Archiv für die Kategorie „Konzerte/Concerts“

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Matinee mit einer ganz persönlichen Note – berührend intensiv

Sonntag, 13. September 2009

„Wenn es im Moment auf dem Erdball Cellovirtuosen gibt, die einen über technische Fragen weit hinausgehenden, markanten und unverwechselbaren Stil ihr eigen nennen, dann gehört der über die Saiten fliegende Holländer definitiv dazu“,

schrieb die Leipziger Volkszeitung über Pieter Wispelwey. Dieser besondere Künstler ist zum ersten Mal in Kronberg zu erleben. Sein technisch meisterhaftes Cellospiel berührt durch seine besondere Intensität und einen sehr persönlichen Interpretationsansatz. In Peter Wispelweys Kronberger Debut-Konzert ist der Blick auf ihn für Auge (und Ohr) unverstellt: Er spielt am Freitag, dem 2. Oktober um 11.30 Uhr drei Werke für Violoncello von Max Reger, Robert Crumb und Johann Sebastian Bach.

Suite Nr. 1 für Cello solo
Zeitlebens hat Max Reger besonders große Verehrung für Johann Sebastian Bach empfunden: Sein Werk diente ihm als Orientierung bei der Wahl von Besetzungen, Gattungen, Satztechnik und Formbildung. Reger griff auch die im 19. Jahrhundert weithin unbeachtet gebliebene Gattung der unbegleiteten Solokammermusik für Violine und Violoncello auf, zu der Bach mit seinen Sonaten, Partiten und Suiten einen grandiosen Beitrag geleistet hatte, und führte sie zu neuer Blüte. Den Suitenbegriff fasste Reger allerdings weiter als Bach: Seine drei Cellosuiten bestehen nicht ausschließlich aus Tanzsätzen, sondern sie kombinieren die Suiten- mit der Sonatenform. Die Suite Nr. 1 besitzt sogar überhaupt keinen dezidierten Tanzsatz, sondern erinnert mit Präludium, Adagio und Fuge eher an den Aufbau eines Bachschen Orgelwerks. Dass Regers Suiten dennoch deutlich von Bach inspiriert sind, zeigen nicht zuletzt die Tonarten der ersten beiden Stücke, die mit denen der ersten beiden Cellosuiten Bachs übereinstimmen.

Sonate für Cello solo
1955/56 kam George Crumb für ein Jahr als Stipendiat nach Berlin, um bei Boris Blacher Komposition zu studieren. In dieser Zeit entstand als eines seiner frühesten Werke überhaupt die dreisätzige Sonate für Cello solo, die noch nicht seinen späteren charakteristischen Personalstil aufweist, sondern eher seine Auseinandersetzung mit Traditionen der Cello-Solo-Literatur bekundet. Der erste Satz, eine Fantasia, beginnt mit der kontrastreichen Gegenüberstellung von Pizzicati-Klängen und dem Motiv einer kleinen Terz abwärts, aus dem sich eine ergreifende Kantilene entwickelt. Den Mittelsatz gestaltete Crumb als Folge von drei Variationen und einer Coda über ein weich fließendes Thema im pastoralen Siciliano-Rhythmus. Die abschließende Toccata wird von einer langsamen Passage eröffnet, die zu einem auf auf- und absteigenden Moll- und Durdreiklängen basierenden Thema führt. Im Mittelteil erklingt in gesteigerter Emphase das Zitat des Hauptthemas aus dem Kopfsatz.

Suite für Cello solo Nr. 6 D-Dur (BWV 1012)
Johann Sebastian Bachs
Zyklus von Cellosuiten schließt mit einem Stück in D-Dur, für das der Komponist ein fünfsaitiges Instrument mit einer zusätzlichen hohen E-Saite vorsah. Auf einem solchen Instrument waren die technischen Schwierigkeiten der Suite leichter zu meistern; heute lässt sich das Fehlen einer fünften Saite durch moderne Spieltechniken kompensieren. In dem ausgedehnten Prélude arbeitete Bach mit dem eigentümlich schwebenden Klangeffekt der Bariolage. Es folgt als zweiter Satz eine reich verzierte, vielschichtige Allemande. Schlicht und heiter präsentiert sich dagegen die Courante mit einem markanten Dreiklangsmotiv, dessen Duktus rhythmisch und melodisch für den weiteren Verlauf des Satzes konstitutiv ist. Die Sarabande, ein langsamer Schreittanz mit seinem charakteristischen Schwerpunkt auf der zweiten Zählzeit des Dreiertaktes, besticht melodisch durch zahlreiche Sextparallelen. In der zweiten Gavotte erklingt eine rustikale Passage „à la Musette“ mit Assoziationen an Dudelsackklänge. Mit einer fröhlichen, technisch anspruchsvollen Gigue endet die Suite.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

>> Karten für das Konzert können Sie hier bestellen.

Cello Festival ¦ Soloists ¦ Dénes Várjon

Samstag, 12. September 2009

Dénes VárjonThe Hungarian pianist Dénes Várjon studied with Ferenc Rados, György Kurtág and Sándor Devich at the Franz Liszt University of Music in Budapest. One of the first people to recognise his exceptional musical gifting was his fellow countryman András Schiff, with whom he took annual masterclasses. Schiff has since been one of his greatest advocates and their musical association continued when the former masterclass student became an internationally acclaimed professional pianist. Today the two artists often play together. In 1991 Dénes Várjon won the Concours Géza Anda in Zurich and made his debut at the Salzburg Festival that same year as a soloist with the Camerata Salzburg conducted by Sándor Végh.

He has long been one of the leading musical figures in Hungary and is a frequent guest at all international festivals and in the great musical cities of Europe and the USA. As well as performing as a soloist, he also plays with chamber music partners, who, in addition to András Schiff, include illustrious names such as Steven Isserlis, Miklós Perényi, Tabea Zimmermann and Leonidas Kavakos. He has a particularly close musical association with the oboist and conductor Heinz Holliger as well as with the composer and clarinettist Jörg Widmann. Since 1994 Dénes Várjon has been an assistant professor at the Franz Liszt University of Music in Budapest. In 1997 he was awarded the Liszt Prize by the Hungarian Government.

Dénes Várjon and Steven Isserlis are playing Ludwig van Beethoven, Bohuslav Martinu und Ernest Bloch on Thursday, 1 October at 7pm at Stadthalle Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Dénes Várjon

Samstag, 12. September 2009

Dénes VárjonDer ungarische Pianist Dénes Várjon studierte an der Liszt Ferenc Musik Akademie Budapest bei Ferenc Rados, György Kurtág und Sándor Devich. Einer der Ersten, der seine musikalische Hochbegabung erkannte und seitdem zu seinen größten Forderern zählte, war sein Landsmann András Schiff, bei dem er jährlich an Meisterkursen teilnahm. Auch als aus dem ehemaligen Schüler ein international erfolgreicher Pianist geworden war, blieb die musikalische Verbindung bestehen. Heute musizieren beide Künstler oft gemeinsam. Dénes Várjon gewann 1991 den Concours Géza Anda in Zürich und debütierte im gleichen Jahr als Solist mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Sándor Végh bei den Salzburger Festspielen.

Längst zählt er zu den wichtigsten Musikerpersönlichkeiten Ungarns und ist häufiger Gast bei allen internationalen Festivals und in den großen Musikmetropolen Europas und der USA. Gleichbedeutend mit seiner Arbeit als Solist ist das gemeinsame Musizieren mit Kammermusikpartnern. Zu ihnen zählen neben András Schiff auch so illustre Namen wie Steven Isserlis, Miklós Perényi, Tabea Zimmermann, Leonidas Kavakos u.v.a. Eine besonders enge musikalische Verbindung besteht zu dem Oboisten und Dirigenten Heinz Holliger, ebenso zu dem Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Seit 1994 ist Dénes Várjon Assistenz-Professor an der Liszt Ferenc Akademie in Budapest. 1997 wurde ihm von der Ungarischen Regierung der Liszt Preis verliehen.

Dénes Várjon wird gemeinsam mit Steven Isserlis in einem Abendkonzert am Donnerstag, dem 1. Oktober um 19 Uhr in der Stadthlle Kronberg Werke von Ludwig van Beethoven, Bohuslav Martinu und Ernest Bloch spielen.

Cello Festival ¦ Soloists ¦ Miklós und Benjamin Perényi

Freitag, 11. September 2009

Miklós PerényiWhen Miklos Perényi plays Bach, it is so quiet in the concert hall that no one even dares cough. His playing has such a balanced, rarely achieved clarity that it goes straight to the heart. The Hungarian cellist is one of those exceptional musicians, whose playing elicits nothing but praise from even the most hardened of critics. They repeatedly emphasise the overwhelming beauty of his cello sound. Although his solo career has taken him to all the major music venues in the world and he is acclaimed as one of the most sensitive contemporary interpreters, the Hungarian cellist does not consider himself a star. He never puts his virtuosity on show but retreats totally behind the music.

Miklós Perényi gave his first concert performance in Budapest at the age of nine. His musical abilities were developed under the lasting influence of his teachers, the legendary Enrico Mainardi in Rome and Ede Banda in Budapest. After winning the Pablo Casals International Cello Competition in Budapest in 1963, he was invited by Casals several times to take part in his masterclasses. He subsequently spent several summers at the Marlboro Festival.

Miklós Perényi has been teaching at the Franz Liszt Academy of Music in Budapest for 35 years. In 1980 he was awarded the Kossuth Prize and in 1987 the Bartòk-Pasztory Prize for his contribution to music. His close association with his fellow countryman András Schiff is reflected in numerous joint concerts. They have also recorded a prizewinning CD of all Beethoven’s compositions for cello and piano on the ECM label.

Benjamin PerényiInstead of playing with toy trains like other children of his age, Benjamin Perényi was already playing the piano at the age of three. This comes as no surprise as the son of the famous cellist Miklós Perényi is the youngest member of a family which boasts several generations of musicians.

When Benjamin was eleven, he was admitted to the Exceptionally Gifted Children’s Class at the Franz Liszt Academy of Music in Budapest, where he continued and completed his studies. The famous pianist András Schiff was so impressed by the young musician’s exceptional gifting that he made him a gift of a Steinway piano. Apart from his father’s decisive influence, Benjamin Perényi’s musical development was furthered by his teachers Jenö Jandó and István Lantos and by the internationally acclaimed pianist Zoltán Kocsis, who, in May 2009, invited him to appear in concert with the Hungarian National Philharmonic Orchestra. Benjamin Perényi, whose repertoire comprises works from Bach to Bartók, has also appeared twice at the Schleswig Holstein Music Festival as a chamber musician. In October 2001, he and his father gave their first joint performance at the Geneva Conservatory of Music. This year, in addition to their contribution to the Cello Festival in Kronberg, they are scheduled to perform together at the Bartók Seminar in Szombathely, Hungary.

Father and son Perényi are playing Bach, Dallapiccola, Debussy and Bartók on Thursday, 1 October at 7pm at Stadthalle Kronberg. You can hear Miklós Perényi also on Sunday, 4 October at 5pm at Stadthalle Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Miklós und Benjamin Perényi

Freitag, 11. September 2009

Miklós PerényiWenn Miklós Perényi Bach spielt, wird es im Konzertsaal so still, dass sogar das lästige Husten unterbleibt. Sein Spiel ist von einer ausgewogenen, selten erreichten Klarheit, die zu Herzen geht. Der ungarische Cellist gehört zu den Ausnahme­musikern, über deren Spiel selbst hartgesottene Kritiker nur einmütig lobend berichten. Immer wieder heben sie die überwältigende Schönheit seines Cellotons hervor. Obwohl ihn seine solistische Karriere in alle großen Musikzentren der Welt führte und er als einer der feinsinnigsten Interpreten unserer Zeit gilt, sieht der unga­rische Cellist sich nicht als Star. Nie stellt er seine Virtuosität zur Schau sondern nimmt sich ganz hinter das Werk zurück

Schon mit neun Jahren gab Miklós Perényi einen ersten Konzertabend in Budapest. Seine musikalische Entwicklung wurde von seinen Lehrern, dem legendären Enrico Mainardi in Rom und Ede Banda in Budapest nachhaltig geprägt. Nachdem er 1963 Preisträger des Internationalen Cello-Wettbewerbs Pablo Casals in Budapest geworden war, lud ihn Casals mehrfach zu seinen Meisterkursen ein. Mehrere Sommer beim Marlboro-Festival folgten.

Seit 35 Jahren unterrichtet Miklós Perényi an der Budapester Franz-Liszt-Akademie. Für sein musikalisches Wirken wurde er 1980 mit dem Kossuth-Preis und 1987 mit dem Bartòk-Pasztory-Preis ausgezeichnet. In zahlreichen gemeinsamen Konzerten spiegelt sich die enge Zusammenarbeit mit seinem Landsmann András Schiff wieder, mit dem zusammen er bei ECM eine preisgekrönte CD des gesamten Werkes von Beethoven für Cello und Klavier aufnahm.

Statt mit Spielzeugeisenbahnen wie andere Kinder seines Alters spielte Benjamin Perényi mit drei Jahren Klavier. Kein Wunder, ist er doch der Sohn des bekannten Cellisten Miklós Perényi und jüngster Spross einer Familie, in der die Liebe zur Musik seit Generationen tiefverwurzelt ist.

Benjamin PerényiMit elf Jahren wurde Benjamin Perényi in die Hochbegabtenklasse der Franz Liszt Akademie in Budapest aufgenommen, wo er sein Studium weiterführte und abschloss. Der renommierte Pianist András Schiff war von dem ungewöhnlichen Talent des jungen Nachwuchspianisten, dessen Repertoire Werke von Bach bis Bartók umfasst, so beeindruckt, dass er ihm einen Steinway Flügel schenkte. Neben dem prägenden Einfluss seines Vaters kamen wichtige Impulse für Benjamin Perényi’s musikalische Entwicklung von seinen Lehrern Jenö Jandó und István Lantos sowie von dem international erfolgreichen Pianisten Zoltán Kocsis, der ihn einlud, im Mai 2009 ein Konzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie aufzuführen. Auch beim Schleswig Holstein Musik Festival trat Benjamin Perényi bereit zweimal als Kammermusiker auf. Im Oktober 2001 musizierten Vater und Sohn erstmals gemeinsam im Musikkonservatorium in Genf. Für dieses Jahr ist neben dem Cello Festival in Kronberg ein gemeinsamer Auftritt beim Bartók Seminar in Szombathely, Ungarn, vorgesehen.

Vater und Sohn Perényi sind gemeinsam in einem Konzert mit Werken von Bach, Dallapiccola, Debussy und Bartók am Donnerstag, dem 1. Oktober um 19 Uhr in der Stadthalle Kronberg zu hören. Miklós Perenyi können Sie außerdem im ersten Teil des Abschlusskonzerts am 4. Oktober um 17 Uhr in der Stadthalle Kronberg erleben.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Cello-Magie

Dienstag, 8. September 2009

Das Blaue vom Himmel herunter

Dass Cellisten zaubern können, ahnen wir schon lange. Thomas Demenga – seines Zeichens nicht nur Cellist, sondern auch Komponist – kommt wieder mit einem ganz ungewöhnlichen Programm daher, welches nicht nur nicht gewöhnlich, sondern überaus verblüffend ist. Gemeinsam mit Alex Porter, dem Pionier der Theaterzauberei, und dem Pianisten James Alexander gestaltet er im Rahmen der „Blauen Reihe“ magische Momente …

Illusionen soll man sich hingeben – Zauberhaft!

Zu hören am Mittwoch, dem 30. September um 22.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Mein blaues Cello

Donnerstag, 3. September 2009

Ein Wanderer zwischen Stilrichtungen, Musikepochen, Ländern und Kontinenten ist der Cellist Frank Wolff, der in seinem Konzert unter dem Titel „Mein blaues Cello“ – in Anlehnung an Else Lasker-Schülers melancholisches Gedicht „Mein blaues Klavier“ – Stücke zwischen Dur und Moll voller Poesie und Blues präsentiert, gleichsam eine musikalische Bilanz seines Lebens als philosophisch und politisch engagierter Mensch und Musiker. Eingebettet in die Konzertcollage ist die Uraufführung seiner „Fantasie für Cello und abwesendes Klavier“ in Erinnerung an ein irrwitziges spontanes Konzert mit dem chinesischen Pianisten Ye Ping im Jahr 2008.

Musik von Johann Sebastian Bach, Pablo Casals, Frank Wolff: Mein Deutschlandlied, Pflaumenblüten im Mondlicht, Fliegende Fische, Gesang der Vögel u.v.m.

Zu hören am Dienstag, dem  29. September um 20.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Cello Samba

Dienstag, 1. September 2009

Ins Blaue hinein einmal andere Wege gehen …

… und schon landen wir in einer vollkommen anderen musikalischen Klimazone. Denn der Samba mit ihrem mitreißenden Rhythmus voller Sinnlichkeit, musikalischer Schönheit und harmonischer Raffinesse, dazu dem Bossa Nova und dem Jazz hat sich der brasilianische Komponist, Cellist und Arrangeur Jaques Morelenbaum verschrieben. Zum Auftakt der „Blauen Reihe“ spielt er mit seinem Cello Samba Trio, dem mit Lula Galvão, akustische Gitarre, und Rafael Barata, Schlagwerk, zwei weitere große Talente aus Brasilien angehören. Das Konzert verspricht eine musikalische Südamerikareise und spiegelt die kulturelle Vielfalt des Subkontinents und seiner Musik wider, in der afrikanische, europäische und brasilianische Elemente eine perfekte Symbiose miteinander eingehen.

Samba – Bossa Nova – Jazz: Musik von Noel Rosa, Ary Barroso, Dorival Caymmi, Antonio Carlos Jobim, João Gilberto, Caetano Veloso, Gilberto Gil, João Donato, Carlinhos Brown, Davi Moraes, Jaques Morelenbaum

Zu hören am Montag 28. September um 20.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg. Es spielen: Jaques Morelenbaum (Violoncello), Lula Galvão (Akustische Gitarre) und Rafael Barata (Perkussion).

von Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Industriekultur und Klangkultur: Eröffnungskonzert in der Naxos-Halle

Montag, 31. August 2009

Das offizielle und feierliche Eröffnungskonzert des Cello Festivals am 30. September um 19 Uhr hat sich einen ganz besonders spannungsvollen Rahmen ausgesucht: die Naxos-Halle im Frankfurter Ostend. In der ehemaligen Fabrikhalle spielen unter anderem Gidon Kremer (Violine), Ula Ulijona (Viola) sowie die Cellisten Gary Hoffman, Nicolas Altstaedt, Steven Isserlis. Begleitet werden sie von der Kremerata Baltica. Und zum Abschluss des Konzertes erklingt Haydns wunderbares Cellokonzert in C-Dur.

Wo Industriekultur die Klangkultur umrahmt und unterstützt entsteht eine ganz eigene, besondere Stimmung. Archaischen Zauber verströmt schon die Musik des Werkes Midsummer song von Raminta Serksnyte, ebenso ein Auftragswerk der Kronberg Academy, wie Rodion Shchedrins Werk Parabola Concertante, das 2001 von Mstislav Rostropovich in Kronberg uraufgeführt worden war. Mit Lera Auerbachs Dialog mit Pergolesi steht eine Uraufführung auf dem Programm. Und zum Abschluss des Konzertes erklingen Edison Denissows Tod ist ein langer Schlaf und  Haydns wunderbares Cellokonzert in C-Dur.

Midsummer song

Raminta Serksnyte, Foto: Modestas Ezerskis

Raminta Serksnyte, Foto: Modestas Ezerskis

Die Litauerin Raminta Serksnyte ist sowohl als Pianistin wie auch als Komponistin eine der meistversprechenden musikalischen Botschafterinnen ihres Landes. Mit einer stattlichen Zahl von Werken hat sie bei Festivals für Neue Musik auf sich aufmerksam gemacht. Raminta Serksnyte beschreibt das Komponieren als eine Summe „gehobener Geisteszustände, die sich in Klängen materialisieren“. Ihre Klangsprache bedient sich neoromantischer Idiome, aber auch mancher Ausdrucksformen des Minimalismus, des Jazz und anderer Stilrichtungen. Sie kombiniert westliche Traditionen der Satztechnik mit Elementen der kontemplativen Musik des Ostens. In Serksnytes Kompositionen finden sich Momente meditativer Ruhe, von Nostalgie, Melancholie oder Mystik ebenso wie expressive und dramatische Momente voller Lebenskraft. Für die Komposition „Midsummer Song“ ließ sie sich vom archaischen Zauber inspirieren, den das Ereignis der Sommersonnwende seit jeher auf die Menschen ausübt. Sie schreibt über ihr Werk:

„Ich habe mein Stück als eine Art pantheistisches Lied konzipiert, in dem sich anfängliche Melodien, die sich aus unterschiedlichen Tönen lösen, langsam aber sicher zu einer Vielfalt von Farben und Gestalten ausbreiten. Die Melodien haben dabei Ähnlichkeit mit Rezitativen, Arien und Chören. Schließlich verschwindet das Lied nach einer ektatischen Steigerung schrittweise wieder in eine meditative Morgenmusik des ‚endlosen Sommers’.“

Parabola Concertante für Cello, Streicher und Pauke
Der unvergessene Mstislav Rostropovich hat zahlreiche Komponisten dazu angeregt, Cellowerke für ihn zu komponieren, darunter auch seinen langjährigen Freund Rodion Shchedrin. Die „Parabola Concertante“ aus dem Jahr 2001 ist Shchedrins viertes Werk für Rostropovich, das dieser beim Cello-Festival 2001 in Kronberg auch uraufgeführt hat. Das Stück ist inspiriert von der Erzählung „Der verzauberte Pilger“ des russischen Schriftstellers Nikolaj Leskow (1831-1895). Sie schildert die unglückliche Liebe des Klosterschülers Golowan zur Zigeunerin Gruscha, die aber ihr Herz an den Fürsten verschenkt hat. Als dieser sich nach kurzer Zeit von ihr abwendet, erfüllt Golowan Gruschas Wunsch, sie zu töten. Nach Shchedrin ist das Solo-Violoncello Golowans Stimme, der uns seine Lebensbeichte vorträgt, während das Orchester dezent die einzelnen Stationen und Situationen seines Lebens andeutet.

Dialog mit Pergolesis Stabat mater für Violine, Viola und Vibraphon
Die aus dem Ural stammende Komponistin und Pianistin Lera Auerbach gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen ihrer Generation. Neben einer großen Zahl von Kammermusikwerken und Solostücken umfasst ihr OEuvre auch zahlreiche Orchesterstücke für unterschiedliche Besetzung. In ihrer Musik, die vordergründig traditionellen Einflüssen stark verpflichtet zu sein scheint, versucht sie, Tonalität und klassische Formsprache zu nutzen, um neue Wege des musikalischen Ausdrucks zu finden. Die „Dialoge mit Pergolesis Stabat Mater“ verknüpfen die sieben Sätze von Pergolesis barockem Vokalwerk mit jeweils eigenen kompositorischen Reflexionen über das Stück. Die Komposition wird außerdem bereichert von einem irisierend glockentönenden Vibraphon, das mystische Akzente setzt. Das für das Musikfest Bremen komponierte Werk wurde 2005 von Gidon Kremer und Ula Ulijona in Verden uraufgeführt.

Tod ist ein langer Schlaf – Variationen über ein Thema von J. Haydn für Violoncello und Orchester
Der in Sibirien geborene Sohn eines Physikers war einer der innovativsten Komponisten der Generation nach Shostakovich, der sein Lehrer war. Seine Musik macht Anknüpfungspunkte an die avantgardistischen Modelle von Boulez oder Ligeti ebenso hörbar wie an die Musik von Debussy oder Messiaen. Gleichzeitig kann ihre melodische Qualität die russischen Wurzeln nicht verleugnen. Das Stück „Tod ist ein langer Schlaf“ für Cello und Orchester schrieb Denissov im Jahre 1982. Es basiert auf dem vierstimmigen Kanon „Tod und Schlaf“, den Joseph Haydn in den 1790er Jahren komponierte. Das Ergebnis von Denissovs musikalischer Ehrerweisung an Haydn ist ein knapp viertelstündiges Stück mit komplexen polyphonen Strukturen und impressionistischer Klangwirkung, die bisweilen asketische Züge trägt.

Cello Konzert C-Dur Hob. VIIb: 1
Im Jahre 1761 übernahm Haydn am Hofe des ungarischen Fürsten von Esterház die gut bezahlte Position eines „Hausoffiziers“ mit musikalischen Aufgaben. Zur Erfüllung der Wünsche des musikliebenden Fürsten stand ihm in seinen Anfangsjahren eine Kapelle von (ihn selbst eingeschlossen) zwölf hochkarätigen Musikern zur Verfügung, die zum Teil auch mehrere Instrumente virtuos beherrschten. Für diese Kapelle schrieb Haydn eine Reihe von Solokonzerten, darunter auch das brillante Cellokonzert C-Dur, das wohl zwischen 1761 und 1765 entstand. Das Werk war für fast zwei Jahrhunderte verschollen und wurde erst 1961 wiederentdeckt. Es besticht in allen drei Sätzen durch seinen jugendlichen Esprit und die Eleganz seiner Melodieführung: Virtuos im ersten Satz, schlicht und dennoch ausdrucksvoll im zweiten Satz, und tänzerisch charmant im Finale.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Platzkonzert

Donnerstag, 27. August 2009

Der österreichische Pianist und Komponist Friedrich Gulda, eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, war für seine brillanten Interpretationen von Mozart und Beethoven in gleicher Weise berühmt wie für seine Bemühungen, seiner großen Leidenschaft, dem Jazz, im klassischen Musikbetrieb zu mehr Anerkennung zu verhelfen und die Trennung zwischen E- und U-Musik aufzuheben.

Das 1980 komponierte Konzert für Violoncello und Blasorchester steht in diesem Kontext. Sein Widmungsträger ist – gemeinsam mit dem damaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky – der Cellist Heinrich Schiff, der den Komponisten in Fragen der spieltechnischen Möglichkeiten des Cellos beriet und 1981 auch die Uraufführung des Werks im Wiener Konzerthaus gestaltete. In dem technisch ungemein anspruchsvollen Konzert wird das Cello von László Fenyö mit einem Verstärker ausgerüstet, um dem Blasorchester der Jungen Deutschen Philharmonie standhalten zu können.

In fünf Sätzen präsentiert Gulda eine bunte Mischung von unterschiedlichsten Stilzitaten: Im ersten Satz wechseln sich ein Themenkomplex in swingendem Rock-Rhythmus und ein lyrischer, von zarten Holzbläserklängen begleiteter Abschnitt ab. Zum kantablen Beginn des zweiten Satzes, der mit seinem Hornklang Assoziationen an Webers „Freischütz“ weckt, kontrastiert ein fröhlicher Mittelteil mit beschwingtem Cellopart. Der dritte Satz ist als große, spannungsreiche Solokadenz angelegt, in der auch eine veritable Hard-Rock-Passage erklingt. Es folgt ein elegantes Menuett, für das Tänze vom Hofe des französischen Sonnenkönigs Pate gestanden zu haben scheinen. Das Finale kombiniert einen waschechten Blasmusikmarsch mit brillanten Läufen des Cellos, die an Rossini erinnern, und lässt in der Kadenz auch noch einmal rockige Schlagzeug- und Bläserrhythmen zu Wort kommen.

Termin des Platzkonzerts: Montag, 28. September, 19 Uhr, Berliner Platz. Eintritt frei!

Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Diashow ¦ Eindrücke von den Konzerten

Freitag, 10. Juli 2009

Eindrücke von unserem kleinen Sommerfest mit den Jungen Solisten des Kronberg Academy Masters am 4. und 5. Juli.

Fotos: Charlotte Oswald/Kronberg Academy

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Gabriel Schwabe

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gabriel SchwabeDer deutsche Cellist Gabriel Schwabe, 1988 geboren, ist Junger Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters und nimmt an den Kronberg Academy Master Studies teil.

Im Jahr 2006 gewann Gabriel Schwabe drei Sonderpreise beim Grand Prix Emanuel Feuermann – und war damit für die Kronberg Academy eine der Entdeckungen des Wettbewerbs. 2008 war er bei Chamber Music Connects the World dabei und begann sein Studium an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Erst im vergangenen Monat gelang es ihm, begleitet von der Pianistin Anna Naretto, als jüngster von fünf Finalisten den Pierre Fournier Award in London zu gewinnen. (Stipendium von Sal. Oppenheim)

Sein Konzert zur Zwischenprüfung findet am Freitag, dem 10. Juli um 16 18.00 Uhr im Museum, Tanzhausstr. 1a, statt. Begleitet wird er am Klavier von Anna Naretto. Auf dem Programm steht:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Cellosuite Nr. 3 C-Dur BWV 1009
1. Prelude
2. Allemande
3. Gigue

Alfred Schnittke (1934–1998)
Cellosonate Nr. 1
1. Largo
2. Presto
3. Largo

Ernest Bloch (1880–1959)
Three pieces from Jewish Life
1. „Prayer“ (Andante Moderato)
2. „Supplication“ (Allegro non troppo)
3. „Jewish Song“ (Moderato)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Cellosonate Nr. 2 D-Dur op. 58
1. Allegro assai vivace
2. Allegretto scherzando
3. Adagio
4. Molto allegro e vivace

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 12 Euro gibt es an der Abendkasse.

Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Alina Ibragimova

Freitag, 3. Juli 2009

Die 1985 geborene Geigerin Alina Ibragimova (England) nimmt als Junge Solistin an den Further Master Studies des Alina Ibragimova Kronberg Academy Masters teil.

Alina Ibragimova kam 2004 durch Chamber Music Connects the World zur Kronberg Academy und ist seitdem mehrfach gemeinsam mit Gidon Kremer aufgetreten. 2009 erschien bereits ihre dritte CD bei Hyperion Records (mit Werken von Karol Szymanowski), und sie wurde gerade mit dem Young British Performer Classical Award ausgezeichnet. In Kronberg studiert sie bei Christian Tetzlaff. (Stipendium von der Gidon Kremer Stiftung)

Sie zeigt ihr Können am Sonntag, dem 5. Juli um 18 Uhr im Sitzungssal des Rathauses und wird von Yumiko Urabe am Klavier begleitet. Auf dem Programm steht:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Chaconne aus der Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinsonate Nr. 4 a-Moll op. 23
1. Presto
2. Andante scherzoso, piu Allegretto
3. Allegro molto

Maurice Ravel (1875–1937)
Tzigane

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Alina persönlich?) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Alexander Sitkovetsky

Freitag, 3. Juli 2009

Heute stellen wir Ihnen den 26jährigen Geiger Alexander Sitkovetsky aus England vor, Alexander Sitkovetskyder als Junger Solist an den Further Master Studies des Kronberg Academy Masters teilnimmt.

Der ehemalige Schüler der Yehudi Menuhin School in London tritt heute als Solist und als Kammermusikpartner von Künstlern wie Mischa Maisky oder Julia Fischer auf, mit der er gerade gemeinsam eine CD aufgenommen hat. Seit Oktober 2008 nimmt er am Kronberg Academy Masters Programm teil und wird von Ana Chumachenco unterrichtet.

Er tritt am Sonntag, dem 5. Juli um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet.  Auf dem Programm steht:

Johannes Brahms (1833–1897)
Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100
1. Allegro amabile
2. Andante tranquillo
3. Allegretto grazioso (quasi Andante)

Alfred Schnittke (1934–1998)
Suite im alten Stil
1. Pastorale
2. Ballett
3. Menuett
4. Fuge
5. Pantomime

Pablo de Sarasate (1844–1908)
Zigeunerweisen op. 20

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Giorgi Kharadze

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Vorstellungsrunde der Jungen Solisten geht weiter mit dem 1984 geborenen Cellisten Giorgi Kharadze aus Georgien.

Giorgi Kharadze Giorgi Kharadze wurde Dritter beim Casals Wettbewerb in Kronberg 2004 und beim Rostropovich Wettbewerb in Paris 2005, bevor er schließlich 2006 den Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin gewann. Im gleichen Jahr war er „Junior“ bei Chamber Music Connects the World. Als Schüler von Frans Helmerson nimmt er an den Further Masters Studies der Kronberg Academy teil. (Stipendium von der Hans Lenze-Stiftung)

Er zeigt sein Können am Sonntag, dem 5. Juli um 14.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses und wird am Klavier von Yumiko Urabe begleitet.

Auf dem Programm steht:

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69
1. Allegro, ma non tanto
2. Scherzo: Allegro molto
3. Adagio cantabile
4. Allegro vivace

Graciane Finzi (*1945)
Thème et Variations sur
„El Cant dels Ocells“ (Cello solo)

György Ligeti (1923–2006)
Sonate für Cello solo
1. Dialogo
2. Capriccio

Und nach dem 45minütigen Konzert haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Eri Sugita

Donnerstag, 2. Juli 2009

Nummer sechs in unserer Vorstellungsrunde der Jungen Solisten des Kronberg Academy Masters, die am kommenden Eri Sugita Wochenende in Kronberg Konzerte geben, ist die 24jährige Japanerin Eri Sugita (Viola).

Ein Jahr bevor Eri Sugita ihr Studium als Geigerin an der Toho Gakuen School of Music in Tokio 2008 abschloss, hatte sie mit dem Bratschenunterricht begonnen. Seit Oktober 2008 nimmt sie als Bratscherin an den Kronberg Academy Further Masters Studies teil und wird von Nobuko Imai unterrichtet.

Sie tritt am Sonntag, dem 5. Juli um 12  Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – ihr Konzert ist das erste von vier an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm steht:

Franz Schubert (1797–1828)
Sonate a-Moll D. 821 „Arpeggione“
1. Allegro moderato
2. Adagio
3. Allegretto

György Kurtag (*1926)
Jelek

George Enescu (1881–1955)
Konzertstück

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Marie-Elisabeth Hecker

Mittwoch, 1. Juli 2009

Die Vorstellungsrunde geht weiter …

Seit sie 2005 mit nur 18 Jahren sensationell den Rostropovich Cello Wettbewerb in Paris gewonnen hat, ist Marie-Elisabeth Hecker eine gefragte Solistin und erhältMarie-Elisabeth Hecker Konzertangebote in der ganzen Welt. 2006 war sie bei Chamber Music Connects the World in Kronberg dabei und seit November 2008 ist sie als Schülerin von Frans Helmerson Junge Solistin des Kronberg Academy Master (M.Mus). Maries Konzert am 4. Juli wird für alle Beteiligten ein ganz besonderes sein: Mit diesem Auftritt nämlich legt Marie ihr Examen ab, um den Master of Music (M.Mus) zu erlangen. Im großen Saal der Stadthalle wird deshalb auch eine Jury aus Vertretern der Kronberg Academy und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sitzen – gemeinsam mit hoffentlich vielen weiteren begeisterten Zuhörern, die ihr die Daumen drücken! (Marie hat ein Stipendium von der Stiftung Eurohypo)

In Maries Examenskonzert sind noch Stühle für Kinder und Jugendliche frei!

Ein Examenskonzert ist eine spannende Sache – das von Marie-Elisabeth Hecker erst recht!

Wir möchten, dass Schülerinnen und Schüler dieses besondere Examenskonzert von Marie miterleben! P&G Braun in Kronberg macht es möglich und lädt Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahren deshalb zu diesem Konzert ein. Trotz vieler Unternehmungen in der Vor-Ferienzeit – wetten, dass diese Stunde am frühen Samstagabend es wert ist?

Kommen Sie mit Ihren Kindern – wir würden uns sehr darüber freuen! (Und Marie auch!)

(Begleitende Eltern zahlen 10,00 Euro.) Bitte melden Sie sich kurz unter 06173-78 33-77 oder -78

Auf dem Programm des Examenskonzerts, das um 18 Uhr in der Stadthalle stattfindet, stehen:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Cellosuite Nr. 4 Es-Dur BWV 1010
1. Prelude
3. Courante
4. Sarabande
6. Gigue

Franghiz Ali-Zadeh (*1947)
Oyan!

