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Masters in Performance – Junge Solisten begeistern Kronberger Musikfreunde

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kronberg bot am vergangenen Wochenende Musikfreunden ein prall gefülltes Konzertrogramm mit diversen Auftritten an mehreren Spielorten. Während die Jungen Solisten des Studienganges “Kronberg Academy Masters” vom Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag musizierten, trat parallel Gidon Kremer drei mal mit Musikern  der Kremerata Baltica im Opel-Zoo auf. Das Konzert stand unter dem Motto “Tierharmonisches Konzert” (hierzu folgt ein separater Beitrag).

Pünktlich um 18.00 Uhr am Freitag  dem 18. Juni begannen die “Masters in Performance”-Auftritte der Jungen Solisten im Kronberger Maler-Museum. Das Besondere der “Masters in Performance” Reihe besteht darin, dem Publikum konzentriert hochtalentierte junge Musiker zu präsentieren, für die diese Konzerte zugleich den Abschluss des Studienjahres an der Kronberg Academy bilden. Zuhörer hatten überdies die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Konzerte zu besuchen. Ein einmaliges Angebot somit für Musik-Interessierte in und um Kronberg. Man konnte so auf  höchstem Niveau spielende junge Kammermusiker erleben, die bereits schon in namhaften Häusern als Solisten Konzerte geben.  Die elf Musiker (Valeriy Sokolov mußte in letzter Minute absagen) repräsentierten mit Ihrer Werkauswahl ein aussergewöhnlich reichhaltiges Programm, in dem auch von einigen Solisten gezielt Kompositionen ihrer fernöstlichen Heimat einbezogen wurden.

Den Anfang mit 2 Konzerten machten Benedict Klöckner und Peijun Xu, die zugleich ihr Examens-Abschlusskonzert gab.  Peijun Xu wurde von Evgenia Rubinova begleitet während Benedict Klöckner zusammen mit Anna Naretto spielte.  Am Samstag, dem 19. Juni folgten dann 5 weitere Solisten aus dem genannten Studien-Programm der Kronberg Academy.

Dai Miyata aus Japan sorgte für den Auftakt am Samstag.  Dai spielte Werke von Beethoven, Toshiro Mayuzumi ( ein sog. Bunraku für Cello Solo) sowie von Manuel de Falla.

Soojin Han (Violine), die aus London angereist war, gab in Begeleitung ihrer Pianistin Yumiko Urabe ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Brahms, des koreanischen Komponisten Isang Yun (“Kontrast 1″ ) und von Camille Saint-Saens. Nicht minder hinreißend waren dann die Auftritte von Gabriel Schwabe (Cello),  Eri Sugita Viola) und der aus Berlin angereisten Geigerin Alina Ibragimova.

Der dritte Konzerttag begann am am Sonntagvormittag. Alicja Smietana und Yumiko Urabe am Klavier ließen Werke der polnischen Komponisten  Lutoslawski und Szymanowski erklingen.  Vilde Frang eröffnete die Nachmittags-Konzerte mit einem äußerst anspruchsvollen Werk für Solo Violine von Bela Bartok.Die Zuhörer quittierten ihren Auftritt  mit begeistertem Applaus.  Es folgte Andreas Brantelid (Cello) begleitet von Anna Naretto, die Werke von Beethoven, Lindgren und Robert Schumann zum Klingen brachten.

Für den krönenden Abschluss sorgte der Auftritt von Alexander Sitkovetsky, der von seiner Mutter Olga Sitkovetsky am Klavier begleitet wurde. Saschas Darbietungen enthielten Stücke von Mozart, Grieg und das Werk “Tzigane” von Maurice Ravel. Nach seiner fulminanten Zugabe des Stückes “Czardas” von Vittorio Monti war der die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Räumlichkeit klatschten emphatisch Beifall und feierten Mutter und Sohn.

Stephen Potts, Leiter des Studienprogramms “Kronberg Academy Master”, war sichtlich zufrieden mit der musikalischen Qualität und vor allem auch mit der  Resonanz bei den Zuhörern.  Ein Fortsetzung dieser Reihe im kommenden Jahr wird sich so mancher Besucher im Stillen schon jetzt gewünscht haben. Vergessen waren für Stunden die Aufregungen rund um die Fußball-WM, denn die Jungen Solisten hatten es vermocht,  die Aufmerksamkeit auf Werke der Kammermusik und fernöstliche Klangwelten zu lenken.

Die jüngste Zuhörerin war die kleine Amelie Haumer, 6 Jahre jung. Sie und Ihre Mutter hatten viel Freude an den Konzerten. Die kleine Amelie, so erfuhr ich, spielt seit ihrem 4. Lebensjahr Klavier und übt derzeit sehr fleißig den “Frühling” von Vivaldi. Mutter und Tochter schienen äußerst angetan von den Darbietungen der Jungen Solisten und so mancher Besucher war angetan von der Art und Weise, wie die junge Zuhörerin die Musik auf sich wirken ließ.

Michael Heinz

Congrats to Andreas

Dienstag, 1. September 2009

Andreas Brantelid M.Mus (Kronberg Academy Master) has been awarded Crown Prince Frederik and Crown Princess Mary of Denmark’s Cultural Prize. The Crown Prince and Princess made it known that the prize goes to one of the greatest and most promising stars in Danish music life. A high honour indeed!

Stephan Potts

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Andreas Brantelid

Montag, 29. Juni 2009

Am kommenden Wochenende findet erstmalig unsere Konzertreihe Masters in Performance statt. Grund für uns, Ihnen vorab die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters, die am Samstag und Sonntag ihr Können dem Publikum vorführen, vorzustellen.

Es sind alles ganz fantastische junge Künstler – jeder für sich wäre schon eine weite Reise zu einem Konzert wert …!

Andreas Brantelid Den Anfang der Vorstellungsrunde macht der Cellist Andreas Brantelid (Dänemark/Schweden), 1987 geboren, der an den Further Masters Studies teilnimmt.

Andreas Brantelid hat 2008 an Chamber Music Connects the World teilgenommen und war der erste Junge Solist des Kronberg Academy Master, der mit einem Master of Music (M.Mus) abgeschlossen hat. Sein Examenskonzert im letzten Sommer in der Kronberger Stadthalle haben wir noch gut in Erinnerung. Der Gewinner der International Paulo Cello Competition 2007, dessen Debut-CD 2008 bei EMI Classics erschienen ist, nimmt seit Oktober 2008 an den Kronberg Academy Further Masters Studies teil und setzt seine Studien nun bei Frans Helmerson fort. (Stipendium von der Rostropovich Cello Foundation)

Andreas Brantelid tritt am Samstag, dem 4. Juli um 11 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – sein Konzert ist das Erste von fünfen an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm steht:

Frédéric Chopin (1810–1849)
Cellosonate g-Moll op. 65
1. Allegro moderato
2. Scherzo: Allegro con brio
3. Largo
4. Finale: Allegro

Max Bruch (1838–1920)
Kol Nidrei op. 47

Peter Tchaikovsky (1840–1893)
Pezzo Capriccioso op. 62

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Andreas persönlich?) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue