Archiv für die Kategorie „Meisterkurse“

Konzert ¦ Heute Abend Abschlusskonzert der Geigen Meisterkurse

Montag, 4. Mai 2009

Von allen aktiven Teilnehmern wurden acht ausgewählt heute Abend beim Abschlusskonzert der Geigen Meisterkurse zu spielen. An einen von ihnen wird im Laufe des Abends der Prinz von Hessen-Preis vergeben.

So wie alle während der Cello Meisterkurse ein junger Cellist mit dem Landgraf von Hessen-Preis ausgezeichnet wird, so soll alle zwei Jahre während der Geigen-Meisterkurse ein Förderpreis an einen jungen Geiger/eine junge Geigerin verliehen werden.

Auch der Prinz von Hessen-Preis versteht sich als Förderpreis, das heißt , nicht der beste und virtuoseste der jungen Musiker soll ihn erhalten, sondern ein junger Geiger, der sich durch besondere Musikalität, eine besondere Auffassungsgabe, Talent und Fleiß und damit durch ein erkennbar großes künstlerisches Entwicklungspotenzial hervorgetan hat. Die Entscheidung darüber, welchem der aktiven Studenten (bis 27 Jahre) den Förderpreis zugesprochen wird, hat eine Jury der Kronberg Academy während der Meisterkurse getroffen. Der mit 2.500 Euro dotierte Prinz von Hessen Preis wird von Donatus Prinz von Hessen überreicht

Und das sind die Meisterschüler und ihr Werke, die sie spielen werden:

Arata Yumi (17 Jahre, Japan)
Brahms, Sonate Nr. 2, 1. Satz

Miriam Ålien Halms (17 Jahre, Norwegen)
Bartok, Sonate, 1. Satz

Iskandar Widjaja (22 Jahre, Indonesien)
Poulenc, Sonate, 1. Satz

Hiroka Matsumoto (14 Jahre, Japan)
Chausson, Poeme op. 25

Guro Keven Hagen (14 Jahre, Norwegen)
Sibelius, Konzert, 1. Satz

Andréa Tyniek (27 Jahre, Polen)
Brahms, Sonate G-Dur op. 78

Hanah Stuart (21 Jahre USA)
Paganini, Caprice 24

Hyeyoon Park (17 Jahre, Korea)
Strauss, Sonate, 1. Satz

Marie-Ève Poupart (21 Jahre Kanada)
Strauss, Sonate, 3. Satz

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es nur noch an der Abendkasse.

von Ulrike Schmid

Geigen Meisterkurse ¦ Interview mit der Teilnehmerin Alvina Fenyuk

Sonntag, 3. Mai 2009

Gestern war ich erneut als Zuhörerin in einem Meisterkurs. Die 20jährige Ukrainerin Alvina Fenyuk, die an der Hochschule für Musik in Lübeck studiert, bekam von Pavel Vernikov Unterricht. Nach dem Kurs habe ich sie dazu befragt.

Du wurdest gerade heftig kritisiert. Wie ging es Dir dabei?

Beim Vorspiel anfangs war ich sehr nervös, doch das hat sich dann gelegt und ich wurde ruhiger. Ich empfand es im Übrigen gar nicht als Kritik. Ich bin hierher gekommen um etwas zu lernen und er will mir etwas beibringen. Er ist ein sehr kritischer und dennoch sehr angenehmer Lehrer. Diese Stunde war eine der hilfreichsten in meinem Leben.

Was nimmst Du von dieser Stunde mit?

Nun, dass ich an meiner Körperhaltung arbeiten muss und bei einzelnen Passagen entspannte sein muss. Dass die Phrasierung sehr wichtig ist und das alles zum Charakter des Stückes passen muss. Zuhause muss ich konzentrierter arbeiten und ich muss von selbst drauf kommen, dass die eigenen Ohren der „beste Dozent ist”.

Wie wird sich das eben Gelernte auf Dein weiteres Spiel auswirken?

Indem ich mehr auf meine Körperhaltung achten werde. Pavel Vernikov hat mir gezeigt, dass ich durch eine andere Körperhaltung einen völlig anderen Ton erzeugen kann. Teilweise klingt bei mir alles zu angespannt – Noch.

Warum hast Du Pavel Vernikov als Dozent ausgewählt?

Es war eher so, dass ich ausgewählt wurde. Ich durfte Gidon Kremer im Rahmen des Workshops vorspielen und er war der Auffassung, dass ich noch bei einem Dozenten eine Unterrichtsstunde bekommen sollte. Und er hat für mich Vernikov ausgewählt, damit er mir sagt, wo meine Probleme liegen.

Was schätzt Du an Pavel Vernikovs Art zu unterrichten?

Er arbeitet sehr genau, sieht gleich wo die Probleme liegen und benennt sie auch. Andere Dozenten achten oft nur auf Interpretation und Intonation. Selten achten sie auf Körperhaltung, Bogenhaltung oder die Technik der rechten und linken Hand.

Wie bist Du auf die Geigen Meisterkurse aufmerksam geworden?

Meine Professorin hat mich auf die Geigen Meisterkurse aufmerksam gemacht und mir empfohlen hierher zu kommen. Hier sind schließlich die besten und bekanntesten Geiger versammelt und das macht es hier auch so besonders.

Alvina, vielen Dank für das Gespräch.

von Ulrike Schmid

KAtalk ¦ Das Resümee

Samstag, 2. Mai 2009

Donnerstag, 30. April kurz vor halb fünf: Die Spannung steigt, denn es steht eine Premiere an – sowohl für mich als auch für Sebastian Casleanu. Für ihn war es die erste Begegnung mit Twitter für mich der 1. KAtalk.


Foto: Copyright Nicole Gerster

Und er lief gut – der erste KAtalk – wir waren auf Platz 2 der Twitter-Topthemen am Donnerstag. ;-)) Wir hatten mit Matthias Bruns, Stimmführer 2. Geige bei den Duisburger Philharmoniker, und dem dahinterstehenden Web-Team auch einen tollen Partner.

Von unserer Seite war der 22jährige Sebastian Casleanu, der derzeit bei uns als aktiver Teilnehmer an den Geigen Meisterkurse teilnimmt und Meisterkurse bei Mauricio Fuks erhält.

Ursprünglich war angedacht, dass sich Sebastian und Matthias gegenseitig befragen sollten, doch schon nach kürzester Zeit haben sich verschiedene Follower eingebracht und Fragen gestellt. Dadurch bekam das Gespräch eine ganz schöne Dynamik und Sebastian musste sich beeilen alle Fragen zu beantworten. (Falls wir eine übersehen haben, bitte sehen Sie es uns nach und stellen Sie sie hier als Kommentar). Ich fand es übrigens sehr gut, dass sich Follower aktiv in das Gespräch eingemischt haben.

Und hier sind einige der Fragen und Antworten:

MB@Philharmoniker Ist das dein erster Meisterkurs?
SC@KronbergAcademy Nein nicht mein erster, schon einige mitgemacht! Bei Bron, Munteanu, Andrievski zum Beispiel.
Hier ist halt das besondere das wirklich sehr verschiedene Geigenschulen und Arten zu unterrichten hier vertreten sind.
So kann man sehr vielseitig lernen nicht nur durch den Unterricht sondern auch beim zuhoeren wenn mit anderen Geigern gearbeitet wird

MB@Philharmoniker Wirst du bei allen anwesenden Professoren waehrend des Meisterkurses unterrichtet?
SC@KronbergAcademy Nein Unterricht bekommt man nur bei einem Dozenten. Man lernt auch durch zuhoeren bei den anderen Dozenten sehr viel

@Kulturmanager mich wuerde interessieren, was das besondere an einem meisterkurs ist? intensitaet? atmosphaere? gruppe?
MB@PhilharmonikeDas besondere ist das geballte Lernen. Man ist eine Woche nur mit absoluten Experten im musikalischem Raum
SC@KronbergAcademy insgesamt bekommen wir zwei Unterrichtsstunden waehrend dieses Meisterkurses und natuerlich Abends sind auch die Konzerte

@einfallsreich dann frage ich auch mal: was ist der Kern der Vermittlung bei einem Meisterkurs: Technik lernen, Leidenschaft, Austausch?
SC@KronbergAcademy Es wird uns auch Technik beigebracht aber alles immer im Prisma der Musik eben die verschiedenen herangehensweisen sind besonders

MB@Philharmoniker In welche Richtung willst du nach Studium gehen? Solist? Orchester? Kammermusik?
SC@KronbergAcademy Ich habe mich noch nicht festgelegt…ich nehme an Wettbewerben teil (international), habe ein Quartett, ein Trio.
Orchester ist an der Hochschule obligatorisch – mein Vater ist auch Orchestermusiker ;)

@Kulturmanager wie kommt man denn in einen meisterkurs? bewerbung?
MB@Philharmoniker Jeder kann daran teilnehmen. Manchmal muss Musikprobe geliefert werden
SC@KronbergAcademy Man meldet sich an und muss dann vorspielen, die Dozenten entscheiden, ob man als Aktiver teilnehmen darf Spielst du schon in Orchestern neben Studiums?

MB@Philharmoniker Wie sieht der Tag @KronbergAcademy Meisterkursen aus?
SC@KronbergAcademy ueben, Zuhoeren, Unterricht, twittern ;-)

Mir hat dieser erste Talk viel Vergnügen bereitet und es hat mich gefreut, dass wir dadurch Einblick in unsere Arbeit – die Förderung junger Musikertalent – geben konnten.

Ein ganz großes Dankeschön an Sebastian, Matthias und natürlich das Webteam der Duisburger Philharmoniker, die fleißig Hintergrundinfos eingestreut habe und den KAtalk insgesamt toll unterstützt haben.

Aufgrund dieser ersten Erfahrung wird aus dem KAtalk eine Serie, die in unregelmäßigen Abständen stattfinden wird und sich auch nicht zwingend nur auf den Austausch zwischen Musikern beschränken muss. Als nächsten Termin haben wir Ende Mai ins Auge gefasst. Dort findet unser Projekt Mit Musik – Miteinander statt und wir haben drei junge talentierte Musiker als Dozenten zu Gast …

Ulrike Schmid

Geigen Meisterkurse ¦ Diashow ¦ Eindrücke von den Meisterkursen

Freitag, 1. Mai 2009

(Tag 2. der Geigen Meisterkurse)

Erste Eindrücke von den Geigen Meisterkursen bei den Dozenten Ana Chumachenco, Christian Tetzlaff und Mauricio Fuks. Sehr interessanter ist natürlich, wenn man die Chance hat, einen Meisterkurs, die ja öffentlich sind,  selbst zu erleben. Denn jeder der Dozenten hat seine ganz eigene Methode, wie er seinen Unterricht gestaltet. Sehr spannend!


Fotos: Copyright Nicole Gerster

Ulrike Schmid

KAtalk ¦ Violinist der Duisburger Philharmoniker trifft Teilnehmer der Geigen Meisterkurse

Donnerstag, 30. April 2009

Heute Nachmittag, genauer gesagt in einer Stunde starten wir mit unserer Serie KAtalk. Entstanden ist die Idee, einen KAtalk zu initiieren während meines Besuchs beim Webteam der
Duisburger Philharmoniker im Rahmen von web@classic. Für Frank und mich war relativ schnell klar, dass wir als Vorreiter von Musikinstitutionen im Web 2.0 gemeinsame Projekte realisieren wollen und so entstand die Idee des KAtalks.

Was verbirgt sich hinter einem KAtalk?
Der KAtalk ist ein Gespräch zwischen einem jungen Talent, das bei uns an einem der Kammermusikprojekte oder an einem Meisterkurse teilnimmt und einem erfahrenen, mitten im Berufsleben stehenden, Geiger, Bratscher oder Cellisten. Angedacht ist, dass wir diese KAtalks in unregelmäßigen Abständen mit verschiedenen Orchestern, Streich- oder Klaviertrios etc. fortsetzen.

Da bei uns derzeit die Geigen Meisterkurse stattfinden wird sich heute Nachmittag (30. April) der 22jährige Sebastian Casleanu zwischen 16.30 und 17.00 Uhr den Fragen von Matthias Bruns, Stimmführer 2. Violine bei den Duisburger Philharmonikern, stellen.
Sebastian Casleanu studiert an der Hochschule für Musik in Köln, hat bereits an verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen und ist Preisträger bei “Jugend musiziert”. Bei uns erhält er derzeit als aktiver Teilnehmer einen Geigen Meisterkurs bei Mauricio Fuks.

Wie läuft der KAtalk ab?
Der KAtalk findet innerhalb von Twitter statt, kann aber auch über die eigens für diese Aktion eingerichtete Twitterwall von Nicht-Twitterern verfolgt werden. Beide Musiker werden die Accounts “ihrer” Institution verwenden und die Fragen bzw. Antworten mit dem Hashtag #KAtalk ergänzen. Im Anschluss an das zirka 15minütige Gespräch stehen beide Musiker für Fragen des Auditoriums zur Verfügung.
Ich freue mich ganz besonders, dass ein Ensemblemitglied der Duisburger Philharmoniker den Anfang macht und hoffe, dass wir noch viele gemeinsame Projekte, ob in der realen oder der virtuellen Welt, durchführen werden.  Weitere Ideen haben wir ja bereits …

Ulrike Schmid

Violin Masterclasses ¦ Slide Show ¦ First Impressions

Mittwoch, 29. April 2009

First impressions from our Violin Masterclasses. After the Audition at the welcome dinner.


Photos: Copyright Nicole Gerster

Geigen Meisterkurse ¦ Was für ein Tag

Dienstag, 28. April 2009

(Tag 1: Audition)

Was für ein Tag! Wie es sich gehört bei Veranstaltungen der Kronberg Academy …
Morgens um kurz vor neun in der Stadthalle, die ersten Mitarbeiterinnen trudeln ein, man begrüßt sich fröhlich, teilweise mit vielen Fragezeichen in den Köpfen („Was gibt’s zu tun? Was kommt heute auf uns zu?”), die Projektleiterin steht auf der Leiter vor der Stadthalle (man muss ja Leitung auch wörtlich nehmen) und hängt eigenhändig das Banner „Willkommen in Kronberg auf”.

Die Stadthalle ist geputzt, aber noch lange nicht fertig, die Telefonleitungen werden noch gelegt (Umleitung des Büros ins Herz des Geschehens, in die Stadthalle), Kopierer und Drucker aufgestellt, Laptops eingerichtet. Um halb zehn müssen Notenständer da sein, denn die Auditions sollen pünktlich um zehn starten.

Die ersten Geiger trudeln ein – ein sehr ungewohntes Stadtbild, Kronberg ohne Cellokästen – nur Geigen, mit dem typischen „Geigerfleck” am Hals links.

Die Auditions beginnen, 10 Minuten Vorspielzeit für jeden – es ist alles dabei, vom alten Hasen, Vorspielerfahren und scheinbar völlig relaxed – bis zum kleinen 13jährigen koreanischen Jungen, der vor lauter Nervosität in seiner Jacke auftreten will und seine Noten im Einspielraum vergisst.

Dann, am Nachmittag, wird es noch spannender – es sind ja nicht nur Meisterkurse, sondern am Abend findet auch noch das Benefizkonzert in memoriam Mstislav Rostropovich statt – in Kronberg ist nichts einfach „nur so” oder ohne „mehr Adrenalin” möglich …

Ministerpräsident Roland Koch kommt am Abend und wird sprechen – aber auch ins Konzert gehen, also geht ein Polizist mit hechelndem Hund durch die Stadthalle und dieser schnüffelt an jedem Koffer, der in der Stadthalle steht, von diversen Geigern und Geigerinnen aus aller Welt, die Zivil-Security, auffällig unauffällig, zwei große Herren im Anzug, mit Knopf im Ohr.

Der HR kommt und baut den Ü-Wagen auf, man kennt die Tonmeister und -ingenieure mittlerweile und scherzt mit ihnen herum.

Mischa Maisky kommt an, mit seiner Tochter Lily, entspannt und freundlich wie immer, mit seiner unnachahmlichen Ausstrahlung und Energie, er spielt sich ein, kopiert Noten, erzählt Witze und Anekdoten.

Die ersten Konzertbesucher kommen, letzte verzweifelte Fragen nach Karten, die Spannung steigt, das Foyer der Stadthalle füllt sich, die Hostessen öffnen den Saal für den Einlass.

Alles ist wie immer und doch immer wieder aufregend, ob alles rechtzeitig klappt, die Künstler in ihren Garderoben zu finden sind, alle ihre Noten haben, wirklich an alles gedacht wurde, ob man auf der Bühne beim Umbauen nicht stolpert, beim Umblättern zu früh oder zu spät dran ist, die Blumenübergabe funktioniert. Für das Publikum wirkt alles leicht und dennoch sicher und zuverlässig – eben reibungslos.
Und man kann sagen: ja, wir haben es wieder geschafft!

Nur nicht ausruhen – weiter geht’s heute mit den ersten Kursen und abends dem ersten Konzert.

Julia Kadar

PS Die Geigen Meisterkurse sind öffentlich. Wer Lust hat, Ch. Tetzlaff, A. Chumachenco, M. Fuks oder P. Vernikov beim Unterrichten zu erleben, darf gerne vorbeikomen und den Kursen beiwohnen. (Tageskarte für 6 Euro gibt es in der Stadthalle)

Infos zu den Meisterkursen

Geigen Meisterkurse ¦ A tribute to Yehudi Menuhin

Mittwoch, 22. April 2009

A tribute to Yehudi Menuhin – unter dieses Motto haben wir unsere erstmalig stattfindenden Geigen Meisterkurse gestellt. Dem Motto entsprechen, werden wir einige Dozenten und Solisten zu Gast haben, die in direkter Verbindung zu Menuhin standen: Ana Chumachenco und Daniel Hope wurden von Menuhin unterrichtet, Roby Lakatos und Lakshminarayana Subramaniam haben mit ihm zusammengearbeitet, die jungen Solisten Alina Ibragimova sowie Alexander Sitkovetsky und der Dozent Mauricio Fuks haben an der Yehudi Menuhin School in der Nähe von London studiert bzw. gelehrt. Heute wäre der brillante Geiger und Kosmopolit 93 Jahre alt geworden. Dies zum Anlass nehmend können Sie heute bei uns eines der letzten Interviews lesen, das Yehudi Menuhin gegeben hat.

“Jetzt weiß ich, dass es Gott gibt”, sagte Albert Einstein als er Sie als Kind spielen hörte. Heute werden Sie als großer Humanist, ja als Heiliger verehrt. Wie sehen Sie sich selbst?

Oh ich bin gar kein Heiliger! Ich tauge nicht dafür. Ich habe meine Prinzipien, aber leider werden die richtigen Prinzipien nie verwirklicht. Man hofft immer, dass es eine bessere Welt gibt.

Ist die Welt schlechter geworden?

Der Mensch war nie ein Engel. Er hat sich an sich nicht verändert im Gegensatz zur Technik, der Ökologie, die Wissenschaft. Demokratie ist an sich fabelhaft, doch sie hat sich nicht entwickelt. Eigentlich sollte sie den Gruppen eine Stimme geben, die keine Stimme haben. Das tut sie nicht immer. Das andere Problem ist sie selbst: Man glaubt, man könnte über die Freiheit verfügen, wie man will. Aber die Freiheit ist die Würde des anderen, die man respektieren muss.

Gibt es für Sie eine ideale Regierungsform?

Man müsste Politiker haben, die Visionen haben und genügend Geld, um unabhängig diese umzusetzen. Dann hätte man eine aristokratische Regierung, die natürlich nicht das Volk repräsentierte, aber vielleicht die Verantwortung für die Zukunft übernehmen würde. Heute denkt man nicht weiter als in kurzen Zeiträumen, bis zu den nächsten Wahlen. Wir müssen daran arbeiten. Darum mache ich das Projekt, wo wir zu den schwierigen Schulen gehen. Wenn die Kinder anfangen zu singen und zu tanzen, dann sind alle Vorurteile weg. Wir zwingen die Kinder Schreckliches zu lesen, zu hören und zu sehen. Dadurch vernichten wir, was im Kind gedeihen könnte. Die Brutalisierung der Jugend ist erschreckend.

Sie haben selbst vier Kinder; wie ist Ihnen die Erziehung gelungen?

Ja, ich glaube ja. Oft war meine Frau der bessere Vater. Frauen sorgen für die Zukunft, Frauen bringen einen wieder auf den Boden der Realität, folgen oft nicht dummen Theorien, weil sie das Leben geben. Der Mann glaubt etwa die große Theorie erfunden zu haben, die Wahrheit. Und dann will er das ganze Leben in diese Richtung forcieren. In der Kunst oder Wissenschaft ist es gut. Aber oft ist die Idee auf Hass aufgebaut, wie bei Diktatoren, dann gibt es nur Vernichtung…

Wenn Sie Ihr ungemein reiches Leben in einem Wort zusammenfassen müssten …

In drei: Liebe und Güte und Glück. Ich hatte wunderbare Eltern und Freunde, das Glück mit Musik leben zu dürfen und zu allen Menschen zu sprechen, seien sie schwarz, gelb oder weiß. Das war das Schönste in meinem Leben.

Über Ihr Eintreten für Wilhelm Furtwängler kurz nach Kriegsende waren viele empört, Sie wurden öffentlich als Verräter und Kollaborateur der Nationalsozialisten gebrandmarkt. Wie sehen Sie heute Deutschland?

Es ist das erste Land, das wirklich ernsthaft und konsequent daran gearbeitet hat, sich von den alten Ideologien frei zu machen. Die Dokumentierungsstelle etwa für deutsche Zigeuner in Heidelberg ist ein solches Zeichen. Es gibt hier viele gute Menschen.

Sind Sie einverstanden mit den vielen Biographien, die über Sie geschrieben wurden?

Mit den meisten nicht, ich habe viele anders empfunden, als dort beschrieben. Nur das, was ich geschrieben habe, stimmt.

Wenn ein Film über Sie gedreht werden sollte, wer sollte Ihre Rolle spielen? Immerhin sollten Sie selbst einmal Paganini spielen.

Ich habe keinen Wunsch, ein Held zu sein, ich tauge auch nicht dazu. Ich weiß es nicht. Ich mag den Film von Bruno Monsaignon über mich.

Sie hatten so viele Gaben. Hätten Sie sich noch mehr gewünscht?

Sehr viel mehr Sport aber auch intellektuelle Fähigkeiten wie Mathematik oder die Naturwissenschaften. Ich wünschte, ich könnte alle Sprachen beherrschen. Es fehlen so viele Dinge.

Haben Sie Angst vor dem Tod?

Nicht wirklich. Ich habe Angst, dass gute Menschen vernichtet werden, große Kunst zerstört wird, ganze Wälder. Das ist unerträglich. Sie haben als jüngerer Mensch ein schweres Erbe.

Das Interview führte Teresa Pieschacón Raphael am 16. Dezember 1997 in Fontainbleau bei Paris. 14 Monate später starb Yehudi Menuhin in Berlin.

Geigen Meisterkurse ¦ Diashow ¦ Dozenten, Solisten, Ensembles

Montag, 20. April 2009

Auf einen Blick: Die Dozenten, Solisten und Ensembles, die ab nächster Woche im Rahmen der Geigen Meisterkurse unterrichten und/oder in Konzerten auftreten werden.


Geigen Meisterkurse ¦ Nur noch Karten für Abschluss- und Sonderkonzert verfügbar

Freitag, 17. April 2009

Wir müssen es schon wieder sagen: Mittlerweile sind auch die Konzerte 3 und 4 ausverkauft.

Restkarten gibt es noch für das Abschlusskonzert der Meisterschüler, das am Montag, dem 4. Mai  statt findet. Das Programm wird in den Meisterkursen erarbeitet.

Im Rahmen dieses Konzert wird der Prinz von Hessen-Preis vergeben. Diesen Förderpreis wird ein junger  Geiger/eine junge Geigerin erhälten, der/die sich durch besondere Musikalität, eine besondere Auffassungsgabe, Talent und Fleiß und damit durch ein erkennbar großes künstlerisches Entwicklungspotenzial währende der Geigen Meisterkurse hervorgetan hat. Die Entscheidung darüber, welchem der aktiven Studenten (bis 27 Jahre) den Förderpreis zugesprochen wird, trifft eine Jury der
Kronberg Academy während der Meisterkurse.

Karten sind auch noch für das Sonderkonzert am Dienstag, dem 5. Mai mit Daniel Hope und dem Stuttgarter Kammerorchester verfügbar, das im Sendesaal  des Hessischen Rundfunks statt findet und aufgrund seiner Größe (hoffentlich) keine Kartenwünsche offen lässt. Weitere Solisten sind Benjamin Hudson und Wolfgang Kussmaul (Violine) sowie György Bognar (Violoncello). Marcel Reich-Ranicki, wird bei diesem Konzert sprechen und u. a. von seinen Begegnungen mit Yehudi Menuhin berichten.

Im Rahmen dieses Konzerts wird erstmals der Yehudi Menuhin-Nachwuchspreis an junge Talente (bis 18 Jahre) vergeben. Hierfür gründete die Kronberg Academy einen Fonds aus dem dieser Preis dauerhaft finanziert wird. Das Benefizkonzert mit Daniel Hope soll hierfür die Grundlage schaffen. Den Grundstock legte die Zürich Gruppe Deutschland mit einer Spende.

Bereits um 15 Uhr findet in der Stadthalle in Kronberg ein Podiumsgespräch mit Daniel Hope statt. Es steht unter dem Motto „Ein Vorbild von Kindesbeinen an – Erfahrungen mit Yehudi Menuhin”.

>> Online-Kartenbestellung

Geigen Meisterkurse | Dozenten | Christian Tetzlaff

Mittwoch, 8. April 2009

Christian Tetzlaff wurde 1966 in Hamburg geboren und studierte am Lübecker Konservatorium bei Uwe-Martin Haiberg und in Cincinnati bei Walter Levin. Er ist als einer der bedeutendsten Geiger seiner Generation anerkannt und für seine musikalische Integrität, technische Sicherheit und seine intelligenten, überzeugenden Interpretationen bekannt. Gleichermaßen heimisch im Repertoire der Klassik und der Romantik sowie im 20. Jahrhundert, begeistert Christian Tetzlaff mit seinen Interpretationen der Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Tschaikowsky, Berg, Schostakowitsch und Ligeti ebenso wie mit seinen Aufführungen der Solosonaten und -partiten von Bach. Musical America kürte ihn 2005 zum „Instrumentalist of the Year”.

Christian Tetzlaff ist regelmäßiger Gast in den Reihen der großen US-Orchester, bei europäischen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris und Tonhalle Orchester Zürich sowie bei Festivals wie den BBC Proms, Edinburgh, dem Lucerne Festival und allen bedeutenden Sommerfestivals der USA. Er gibt Kammerkonzerte mit Leif Ove Andsnes, Alexander Lonquich und Lars Vogt und mit seinem Streichquartett.
Christian Tetzlaff erhielt für seine Aufnahmen mehrere Preise, unter anderem zweimal den Diapason d’Or, den Edison Preis, den Midem Classical Award sowie den ECHO-Preis und Nominierungen für den Grammy. Eine neue Einspielung aller Solosonaten und -partiten von Bach ist im März 2007 erschienen und eine Virgin-Aufnahme der Violinenkonzerte von Brahms und Joseph Joachim folgte im Januar 2008. Er ist Professor des Kronberg Academy Masters.

Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Pavel Vernikov

Donnerstag, 2. April 2009

Pavel Vernikov, geboren in Odessa (Ukraine), studierte bei Lydia Mordkovic an der Stoljarsky-Musikschule und mit David Oistrach und Semyon Snitkowsky am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Noch während seiner Ausbildung gewann Vernikov zahlreiche Wettbewerbe in der damaligen UdSSR und spielte mit den Orchestern in Odessa, Moskau, Kiew und Novosibirsk.

1979 war er Preisträger des ARD-Wettbewerbs in München und beim Vittorio Gui-Wettbewerb in Florenz. Zwischen 1981 und 1984 war er Erster Geiger und Solist der Virtuosi di Roma und trat in den großen Konzertsälen der Welt auf, wie dem Concertgebouw, der Carnegie Hall oder der Mailänder Scala.

Heute gibt Pavel Vernikov Meisterklassen an der Scuola di Musica di Fiesole und der Violinschule Kuhmo in Finnland, hält Kurse und Seminare am Pariser Konservatorium, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, der Akademie Rubin in Tel Aviv und ist mehrfach als Jurymitglied berufen worden. Pavel Vernikov ist künstlerischer Leiter des internationalen Kammermusik-Festivals in Portogruaro und künstlerischer Leiter des Orchesters I Virtuosi Italiani.

Geigen Meisterkurse ¦ Konzerte ¦ Teils ausverkauft

Mittwoch, 1. April 2009

Wir müssen es schon jetzt sagen: Die ersten drei der insgesamt sechs Konzerte, die im Rahmen der Geigen Meisterkurse stattfinden sind bereits ausverkauft.

Karten haben wir noch für

- das Konzert 4 mit L. Subramaniam am Sonntag, den 3. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg
- das Konzert 5, das Abschlusskonzert der Meisterschüler am Montag, dem 4. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg
- das Benefizkonzert “Yehudi Menuhin – eine Hommage” am Dienstag, den 5. Mai um 19 Uhr im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt (!)

    >>> Online-Kartenbestellung
    >>> Telefonische Kartenbestellung 06173/78 33 77

    Geigen Meisterkurse ¦ Und zum Abschied ein Ständchen für die Gastfamilie

    Montag, 30. März 2009

    Mittlerweile sind bei uns zirka 140 Anmeldungen für die Geigen Meisterkurse eingegangen und diese 140 jungen Musiker aus aller Welt benötigen nun eine Bleibe. Üblicherweise kommt ein Großteil der Talente aus aller Welt bei Kronberger Familien unter. Bisher haben sich auch schon 40 Familien bereit erklärt, junge Geiger aufzunehmen.

    Wie schön es sein kann, Musiker im Haus zu haben, das hat Christiane Grün hier schon einmal ausführlich beschrieben. Auch Britta Hoffmann hat es ausgesprochen gerne, wenn in ihrem Haus musiziert wird. Daher gehört sie bereits seit zwölf Jahren zu den Gastgebern, die regelmäßig junge Studenten von uns bei sich aufnehmen. Das erste Mal beherbergte sie 1997 beim 3. Cello Festival einen jungen Studenten in ihrem Haus. Allerdings brachte er damals sein Instrument nicht mit. Er wollte nicht aktiv an den Meisterkursen teilnehmen, sondern den großen Meistern in den Konzerten und beim Unterricht nur zuhören. “Aber ohne Instrument, das ist langweilig”, meint Britta Hoffmann. Seitdem bittet sie jedes Mal ausdrücklich um Gäste, die ihr Instrument dabei haben und täglich üben. “Es gibt einige schöne Übungsstücke”, schwärmt sie. Denn Tonleitern, die natürlich auch auf dem Übungsplan stehen, sind auf die Dauer etwas eintönig.

    Nicht immer sind es Cellisten, denen sie ihr Gästezimmer zur Verfügung stellt. Bei den Kammermusikprojekten «Chamber Music Connects the World» und «Mit Musik – Miteinander» haben auch schon junge Geiger bei ihr gewohnt. Und sie erinnert sich besonders gerne an einen Abend, an dem ein junger Musiker und ein Maler aus ihrem Bekanntenkreis, den sie zum Abendessen eingeladen hatte, engagiert darüber diskutierten, welches die bessere Kunst sei, Musik oder Malerei. Ein anderer junger Musiker bedankte sich für die Gastfreundschaft mit einem Solowerk von Johann Sebastian Bach, das er der ganzen Familie zum Abschied vorspielte. Von solchen und anderen beglückenden Erlebnissen erzählen auch andere Gastgeber gerne, denn einen jungen Musiker als zeitweiliges Familienmitglied aufzunehmen, empfinden viele als Bereicherung ihres Alltags.

    Bei den in wenigen Wochen beginnenden ersten Geigen Meisterkursen wird Britta Hoffmann wieder einen jungen Musiker in ihrem Gästezimmer haben, möglichst aus einem englischsprachigen Land. “Schon aus Eigeninteresse”, sagt sie. Damit sie und ihre drei Kinder Gelegenheit bekommen, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden.

    Zurzeit fehlen uns allerdings noch einige Gastgeber. Wegen der Ferien- und Feiertage rund um den 1. Mai sind eine ganze Reihe von Familien, die sonst bereitwillig Gäste bei sich aufnehmen, zu einem Kurzurlaub unterwegs. Daher: Wer eine junge Geigerin oder einen jungen Geiger bei sich aufnehmen möchte, darf sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Unsere Kollegin Astrid Peitsch, die für die private Unterbringung der jungen Musiker aus aller Welt zuständig ist, freut sich über “jedes Bett”. Zu erreichen ist sie telefonisch unter 0 61 73/78 33 78, oder per Email an: a.peisch@kronbergacademy.de.

    Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Mauricio Fuks

    Dienstag, 24. März 2009

    Mauricio Fuks, Professor für Violine an der Indiana University Jacobs School of Music, erhielt seinen ersten Unterricht in seinem Geburtsland Uruguay bei Ylia Fidlon. Nach seinem Abschluss an der Juilliard School of Music, wo er von Joseph Fuchs und Ivan Galamian unterrichtet wurde, setzte er seine Studien an der University of Southern California bei Jascha Heifetz fort. 1964 gewann er den ersten Preis bei der Young Concert Artist Competition.

    Nach einer internationalen Laufbahn als Konzertmeister, Kammermusiker und Solist widmet er sich nun gänzlich seiner pädagogischen Tätigkeit. Als Gastprofessor war Mauricio Fuks an der Yehudi Menuhin School in England, der University of Limerick in Irland und der Hochschule für Musik “Hans Eisler” in Berlin tätig und wird regelmäßig zu Meisterkursen an die Escuela Superior Reina Sofia in Madrid, die Scuola di Musica in Fiesole, das Royal Conservatory in Den Haag, die Royal Academy of Music in London, das Conservatoire National Supérieur in Paris sowie an die Konservatorien in Shanghai und Peking eingeladen.

    Mauricio Fuks wirkt regelmäßig bei Festivals wie der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg, dem Sarasota Music Festival, dem Orford Summer Festival in Quebec und der Ferme de Villefavard in Frankreich mit. Als Jury-Mitglied wohnte er zahlreichen internationalen Wettbewerben bei.
    Im März 1993 wurde Mauricio Fuks vom The Strad Magazine vorgestellt und 1999 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music ernannt.

    Er gilt als einer der besten Violin-Pädagogen unserer Zeit.

    Violin Masterclasses ¦ Tutors ¦ Ana Chumachenco

    Donnerstag, 19. März 2009

    Of Russian origin but born in Italy and of Argentinean and German nationality, Ana Chumachenco started to play the violin at the age of four under the supervision of her father, a disciple of Leopold Auer, and later with Ljerko Spiller in Buenos Aires.

    After achieving a remarkable career in her early years, she returned to Europe at the age of 17 to continue her studies. A year later she was awarded the gold medal at the Carl Flesch competition in London, and a few years later the silver medal at the Queen Elizabeth Competition in Brussels. Her musical mentors in those years were Joseph Szigeti, Sandor Vegh and Yehudi Menuhin.

    Besides her appearances in recitals as a soloist with major orchestras, Ana Chumachenco has dedicated much of her time to chamber music, especially in a string trio with her husband and violist, Oscar Lysy, and cellist Walter Notas, with whom, under the name of the Munich String Trio, she has performed for over 20 years.

    Presently Ana Chumachenco holds a professorship at the Musikhochschule in Munich, her students being outstanding young violinists who themselves are international performers. Ana Chumachenco is periodically invited to take part as a juror in major violin competitions, such as the Queen Elisabeth International Music Competition of Belgium, the International Jean Sibelius Violin Competition in Helsinki, and others. She is professor to Kronberg Academy Masters.

    Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Ana Chumachenco

    Donnerstag, 19. März 2009

    Der Beginn unserer Geigen Meisterkurse rückt immer näher und so finden wir es an der Zeit, unsere Dozenten, die zum Teil auch in Konzerten zu hören sein werden, vorzustellen. Den Anfang macht Ana Chumachenco.

    Russischer Herkunft aber in Italien geboren und argentinischer und deutscher Nationalität, begann Ana Chumachenco im Alter von vier Jahren mit dem Geigenunterricht, erst bei ihrem Vater, der selber aus der Schule von Leopold Auer kam, und später bei Ljerko Spiller in Buenos Aires.

    Nachdem sie ihre Karriere mit sehr jungen Jahren in Argentinien rasch begann, kehrte sie im Alter von 17 Jahren nach Europa zurück, um ihre Studien fortzusetzen. Nach nur einem Jahr gewann sie die Goldmedaille beim C. Flesh Wettbewerb in London und anschließend die Silbermedaille beim Queen Elisabeth Wettbewerb in Brüssel. In diesen Jahren wurde sie von Joseph Szigeti, Sandor Vegh und Yehudi Menuhin unterrichtet.

    Neben ihren Auftritten als Solistin bei Liederabenden und mit einigen der größten europäischen Orchestern widmet Ana Chumachenco einen großen Teil ihrer Zeit der Kammermusik, insbesondere seit über zwanzig Jahren zusammen mit ihrem Ehemann, dem Geiger Oscar Lysy und dem Cellisten Walter Notas in dem Münchner Streicher Trio.

    Derzeit hat Ana Chumachenco einen Lehrstuhl für Geige an der Musikhochschule in München inne, unter ihren Schülern finden sich herausragende junge Geiger, die selbst internationale Künstler sind. Ana Chumachenco erscheint regelmäßig als Jury-Mitglied bei vielen angesehenen Violinen-Wettbewerben, darunter der internationale belgische Queen Elisabeth Musikwettbewerb, der internationale Jean Sibelius Violinenwettbewerb in Helsinki und andere. Sie ist Professorin des Kronberg Academy Masters.

    News ¦ Kulturfonds frankfurtrheinmain fördert als erstes Projekt unsere Geigen Meisterkurse

    Donnerstag, 26. Februar 2009

    Unsere Geigen Meisterkurse sind das erste Projekt, das der im Dezember 2007 gegründete kulturfondsfrankfurtrheinmain fördert. Der Kulturfonds hat das Ziel die kulturellen Aktivitäten unserer Region enger zusammen zu führen und neue Kulturprojekte mit internationaler Ausstrahlung zu fördern.

    Zu letzterem gehören unsere Geigen Meisterkurse: Denn mit zirka 200 erwarteten jungen Geigern und mit Lehrern von Weltruhm haben wir nicht nur eine internationale Ausstrahlung, sondern schließen mit diesem Projekt auch eine Lücke in der Ausbildung junger Streicher. Eine solche Dichte der verschiedenen Geigenschulen, wie sie die jungen Talente Ende April kennen lernen werden, ist einzigartig und so bis dato weltweit nicht bekannt. Einige der populärsten Künstler wie Ana Chumachenco und Christian Tetzlaff sowie die in Insider-Kreisen bekannten Geiger Mauricio Fuks und Pavel Vernikov werden diese Geigen Meisterkurse geben. Ergänzend werden Gidon Kremer, der Gipsy-Geiger Roby Lakatos und Lakshiminarayana Subramaniam Workshops sowohl für die aktiven als auch für die passiven jungen Geiger anbieten.

    Das weltweite Geiger-Gipfeltreffen dient auch der „Sichtung”. Einerseits haben wir die Möglichkeit junge Talente für unseren Elite-Studiengang Kronberg Academy Masters zu entdecken. Andrerseits werden die jungen Geiger auf den Studiengang aufmerksam und kommen „hautnah” in Berührung mit ihm. Direkt vor Ort haben sie die Möglichkeit, sich sowohl mit dem Leiter Stephen Potts als auch mit den bereits aufgenommenen jungen Solisten auszutauschen.

    Der Kulturfonds übernimmt zu 100 Prozent die Förderung der diesjährigen Geigen-Meisterkurse und hat die Unterstützung für zwei weitere zugesichert. Mit uns freut sich auch Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen, dass eines unserer Projekte gefördert wird, zeigt es doch, welche Bedeutung die Kronberg Academy nicht nur für die Stadt, sondern auch für die gesamte Region hat.

    Bei uns laufen die Vorbereitungen für die Geigen Meisterkurse auf Hochtouren und wir werden Sie über die Entwicklungen weiterhin auf dem Laufenden halten.

    Ulrike Schmid

    Violin Masterclasses ¦ Notizen am Rande

    Dienstag, 17. Februar 2009

    Die Welt ist informiert – und allem Anschein nach können wir tatsächlich von “der Welt” reden: Die Direktorin einer brasilianischen Musikhochschule schrieb mir eine reizende Mail (zwar in Portugisisch, aber mit all unseren Französisch-, Italienisch- und Spanischkenntnissen haben wir sie am Ende gut verstanden), um für die Zusendung der Meisterkurs-Flyer zu danken. Eine japanische Geigen-Lehrerin meldete sich als passive Teilnehmerin an, um mehrere ihrer Schüler zu begleiten, die sich um die aktive Teilnahme bewerben. Eine Teilnehmerin von Chamber Music Connects the World 2008 aus China schrieb extra weil sie gesehen hat, dass unsere Flyer in ihrer Hochschule überall ausliegen. Aus Portugal werden gleich fünf junge Geigenlehrer gemeinsam anreisen, um die Meisterkurse als Zuhörer zu verfolgen. Ein erst 11 Jahre alter Geiger aus Singapur hat bereits für sich und seinen Vater ein Hotelzimmer gebucht.

    “Warum in die Ferne reisen, wenn das Beste liegt so nah!” – dies denken sicherlich die zahlreichen Studenten aus Deutschland und Österreich, die bisher den größten Teil der Angemeldeten ausmachen.

    Mehr Informationen zu den Meisterkursen finden Sie in diesem Blogeintrag oder auf unserer Homepage.

    Dorothee Hoffmann

    Violin Masterclasses ¦ A tribute to Yehudi Menuhin

    Mittwoch, 7. Januar 2009

    Our first Violin Masterclasses are dedicated to the memory of the virtuoso violonist Yehudi Menuhin. The tenth anniversary of his death will be commemorated in 2009.

    We will hold the Violin Masterclasses from 27 April to 4 May 2009. Young musicians will be able to spend one week being taught by world-famous violinists and drawing inspiration from a range of different violin schools. Ana Chumachenco, Mauricio Fuks, Christian Tetzlaff and Pavel Vernikov will be passing on their knowledge and experience in public masterclasses with selected students. Gidon Kremer and Roby Lakatos will be giving a workshop for all active and passive masterclass students.

    Who can participate? Students aged 28 or under may purchase either a “Masterclasses Active” or a “Masterclasses Passive” ticket. Applicants for active participation will be required to audition at the start of the masterclasses and must therefore prepare two pieces from different stylistic periods. Piano accompanists will be available. A jury will decide who to admit to the masterclasses; its decision will be final. Each student will play in only one set of masterclasses (Chumachenco,Vernikov, Fuks, Tetzlaff). Students who are not accepted for active participation will be registered automatically as passive participants. Both active and passive participants will be able to observe all masterclasses and will be admitted free of charge to all concerts and other events (except the special concert “Yehudi Menuhin – a Homage” with Daniel Hope). Each active participant will be given at least two lessons by his/her tutor and will receive a certificate of participation at the end of the masterclasses.

    More information and online-registration

    Ulrike Schmid