Moritzburg, Rheingau, Schubertiade, Davos oder Luzern. Hierbei kann er auf glänzende Namen als Partner verweisen, nur ein paar Beispiele: Gidon Kremer, Frank-Peter Zimmermann, Janine Jansen, Emmanuel Pahud, Mischa Maisky, Renaud und Gautier Capuçon sowie Natalia Gutman.
Im April 2004 wurde Antoine Tamestit zu BBC Radio 3 New Generation Artist’s Scheme 2004-06 auserwählt. In diesem Zusammenhang entstanden Soloeinspielungen für BBC Radio 3, Konzertaufnahmen mit BBC Orchestern in Großbritannien und Rezital-Engagements, darunter auch sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall (Oktober 2005). In der Saison 2005/06 trat er mit dem deutschen Pianisten Markus Hadulla im Rahmen von Rising Stars (ECHO) auf u.a. im Concertgebouw Amsterdam, in der Megaron Hall Athen, Cité de la Musique in Paris und im Festspielhaus Baden-Baden, sowie in der Wigmore Hall London und in der Yorker Carnegie Hall auf. Im November 2006 folgte das allererste Viola-Rezital im New Yorker Lincoln Center. Als Solist hat Antoine Tamestit mit großen Orchestern aufgespielt, nur einige wenige Beispiele: Berliner Symphoniker, Beethovenorchester Bonn, Dresdner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Münchener Rundfunk Orchester des BR, RSO Stuttgart, RSO Wien, Orchestre de Toulouse, Orchestre Philharmonique de Radio France, BBC Philharmonic, Warschauer Philharmonie. Sein besonderes Interesse für die Musik unserer Zeit hat zu Begegnungen mit vielen Komponisten geführt sowie zu diversen Uraufführungen und Ersteinspielungen zeitgenössischer Werke.
In der Tat, eine äußert bemerkenswerte Karriere, so dass man ohne Übertreibung sagen darf, dass Antoine Tamestit zu einem der gefragtesten Solisten seines Instruments geworden ist. Aber ein weiterer Meilenstein in seinem künstlerischen Leben war im Oktober 2007 die Berufung als ordentlicher Professor an die Kölner Musikhochschule. Wie sieht Antoine Tamestit selbst den Einfluss seiner künstlerischen Entwicklung aufgrund der Erfahrungen und Begegnungen, die er durch sein Mitwirken bei Projekten der Kronberg Academy hatte.
Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:
„Meine verschiedenen Teilnahmen bei Veranstaltungen der Kronberg Academy waren wichtige Meilensteine in meiner Entwicklung. Was Chamber Music Connects the World betrifft, ist es offensichtlich für mich, dass ich dort unglaubliche Freunde und Kontakte gewonnen habe. Nicht zuletzt meine ersten Schritte als Lehrer während der „Mit Musik-Miteinander“ Sessions weckten meinen Appetit auf das Unterrichten und gaben mir das Selbstvertrauen, meine Ideen und meine Arbeit an junge Musiker weiterzugeben…..alles was mir noch zu sagen bleibt, ist, dass die persönliche und professionelle Stärke, die solch ein Platz wie die Kronberg Academy bietet, unglaublich ist und unentbehrlich bei einer musikalischen Weiterentwicklung ist.
Bisher erschienen:
CMCW – Ein Musikfilm als Inspiration
CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Claudio Bohorquez
CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Tanja Becker-Bender
CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Marie-Elisabeth Hecker
CMCW – Was aus den Ex-Junirs geworden ist: Nicolas Altstaedt
