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sieben Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart

Dmitri Shostakovich (1906–1975)
Cellosonate d-Moll op. 40
1. Allegro non troppo
2. Allegro
3. Largo
4. Allegro

Carl Davidoff (1838–1889)
Am Springbrunnen op. 20 Nr. 2

Marie wird von Juho Pohjonen am Klavier begleitet.

Empfang nach dem Konzert

Nach dem Konzert laden P&G Braun und der Förderverein der Kronberg Academy alle Konzertbesucher zu einem sommerlichen Umtrunk mit einem Glas Wein, Saft oder Wasser ein!

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Julian Steckel

Dienstag, 30. Juni 2009

Am Wochenende findet erstmalig die Konzertreihe  Masters in Performance statt. Vorab stellen wir Ihnen die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters vor, die an den beiden Tagen im Sitzungssaal des Rathauses Konzerte geben werden – einer nach dem anderen, jeder mit einem eigenen Konzert.

Julian Steckel Der vierte in der Vorstellungsrunde ist der deutsche Cellist Julian Steckel, 1982 geboren, der an den Further Masters Studies teilnimmt.

Julian Steckel gewann Preise bei den großen internationalen Cello Wettbewerben: Rostropovich Wettbewerb in Paris, Casals-Wettbewerb in Kronberg und Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin. Gerade hat er gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gustav Rivinius eine CD mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy veröffentlicht. Er war 2002 bei Chamber Music Connects the World dabei und absolviert die Kronberg Academy Further Masters Studies. (Stipendium von der Hans Lenze-Stiftung)

Julian Steckel zeigt sein Können am Samstag, dem 4. Juli um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses – sein Konzert ist das vierte von fünfen an diesem Tag. Er wird am Klavier von Yumiko Urabe begleitet. Auf dem Programm stehen:

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Cellosonate Nr.4 C-Dur op. 102/1
1. Andante – Allegro vivace
2. Adagio – Tempo d’andante – Allegro vivace

Henri Dutilleux (*1916)
Trois strophes sur le nom de Paul Sacher
1. Un poco indeciso
2. Andante sostenuto
3. Vivace

Claude Debussy (1862–1918)
Cellosonate d-Moll
1. Prologue 2. Sérénade 3. Finale

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (auch mit Julian persönlich) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Dai Miyata

Dienstag, 30. Juni 2009

In vier Tagen ist es soweit – dann findet erstmals unsere Konzertreihe Masters in Performance statt. Vorab möchten wir Ihnen die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters vorstellen.

Dai Miyata Der dritte in unserer Vorstellungsrunde ist der japanische Cellist Dai Miyata, 1986 geboren, der an den Further Master Studies teilnimmt.

Dai Miyata, Absolvent der Toho Gakuen School of Music, wurde mit vielen Preisen in Japan ausgezeichnet. 2008 wurde Dai ausgesucht, an Chamber Music Connects the World teilzunehmen und erhielt im gleichen Jahr den Landgraf von Hessen-Preis der Kronberg Academy. Im Rahmen der Further Masters Studies für junge Solisten wird er in Kronberg von Frans Helmerson unterrichtet. (Stipendium von der Rostropovich Cello Foundation)

Dai Miyata tritt am Samstag, dem 4. Juli um 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – sein Konzert ist das dritte von fünfen an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm stehen:

Györgi Ligeti (1923–2006)
Sonate für Cello solo
1. Dialogo
2. Capriccio

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Cellosonate Nr. 2 d-Moll op. 58
1. Allegro assai vivace
2. Allegro scherzando
3. Adagio
4. Molto allegro e vivace

Hisatada Otaka (* 1944)
Nocturne

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (auch mit Dai persönlich) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Vilde Frang

Montag, 29. Juni 2009

Im Hinblick auf unsere Konzertreihe Masters in Performance, die am kommenden Wochenende erstmalig stattfindet, möchten wir Ihnen vorab die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters vorstellen.

Wilde Frang

Alle zehn sind ganz fantastische junge Künstler – jeder für sich wäre schon eine weite Reise zu einem Konzert wert …!

Die zweite in unserer Vorstellungsrunde ist die norwegische Geigerin Vilde Frang, 1986 geboren, die an den Further Masters Studies teilnimmt.

Vilde Frang, die 2009 unter anderem mit dem Norwegischen Solistenpreis ausgezeichnet worden ist, tritt mit vielen Orchestern in Europa auf und tourte im Sommer 2008 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und der Camerata Salzburg durch die USA. Sie hat 2006 an Chamber Music Connects the World teilgenommen und studiert an der Kronberg Academy im Rahmen der Further Masters Studies bei Ana Chumachenco.

Vilde Frang zeigt ihr Können am Samstag, dem 4. Juli um 12.30 im Sitzungssaal des Rathauses  – ihr Konzert ist das zweite von fünfen an diesem Tag. Sie wird von Yumiko Urabe am Klavier begleitet. Auf dem Programm stehen:

Béla Bartók (1881–1945)
Sonate für Violine solo Sz. 117
1. Tempo di ciaccona
2. Fuga: Risoluto, non troppo vivo
3. Melodia: Adagio
4. Presto

Jean Sibelius (1865–1957)
Humoresken
Nr. 1 d-Moll op. 87
Nr. 2 D-Dur op. 87
Nr. 5 Es-Dur op. 89

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Vilde persönlich) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue