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Masters in Performance 2011 / Persönliche Eindrücke eines Musikfreundes

Mittwoch, 8. Juni 2011

Das Team der Kronberg Academy freut sich immer wieder, wenn aus den Reihen der Zuhörer und Besucher feedback an unsere Institution herangetragen wird. Ein Dialog mit unseren Zuhörern ist von großem Wert, da wir die Akzeptanz und Einschätzung unserer Zuhörer für sehr wichtig halten.

Das es sogar auch den Wunsch zu einem schriftlichen Beitrag geben kann, davon zeugt der folgende Blogbeitrag, der von einem Besucher unserer gerade zu Ende gegangenen Konzertreihe “Masters in Performance” stammt. Harald Berchtold hat fast alle Konzerte dieses Wochenendes (2.6. – 7.6. ) erlebt und er schildert im folgenden Beitrag auf eine sehr persönliche Art die Eindrücke, die er dabei sammeln konnte.

Die Masters in Performance-Konzerte der Kronberg Academy stehen seit geraumer Zeit ganz oben auf meiner persönlichen Konzert-Wunschliste. Das besondere dieser Konzertreihe ist die private Atmosphäre, gepaart mit der Intensität und räumlichen Nähe, mit der sich die Musik im Sitzungssaal des Kronberger Rathauses entfaltet – und unmittelbar auf die Zuhörer übergreift.

Nur an ganz wenigen anderen Orten wird man derart überwältigt vom Klang eines einzigen Streichinstruments und kann gleichzeitig die Individualität und Ausdruckskraft der Solisten und deren Klavierbegleitung auf sich einwirken lassen. Viele Musikliebhaber aus Kronberg und Umgebung und weitere Besucher aus fernen Ländern nutzten diese einzigartige Möglichkeit, den Fortschritt ihrer bereits aus früheren Konzerten bekannten jungen Solisten sowie deren Begleitung zu verfolgen.

Welche der Konzerte haben mir persönlich aus dem diesjährigen Konzertprogramm neue Eindrücke vermittelt? Da ist gleich zu Beginn das Eröffnungs- & Examenskonzert von Gabriel Adriano Schwabe zu nennen. Gabriel Schwabe, der mir bereits beim Cello Meisterkurs von David Geringas im Oktober 2010 mit einem besonders warmen Ton seines Cellospiels auffiel, setzte sein hochkonzentriertes Cellospiel in der Stadthalle Kronberg eindrucksvoll fort – souverän begleitet von der Pianistin Anna Naretto.

Dass die Viola ihr früheres Schattendasein als vernachlässigtes kammermusikalisches Solo-Streichinstrument überwunden hat, ist in den aktuelleren Konzertprogrammen nicht nur der Kronberg Academy zunehmend festzustellen. Wie großartig das ehemals wenig beachtete Klangspektrum einer Viola sein kann, wurde eindringlich in den Darbietungen von Yura Lee und Peijun Xu in Kronberg offenbart. Je mehr Viola Musik von Bach, Brahms, Chopin, Kodalyi und Hindemith erklang, umso unmissverständlicher wurde klar, wie tief mittlerweile der Pflock unseres heutigen Musikempfindens in Richtung pro Viola als kammermusikalisches Soloinstrument eingeschlagen wurde und die Viola nicht mehr wegzudenken ist.

Das einzige reine Solo-Konzert bei Masters in Performance 2011 gab die Geigerin Alina Ibragimova und das derart beeindruckend und fesselnd, dass ich gerne noch mehr davon gehört hätte. Egal ob bei Heinrich Ignaz Franz Biber, Luciano Berio oder Bela Bartok – die russische Seele ihrer Interpretation war für mich allgegenwärtig und in ihrer Tiefe und technischen Brillanz atemberaubend. Ebenso überwältigend erfüllten die Ravel- und Tschaikowsky-Interpretationen des Geigers Valeriy Sokolov die Zuhörer.

Die Geigerin Jehye Lee gab überraschenderweise sogar zwei Konzerte – Samstag und Sonntag (als Vertretung für die verhinderte Suyoen Kim): Und so war es ein außergewöhnliches Erlebnis, ihre Interpretation „mit leidenschaftlichem Ausdruck“ der Violinsonate von Robert Schumann Nr. 1, a-Moll, op. 105 auch noch ein zweites Mal hören zu dürfen; wobei neben ihrem strahlenden Geigenton die perfekte Harmonie mit der mit feinstem Anschlag musizierenden Pianistin Yumiko Urabe besonders auffiel. Jehye Lee verabschiedete sich mit zwei ergreifenden Paganini Capricen als Zugabe und sicherlich hat jeder der Anwesenden ihr in tiefer Dankbarkeit für ihre musikalische Darbietungen in Kronberg die besten Glück- & Erfolgswünsche für ihre Teilnahme am kommenden Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau mit auf den Weg gegeben.

Harald Berchtold, Kronberg i.T.

Soojin Han begeistert mit Bach-Werken in Königstein

Donnerstag, 20. Januar 2011

Königstein im Taunus, nur einen Steinwurf entfernt vom Standort der Kronberg Academy, war am dritten Januar-Sonntag im neuen Jahr Schauplatz  eines begeisternden Konzerts mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Es spielte Soojin Han, Junge Solistin des Kronberg Academy Masters. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Eine immer noch weihnachtlich geschmückte Immanuelkirche bot den herbeiströmenden Besuchern das Gefühl von Festlichkeit und Besinnung. Und das mitten im Januar. Bachsche Musik für Solo Violine erfüllte den mit dutzenden Kerzen hell erleuchteten Kirchenraum. Der massive Schneefall, der den Taunus um die Jahreswende noch massiv zugesetzt hatte, war längst verschwunden. Aber die besinnliche Stimmung in der Kirche und der beeindruckende Auftritt von Soojin Han sorgten dennoch für ein ein tolles Ambiente und ein unvergessliches musikalisches Erlebnis.

Soojin Han freut sich über den Beifall

Soojin Han spielte mit großer Hingabe die beiden Violin-Sonaten Nr. 1 g-Moll und Nr. 2 a-Moll. Zwischen beiden Stücken hatten die Veranstalter eine kurze Pause eingebaut, in der Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer drei berühmte Persönlichkeiten zitierte, die in ihren Beschreibungen die Charakteristika und Einmaligkeit der Bachschen Werke einzufangen versuchten.  Neben Mozart wurden auch der italienische Komponist Ruggiero Leoncavallo und der Orgelmusik spielende Albert Schweitzer zitiert. Allen Beschreibungen war die hohe Anerkennung des Genius von Bach gemeinsam und die Größe seines Schaffens. Diese Werke, so beispielsweise Albert Schweitzer, predigen uns eines, „stille sein und gesammelt sein“. Und ferner: „Was er war und erlebt hat, steht nur in den Tönen“. Mit derlei Zitaten, die die Zuschauer begierig aufnahmen, konnte der zweite Teil des Konzerts noch zu einem spürbaren Höhepunkt reifen.

Hintergrund für diesen Auftritt von Soojin Han bildet die Kooperation zwischen dem Förderverein Kirchenmusik der ev. Immanuel-Gemeinde Königstein und der Kronberg Academy. Raimund Trenkler hatte sich mit dem Vorsitzenden des Königsteiner Fördervereins, Dr. Weber, verständigt, für insgesamt 6 Konzerte zwischen 2009 und 2014 Junge Solisten des Studiengangs der Kronberg Academy zu gewinnen und mit diesen sämtliche Solo-Werke für Violoncello und Violine aufführen zu lassen. Den Auftakt hatte im Jahre 2009 bereits Alina Ibragimova mit 2 Violin-Sonaten gemacht. Es folgte im letzten Jahr der Cellist Benedict Klöckner, der zwei Suiten für Violoncello aufführte.

Soojin Han war nun die dritte Junge Solistin der Kronberg Academy, die die Besucher in Königstein mit dem überwältigenden Klang Bachscher Musik für Solo-Violine in ihren Bann zog. Der lang anhaltende Beifall für die in London lebende Koreanerin war ein starker Beweis für die Wertschätzung ihrer Darbietung.

Masters in Performance – Junge Solisten begeistern Kronberger Musikfreunde

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kronberg bot am vergangenen Wochenende Musikfreunden ein prall gefülltes Konzertrogramm mit diversen Auftritten an mehreren Spielorten. Während die Jungen Solisten des Studienganges “Kronberg Academy Masters” vom Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag musizierten, trat parallel Gidon Kremer drei mal mit Musikern  der Kremerata Baltica im Opel-Zoo auf. Das Konzert stand unter dem Motto “Tierharmonisches Konzert” (hierzu folgt ein separater Beitrag).

Pünktlich um 18.00 Uhr am Freitag  dem 18. Juni begannen die “Masters in Performance”-Auftritte der Jungen Solisten im Kronberger Maler-Museum. Das Besondere der “Masters in Performance” Reihe besteht darin, dem Publikum konzentriert hochtalentierte junge Musiker zu präsentieren, für die diese Konzerte zugleich den Abschluss des Studienjahres an der Kronberg Academy bilden. Zuhörer hatten überdies die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Konzerte zu besuchen. Ein einmaliges Angebot somit für Musik-Interessierte in und um Kronberg. Man konnte so auf  höchstem Niveau spielende junge Kammermusiker erleben, die bereits schon in namhaften Häusern als Solisten Konzerte geben.  Die elf Musiker (Valeriy Sokolov mußte in letzter Minute absagen) repräsentierten mit Ihrer Werkauswahl ein aussergewöhnlich reichhaltiges Programm, in dem auch von einigen Solisten gezielt Kompositionen ihrer fernöstlichen Heimat einbezogen wurden.

Den Anfang mit 2 Konzerten machten Benedict Klöckner und Peijun Xu, die zugleich ihr Examens-Abschlusskonzert gab.  Peijun Xu wurde von Evgenia Rubinova begleitet während Benedict Klöckner zusammen mit Anna Naretto spielte.  Am Samstag, dem 19. Juni folgten dann 5 weitere Solisten aus dem genannten Studien-Programm der Kronberg Academy.

Dai Miyata aus Japan sorgte für den Auftakt am Samstag.  Dai spielte Werke von Beethoven, Toshiro Mayuzumi ( ein sog. Bunraku für Cello Solo) sowie von Manuel de Falla.

Soojin Han (Violine), die aus London angereist war, gab in Begeleitung ihrer Pianistin Yumiko Urabe ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Brahms, des koreanischen Komponisten Isang Yun (“Kontrast 1″ ) und von Camille Saint-Saens. Nicht minder hinreißend waren dann die Auftritte von Gabriel Schwabe (Cello),  Eri Sugita Viola) und der aus Berlin angereisten Geigerin Alina Ibragimova.

Der dritte Konzerttag begann am am Sonntagvormittag. Alicja Smietana und Yumiko Urabe am Klavier ließen Werke der polnischen Komponisten  Lutoslawski und Szymanowski erklingen.  Vilde Frang eröffnete die Nachmittags-Konzerte mit einem äußerst anspruchsvollen Werk für Solo Violine von Bela Bartok.Die Zuhörer quittierten ihren Auftritt  mit begeistertem Applaus.  Es folgte Andreas Brantelid (Cello) begleitet von Anna Naretto, die Werke von Beethoven, Lindgren und Robert Schumann zum Klingen brachten.

Für den krönenden Abschluss sorgte der Auftritt von Alexander Sitkovetsky, der von seiner Mutter Olga Sitkovetsky am Klavier begleitet wurde. Saschas Darbietungen enthielten Stücke von Mozart, Grieg und das Werk “Tzigane” von Maurice Ravel. Nach seiner fulminanten Zugabe des Stückes “Czardas” von Vittorio Monti war der die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Räumlichkeit klatschten emphatisch Beifall und feierten Mutter und Sohn.

Stephen Potts, Leiter des Studienprogramms “Kronberg Academy Master”, war sichtlich zufrieden mit der musikalischen Qualität und vor allem auch mit der  Resonanz bei den Zuhörern.  Ein Fortsetzung dieser Reihe im kommenden Jahr wird sich so mancher Besucher im Stillen schon jetzt gewünscht haben. Vergessen waren für Stunden die Aufregungen rund um die Fußball-WM, denn die Jungen Solisten hatten es vermocht,  die Aufmerksamkeit auf Werke der Kammermusik und fernöstliche Klangwelten zu lenken.

Die jüngste Zuhörerin war die kleine Amelie Haumer, 6 Jahre jung. Sie und Ihre Mutter hatten viel Freude an den Konzerten. Die kleine Amelie, so erfuhr ich, spielt seit ihrem 4. Lebensjahr Klavier und übt derzeit sehr fleißig den “Frühling” von Vivaldi. Mutter und Tochter schienen äußerst angetan von den Darbietungen der Jungen Solisten und so mancher Besucher war angetan von der Art und Weise, wie die junge Zuhörerin die Musik auf sich wirken ließ.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Sophies Bass-Welt

Samstag, 15. Mai 2010

Trotz eines Sturzes in einer Berliner S-Bahn Station und damit zwei geschienter Beine wagt Sophie Lücke den Sprung nach Kronberg – fast eine Nacht und Nebel Aktion.  Wie kam es dazu?

Sophie Lücke, geboren 1988 in Wernigerode, wurde erst vor wenigen Wochen gefragt, ob sie als Ersatz für einen anderen Kontrabassisten kurzfristig zur Veranstaltung „Chamber Music Connects the World“ in Kronberg einspringen könnte. Unter den potenziellen Ersatzkandidaten war sie diejenige, die aufgrund einer Empfehlung von András Schiff und ihres Könnens aussichtsreichste Ersatzkandidatin war und so vom Team der Academy schließlich nachnominiert wurde.

Nun ist sie mit den anderen 21 jungen Musikern – unsere Juniors –  hier mittendrin im Kronberger Musik-Geschehen. Sophie ist eine auffällige junge Dame, denn ihre Fortbewegung an zwei Krücken ist schließlich nichts alltägliches und wer ihr derzeit in Kronberg begegnet, wird von ihrer offenen und freundlichen Art sogleich angenehm berührt. Ihre derzeitigen Sorgen mit der Fortbewegung steckt sie weg, Freude und Strahlen sind  ihre Markenzeichen.

Als ich mit ihr gestern Nachmittag in ein Gespräch komme, schwärmt sie von ihrem Instrument, dem Kontrabass. Sie tut dies leicht und spielerisch.  So erzählt sie von den unterschiedlichen Bogentechniken, die die Welt in eine „Untergriff“ und in eine „Obergriff“-Sphäre einteilen. Die deutsche und österreichische Bass-Tradition sei mit dem Untergriff verquickt, wo das Spiel perkussive und eigenständige markante Bass-Linien erlaube. Die französische Obergriff-Spieltechnik hingegen phrasiere mehr klanglich-lyrisch und sei eher als Cello-Unterstützung zu verstehen. In der Kammermusik gebe es leider nur wenige Werke mit Kontrabass-Stimme.

Ihre persönlichen Ambitionen lassen sich so zusammenfassen: man muss hart arbeiten, viel lernen, um zu den Besten zu gehören, sonst hat man keine Chance in der heutigen Zeit. Aber sie ist überzeugt: der Bass,  der wird immer gebraucht. Und: man sollte in dieser rationalen Welt viel mehr den Gefühlen Glauben schenken – das müsste für die Musik und für das Leben insgesamt gelten! Oder diese Einsicht: “Ich lasse mir beim Studium Zeit, ich bin da ganz enstpannt und habe es nicht eilig”. Auch viele Wettbewerbe mitzumachen sei keine Priorität für sie. Was sie aber wisse, sei dies: sie wolle unbedingt dem Kontrabass  im Orchester ihrer Wahl die nötige Power verleihen und damit Teil einer starken Bass-Gruppe werden.

Was hält sie von Chamber Music Connects the World? Sie ist begeistert,  da sie hier wahnsinnig viel lernen kann – und das sei ihr wichtiger als alles andere. Sie möchte lernen von Persönlichkeiten wie András Schiff, dessen Spiel sie bewundert.  Da sie seit September 2008 Stipendiatin der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker ist, kommt sie selbst sehr viel herum mit den Berliner Philharmonikern. Die vielen Auftritte haben sie durch ganz Europa gebracht (inkl. Salzburg).

So kam es,  dass sie über die Orchesterakademie schon viele große Dirigenten erleben konnte. Gemeinsames Musizieren mit Daniel Barenboim und Sir Simon Rattle haben sie auf musikalische Höhen geführt und das Schwärmen für die Berliner Bass-Gruppe war fast zwangsläufig die Folge ( „Sie sind die Besten der Welt“). Und sie fügt noch diesen Gedanken an: Ihr sei völlig klar, das sie als Solistin mit einem Kontrabass keine Chance hat und so ist ihr Weg im Grunde vorgezeichnet. Ihr Traum ist es, einmal als Bassist bei den Berliner Philharmonkern zu spielen. Bereits während ihrer anstehenden Londoner Studienjahre ( ab September 2010 an der Guildhall Scholl of Music and Dance) bei Professor Rinat Ibragimov (Vater von Alina Ibragimova, die Junge Solistin des Kronberg Academy Masters ist) werde sie sich parallel nach Anstellungsmöglichkeiten in Deutschland umschauen. Aber in den nächsten Tagen bis zum 19. Mai  taucht sie hier in Kronberg tief in die Welten der Kammermusik ein, um das maximale an Lernerfahrungen für sich herauszuholen.

Zum Schluss unseres Gesprächs erfahre ich noch von ihrer derzeitigen Annäherung an das Bass-Spiel im Jazz. Das gibt mir die Möglichkeit, ihr von der überragenden Spielkunst eines aufgehenden Bass-Sterns am Jazzhimmel zu erzählen – für den sie sich von nun an auch interessieren wolle. Die Rede ist von Avishai Cohen, ein Name, der ihr bereits bekannt war. Seine komplexe Musik wird ihr gefallen, denke ich. Eine CD-Kopie ist schon in Arbeit für Sophie. Auf das Ihre Bass-Welt weiter wachsen möge.

Michael Heinz

Interview – Alina Ibragimova

Mittwoch, 21. April 2010

Eine der drei Seniors bei „Mit Musik – Miteinander“ (MMM) vor 10 Tagen war Alina Ibragimova.

Die 1985 in Russland geborene Geigerin, stets gut gelaunt und mit strahlendem Lachen unterwegs, willigte spontan zu einem kurzen Interview am Sonntag, den 11. April 2010 im Kronberger Maler-Museum ein. Gelesen hatte ich viel über die junge Solistin, u.a .von ihren drei letzten CD-Produktionen für Hyperion Records ( 2008 und 2009) und ihren Auftritten in Salzburg, Verbier und Salle Pleyel Paris . Ihre Ausbildung an der Yehudi  Menuhin School unter Natasha Boyarskaya und ihre Auftritte im Bolschoi-Theater und in London sind nicht minder berichtenswert, insbesondere auch Ihr Auftreten gemeinsam mit Yehudi Menuhin kurz vor dessen Tod im Jahre 1998 ( sie war damals erst dreizehn alt). Und natürlich ihr zweimaliges Erscheinen als Junior bei „Chamber Music Connects the World“ ( CMCW), 2004 und 2008.

Seit Oktober 2008 studiert Alina nun an der Kronberg Academy und nimmt an den Kronberg Academy Further Master Studies teil. Alina lebt und arbeitet in Berlin und London.

Wen überrascht es:  Ich war mehr als beeindruckt von ihrer Vita. Nun wollte ich in diesem sonntäglichen Interview von ihr erfahren, wie sie unsere beiden Kammermusik-Reihen MMM und CMCW sieht, aber auch, welche Bedeutung diese für sie persönlich hätten und welche Rolle die Musik insgesamt in Ihrem Leben spielt ( das Interview wurde auf Englisch durchgeführt, nachfolgend eine Zusammenfassung auf deutsch mit einigen wörtlichen englischen Zitaten).

Michael Heinz: Welche Bedeutung hat ihre Teilnahme an Chamber Music Connects the World im Jahre 2004 und 2008 für Sie gehabt?

Alina Ibragimova: Das waren jeweils 11 großartige Tage, die ich einfach nicht missen möchte. Das war fällig in meiner damaligen persönlichen Entwicklung in jenen Jahren, die Teilnahme hat mich bereichert ( an einer Stelle des Interviews sagt sie. „I needed this“).

MH: Was war besonders hervorhebenswert als Erfahrung?
AI: Ganz besonders hervorhebenswert war es für mich , mit den Herausforderungen des Spielens als zweite Geigerin zu agieren , das war absolut neu. Und ich musste mich entsprechend umstellen. Das war keineswegs einfach – eben eine echte Herausforderung!

MH: Was ist aus ihrer persönlichen Sicht das das Besondere an der Kammermusik im Zusammenhang mit unserem Projekt „Mit Musik Miteinander“?

AI: Ich möchte den Juniors vermitteln, wie wichtig das Hören ist! Dabei geht es mir nicht um technischen Anweisungen und Hinweise – vielmehr möchte ich die jüngeren Musiker auf die Besonderheiten des Zusammenspiels einstimmen  – „How to listen“ – das ist so wichtig…..! Zitat: „Learning to becoming very flexible and knowing how to react to the other players while they lead, these are key capabilities and skills when performing chamber music.”

MH: Wer hat Sie als Lehrer stark geprägt?

AI: Peter Norris (Lehrer an der Yehudi Menuhin School in London) hatte sehr großen Einfluss auf meine Musikalität und mein Spiel. Ich war damals so 16-17 Jahre alt, er war wirklich sehr einflussreich für mich und besonders habe ich von ihm die Bedeutung des aufmerksamen Zuhörens mitbekommen. Und zwar ist das dann ganz besonders wichtig, wenn man mit anderen Musikern in Kammermusik-Ensembles zusammen spielt. Hier muss man einfach auf die anderen Stimmen aufpassen und sehr sehr flexibel sein. Und man spricht viel miteinander. Deswegen war ich auch für MMM und CMCW gewissermaßen dankbar – ich konnte so noch mehr hinzulernen  – von den ganz Großen. Eine sehr wertvolle Sache.

MH: Welche Platten habe Dich in Deiner Kindheit fasziniert, was hast Du sehr früh schon gehört?

AI: Ja, eine ganze Menge eigentlich – meine Eltern ( ihr Vater ist Kontrabassist bei den Londoner Symphonikern und ihre Mutter ist Violin-Lehrerin and der Menuhin School, wo sie später selbst anheuerte!) hatten sehr viele Platten und Tonbänder zuhause. Meine ersten Platten, die ich bewusst und mit Freude gehört habe, waren: Die Zauberflöte, die Matthäus-Passion, Yehudi Menuhins Violin-Konzerte von Beethoven und Schuberts Sonate a-Moll Arpeggione.

MH: Welche Rolle spielt die Musik in Deinem Leben..?

AI: Ich habe bereits im Alter von 4 meine erste Violine bekommen, von da an wurde das tägliche Spielen normal für mich – ich bin einfach dann damit groß geworden.

( Zitat: „Playing music, day in day out, it´s just a way of life – like eating, it´s very physical.
I have to do it, even when I am not performing on stage or are engaged musically otherwise.
I need to rehearse, at least 2-3 hours a day”).

MH: Wer sind einige Deiner musikalischen Vorbilder?

AI: Nun einige von diesen Musikern, die einen starken Einfluss auf mich hatten,

waren und sind Davd Oistrach, Jascha Heifetz und natürlich Yehudi Menuhin – wahrlich ganz große Virtuosen. Ja, die haben mich geprägt und inspiriert!

MH: Gibt es Unterschiede zwischen dem deutschen und dem britischen Publikum?

AI: Unterschiede zwischen dem britischen und deutschen Publikum gibt es einige: das deutsche Publikum ist offener, und  selbst in kleineren Orten gibt es immer gefüllte Häuser – in England ist dies im Grunde nur in der Hauptstadt London der Fall.

MH:
Lesen Sie Kritiken?
AI: Ja, ich lese die Kritiken. Allerdings nehme ich diese nicht so sehr ernst. Mit negativen Kritiken und Kommentaren komme ich gut klar. Ich weiß, dass zwei Journalisten in England beispielsweise sehr oft ein wenig negativ berichten, aber das tangiert mich nicht so sehr.

MH: Was bedeutet Dir Kronberg?

AI: Nun, Kronberg ist ein sehr wichtiger Ort für mich geworden. Ich habe zweimal an CMCW teilgenommen, jetzt bin ich bei MMM mit dabei und schließlich studiere ich nun an der Kronberg Academy. Das alles macht es zusammen mit meinen bisherigen Erfahrungen zu einem wirklich wichtigen Ort in meinem Leben.

MH: Was hast Du für Träume und Wünsche? (hier kann man Alina von ihrer sehr unprätentiösen Art erleben)

AI: “I have no special wishes or dreams. I just want to keep on playing music, being together with other nice people and my friends, and, just keep on learning!

MH: Vielen Dank,  Alina für dieses Interview zwischen den Proben.

Michael Heinz

Mit Musik Miteinander – Klangräume im Malermuseum

Dienstag, 13. April 2010

Die kleine Schwester-Veranstaltung von Chamber Music Connects the World nämlich “Mit Musik – Miteinander” ging am Sonntag Nachmittag hier in Kronberg zu Ende. Es war die 16. Auflage dieser Veranstaltung.

Die Eingangspforte zu MMM

Während draußen Windböen und dunkle Wolken das Wetter auf einen neuen Nullpunkt trieben und der April sich von seiner klassischen Seite zeigte, war an drei Tagen das Kronberger Malermuseum Schauplatz geselligen, inspirierten Musizierens. Es war  intim und hautnah. Die jungen Musiker mussten Ihre musikalische Potenz demonstrieren und in zuvor ungeprobten Konstellationen mit neuen Mitspielern Musikwerke erarbeiten – und dabei so manche Herausforderung spieltechnisch und interpretatorisch bestehen. Für letzteres sorgten die schon sehr erfahrenen, aber noch jungen und sympathischen Seniors Alina Ibragimova, Itamar Ringel und der lebhafte Nicolas Altstaedt.

Acht junge Musiker ( alle unter 20 Jahre), ausgewählt aus über dreißig Bewerbungen, waren nach Kronberg gekommen, um mit den drei zuvor genanten Seniors zusammen Kammermusik zu proben und eine intensive Atmosphäre des Lernens zu ermöglichen. Diverse Werke wurden einstudiert und erarbeitet. Alle drei Seniors (bereits alle Junior-Teilnehmer bei Chamber Music Connects the World in 2004- 2008) waren nun in der Rolle von Lehrern und erfüllten diese Aufgabe spürbar mit viel Engagement und Begeisterung. Start war am Freitag Nachmittag – und alle 8 Teilnehmer stiegen sofort in das Geschehen ein. Im Nebenraum war unser Akustiker Herr Lachmann dabei, die audiotechnischen Voraussetzungen für eine Audio-Aufnahme zu schaffen. Alle Teilnehmer werden ein Zertifikat und eine CD mit der Aufnahme der Schlussveranstaltung im Laufe der nächsten Wochen erhalten.

Der musikalische Ausklang am Sonntag Nachmittag krönte auf gelungene Weise die Stunden der Probenarbeit. Nicolas Altstaedt hatte zuvor eine kleine Einleitung gegeben, bevor es mit den insgesamt acht Stücken von Haydn, Mozart, Schumann, Schubert und Beethoven losging. Nicolas betonte die wichtige Rolle der Seniors bei der Weitergabe des Wissens an die jüngeren Musiker. Der hätten sich die drei Seniors gerne gestellt und selbst reichlich neue Erfahrungen sammeln können.

Den Zuhörern hatte der musikalischen Schlussbeitrag offenbar sehr gefallen - lang anhaltender, wohlwollender Beifall bezeugte dies nachdrücklich.

Dank der Crespo Foundation, die beide Projekte langfristig unterstützt, repräsentiert MMM einen weiteren Baustein in der Förderung sehr junger Musiker. Neue Freundschaften, musikalische Dialoge und ein inspiriertes “aufeinander eingehen” waren Kennzeichen dieses Wochenendes in Kronberg. Mehr als zufriedene Gesichter beim Auseinandergehen.

Michael Heinz

Meisterkurs: Ana Chumachenco und Ihre trefflichen Meisterschüler

Freitag, 19. März 2010


Kronberg, im März 2010:

An einem der ersten Tage ohne Schnee in Kronberg waren sie alle versammelt: 7 Junge Solisten waren zusammengekommen, um Ana Chumachencos Meisterkurs beizuwohnen. Endlich hatte ich mal Gelegenheit, so viele junge Musiker unseres Studienganges „Kronberg Academy Masters/ Further Master Studies“ geballt an einem Platz zu erleben. Keine Übertreibung: das war ein angenehmes, familiäres Zusammentreffen von Alt und Jung, und was mir so mancher Junge  Solist nachher erzählte:  man kennt sich größtenteils untereinander. Aber der Reihe nach….

Wer war dabei….?

Peijun Xu, Benedict Klöckner, Yumiko Urabe, Alicja Smietana, Alina Ibragimova, Eri Sugita, Sasha Sitkovetsky, Soojin Han, Vilde Frang, der Berliner Gabriel Schwabe und schließlich David Gueran.

Während der Vormittag alleine dem Einzelunterricht gewidmet war, war nach dem gemeinsamen Mittagessen zunächst Kammermusik „vom Blatt“ angesagt und es durften nun auch einige Zuhörer des Academy Teams mit dabei sein. Absolut spannend dachte ich und ließ mich auf knappe 3 Stunden intensiven Musik-Hörens ein.

Direkt neben dem aufmerksamen Stephen Potts sitzend, dem Leiter des Academy-Master Studienganges,  versuchte ich , sowohl den Klängen der Musik zu folgen, als auch ein Gefühl für die Anstrengungen und Konzentration der jungen Musiker mit aufzunehmen. Den Auftakt machte das lebhafte und zugleich rasante Oktett von Felix Mendelssohn-Bartholdy – ein absolut begeisterndes Stück! Im Halbkreis sitzend, Frau Chumachenco als 4. Geige im Zentrum, musizierten alle mit viel Schwung und Klasse. Sasha Sitkovetsky, der mir zuvor stolz von seinen frühen Begegnungen mit Yehudi Menuhin berichtet hatte, hatte als erster Geiger die Führungsrolle inne – glänzend – so meine subjektive Empfindung.

Dann, nach einer kurzen Pause, stand Alina Ibragimova allein im Zentrum der Aufmerksamkeit: Sie intonierte die Sonate Nr. 2 Op. 94 von Prokofiev mit großer Inbrunst. Die begeisterten Kommentare Ana Chumachencos und der anderen Meisterkurs-Teilnehmer über ihr Spiel ließ die junge Russin, die in Großbritannien lebt, mit sichtlicher Freude und gut gelaunt über sich ergehen. Einer Katze gleich, lautlos und gewandt aus der Bodenperspektive fotografierend, war auch unser Fotograf Andreas Malkmus mit von der Partie, um diese Momente gewissermaßen für das Familien-Album  festzuhalten. Den Schlussakkord seiner Arbeit bildete ein wirklich schönes, familiäres  Gruppenfoto der jungen Musiker mit Frau Chumachenco –

dieses und weitere „atmosphärische“ Momentaufnahmen eines besonderen Meisterkurs-Tages  in der Kronberger Streitkirche können nun alle Fans und Freunde auf unserer Kronberg Academy Flickr- Seite bestaunen.

Michael Heinz

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Alina Ibragimova

Freitag, 3. Juli 2009

Die 1985 geborene Geigerin Alina Ibragimova (England) nimmt als Junge Solistin an den Further Master Studies des Alina Ibragimova Kronberg Academy Masters teil.

Alina Ibragimova kam 2004 durch Chamber Music Connects the World zur Kronberg Academy und ist seitdem mehrfach gemeinsam mit Gidon Kremer aufgetreten. 2009 erschien bereits ihre dritte CD bei Hyperion Records (mit Werken von Karol Szymanowski), und sie wurde gerade mit dem Young British Performer Classical Award ausgezeichnet. In Kronberg studiert sie bei Christian Tetzlaff. (Stipendium von der Gidon Kremer Stiftung)

Sie zeigt ihr Können am Sonntag, dem 5. Juli um 18 Uhr im Sitzungssal des Rathauses und wird von Yumiko Urabe am Klavier begleitet. Auf dem Programm steht:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Chaconne aus der Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinsonate Nr. 4 a-Moll op. 23
1. Presto
2. Andante scherzoso, piu Allegretto
3. Allegro molto

Maurice Ravel (1875–1937)
Tzigane

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Alina persönlich?) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Violin Masterclasses ¦ Drei junge Solisten

Donnerstag, 12. Februar 2009

Vilde Frang und Alina Ibragimova haben wir kennen gelernt, als sie 2004 bzw. 2006 als „Juniors” bei „Chamber Music Connects the World” waren – da waren sie beide noch keine 20 Jahre alt. Alexander Sitkovetsky ist erst im vergangenen Jahr zur Kronberg Academy gekommen – als Kommilitone von Vilde und Alina, als junger Solist des Kronberg Academy Masters.

Nun werden die drei während der Geigen-Meisterkurse am 28. April ein gemeinsames Konzert in der Johanniskirche geben. Da sie alle an der Kronberg Academy studieren, scheint das keine große Sache zu sein … Ist es aber doch!

Alina Ibragimova und Alexander Sitkovetsky aus England und Vilde Frang aus Oslo gehören nämlich zu den jungen Geigern, die gerade als junge Nachwuchskünstler in Konzerthäusern und bei Festivals von sich Reden machen: Vilde Frang, die Ende letzten Jahres mit Anne-Sophie Mutter auf Tournee war, ist gerade eben erst mit dem Norwegischen Solistenpreis 2009 ausgezeichnet worden. Alina Ibragimova wurde von Gidon Kremer beim gemeinsamen Musizieren in Kronberg als Kammermusikpartnerin entdeckt und tritt unter anderem regelmäßig in der Londoner Wigmore Hall auf, wo sie demnächst alle Beethoven-Sonaten aufführen wird. Und Alexander Sitkovetsky hat gerade eine CD mit der Academy of St. Martin in the Fields mit Bachs Doppelkonzert d-Moll aufgenommen – als Partner von Julia Fischer.

Da denke ich, was ich so oft bei unseren Kronberger Veranstaltungen denke: Das sind drei so besondere junge Künstler, das werden sicher einmal drei prominente Namen in der Musikwelt sein – und wir dürfen eine Zeit lang dabei sein und mitbekommen, wie sie wachsen.

Und nun brauche ich nicht einmal drei, sondern nur eine Konzertkarte, um sie alle drei zu hören, an einem Abend in der Johanniskirche … das ist doch eigentlich fantastisch! – Ohne Frage.

Oda Cramer von Laue

Immer im Januar: Bach

Donnerstag, 29. Januar 2009

Wer die Aufnahme in den Studiengang Kronberg Academy Masters schafft, dessen Karriere als Solist oder Solistin auf internationalen Bühnen hat in der Regel längst begonnen. Das ist der Grund, warum wir lieber von den „jungen Solisten” als von „Studenten” des Kronberg Academy Masters sprechen.

Alina Ibragimova

Alina Ibragimova

Wie gesagt, unsere jungen Solisten des Kronberg Academy Masters sind alle schon aktive Künstler und in der ganzen Welt unterwegs. Wir möchten sie aber regelmäßig auch hier bei uns, in Kronberg und Umgebung, in Konzerten vorstellen, ihnen Gelegenheiten bieten aufzutreten und selbst in den Genuss kommen, sie zu hören!

Seit diesem Jahr geschieht dies auch im Rahmen einer neuen, ganz besonderen Konzertreihe, die die Kronberg Academy gemeinsam mit dem Förderverein Kirchenmusik der Evangelischen Immanuel-Gemeinde in Königstein im Taunus aus der Taufe gehoben hat.

Immer im Januar wird ein junger Solist oder eine junge Solistin des Kronberg Academy Masters auftreten und in der Immanuelkirche eine Solosonate oder -partita für Violine oder eine Solosuite für Cello von J. S. Bach spielen – zwei Werke in jedem Konzert. So werden dann in sechs Jahren alle Solosonaten, Solosuiten und Partiten in der Immanuelkirche erklungen sein.

Das erste dieser Konzerte konnten wir am Sonntag (25. Januar) mit Alina Ibragimova erleben. Alina lernten wir 2004 als „Junior” von Chamber Music Connects the World kennen, 2008 kam sie als „Ehemalige” wieder, und nun studiert sie bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy.

Bei dem Konzert am Sonntag spielte sie Bachs Solosonaten Nr. II (a-Moll BWV 1003) und III (C-Dur BWV 1005). Es war ein ganz besonderes Erlebnis, diese unbeschreibliche Musik im intimen Raum der kleinen, schönen, am Aufgang zur Königsteiner Burg fast versteckt gelegenen Immanuelkirche zu hören. Auch die von Pfarrerin Stoodt-Neuschäfer vorgetragene Meditation – ein Text von Yehudi Menuhin über die Solosonaten von Bach – trug dazu bei, dass man dieses Konzert wie eine Andacht erlebte, dass man es wie ein Geschenk einfach nur dankbar annehmen und genießen konnte, um dieses Gefühl mit in die neue Woche und in das neue Jahr zu nehmen.

Oda Cramer von Laue


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