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Erinnerungen an Bernard Greenhouse

Mittwoch, 18. Mai 2011

Die Mitarbeiter der Kronberg Academy trauern um den großen Cellisten Bernard Greenhouse. Er verstarb am 13. Mai in seinem Haus in Wellfleet auf der Halbinsel Cape Cod.

Greenhouse, der zu den Mitbegründern des großartigen Kammermusikensembles Beaux Arts Trio zählte, war ein gern gesehener Gast in der Burgstadt. Viele Male weilte er in Kronberg und war bei unseren Cello Meisterklassen ein begehrter Cello-Lehrer, zuletzt 2008. Obgleich schon gesundheitlich angeschlagen, nahm er die Strapazen der langen Flugreise auf sich, um auch bei den Feierlichkeiten zum Tode von Mstislav Rostropovich im Oktober 2007 teilzunehmen. Mancher Kronberger wird es noch vor Augen haben: im Kronberger Schulgarten wurde feierlich die Rostropovich-Büste enthüllt und bei der anschließenden Feier in der Johanniskirche würdigte Greenhouse in einer emotionalen Ansprache den großen Russen. Viele, die ihn live in unserer Stadt erleben konnten, werden sich an seine enorme menschliche Ausstrahlung und Wärme erinnern.

Welche Erinnerungen haben Kollegen aus unserem Team? Hier zwei Beispiele:

Gabriela Denicke, verantwortlich in der Academy für Sponsoring und Partner, hatte von Anfang die Aufgabe übernommen, Bernard Greenhouse bei seinen Aufenthalten in Kronberg zu betreuen. Sie hat über die Jahre, wie sie selbst sagt, eine Freundschaft mit dem großen Cellisten entwickeln können. Hier ihre Gedanken und Erinnerungen:

„Was mir besonders im Gedächtnis haften blieb ist dies: „Make it simple!. Das sagte er stets den jungen Leuten. Und auch: you have to say something through your music! Damit meinte er, es geht beim Spielen nicht darum, wie wirke ich, oder spiele ich die Noten richtig, oder etwas anderes ich-bezogenes, sondern vielmehr wenn Du dem Publikum nicht etwas mitteilen möchtest mit Deinem Spiel, dann lass es. Er blieb so lange jung, vor allem young at heart – durch die Jugend! Die Begegnung mit der Jugend, mit dem Cello- bzw. Musik-Nachwuchs, das war sein Lebenselexir!“.

Und sie fährt fort: „Ich erinnere mich noch vor Jahren, als ich ihn nach dem langen Flug abholte am Frankfurter Flughafen, da saß nun dieser berühmte ältere Herr auf einer Bank, ruhte sich aus nach den Anstrengungen des Fluges. Und ich fragte mich dann, wie mag er nur die vor ihm liegende anstrengende Meisterkurs-Woche überstehen. Und dann kam der erste Kurs und er wuchs an Statur und Energie. Es war unglaublich, er war die ganze Woche über so jung. Er hatte Stil und es war für ihn selbstverständlich, dass er während der Meisterkurs-Woche zu jedem Konzert seiner Kollegen, wie er die anderen Cellisten immer nannte, ging, auch wenn er nach einem anstrengenden Tag müde war. Das gehörte sich einfach. Er hatte einen feinen Humor, er lachte gern, er war warmherzig und großzügig, er hatte aber auch einen ausgeprägten Sinn für geschäftliche Belange”. So weit unsere Kollegin Gabriela Denicke.

Oda Cramer von Laue, verantwortlich für Kommunikation bei uns, fasst ihre Eindrücke so zusammen: „Bernard Greenhouse kam mir immer fast ein wenig „british“ vor – er war einfach der „Grandseigneur“ unter den Cellisten. Sehr offen und menschlich. Sowohl wenn es um Musik, als auch wenn es um andere „weltliche“ Themen ging, kam er immer klar „auf den Punkt“. Ohne dass man interpretieren, raten oder irgendwie zwischen den Zeilen lesen musste, was er meinte“.

Der Autor dieser Zeilen erinnert sich gerne an eine Cello-Meisterklasse 2008 in der Stadthalle Kronberg, als Bernard Greenhouse mit großer Ruhe und Gelassenheit einem 20-jährigen jungen Mann beibrachte, dass das ständige Vibrato keinerlei Anzeichen von Musikalität waren sondern eher ein unbedingt abzugewöhnndes ständiges Zittern der linken Griffhand.  Humor und Wohlwollen sorgten bei dem Schüler für stetige, kleine Fortschritte in jener Stunde.

Bernard Greenhouse hielt in den letzten Lebensjahren viele Meisterkurse in den USA, Kanada und Europa. Und Kronberg im Taunus hat dabei eine durchaus bemerkenswerte Rolle in seinen letzten Lebensjahren gespielt – darauf sind wir alle hier sehr stolz! Die Mitarbeiter der Kronberg Academy werden ihn sehr vermissen.

Michael Heinz

Zeit zum Erinnern – Grand Prix Emanuel Feuermann

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Emanuel Feuermann:  Cellist aus Leidenschaft

Die Musik-Welt gedenkt Ende November des Musikers und Weltbürgers Emanuel Feuermann, dem so früh verstorbenen Ausnahme-Cellisten, dessen Karriere kurz vor  seinem 40. Lebensjahr im Mai 1942 jäh beendet wurde. Er starb an den Folgen einer Operation.

Die musikalische Welt verlor damals einen außergewöhnlichen Künstler, dessen überragende Meisterschaft in der virtuosen Handhabung des Cellos bestand. Bereits zu Lebzeiten ein gefeierter Solo-Cellist, gastierte er ausgiebig in USA und Europa und hinterließ überall begeisterte Zuhörer. Am 22. November nun jährt sich sein Todestag zum 68. Male.

Zu seinem Gedenken wird zum dritten Mal der Grand Prix Emanuel Feuermann durchgeführt. Die Kronberg Academy hat die ursprünglich von Boris Pergamenschikow entwickelte Idee eines Wettbewerbs zu seinen Ehren aufgegriffen und in Kooperation mit der Universität der Künste in Berlin daraus einen nunmehr fest etablierten international renommierten Wettbewerb für junge Nachwuchs-Cellisten entwickelt. Erstmals wurde der Wettbewerb im Jahre 2002 durchgeführt, im Jahre 2006 gab es die zweite Auflage und nun in wenigen Wochen wird zum dritte Male der Wettbewerb im Berliner Kammermusik-Saal der Philharmonie gestartet.

Nach wie vor ist das Wissen über den großen Cellisten Feuermann und die Kenntnis der wenigen vorliegenden Biografien recht dünn gesät und bis zum heutigen Tag ist der Bekanntheitsgrad dieses aus Ost-Europa stammenden Musikers immer noch unbefriedigend. Aber alle Kenner der Musik sind sich einig, dass er in einem Atemzuge mit den anderen großen Instrumentalisten des 20. Jahrhunderts zu nennen ist, wie etwa  Arthur Rubinstein, Jascha Heifetz,  Nathan Milstein, Pablo Casals oder auch David Oistrach, Gregor Piatigorsky und Mischa Elman.

In einer lockeren Folge von 4 Beiträgen möchten wir an die Person und den Musiker Emanuel Feuermann erinnern und einige vielleicht weniger bekannte Aspekte seines Lebens aber auch seine Wirkung auf die nachfolgenden Künstler-Generationen würdigen.

Welche Aspekte wolllen wir näher beleuchten?

Einmal soll es darum gehen, den Lehrer Feuermann zu skizzieren, dann werden weitere Beiträge sich mit seiner Zeit in Berlin, in Amerika und mit seinen besten Aufnahmen auf Schallplatte sowie seinen fulminanten Konzert-Auftritten befassen.

Schließlich sollen im Schlussbeitrag einige Facetten der Persönlichkeit dieses außergewöhnlichen Musikers lebendig werden und einer seiner Schüler zu Wort kommen.

Was wünschen wir uns mit dieser kleinen Serie über den großen Musiker?

Unser Team wünscht sich vor allem interessierte und vielleicht auch begeisterte Leser und lesende Musiker, die sich ermutigt fühlen, mehr über den Menschen und Künstler zu erfahren und von ihm zu lernen und Inspiration zu empfangen. Dann wäre es die Mühe wert gewesen, noch einmal im Hintergrund zu recherchieren und auch das eine  oder andere nicht so Bekannte ans Licht zu fördern. Einen ersten Eindruck vom Wesen dieses Musikers erhält man, wenn man sich das folgende Zitat von ihm vergegenwärtigt. Feuermann, der trotz Ruhm und Jubel zu seinen Lebzeiten keinen Wirbel um seine Person mochte, wollte stets die unglaubliche Ausdrucksvielfalt seines Instruments meistern und den Werken der Komponisten gerecht werden.

Virtuoso should be a title of honor…..the greatest ability, respect for a piece of art and the ability to fit one`s personality to the art work…….I believe that even among the greatest names on the stage, only a few deserve it „
(Emanuel Feuermann, 1942)

Der erste Beitrag erscheint in den nächsten Tagen.

Michael Heinz

Grand Prix Emanuel Feuermann – Die Rote Tasche

Dienstag, 17. August 2010

Spannung und Aufregung pur in Berlin – Auswahl der 12 Finalisten durch 5-köpfige Jury

Die rote Tasche durfte nicht verloren gehen. In ihr befanden sich die Unterlagen für die Jury und die von den Bewerbern eingesendeten DVDs, anhand derer entschieden werden sollte, welche zwölf Cellisten sich im November beim Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin behaupten würden. Am vergangenen Sonntag machten Mareile Zürcher und ich uns auf den Weg in die Hauptstadt, die 1. Runde des Wettbewerbs zu bestreiten (organisatorisch, versteht sich).

Schon bei Betreten des Unterrichtsraumes von Prof. Jens Peter Maintz in der Universität der Künste (UdK) stellte sich heraus, dass wir den idealen Ort gewählt hatten: Sofort fiel der Blick auf das lebensgroße Bild, auf dem Emanuel Feuermann höchstpersönlich abgebildet war, in gewohnt lässiger Pose – Cello im Arm, Zigarette im Mund (den Kritikern und aktiven Nichtrauchern sei gesagt: Die gehört einfach dazu!) und ein schelmisches Lächeln auf den Lippen.

Dank den hilfsbereiten Mitarbeitern der UdK konnten wir alles im Voraus begutachten; der Raum war technisch ausgestattet (u. a. TV-Bildschirm 50’’) und die Technik funktionierte bereits beim ersten Test einwandfrei (drei Kreuze!).

Am nächsten Morgen trafen wir die letzten Vorbereitungen. Für Verpflegung wurde gesorgt, von Obst über Schokolade bis Gummibärchen platzierten wir alles auf den Tischen der Jury. Bei der Koffeinzufuhr behalfen wir uns der vorhandenen (N)Espresso-Maschine von Prof. Maintz – somit waren beste Voraussetzungen geschaffen, dass die Konzentration auch nach dem 14. Anhören von Schumanns „5 Stücke im Volkston“ nicht absackte. Nach und nach trafen die Professoren ein, die Runde setzte sich aus Wolfgang Boettcher, Thomas Demenga, David Geringas, Jens Peter Maintz und Raimund Trenkler zusammen. Herzliche Begrüßungen untereinander und einige einweisende Worte vom Leiter der Academy, und dann wurde es ernst.

15 Minuten lang widmete sich die Jury jedem Kandidaten. Meine Aufgabe hierbei war, die jeweils richtige DVD einzulegen und von einem Stück zum nächsten zu schalten, ggf. zu spulen. Zum Glück hatte ich mir die Zeiten zuvor genau notiert, somit konnte nichts schief gehen. Da ich neben dem Bildschirm saß, hatte ich keinen Blick auf denselben und konnte mich voll und ganz auf den Ton konzentrieren (und derweil die Reaktionen der Jurymitglieder beobachten). Beim einen lauschte man dem gesamten Prélude einer Bach-Suite, beim anderen nur in Teilen, dafür waren bei jenem mehrere Variationen der Reger-Suite interessant usw. Die Professoren schienen die Tücken jedes Stückes genau zu kennen und horchten bei bestimmten Stellen besonders auf. Da wurde hier der Lebenslauf überflogen, dort Notizen aufs Papier gebracht und bei manchen wenigen minutenlang wort- und regungslos zugehört.

Als am Dienstagnachmittag die letzte der 38 DVDs abgespielt worden war, schickten die Professoren sich an eine Entscheidung zu treffen. Das Ergebnis zeigte, dass sich die fünf überraschend einig waren; auf Anhieb wurden elf Kandidaten für die 2. Runde nominiert und auch der zwölfte war nach zwei weiteren Wahlgängen schnell gefunden. (man erlaube mir diese Bemerkung am Rande, dass auch meine Kollegin Mareile und ich, sozusagen intern, mit zehn „Richtigen“ gar nicht so falsch getippt hatten.)

Der Ausklang der drei spannenden Tage in Berlin gestaltete sich gewohnt musikalisch, wie sich das für Musikbegeisterte gehört, mit einem Besuch des Young Euro Classic, einem Festival, in dessen Rahmen Jugendorchester aus ganz Europa in der Hauptstadt auftreten. Nachdem wir mit dem Fahrrad(!) zum Konzerthaus geradelt waren, lauschten wir dem „Baltic Youth Philharmonic“ unter Kristjan Järvi. Mitbegründer des Orchesters ist Thomas Hummel, der selbst einmal, als die Kronberg Academy noch in den Anfängen stand, die ersten Cello-Festivals mitbetreut hatte. Während ich mich von den Klängen Stravinskys „Sacre du Printemps“ mitreißen ließ, schossen mir verschiedenste Gedanken durch den Kopf: In drei Monaten wird in diesem prächtigen Saal das Abschlusskonzert des Grand Prix Emanuel Feuermann stattfinden. Wer wohl die drei Cellisten sein werden, die es in die Finalrunde schaffen? Und wem wohl nach der Finalrunde die Trophäe überreicht wird? Wir dürfen alle gespannt sein!

Beschwingt gönnten wir uns im Anschluss an das Konzert ein Glas Wein auf dem Gendarmenmarkt und machten uns zu später Stunde auf den Rückweg durch das nächtliche Berlin.

Anna-Maria Lange

Cello-Meisterkurse / Die Programm-Broschüre gibt ersten Vorgeschmack

Donnerstag, 22. Juli 2010

Endlich sind sie da, die Programme zu den diesjährigen Cello Meisterkursen und Konzerten 2010.

Soeben vom Drucker gekommen und rasch an die ersten Kollegen im Hause der Receptur verteilt. Mit einer Auflage von 13.000 Stück wollen wir die wichtigsten Informationen zu den Meisterkursen und den sich daran anschließenden öffentlichen Konzerten in die nahe und ferne Welt tragen. Bereits einige Tausend der gefalteten Programmhefte – unsere Flyer – werden derzeit per Post an unsere große Freunde und Förderergemeinschaft versandt. Die andere Hälfte wird nach einem anderen Verteilschlüssel an ausgewählte Interessenten, Journalisten und Musik-Institutionen weitergeleitet. Die logistische Abwicklung der Bekanntmachung und Vermarktung ist ein Kapitel für sich, erfordert gute Planung und natürlich eine gute Adress-Datenbank.

Nun aber zurück zur musikalischen Seite des Flyers. Lernen von den großen Meistern Ihres Faches und gemeinsam mit Ihnen Werke aus dem Bereich Kammermusik aufführen. Darum wird es zwischen dem 20. und 27. September in Kronberg gehen. Aufführungsstätte sind die Johanniskirche im Herzen der pittoresken Altstadt, in unmittelbarer Nähe der Streitkirche wo unser  “Kronberg Academy Masters“ Studiengang beheimatet ist und ferner die Kronberger Stadthalle.

Auf der Titelseite unseres Flyers, der wie immer in Rot und Schwarz gehalten ist, sieht man den jungen ungarischen Cellisten István Várdai bei konzentriertem Spiel. Er ist Sinnbild für die vielen jungen „Meisterschüler“ und Teilnehmer, die nach Kronberg kommen, um gezielte Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Spieltechnik zu erhalten und auch ihr musikalisches Wissen und Verständnis vertiefen möchten.

Insgesamt 5 Konzerte werden zwischen dem 23.9. und 27.9. zur Aufführung gelangen. Die Konzerte haben jeweils ein Motto, und das macht bereits jetzt Appetit auf diese Ereignisse. Das erste Konzert, in dem Frans Helmerson eine wichtige Rolle spielen wird, trägt das Motto: „Cello ganz Chopin“. Das  zweite Konzert soll intensiv berühren, es ist betitelt mit: „Cello expressiv“. Das dritte Konzert erhält eine swingende Note: „Der mit dem Cello tanzt“. Das vierte Konzert erhält das Moto „ Bloß Cello„ und schließlich das fünfte Konzert – zugleich der Abschluss der Meisterkurs-Woche – trägt das Motto „Cello-Aussichten“.

Wenn man den in Leporello-Form erstellten Prospekt aufblättert, dann gerät man sehr schnell ins Schwärmen. Großartige Cellisten und feine Werke der Kammermusik, geschrieben für Cello und zum Teil mit Klavierbegleitung, dominieren das Programm. Chopin, César Franck, Beethoven, Granados, Cassadó, Bach, Dutilleux und Alfredo Piatti sind die Komponisten, auf deren Werke man sich freuen darf.

Wer sind die vier Lehrer?

Vier ausgewiesene Cello-Meister haben der  Kronberg Acaemy ihre Teilnahme zugesagt. Es sind keine Geringeren als diese vier namhaften Musiker, einige von Ihnen seit vielen Jahren der Academy bei vielen Auftritten und Projekten aufs engste verbunden: David Geringas, Frans Helmerson, Gary Hoffman und der deutsche Cellist Jens Peter Maintz, der jüngste in diesem Quartett.

Last but not least: zwei „Einstimmungen“ liefern Hintergrund-Wissen. Dr. Susanne Schaal-Gotthardt erläutert einmal das Konzer Nr. 4 ( Jens Peter Maintz, Cello) und Konzert Nr. 1
(mit David Geringas). Dies ist ein Angebot an all jene Musikfreunde, denen die angekündigten Werke noch nicht so vertraut sind.

Was ist noch erwähnenswert? Ja, alle Cello Meisterkurse  sind öffentlich. Laien und Experten, Cellisten oder Nicht-Cellisten, können sich von der intensiven Arbeit zwischen Lehrern und Schülern mitreißen lassen, lediglich ein kleiner Obolus ist zu entrichten.

Wer kann bei den Meisterkursen eine Bewerbung abgeben? Alle interessierten jungen Cellisten, die nicht älter als 29 Jahre sind. Bewerbungsschluss ist der 23. Juli 2010 – die deadline steht vor der Tür – also Gas geben ist angesagt für ambitionierte junge Cellisten, wo immer sie dies auch lesen mögen.

Der Spätsommer kann kommen. Kronberg, die Welthauptstadt des Cello, erwartet viele Besucher aus nah und fern und hr2 als Medienpartner wird für die audio-technische Aufzeichnung auf höchstem Niveau sorgen.

Michael Heinz

Umfrageergebnis ¦ Die bekanntesten Cellisten

Donnerstag, 3. September 2009

Kürzlich hatten wir gefragt, welche Cellisten Sie kennen – heute präsentieren wir Ihnen das Ergebnis. Von den, von uns vorgestellten, Cellisten sind Pablo Casals, Mstislav Rostropovich und Yo Yo Ma mit je 18 Stimmen die bekanntesten, gefolgt von Mischa Maisky, den 15 Leute kennen. Unseren jungen Solisten und KA-Talker Julian Steckel kennen immerhin 10 Personen.

Vielen Dank fürs Mitmachen!

Grand Prix Emanuel Feuermann

Dienstag, 24. Februar 2009

Eigentlich könnte man denken mit den erstmals stattfindenden Geigen Meisterkursen im Mai dieses Jahres und dem Cello Festival im Oktober hätten die Projektleiter bei uns genug zu tun, doch schon sitzen wir an den Vorbereitungen zu Chamber Music Connects the World im Mai 2010 und zum dritten Grand Prix Emanuel Feuermann im November 2010.

Die beiden öffentlichen Finalrunden des Wettbewerbs werden voraussichtlich in der Zeit vom 16. bis 21. November 2010 in Berlin stattfinden. Der Grand Prix Emanuel Feuermann, findet alle vier Jahre immer im November im Zeitraum um den Geburtstag des großen Cellisten Emanuel Feuermann am 22. November in Berlin statt. Der Wettbewerb wurde 2002 anlässlich Emanuel Feuermanns 100. Geburtstag ins Leben gerufen und wird gemeinsam von der Kronberg Academy und der Universität der Künste organisiert.

2006 durfte ich ihn gleich einen Monat nach meinem Start bei der Kronberg Academy als das erstes Projekt hautnah miterleben und dabei Berliner Musikluft atmen und die Spannung eines Wettbewerbs erstmals hautnah erfahren. Viele der Cellisten sind mir seitdem immer wieder begegnet – einige als junge Solisten des Kronberg Academy Masters.

Nun bereite ich selbst den nächsten Wettbewerb vor – es ist sehr schön und spannend mit den verschieden Partnern in Kontakt zu treten – Philharmonie, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Medienpartnern, Orchestern, Jurymitgliedern (wird noch nicht verraten wer es ist). Manchmal ist es gar nicht so leicht von Kronberg aus alles in Berlin im Blick zu haben, aber dank unseres eingespielten Teams ist es immer wieder möglich, gilt es doch mit den von uns mit organisierten Meisterkursen in Seoul (Korea) noch viel weitere Distanzen zu überwinden!

Mehr Informationen zum Grand Prix Emanuel Feuermann findet man auch auf unserer Website. Ich hoffe, hier schon bald mehr über das Cello Festival in diesem Jahr erzählen zu dürfen, denn wir bekommen im Moment schon sehr viel Anfragen zu mitwirkenden Cellisten, Programmen, Daten, …

Mareile Zürcher