Archiv für die Kategorie „Juniors“

Aufsteigende Hitze

Donnerstag, 22. Mai 2014

Zwei bedeutende Projekte werfen ihre Schatten voraus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir befinden uns im Wonnemonat Mai. Die Temperaturen klettern stetig nach oben. Von mehreren Seiten wird auch uns – bildlich gesprochen – immer heißer. Unser Team begibt sich langsam in die finale Phase unserer Vorbereitungen für das bedeutende Projekt “Chamber Music Connects the World”. Startschuss ist am 20. Juni. Aus nicht-musikalischer Ecke gibt es ein gewisses Störfeuer aufgrund der in Brasilien am 12. Juni beginnenden Fussball-Weltmeisterschaft, deren Anziehungskräfte in Bezug auf hiesige TV-Termine nicht zu unterschätzen ist. Aber wir haben vorgesorgt: Alle Spiele sind im Ablaufplan integriert und wir wissen aus Erfahrung, dass Seniors und Juniors auch fußballbegeistert sind und bei solch einem bedeutenden Turnier wird es bestimmt auch so manchen leidenschaftlichen international gefärbten Public Viewing-Abend geben. Musikalische Spannung während des Tages wird so am Abend durch manch sportliche Höchstspannung erst so richtig “komplett”.

Bevor wir uns aber im Team endgültig nur noch auf CMCW ( unser internes Kürzel für  obiges Projekt) konzentrieren, sind noch andere Aktivitäten sorgfältig umzusetzen. Vorgeschaltet ist nämlich noch unser Projekt “Masters in Performance”, bei dem mehrere Prüfungskonzerte in Kronberg und Frankfurt sowie Auftritte unserer Jungen Solisten im Rathaus Kronberg anstehen. An fünf Tagen, vom 4. Juni bis 8. Juni, werden Junge Solisten ihr Können dem Kronberger Publikum darbieten. Es werden mehrere Zwischenprüfungen und Examenskonzerte durchgeführt, die für insgesamt fünf unserer Jungen Solisten den Abschluss ihrer jeweiligen Studienabschnitte bilden. Für Pablo Ferrández, Violoncello, und Hyeyoon Park, Violine, ist der 4. Juni der Tag Ihres Examenskonzerts. Ebenso für Ella van Poucke, Violoncello. Sie muss ein Konzert im Rahmen ihrer Zwischenprüfung spielen und beendet damit die Prüfungskonzerte des 4. Juni von “Masters in Performance”. Am folgenden Tag werden Anastasia Kobekina, Violoncello, und Georgy Kovalev, Viola, ihre Zwischenprüfungskonzerte zum Bachelor-Abschluss “hinlegen”. Diese finden in den Frankfurter Räumlichkeiten der  Hochschule für Musik und Darstellende Kunst statt.

Vom Freitag, den 6. Juni bis Sonntag, den 8. Juni
werden wir dann insgesamt elf Junge Solisten zu
Auftritten ins Kronberger Rathaus entsenden, wo diese
mittlerweile schon Tradition, dem Kronberger
Publikum und Gästen aus der Umgebung Kostproben
ihres bis dato erlangten musikalischen Könnens und
ihrer Ausdrucksfähigkeit geben können. In den Pausen
haben die Besucher Gelegenheit, mit den jungen
Künstlern persönlich in Kontakt zu treten. Manche unserer Gäste sind schon seit Jahren dabei und lassen sich nur wenige Auftritte entgehen – wenn überhaupt!

Das erste mal dabei im Team unseres Studiengangs KAM ist Dr. Andrea Stahl, seit
Anfang April voll integriert in unsere Mannschaft.     Andrea ist promovierte Historikerin und hat ein   großes Herz für Opermusik. Im Bereich der  Orchester- und Kammermusik hört sie besonders gerne Kompositionen von Brahms und Beethoven. In der ersten Juni-Woche wird Andrea nun ihre erste Feuerprobe zu bestehen haben und wir sind sicher, dass sie dies mit Bravour meistern wird. Wenn der letzte Auftritt unserer Konzertreihe “Masters in Performnce” am Sonntag, den 8. Juni vorüber ist, dann beginnt für unser Team, sagen wir ab Montag der Folgewoche, so richtig das “Ärmel-Hochkrempeln” mit Blick auf unseren  Jahreshöhepunkt: Die Durchführung von Chamber Music Connects the World.

Dieses einzigartige, weil überaus intime Projekt, bewegt stets Teilnehmer und Zuhörer auf besondere Weise. Aus der praktischen Sicht ist es ein Unterfangen, bei dem ein beträchtliches logistisches Räderwerk in Gang gesetzt wird. Immerhin, es sind volle 10 Tage, die in vielfältiger Hinsicht durchgeplant sein müssen  und an denen die Stadt Kronberg eines ihrer wesentlichen Erkennungsmerkmale voll demonstrieren kann: nämlich eine durch und durch heißblütige Stadt zu sein, in der die Klassische Musik, insbesondere die Kammermusik, auf allerhöchstem Niveau zu erleben ist. Von jungen und etablierten Musikern, im Dialog und im gemeinsamen Musizieren.

Vier musikalische Schwergewichte sorgen für höchste Musikalität und  Ausstrahlung. Wir erwarten vier Meister ihres Faches: Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Kim Kashkashian und Steven Isserlis. Zum 8. Mal stellen wir uns der Herausforderung, den kammermusikalischen Dialog der Generationen zu ermöglichen. Stets mit der Hoffnung, unter den ausgewählten 22 “Juniors” wieder neue Persönlichkeiten zu entdecken, die durch ihr musikalisches Potenzial eine besondere Förderung verdienen. Oder für die die Aufnahme des Studiums im Rahmen des “Kronberg Academy Masters” eine attraktive Möglichkeit zur Weiterentwicklung sein könnte.

Wir lassen uns jedenfalls überraschen und freuen uns auf musikalische Kettenreaktionen, bei der das musikalische Feuer spürbar und nachhaltig auf die junge Generation überspringt. Diese Hitze lieben wir!

Michael Heinz

Kronberg Academy Team

Interview mit Friedemann Eichhorn / Neuer Direktor “Kronberg Academy Masters” (Teil 2)

Donnerstag, 2. August 2012

Fortsetzung des Interviews vom 31. Juli 2012

Die Kronberg Academy repräsentiert eine Institution mit hohem internationalem Bekanntheitsgrad und Renommée (ist gewissermaßen eine Marke). Wie lässt sich das Deiner Meinung nach absichern bzw. verbessern?

In der Musikwelt ist die Mund-zu-Mund-Propaganda entscheidend und noch effektiver als mediale Werbung, wobei letztere selbstverständlich keineswegs außer Acht gelassen werden darf ! Die beste Werbung für die Marke Kronberg Academy ist die Qualität der Veranstaltungen und der Lehre. Daran muss man immerzu weiterarbeiten, das darf nie aufhören – es ist ein stetiger Prozess. Und das spricht sich sehr schnell herum. Jeder Musiker, der bei uns zu Gast ist, trägt den Namen Kronberg Academy weiter. In diese Richtung werden wir mit Energie weitergehen.

Neben Deiner neuen Rolle hier in Kronberg hast du eine Professur in Weimar. Welche Synergie-Effekte siehst Du in der Verbindung dieser beiden Aufgaben bzw. Verantwortungsbereiche?

Durch meine Konzerttätigkeit als Geiger und meine Lehr- und Jurytätigkeit – ich habe die vergangenen Jahre auch regelmäßig an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg unterrichtet – befasse ich mich ständig mit den verschiedenen Bereichen der „Streicherbranche“: Berufsbilder, Repertoirefragen, Künstlervermittlung, pädagogische Ansätze, Fragen zum Instrumentarium, zu CD-Einspielungen und zu Wettbewerben. Hier entstehen viele Synergien. In der akademischen Selbstverwaltung der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar war und bin ich aktiv, z.B. im Senat und in der Promotionskommission. Als Direktor des Instituts für Streicher und Harfe habe ich die Studienreform in das Bachelor- und Master-System mitgestaltet.

Wie gefällt Dir das unmittelbare städtische Ambiente hier in Kronberg?

Kronberg ist eine schöne Stadt, überhaupt gefällt mir der Taunuskreis. Die Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind äußerst freundlich und offen. Aufgewachsen bin ich ja in Speyer, gar nicht so weit weg…

Durch Deine beiden festen Wirkungsstätten Kronberg und Weimar dürfte sich Dein Reiseanteil erhöhen – bist Du viel mit dem Auto oder auch mit der Bahn unterwegs und kannst Du die Zeiten auf Reisen für Dich Ertrag bringend nutzen…?

Ich fahre fast immer mit dem Zug, es gibt eine prima Verbindung Frankfurt-Weimar, gern fahre ich ganz früh morgens. Die Bahn ist für mich deshalb so bequem, da ich hier sehr viel Büroarbeit wie Emails erledigen oder auch ungestört über Konzepte nachdenken kann.

Schaut man auf Deinen Lebenslauf, so sieht man sehr unterschiedliche Themengebiete, mit denen Du Dich intensiv befasst hast: Jura, Musikwissenschaft, Buchwesen, darüber hinaus bist Du nach wie vor aktiver Musiker und seit geraumer Zeit nun auch Hochschullehrer – gibt es ein oder mehrere verbindende Elemente zwischen diesen Gebieten?

Das gehört für mich alles zusammen. Gerade die Verbindung von geistiger und musikalisch-interpretatorischer Arbeit und rein instrumentalmethodischen Fragen finde ich wichtig. Ich glaube nicht so an jenen Musikertypus, der sich fortwährend nur mit seinem Instrument befasst und nichts als übt, wobei großer Fleiß natürlich Voraussetzung ist. Aber ein intellektueller Ausgleich – und da ist es unerheblich, ob man sich mit Literatur, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst oder anderen Disziplinen beschäftigt – halte ich für einen Künstler für unabdingbar, um eine wesentliche künstlerische Aussage treffen zu können. Man sieht doch bei all den großen Musikern, die nach Kronberg kommen, welch geistiger Hintergrund vorherrscht. Das, und nicht nur deren musikalische Fähigkeiten, ist großer Ansporn für unsere Young Soloists ! Deshalb sind die Begegnungen mit diesen Künstlern so wertvoll, auch alle gemeinsamen Gespräche abseits oder nach dem Arbeiten an der Musik.

Zum Schluss: Wie entspannst Du Dich nach intensiven Arbeitstagen-/Wochen?

Natürlich im Kreis meiner Familie. Meine Frau ist ja auch Geigerin und wir haben drei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Die zwei Töchter machen schon ganz schön Musik und treiben Sport, der Junge ist noch zu klein. Ansonsten bin ich gern im Garten und zupfe an Blumen und Kräutern. Einem guten Fußballspiel gegenüber bin ich seit jeher sehr aufgeschlossen (nicht nur im Fernsehen, sondern auch mit Freunden auf dem Platz) und schließlich bin ich begeisterter Wintersportler. Und dann ist da  noch die Küche, mein Lieblingsraum in unseren vier Wänden…

Friedemann, danke für dieses Interview!

Michael Heinz
Kronberg Academy Team

Am 31.7.2012 ist Teil 1 dieses Interviews veröffentlicht worden.

Interview mit Friedemann Eichhorn / Neuer Direktor “Kronberg Academy Masters” (Teil 1)

Dienstag, 31. Juli 2012

Ein Vollblutmusiker mit vielen Seiten

Seit Juli 2012 ist Friedemann Eichhorn Direktor unseres Studiengangs “Kronberg Academy Masters”. Er hat damit den seit 2006 in dieser Rolle fungierenden Stephen Potts abgelöst, der wieder nach England zurückkehrt.

Friedemann Eichhorn wurde 1971 in Münster geboren und verbrachte seine Jugendjahre in Speyer.  Mit sieben Jahren begann er Violine zu spielen. Nach Unterricht bei Herbert Franze und Hiroshi Nishida wurde Prof. Valery Gradow sein Lehrer, bei dem er von 1987 bis 1992 an der Musikhochschule Mannheim studierte. Friedemann Eichhorn setzte seine Ausbildung bei Alberto Lysy an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz fort und graduierte von der Juilliard School New York, wo er von Margaret Pardee (Violine), Earl Carlyss und Samuel Sanders (Kammermusik) und Miguel Harth-Bedoya (Dirigieren) unterrichtet wurde. Darüber hinaus studierte er Musikwissenschaft, Jura und Buchwesen an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, wo er zum Dr. phil. promovierte. Friedemann Eichhorn war Stipendiat des DAAD, der Menuhin Academy, Juilliard School, Villa Musica, Kronberg Academy und des PE-Förderkreises.
Im Jahr 2002 wurde Friedemann Eichhorn als Violin-Professor an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar berufen. Zuvor unterrichtete er an der Folkwang Hochschule Essen, Abteilung Duisburg. Er gibt Kurse u.a. an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg und seit 2004 an der Gustav Mahler Akademie Bozen. Masterclasses und Kurse gab er auch an der Universität für Musik Wien, der Guildhall School London sowie an der Pre College Division der Juilliard School. Friedemann Eichhorn ist Künstlerischer Leiter des Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs für junge Geiger in Weimar. Von 1996 bis 2000 wirkte er als 1. koordinierter Konzertmeister des Staatstheaters Mainz. Daneben hat er diverse CD-Einspielungen für Hänssler und Naxos durchgeführt und auch als Dirigent einer Opern-Aufführung wirken dürfen. Summa Summarum, Friedemann Eichorn hat in seiner bisherigen Vita wahrlich viele Seiten anklingen lassen.

Das folgende Interview hat zwei Teile. Es wurde am vergangenen Wochenende geführt. In diesem ersten Teil geht es um die Kronberg Academy und die weitere Entwicklung des Studienprogramms. Im zweiten Teil werden dann Fragen aufgeworfen, die den Menschen Friedemann Eichhorn hervortreten lassen.

In den letzten Wochen und Monaten warst Du bereits bei Meisterkursen, Veranstaltungen und Events hier in Kronberg, was waren Deine Eindrücke und was ist aus Deiner Sicht das Besondere an dieser Einrichtung?

Das Besondere ist die Dichte an ganz außergewöhnlichen Begabungen und zwar sowohl auf Seite der Lehrenden als auch der Lernenden. Hier treffen sich regelmäßig zahlreiche der allerbesten jungen und älteren Künstler. Wobei in Kronberg beide Seiten auch voneinander lernen. Die künstlerische Qualität sucht international ihresgleichen.

Was war Deine Motivation, diese Aufgabenstellung in der Kronberg Academy zu übernehmen?

Ich fühle mich der Kronberg Academy seit vielen Jahren eng verbunden. Seit ich im Jahr 2001 als Professor nach Weimar berufen wurde, widme ich einen wichtigen Teil meiner künstlerischen Arbeit der Entwicklung von jungen Talenten. Das macht mir Freude und in Kronberg ist das Potential der Young Soloists riesengroß. Darüber hinaus liegt mir die Form – neudeutsch die „Unternehmensphilosophie“ – der Academy. Bei aller hohen Professionalität sind die Wege kurz und es hält sich ein gewisser familiärer Geist.
Welche Erinnerungen hast Du an Deine erste Teilnahme als junger Geiger bei „Chamber Music Connects the World“ im Jahre 2000?

Chamber Music Connects the World gehört zu meinen schönsten und wichtigsten künstlerischen Erfahrungen. Ich hatte die Gelegenheit mit Yuri Bashmet, Eugene Istomin, Gidon Kremer und Boris Pergamenschikow zu proben und zu spielen. Das ist ein Höhepunkt! Gerade kürzlich kamen viele Erinnerungen besonders lebhaft zurück, als ich den neuen Film der Academy über Yuri Bashmet gesehen habe. Darin finden sich einige Ausschnitte des Schnittke-Trios, das Yuri Bashmet mit Sebastian Hess am Cello und mir aufführte.

Welche Ziele strebst Du für die Weiterentwicklung des KAM-Studiengang an? Welche unmittelbar anstehenden Projekte haben Dein Hauptaugenmerk?

Das vergangene halbe Jahr, also die Zeit vor meinem offiziellen Antritt im Juli, habe ich vor allem dazu genutzt, die Abläufe kennenzulernen und viele Kontakte aufzubauen. Vernetzung und schnelle Kommunikation sind ganz wichtig. Ein großes Thema war und ist natürlich der Masterclass-Plan für unsere Young Soloists, den wir zusätzlich zu den regelmäßigen Unterrichten mit unseren hochgeschätzten Professoren Ana Chumachenco, Frans Helmerson, Nobuko Imai und Christian Tetzlaff organisieren. Ich freue mich, dass es  wiederum gelungen ist Yuri Bashmet, Martin Helmchen, Gary Hoffman, Gidon Kremer und András Schiff für musikalische Begegnungen zu gewinnen. Hinzu kommen Boris Kuschnir, Nils Mönkemeyer, Miklós Perényi, Lawrence Power, Antoine Tamestit, Antje Weithaas. Auf einen Improvisationskurs mit dem Geiger und Menuhin-Zögling Gilles Apap bin ich auch  gespannt. Wir sehen also einem sehr intensiven Studienjahr mit einem breiten Angebot für die Young Soloists entgegen. Das wichtigste Ziel des KAM-Studiengangs besteht darin, die international besten Lehrer und Musiker sowie die größten jungen Talente zu versammeln. Wichtig ist mir dabei auch, variable musikalische Ansätze einzubringen und Künstler mit unterschiedlichem Background für Masterclasses einzuladen. Unsere Young Soloists haben das Format, diese verschiedenen Traditionen zu erkennen, einzuordnen und deshalb davon zu profitieren. Das erweitert den Horizont!

Bezüglich der Theoriefächer zum KAM-Studiengang treffe ich mich demnächst mit den Kollegen der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt.

Hast Du Vorbilder in Sachen Lehrer und Musik-Pädagogik?

Aber ja, ohne Zweifel gehören unsere Professoren des KAM zu den Lehrern, die instrumental-methodisch und musikalisch Vorbildfunktion einnehmen. Stark geprägt haben mich natürlich meine eigenen Lehrer, darunter vor allem Alberto Lysy, der vor zwei Jahren verstorben ist. Meine Studienzeit an der Menuhin Academy in Gstaad war sehr inspirierend, auch weil Lord Menuhin selbst öfter für gemeinsame Konzerte und Masterclasses an die Academy kam.

In Kürze folgt Teil 2.

Michae Heinz

Kronberg Academy Team

Mit Musik – Miteinander / Kammermusik-Workshop als Motivationsschub (1)

Dienstag, 17. April 2012

Die Förderung kammermusikalischer Fähigkeiten ist das Hauptziel unseres Projekts Mit Musik – Miteinander. Mit zwei aufeinanderfolgenden Blogbeiträgen wollen wir den Hintergrund und die aufgeführten Werke kurz skizzieren (Teil 1) und erläutern dann im Folgebeitrag, wer die teilnehmenden jungen Instrumentalisten und die drei Dozenten sind.

Nächste Woche ist es wieder soweit: Kronberg wird zum Ziel von 9 jungen Preisträgern der nationalen Jugendmusikwettbewerbe „Jugend musiziert“ (Deutschland),  „Prima la Musica“ (Österreich) und dem Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb.

Der Grund ist das zweimal im Jahr stattfindende öffentliche Kammermusikprojekt für besonders begabte Schüler Mit Musik – Miteinander der Kronberg Academy. In diesem Jahr ist der erste Durchgang am kommenden Wochenende, 20.–22. April. Die nach Kronberg reisenden jungen Teilnehmer sind nicht älter als 20 Jahre. Die Dozenten sind bereits junge, international auftretende Musiker, die am Beginn Ihrer eigenen Karriere stehen. Im zweiten Teil unseres Blogbeitrags werden wir die einzelnen Schüler und Dozenten kurz vorstellen.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Initiiert und getragen von der Crespo Foundation, stellt dieses Projekt (erstmals im Oktober 2002 durchgeführt) das gemeinsame Erarbeiten von kammermusikalischen Werken in den Mittelpunkt. Die Konzept-Idee ist in Anlehnung an ein anderes Projekt der Academy entwickelt worden. Es handelt sich um das Projekt Chamber Music Connects the World. Bei diesem Projekt kommen junge, hochbegabte Künstler, die zwischen 19 und 29 Jahre alt sind und zu den Besten ihrer Generation gehören, als sog. „Juniors“ nach Kronberg, um mit ihren weltberühmten Lehrern, den „Seniors“ wie etwa Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Steven Isserlis oder András Schiff, kammermusikalische Werke zu erarbeiten. Im Sinne eines Generationenvertrages werden nun die „Juniors“ bei Mit Musik – Miteinander zu „Seniors“ und unterrichten ihrerseits junge Talente zwischen 13 und 20 Jahren. Die drei jungen Dozenten am kommenden Wochenende sind: Guy Ben-Ziony, Alexander Sitkovetsky, István Várdai.

Welche Werke stehen auf dem Programm?

Bei Mit Musik – Miteinander werden von jungen Musikerinnen und Musikern einzelne Sätze aus Werken großer Meister erarbeitet. Passend zum 150sten Geburtstag von Claude Debussy wird der erste Satz des Streichquartetts in g-Moll op.10 Bestandteil des Programms sein. Es ist das einzige Streichquartett aus der Feder des französischen Komponisten. Der Titel „Erstes Streichquartett in g-Moll op.10“ ist insofern bemerkenswert, als keine andere Komposition Debussys die Tonart im Namen trägt und, dass kein anderes Werk Debussys eine Opusnummer trägt. Vermutlich wollte er den Anschein eines renommierten Quartett-Komponisten erwecken, der bereits neun Opus vorzuweisen hat. Das Quartett lässt sich wohl am Besten durch seine „volle verblüffende Originalität und seinen Charme“, aber gleichzeitig durch seine „diabolische Schwierigkeit“ charakterisieren. Eine besondere Herausforderung für unsere jungen Teilnehmer ist also schon hier vorprogrammiert. Neben Mozarts Quintett in C-Dur KV 515 wird es von Guy Ben-Ziony unterrichtet.

Alexander Sitkovetsky hat neben dem berühmten Streichoktett op. 20 von Felix Mendelssohn-Bartholdy ebenfalls ein Werk ausgewählt, das im Schaffen des Komponisten eine besondere Stellung einnimmt: Das Streichquintett in F-Dur von Anton Bruckner ist das einzige Streichquintett, das der Symphoniker schrieb. Es war zu Lebzeiten des Komponisten eines seiner erfolgreichsten Werke. Das Adagio in Ges-Dur wird von Alexander Sitkovetsky gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet. Es ist der zentrale Satz der Komposition, der Musikwissenschaftler Wilhelm Altmann urteilte sogar: „Hätte Anton Bruckner nur den langsamen Satz seines Quintetts geschrieben, so wäre er bereits unsterblich geworden“.

Außerdem werden noch das berühmte Brandenburgische Konzert Nr.3 von Johann Sebastian Bach unter Mitwirkung aller Dozenten und das Grave und Rondo aus Luigi Boccherinis Quintett für Violoncello und Streichquartett C-Dur op. 28/4 von und mit István Várdai erarbeitet. Luigi Boccherini (1743-1805) war selbst ein bedeutender Cellist seiner Zeit und schrieb unzählige Kammermusikwerke und 110 (!) Streichquintette mit 2 Celli. Er ist ein Wegbereiter der Kammermusik, was die früher kontrovers diskutierte Frage, ob Haydn oder Boccherini das Streichquartett erfunden habe, verdeutlicht.

Vorläufiges Fazit: Das bevorstehende musikalische Wochenende in den Räumen der Streitkirche, das Musikfreunde ohne Eintritt miterleben können, dürfte somit  zu einem abwechslungsreichen Streifzug durch die Musikgeschichte geraten. Der Bogen wird gespannt von Johann Sebastian Bach und reicht bis Claude Debussy. Wir freuen uns über jeden Zuhörer und sind gespannt, welche Spuren die Arbeit in den öffentlichen Workshops beim musikalischen Ausklang am Sonntag, den 22. April, ab 15.00 Uhr hinterlassen wird.

Paul T. Haas / Kronberg Academy

Chamber Music Connects the World / Motivations of the Juniors

Freitag, 9. März 2012

Why do young musicians want to participate in our June project?

We believe it is quite illuminating to learn from young musicians why they have applied for participation in our upcoming project “Chamber Music Connects the World”. What are the driving thoughts and notions that they are concentrating on?

A few days ago we have published the thoughts and ideas of 5 young string players. Now we want to follow-up and present another group of five young musicians and their ideas. Here they are:

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Bogdan Bozovic (Vl), Serbia

My attention to this seminar was drawn by Steven Isserlis, as well as several friends and colleagues of mine that were participating in the past years. Chamber music is a great passion of mine and it is the field in music where I had the most experience. In CMCW 2012 I see a great opportunity to work and play with some of my musical idols and together with them explore masterpieces of the chamber repertoire.

Oleksandra Fedosova (Vl), Russia

Mein Ziel und Traum wäre bei der wunderbaren Musik in Kronberg mitzuwirken und die Möglichkeit zu haben mit den jungen talentierten Musikern sowie mit den Weltpersönlichkeiten zusammen spielen zu dürfen und mich weiter zu entwickeln.

Ji Eun Anna Lee  (Vl), USA

Chamber music has, simply put, changed my view on music. No longer is this music of my own – it is something that needs to be shared, that shares itself regardless, including its own individual life. It has shaped my violin playing, my musical interpretation, and also my outlook on life outside of music. I have realised that even playing concertos with an orchestra is a collaborative effort, a large-scale chamber music. I´ve also realised that music breathes and that what I do is breathe with it, whether it is perfectly in sync, syncopated or simply…( )…out of sync.

Adrien Boisseau (Va), France

I would be honoured to play with such musicians as Yuri Bashmet, Gidon Kremer or András Schiff. The seniors of this programme are musicians I respect and admire. I am willing to learn from their experience and talent. Share music with them would be a unique musical experience for me.

Bonian Tian (Vc), China

Chamber Music Connects the World is a dream for me! Because there are a lot of great musicians and artists. I always wanted to find the opportunity to learn and to work with such people. To know  and feel how they are working for the music. But it´s very hard to get it. I am very happy and lucky to be a part of Kronberg Academy. They give me the opportunity and support to do what I want and what I dream!

Michael Heinz / Kronberg Academy

Chamber Music Connects the World / And the Finalists are….

Freitag, 2. März 2012

Kronberg is ready to welcome 20 young musicians in June

We are happy to present twenty-one young musicians who were qualifying for participation in our June project Chamber Music Connects the World. Now that the audition weekend is recent history we are focussing on the completion of assigning the young musicians to the roughly 15 chamber music works, which were selected by the five seniors. Gidon Kremer and the Kronberg Academy project team are organising the process which young players will be performing in which pieces and what combinations with other players.

After some tough days during the audition the young musicians  can now relax and concentrate on their other duties and To Dos.

Now, who are the participants? For those who haven´t checked out our homepage recently, here we present that list again, categorised by the 4 involved string instruments.

And the juniors are:

Violin
Benjamin Beilman (USA)
Nikita Boriso-Glebsky (Russia)
Bogdan Bozovic (Serbia)
Oleksandra Fedosova (Ucraine)
Miriam Helms Ålien (Norway)
Ji Eun Anna Lee (Korea)
Hyeyoon Park (Korea)
Ying Xue (China)

Viola
Adrien Boisseau (France)
Georgy Kovalev (Russia)
Hanna Lee (Korea)
Hwa Yoon Lee (Korea)
Yura Lee (Korea)
Bénédicte Royer (France)

Cello
Alexander Buzlov (Russia)
Ivan Karizna (Belarus)
Anastasia Kobekina (Russia)
Edgar Moreau (France)
Alexey Stadler (Russia)
Bonian Tian (China)

Double Bass
Edicson Ruiz (Venezuela)

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For readers of our blogposts it might be interesting to learn from these young people why they thought it would be a good thing for them to apply for participation in the first place.

The basic theme of these statements is the aspect of learning under very special circumstances, which are unique. Following are the first five responses.

Nikita Boriso-Glebsky (Vl), Russia

I believe that there are lots of details and nuances in music which cannot be expressed and explained in words, but can only be understood from experience. This is a unique opportunity to gain this experience from such outstanding musicians in person by performing with them and other young and talented colleagues.

Benjamin Beilman (Vl), USA

I had the great fortune of spending four summers as a participant at the Marlboro Music Festival in Vermont from 2007-2010 …( ). The Kronberg Academy´s Chamber Music Connects the World project is one that would be an important next step for me in continuing the musical traditions I learned during my summers at Marlboro. Rehearsing and performing alongside musical masters provides a uniquely intimate learning environment that I believe is vital in my current musical development, Additionally, I think it is important to meet and befriend my fellow generation of musicians…..( ).

Yura Lee (Va), Korea

I would like to take part in Chamber Music Connects the World because the experience to learn from the masters is such a valuable one. Sometimes the greatest lessons can take place while playing chamber music together.

Alexander Buzlov (Vc), Russia

I truly believe that for any musician, chamber music pays a major role in his (her) musical development, as you get to share your passion for music with other artists, explore great musical works and learn many things in the process. Chamber Music Connects the World gives that opportunity as you get to meet the great masters and share music with them in a great atmosphere of friendship and love for music. That´s the greatest thing that can happen to any young performer.

3  Edicson Ruiz (Db), Venezuela

Because I love music from the bottom of my heart. It is a dream to make music together with Mr. Tetzlaff, M. Kremer, Mr. Bashmet, Mr. Isserlis and Mr. Schiff whom all I already know by accompanying them at their performances with Berlin Philharmonic Orchestra for the last 10 years where I have played there.

Our next blogpost will feature more young musicians and their answers. Meanwhile, our project team will finalise the cumbersome work of putting together the final set-up for all the compositions and the casting of players from the group of our young participants.

Michael Heinz / Kronberg Academy

Audition Weekend in Frankfurt

Freitag, 24. Februar 2012

Two crucial days for more than 30 young musicians


Over the last weekend we welcomed over 30 young musicians from 10 countries. The reason was that we were conducting auditions for our project “Chamber Music Connects the World” which we carry out every two years. The auditions took place in one of the larger concert rooms at Frankfurt´s conservatory (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst). We were lucky to have Mr. Gidon Kremer, world-renowned violinist, amongst the jurors.

Gidon Kremer is a frequent participant in our various educational projects and he enjoys engaging regularly in this ambitious project. Altogether there were 4 jurors that represented our decision-making body.

Preparations for these two days had already started early in 2011. Over Christmas and the first weeks in January and February our team worked very hard to make everything happen.

One last-minute big hurdle, though, could have destroyed all our organisational work. A major strike of the Frankfurt-based air traffic control personnel happened exactly around the time of the auditions.  Fortunately enough, only one young musician was affected and arrived one day later than originally planned.

The big challenge for those who were invited to take part in the audition was the short time span of only 10 minutes where every player had to engage musically as the fourth player of a string quartet (represented by the Kuss-Quartett) and play one movement from two different compositions. Especially tough was that our young players had no chance to rehearse with the chamber musicians beforehand. Only their own preparations of the two works provided the basis for interaction with the other quartet members.

Many busy helpers provided for food and drinks and a little booth next to the audition room functioned as a tiny organisation office.

Then on Friday, February 17, 9:30 in the morning the first day of audition would kick-off.

Our intern, Evgenia Mukha was heavily involved in all the necessary prep work and she assisted Oda Cramer von Laue, who was following the auditions in the main room. Mareile Zürcher took over the job of  unobtrusively letting in new musicians while other candidates were escorted on their way out.

The first group of players were the violinists. They kept coming in until noon. Then there was a first break for about 3 hours in order for the cellists to kick-off their sessions at 4.30 pm. Shortly before that point of time I arrived in the lobby to witness a very busy scene. Many young musicians were gathering, some sitting in front of a laptop, some engaging in discussions or taking a snack or waiting with their instrument cases in front of the lift. Now and then young students from the conservatory popped-up and checked what was going on.

The cellists were finishing their parts at around 7 pm. And the young players waited with anticipation to receive the results directly from Raimund Trenkler, artistic director of the Academy and member of the jury.

After the cellists had finished a few of  the violinists were called to engage in the last round of play-offs. Throughout the afternoon  the lobby room of Frankfurt´s conservatory was filled with waiting young musicians. During one of the last breaks I took the opportunity and spoke with one of the members of the Kuss-Quartett who have been partnering with our team for the audition work over many years. Jana Kuss and Oliver Wille gave me some background on how the quartet was founded in Berlin and how it had evolved ever since. In  any case, this ensemble has a great reputation and is one of the best in Germany. I asked Jana Kuss, violinist, what was it like to play these pieces a dozen times, and how the young aspirants performed: “Well”, she said, “everyone is different, and they all have their own special way of trying to get inside the sound of the other three players, timing is essential. It is a great experience for us to be part of this activity, however, it requires energy and concentration to play for such a long day”.

Friday was a very long day for all who actively participated. The sessions went on until 8 pm. By that time the majority of young players have had their turn. On the next day, Saturday Febr.18, the remaining group of viola players would jump onto the stage and do their best in front of the jurors, hoping to belong to those who would later be invited to the project in June. We are quite certain that on this weekend, charged with emotions, strong motivation and many expectations, young musicians delivered some great performances, learned some important lessons and gained new insights through this experience.

Michael Heinz / Kronberg  Academy

“Mit Musik – Miteinander” / Interview with Yura Lee

Donnerstag, 19. Mai 2011

Coming weekend Yura Lee along with Lily Francis and Claudio Bohorquez will assume the role of lecturers in our chamber music project „ Mit Musik – Miteinander“. This project, which runs for many years now (happening twice a year) is designed to bring young soloists together with talented musicians  aged 13- 20 years. It is both a performing and a learning exercise, and the final concert on Sunday, May 22 will present to the public the results of two days of hard and inspiring work.

During the course of nearly three days all participants will join in different groupings in order to rehearse and perform a couple of classic chamber music works. Beginning on Friday afternoon in Kronbergs “Streitkirche” our team expects some 10 young musicians from Germany and Austria. Some of the young musicians have already participated in last year´s project, October 2010.

We wanted to ask one of the young lecturers, how she is about to prepare for this event and what is her attitude towards teaching and learning. So we asked Yura Lee, the 25-year old Korean, now living in the United States.

Yura participated in Kronberg Academy’s Chamber Music Connects the World in 2004 and joined Kronberg Academy Further Masters in September 2010, studying violin with Professor Ana Chumachenco and viola with Professor Nabuko Imai. Looking back at her early musical development one clearly sees a tremendous development. Her violin studies began at age 4 with Namyoon Kim in Seoul,Korea. Her talent was quickly recognized, when, at age 5, she won a top prize at the prestigious Hankook Ilbo Competition in Seoul. Two years later she made her debut with Korea’s leading orchestra, the KBS Symphony.

From 1994 to 2001, Yura studied at the Juilliard School of Music, under the late Dorothy DeLay and Hyo Kang. During the summers of1995-2000 she was a full scholarship student at the Aspen Music School. In 2001-2002 and 2007, she participated at the Steans Institute for Young Artists at Ravinia and from 2001-2005, studied with Miriam Fried and Paul Biss at Indiana University, and the New England Conservatory of Music in Boston. In 1997, she received the Debut Artist of the Year prize at the “Performance Today” awards given by National Public Radio. In 2007, she received, among other prizes, the prestigious Avery Fischer Career Grant.

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Here are our five questions that we asked Yura to provide some answers

Q: How do you prepare for the upcoming project MMM?

Not only will I be teaching but will be playing with the students, so the preparations include: learning the score of the piece visually (learning about the parts of other instruments), and practicing my own part of course. Also it always helps to know about the composers themselves, in my case for this MMM will be Mozart and Beethoven. It’s interesting to think about what they intended, in their historical context.

Q: How do you feel when performing as a teacher. What have been your experiences so far?

I have taught before (very young kids), but not at a conservatory or music school since I’m still 25 years old, and I feel that there are many things I need to learn. It is however, my first time actually performing with the students. I’m looking forward to it!

Q: What is essential for you when you think of teaching and learning ( from a teacher and a learner´s standpoint), what can a teacher learn while teaching?

For me, teaching (from teacher’s perspective) and learning (from student’s perspective) is all about opening up possibilities. A teacher can learn so much from students because everyone is different, everyone is unique. What may work for me, may not work for everyone. It’s exciting to think of new solutions, different ways of playing. Also, there are infinite amounts of things to learn – one should never stop exploring and learning, no matter how old you are or how long you’ve been playing music.

Q: Can you imagine becoming more active in the world of teaching?

I will spend part of this summer teaching at a festival in the United States. I never want to stop performing, but it would be great to have performing life with teaching life as well, in the future.

Q: What is your expectation and perhaps hope after those 3 days in Kronberg will have ended Sunday afternoon?

I hope the students will enjoy the process (practicing/learning) as much as result (our concert at the end). Chamber music is such a great thing, and it’s great to be exposed to it at a young age. I’m happy that we will experience it together.

Michael Heinz

Interview mit Nils Mönkemeyer – Mit Musik-Miteinander

Dienstag, 19. Oktober 2010

Michael Heinz: Am kommenden Freitag den 22. Oktober werden Sie die Möglichkeit haben, im Rahmen unseres Projekts “Mit Musik – Miteinander”  gewissermaßen vom Solisten  zum Lehrer zu werden – gemeinsam mit Ihren Mitstreitern Kaori Yamagami und Mikhail Ovrutsky. Was verbinden Sie mit dieser Vorstellung?

Nils Mönkemeyer: “Studierende” bleiben wir als Musiker ja unser ganzes Leben lang. Für mich geht es bei dem Projekt nicht in erster Linie darum, mich als Lehrer zu betätigen, sondern vielmehr im lebendigen Zusammenspiel voneinander zu lernen. Kammermusik ist eine Gattung, die am besten ohne eine menschlich gedachte Hierarchie funktioniert, man muss in der Lage sein, im richtigen Moment die anderen Spieler zu unterstützen und dann wieder einen entscheidenden Impuls setzen, Freude an kleinen Einwürfen zu haben und gemeinsam ein großes Ganzes zu schaffen.

MH: Als ehemaliger Junior bei „Chamber Music Connects the World“ 2008 konnten Sie mit namhaften Kammermusikern und Solisten gemeinsam Kammermusikwerke erarbeiten – wie prägend war diese Erfahrung für Sie, was hat dies für ihre eigene musikalische Weiterentwicklung bewirkt?

NM: Eine intensive Woche zu verbringen mit Künstlern wie Gidon Kremer oder Yuri Bashmet ist natürlich etwas ganz, ganz besonderes. Beide Künstler waren und sind Idole für mich und die Momente der Konzerte sind mir immer wieder ganz präsent. Es ist diese absolute Konzentration und Hingabe, die mich an diesen großen Meistern besonders beeindruckt hat, diese völlige Hingabe im Moment des Spielens, die alles andere unwichtig macht und den “magischen Moment” erschafft, nach dem wir immer suchen. Die Erinnerung daran macht mich sehr glücklich.

MH: Manch einer ist der geborene Lehrer, wie ist Ihre Einschätzung von sich selbst in dieser Rolle…? Haben Sie hier eine Vorahnung oder betreten sie hier völlig neues Terrain und wissen selbst noch nicht, wie dies ausgeht? Von Bernhard Greenhouse stammt der Gedanke, dass man sich immer ganz auf die Persönlichkeit der Schüler einlassen muss, jeder Schüler hat einen anderen „Auslöser“ für den Erkenntnisprozess.

NM: Ich war drei Jahre Assistent von Diemut Poppen in Madrid und habe seit einem Jahr meine eigene Klasse in Dresden. Unterrichten ist schon seit vielen Jahren ein Hauptfeiler meiner künstlerischen Tätigkeit. Jeder Schüler hat eine unverwechselbare und eigene Persönlichkeit . Manche halten mir selbst einen Spiegel vor, andere kommen mit Problemen, über die ich nie nachgedacht habe und so ist jede Unterrichtsstunde neu und faszinierend. Der Lehrer lernt genauso viel, wie der Schüler.

MH: Welche Musiker sind für Sie eine große Inspiration – möglicherweise auch Musiker, die nicht aus der Kammermusik stammen,  die Ihnen zB auch Anregungen geben, wie man musikalische Strukturen „liest“, die Essenz eines Werkes vollständig durchdringt?

NM: Da gibt es viele. Immer wieder verbringe ich Stunden auf Seiten wie Youtube oder beim Anhören von CDs und entdecke neue Welten und Ansichten. Besonders inspirierend  sind aber die Begegnungen mit Kollegen und Orchestern bei gemeinsamen Konzerten, die mich besonders bereichern.

MH: Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Kronberg denken?

NM: Man kommt an, alles ist von einem supernetten Team perfekt vorbereitet und man packt das Instrument aus und muss nur noch spielen, in der Pause ist der Kaffee schon fertig und immer jemand, mit dem man sich gerne unterhält…Das ist doch herrlich!!

MH: Bitte formulieren Sie hier ein paar Gedanken, was Ihnen besonders am Herzen liegt, wenn Sie sich bald hier zu uns auf den Weg machen, in Bezug auf Ihre Rolle als Senior bei „Mit Musik-Miteinander“

NM: Am kommenden Freitag im schönen Kronberg……freue ich mich auf viele neugierige und motivierte “Juniors”, auf meine wunderbaren Kollegen Kaori und Mikhail und das nette Team der Academy. Nicht zuletzt: Musik, Musik, Musik:)

MH: Was sind ihre ganz persönlichen kurz- und mittelfristigen Ziele und Wünsche nach dieser „Kronberger Station“, wenn wir dies so fragen dürfen…?

NM: Da habe ich sehr viel Glück: Berlin Philharmonie, Köln Philharmonie, tolle Orchester, eine neue CD “Folia” im Januar, diese Saison ist meine bisher schönste!!

MH: danke für dieses Interview, Herr Mönkemeyer!

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Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Interview mit Raimund Trenkler

Dienstag, 15. Juni 2010

Das 6. Mal ist „Chamber Music Connects the World“ am 19. Mai in Kronberg mit zwei Schlusskonzerten über die Bühne gegangen. In einem ersten rückblickenden Beitrag hatte die Projekt-Verantwortliche Oda Cramer von Laue ( Beitrag vom 29.5.) ihre persönlichen Eindrücke hier an dieser Stelle geschildert. Im folgenden Interview mit Raimund Trenkler, dem künstlerischen Leiter der Kronberg Academy, erfahren wir dessen Einschätzungen über das, was ihn bewegt hat, welche Aufgaben zu bewältigen waren und wie die weitere Zukunft dieses Projekts aussieht.

Michael Heinz: Wie hast Du „das Projekt Chamber Music Connects the World“ im 10. Jubiläumsjahr erlebt?

Raimund Trenkler: Es ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer, auf was wir uns da einlassen. Es bleibt neu und frisch, denn es sind immer andere junge Musiker und andere Werke, die auf dem Spielplan stehen. Um es gleich vorweg zu nehmen: die Qualität der musikalischen Darbietungen in diesem Jahr, das Niveau der hier angereisten Musiker war durchweg sehr, sehr hoch. Man muss sich vorstellen, es kommen 22 junge Musiker nach Kronberg. Und diese jungen hochbegabten Musiker haben die Chance mit den berühmten Fünf Seniors zusammen zu treffen und gemeinsam Musik einzustudieren. Sie sind ihren Idolen und Vorbildern ganz nahe. Aus der musikalischen Abhängigkeit zwischen den Seniors und Juniors entsteht automatisch auch menschliche Nähe. Und wir schaffen die Rahmenbedingungen, dass dies auf eine besonders vertraute und familiäre Weise geschehen kann. Es entstehen so besondere Konstellationen und die Intensität der Zusammenarbeit ist so nur in der Kammermusik möglich. So manch einer der Juniors hat während der 11 Tage in Kronberg einen musikalisch-virtuosen Höhenflug hingelegt. Das   gemeinsame Ziel ist es, ausgewählte Kammermusik-Werke einzustudieren und ein einmaliges musikalisches Erlebnis zu gestalten – für die Musiker selbst und auch für das Publikum. Und das Publikum kann bereits während der öffentlichen Proben an der Entstehung des Werkes teilhaben.
Einfach einmalig und es wird nie langweilig!


MH: Welche besonderen Herausforderungen waren zu meistern?

RT: Die größte Herausforderung war es, fünf namhafte Musiker dazu zu bewegen, für gut 11 Tage ihre Terminkalender freizuhalten und sie hier zur aktiven Teilnahme beim Projekt „Chamber Music“ in Kronberg zu motivieren. Da es sich um Künstler von Weltrang handelt, kann man sicht leicht vorstellen, dass viele alternative Auftrittsmöglichkeiten und Konzertangebote für diese Musiker mit dem Projekt der Kronberg Academy im Wettstreit liegen. Gidon Kremer, Tatjana Grindenko, András Schiff, Yuri Bashmet und ursprünglich geplant auch der englische Cellist Steven Isserlis, dies war unser Plan.  Dass wir auch das im diesem Jahr wieder einmal geschafft haben, grenzt schon an kleines Wunder. Die kurzfristige Absage von Steven Isserlis hatte ein ernstes Zusatzproblem für uns entstehen lassen, aber der ebenso kurzfristig herbeigeführte Einstieg von Frans Helmerson, der nahtlos in alle zuvor terminierten Stücke von Steven Isserlis einsprang, „rettete uns den Tag“. Das war schon mit viel Schweiß verbunden.

Die zweite riesige Herausforderung: die Zusammenstellung des umfänglichen Probenplans und die während der Veranstaltungen sich immer wieder ergebenden  Änderungen. Das ganze auf Tagesbasis zu managen, insbesondere die jeweils neuen Probenpläne für den folgenden Tag an alle Künstler und die Support-Teams weiter zu leiten, das ist eine enorme logistische Meisterleistung. Der Probenplan ist äußerst komplex.  Tauchen an einer Stelle Änderungen auf, sind viele andere Proben jeweils betroffen und müssen ihrerseits geändert werden. Es gibt viele Abhängigkeiten zu berücksichtigen, und ja, man kann hier schnell Fehler machen und ein kleines Chaos anzetteln. Täglich gab es Änderungen und der Druck auf die Verantwortlichen war über all die Tage sehr groß.

MH: Wie geht es weiter mit „Chamber Music Connects the World“ ?

RT: Das inhaltliche Konzept von „Chamber Music…“ ist besonders tragfähig, da es aufgrund seiner Flexibilität, nämlich immer wieder stets neue junge Musiker auszuwählen und neue Werke aus dem riesigen Reservoir der Kammermusik auszuwählen, viel Raum für Neues und auch Experimentierfreudigkeit ermöglicht. Natürlich, die Kammermusik bildet den Nukleus.

Und was die Chancen zur Teilnahme betrifft:  Im Vordergrund stehen allein das Können und die Leidenschaft der Bewerber der jungen Musiker. Ausführliche Bewerbungen und dann die Auditions für die Ausgewählten bilden die zu überwindenden Hürden. Hier mitmachen zu können ist etwas Außergewöhnliches, das hat sich jedenfalls herumgesprochen. Es beschert den jungen Musikern einmalige Erfahrungen. Wir hören oft von ihnen, wie prägend diese Tage für sie waren.

Neue Akzente können wir  setzen, in dem wir etwa die Einbeziehung von Bläsern in Erwägung ziehen, um so das musikalische Spektrum gleichsam auszudehnen und zu erweitern. Aber diese Entscheidungen haben noch ein wenig Zeit! Was heute schon sicher scheint ist dies: es wird wieder ein neues Abenteuer vor der Tür stehen, wenn 2012 im Mai eine neue Gruppe von ausgewählten jungen Musikern mit Weltkünstlern in Kronberg zusammentreffen werden, um ein neues Kapitel beim Projekt  “Chamber Music” zu schreiben.

Raimund, danke für dieses Gespräch.

Chamber Music Connects the World – ein Rückblick

Samstag, 29. Mai 2010

Eine Nachbetrachtung aus berufenem Munde ist fällig – ein Interview mit Oda Cramer von Laue

Die Zeit rast. Kaum ist beim sechsten „Chamber Music Connects the World“ der Schluss-Vorhang gefallen, da sind die Vorarbeiten zu den nächsten Veranstaltungen, Auftritten und Konzerten für die kommenden Monate längst in vollem Gange.  Dennoch, ein Blick in den Rückspiegel gehört dazu. Gewissermaßen eine Nachbetrachtung soll die wunderbaren Ereignisse der letzten Wochen im 10. Jahr von „Chamber Music Connects the World“ noch einmal aus individueller Sicht Revue passieren lassen. Was läge näher, als die verantwortliche Team-Kollegin für das Projekt Oda Cramer von Laue mit einigen persönlichen Fragen zu konfrontieren. Gedacht, getan. Die Umsetzung war ein Kinderspiel, denn die Kollegin hat Ihren Arbeitsbereich nur „eine Tür weiter“. So konnte ein kleines, informelles Gespräch über Ihre Eindrücke und Erfahrungen flugs über die Bühne gehen. Hier Ihre Gedanken und Einschätzungen:

Michael Heinz: Wie fühltest Du Dich am letzten Abend – zunächst bei den 2 Konzerten, und dann bei der ausgelassenen Schlussfeier? Welche Gedanken gingen Dir durch den Kopf?

Oda Cramer von Laue: Erschöpft aber glücklich – der schönste Zustand überhaupt! Allerdings endet das Projekt für uns Mitarbeiter ja nicht mit der Abschlussfeier, ich muss gestehen, es gingen mir noch reichlich organisatorische Dinge durch den Kopf. Aber es war einfach bewegend zu sehen, wie ausgelassen und innig die „Juniors“ und „Seniors“ nach diesem letzten Konzert und den letzten extrem intensiven Tagen miteinander waren: fast wie nach einer langen, schönen Klassenfahrt kam mir das vor.

MH: Was waren die größten Herausforderungen während des Ablaufs, und kurz davor?

OC: Die Kommunikation… jeden Tag so schnell und zuverlässig wie möglich einen tagesaktuellen Ablauf- und Probenplan zu zaubern (unter Berücksichtigung aller spontan auftretenden Wünsche) und dafür zu sorgen, dass jeder davon erfährt, der davon erfahren muss: Künstler, Team, Publikum. Das ist alle zwei Jahre wieder eine ziemliche Anstrengung (manchmal gibt es spätabends noch Änderungswünsche der „Seniors“, die z.B. die öffentlichen Proben berühren und nicht nur allen Beteiligten, sondern auch allen Betroffenen – also auch dem Publikum  - kommuniziert werden müssen…

MH: Was hat Dir besonders viel Freude gemacht – was hat Dich besonders beeindruckt mit Blick auf die jungen Musiker?

OC: Das sich von Tag zu Tag spürbar mehr herausbildende Gruppen- und Gemeinschaftsgefühl. Die Blicke, die sich die Juniors beim Spielen zugeworfen haben… Und einfach die Musik!

MH: Worauf kommt es ganz besonders an, um so ein ambitioniertes Projekt erfolgreich durchzuführen, was sind gewissermaßen die Schlüssel-Erfolgsfaktoren?

OC: Gutes Essen für die Künstler! ;-)

Ich glaube, ein Schlüssel ist das Mit-Fühlen mit den Musikern. Das gilt natürlich genauso für jedes unserer Festivals, für jede Veranstaltung. Aber gerade über einen so langen Zeitraum ist es wichtig zu schauen, zu erkennen, vorauszusehen, was die Künstler brauchen. Ruhe? Unterhaltung? Hilfe? Rückzugsräume? Ansprache? Zurückhaltung? Die Aufmerksamkeit unseres Teams und die vorausschauende Planung ist auch das, was am Ende immer hervorgehoben wird und wofür uns die jungen Musiker ganz persönlich danken.

Oda, danke für dieses Gespräch.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – ein großartiges Finale

Donnerstag, 20. Mai 2010

Kronberg erlebte am gestrigen 19. Mai einen glanzvollen Kammermusik-Abend, der zugleich den Abschluss des 11-tägigen Projekts „Chamber Music Connects the Word“ bildete.

Fünf weltberühmte Meister ihres Faches (Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Tatjana Grindenko, András Schiff und Frans Helmerson) erarbeiteten Kammermusik-Werke mit über 20 jungen Musikern aus vielen Ländern Europas und Amerika. Aufführungen der einstudierten Werke gab es seit letzen Samstag zu hören.  Das großartige Finale bestand aus zwei fulminanten Konzerten. Das erste Konzert war der Musik Johann Sebastian Bachs gewidmet. Beim Auftakt  erklang das Brandenburgische Konzert Nr. 6 mit Senior Yuri Bashmet, Viola und den Juniors Peijun Xu, István Várdai, Julian Arp, Marcin Zdunik, Olivier Thiery und Zoltán Fejérvári. Im zweiten Teil dieses ersten Konzerts wurde unter Leitung von Gidon Kremer musikalisches Neuland betreten. Es wurden 10 Bachsche Werke für Tasteninstrumente aus dem Repertoire von Glenn Gould mittels moderner Transkriptionen in kammermusikalische Werke umgeformt. Dafür wurden 10 Komponisten gewonnen. Im Saal anwesend waren drei von ihnen: Giya Kancheli, Victor Kisssine und Stevan Kovacs Tickmayer. Das Gesamtwerk bzw. dieser Zyklus von Stücken trug den Namen „The Art of Instrumentation“ und war zugleich eine Uraufführung. Gidon Kremer hatte anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von “Chamber Music Connects the World” diese Idee frühzeitig vorgestellt.

Im zweiten Konzert kamen Werke von Edward Elgar (Klavierquintett op. 84) und ein modernes, minimalistisches Stück von Terry Riley zur Aufführung ( „in C“). Das letztere, zweigeteilte Stück endete mit einem bravourösen Hand-Clapping über 10 Minuten, in dem Tatjana Grindenko und ihre 16 Mitspieler einen furiosen Rhythmus „klatschten“, der äußerst markant und präzise mit einem letzten Wirbel der klatschenden 17 Juniors schlagartig und gekonnt sein Ende fand. Tosender Beifall danach. In der Tat ein ungewöhnlicher Abschluss für ein gelungenes Projekt. Laetitia Cropp vom Team der Kronberg Academy, die nach dem Konzert einen Blick in die Partitur warf, war erfreut und überrascht zugleich von den Anweisungen des Komponisten Terry Riley ( tituliert mit “Performance Directions”). Diese besagten, dass je mehr Teilnehmer mitmachen würden, sich das ganze Stück um so besser entfalten könnte. Wenn wir das doch nur früher gewusst hätten, rief mir Laetitia zu. In der Tat, mindestens beim Hand-Clapping hätten wir und auch so manch anderer vom Kronberg Academy Team sicherlich gerne “mitgemischt” – so scherzten wir.

Nach den Konzerten wurde ausgelassen gefeiert. Seniors, Juniors, die Komponisten und Freunde und Förderer plus viele vom Team der Academy vertieften sich bei Kerzenlicht und gutem Wein in viele gute und zumeist heitere Gespräche. Yuri Bashmet krönte die Feier mit seinen Geschicklichkeitstests für so manchen Junior – was die Fotos hoffentlich eindrucksvoll belegen.

Michael Heinz

Kronberg Academy Team – Mareile Zürcher

Freitag, 14. Mai 2010

Mareile Zürcher, der gute Geist der Kronberg Academy und organisatorisches Supertalent was komplexes Projektmanagement angeht, feiert heute am 14. Mai 2010 ihren neunundzwanzigsten Geburtstag. Viele Team-Mitglieder, Künstler und Musiker – Seniors und Juniors -  waren in der Stadthale Kronberg versammelt, als man ihr Blumen, Süßes und auch ein Ständchen von Gidon Kremer darbieten durfte, um der Freude Ausdruck zu verleihen.

Welch ein Tag für Mareile – gleichwohl mitten im Projekt steckend und viele noch anstehende Herausforderungen bei Chamber Music Connects the World vor sich. Aber wen wunderts, Mareile bleibt  auch hier cool und gut gelaunt.  Der Wonnemonat Mai läßt grüßen.

Während die Proben ab 11.00 also gleich wieder weiterlaufen und das volle Programm von Chamber Music Connects the World für diesen Tag wie immer höchst professionell seinen Lauf nimmt, zelebrieren derweil Mareile und diverse Mitarbeiter(innen) der Kronberg Academy über Mareiles gute Laune und Stimmung.

Eine kurze Foto-Reportage mit freundlicher und spontaner Unterstützung von Hobby-Fotografin Sabine Fritzen erstellt. Bleibt noch anzumerken,  dass auch diese Mini-Reportage  aus dem konstruktiven und spontanen Team-Geist heraus geboren wurde.

Ein Hoch auf Mareile !

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Gidon Kremer probt Beethoven Streichquartett op. 131

Mittwoch, 12. Mai 2010

Alle waren gespannt: wie würden die ersten nicht-öffentlichen Proben zu Beethovens Streichquartett Nr. 14  cis-Moll op. 131 (Orchesterfassung) verlaufen. Maestro Kremer scharte 14 Juniors um sich, die Probe begann am Dienstag um 11.00 Uhr. Mit dabei waren Soojin Han ( Vl1), Sascha Sitkovetsky (Vl1), Sueyon Kim ( Vl1), Valery Sokolov ( Vl2), Jana Ozolina (Vl2), Agata Szymczewska (Vl2), Jerome Benhaim (Vl2), Lily Francis (Vla), Adrien la Marca (Vla). Tali Kravitz (Vla), Istvan Vardai (Vc), Benedikt Klöckner (Vc), Julian  Arp (Vc) und Sophie Lücke am Kontrabass. Ein sehr sehr kompliziertes Stück, so hatte es mir Istvan Vardai noch am Sonntag Nachmittag geschildert.  Mit seinen sieben durchgehenden Sätze stellt es die Musiker permanent vor beachtliche Probleme. Dieses Quartett wird häufig als letztes experimentelles Werk von Ludwig van Beethoven betrachtet. Die ineinander übergehenden Sätze (Beethoven bevorzugte den Begriff  “Stücke”), so schreibt Gerd Indorf, sind von sehr unterschiedlichen Längen und bergen vielfältige formale und kompositionstechnische Elemente -  dazu kommen instrumentatorische Effekte wie pizzicato oder das Spiel auf dem Griffbrett (sul ponticello). All dies verbindet sich nach Gerd Indorf zu einem neuen musikalischen Organismus, der mit der klassischen Terminologie nur unzulänglich beschrieben werden kann.

Wie hat der fotografierende Blogger der Academy dies erlebt? Es folgen einige höchst überraschende  fotografische Momentaufnahmen von dieser musikalischen Schwerstarbeit für die Juniors. Aber wie man im Laufe dieser kleinen Foto-Reportage unschwer entnehmen kann, ging  es zum Schluß sehr gelassen und bisweilen auch humorvoll zu – wie gut, daß neben höchster Konzentration auch am Ende das Lachen obsiegte! Ja,  so werden Mammutaufgaben erfolgreich angegangen….

Das werte Publikum darf hören und staunen, wenn am kommenden Montag (17. Mai, Johanniskirche)  dieses überaus facettenreiche Werk zur Aufführung gelangt!

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Das Forellen Quintett wird geprobt

Dienstag, 11. Mai 2010

Fünf junger Musiker, wir nennen sie die Juniors,  waren am Montag, den 10. Mai 15.00 Uhr pünktlich im Großen Saal der Kronberger Stadthalle versammelt. Valery Sokolov (Vl), Lily Francis (Vla), Julian Arp ( Vc) und Kontrabassistin Sophie Lücke. Maestro András Schiff, einer unserer fünf Seniors bei Chamber Music  Connects the World, war bereits in der Halle und erwartete die jungen Musiker. Auf dem Probenplan stand Franz Schuberts “Forellenquintett”. Den vier jungen Solisten sah man die freudige und zugleich spannungsgeladene Stimmung an, es würden nun 2 Stunden intensiver Arbeit und Austausch mit dem großen Pianisten vor ihnen liegen. Einige Foto-Impressionen mögen die Stimmung und die Atmosphäre dieses großartigen Nachmittags dokumentieren. Größtmögliche Konzentration und zugleich die Bereitschaft, das Gehörte zu verinnerlichen und umzusetzen, das dürfte die Juniors wohlt beseelt haben, so dachte ich. Aus der letzen Reihe der bereits bestuhlten und ansonsten leeren Stadthalle versuchte ich mich in den Fluß der Forellen-Klänge “hineinuzuhören”. Eine wahrhaft großartige Musik, ich erinnerte mich an die Worte von Oda, die mir vor wenigen Monaten erst vom legendären Musikfilm “The Trout” von Christopher Nupen berichtet hatte. In dieser legendären Musik-Dokumentation vom Sommer 1969 geht es um die Einstudierung eben jenes Stückes von Schubert in einem Londoner Konzert ( u.a. mit Daniel Barenboim, Pinkas Zukerman, Jacqueline du Pre) , dem ich gestern hier in Kronberg als Zaungast beiwohnen durfte. Und die Möglichkeit bekam, in größter Zurückhaltung, einige fotografische Momente einzufangen.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – 22 Juniors sind startklar

Montag, 10. Mai 2010

Fotoimpressionen von der Ankunft und Begrüßung der 22 Juniors in der Kronberger Stadthalle am gestrigen Sonntag, den 9. Mai – Raimund Trenkler, künstlerischer Leiter der Kronberg Academy, begrüßte die Teilnehmer des 6. Chamber Music Connects the World Events im Feldberg-Saal der Kronberger Stadthalle – anschließend gab es für interessierte Juniors eine Stadtführung duch die beiden Academy-Team Mitglieder Axel Langhorst ( American Friends of Kronberg Academy) und Michael Heinz ( Web 2-0 ). Hier ein paar Highlights…:

M. Heinz



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