Artikel-Schlagworte: „Chamber Music Connects the World“

Kronberg Academy Team – Mareile Zürcher

Freitag, 14. Mai 2010

Mareile Zürcher, der gute Geist der Kronberg Academy und organisatorisches Supertalent was komplexes Projektmanagement angeht, feiert heute am 14. Mai 2010 ihren neunundzwanzigsten Geburtstag. Viele Team-Mitglieder, Künstler und Musiker – Seniors und Juniors -  waren in der Stadthale Kronberg versammelt, als man ihr Blumen, Süßes und auch ein Ständchen von Gidon Kremer darbieten durfte, um der Freude Ausdruck zu verleihen.

Welch ein Tag für Mareile – gleichwohl mitten im Projekt steckend und viele noch anstehende Herausforderungen bei Chamber Music Connects the World vor sich. Aber wen wunderts, Mareile bleibt  auch hier cool und gut gelaunt.  Der Wonnemonat Mai läßt grüßen.

Während die Proben ab 11.00 also gleich wieder weiterlaufen und das volle Programm von Chamber Music Connects the World für diesen Tag wie immer höchst professionell seinen Lauf nimmt, zelebrieren derweil Mareile und diverse Mitarbeiter(innen) der Kronberg Academy über Mareiles gute Laune und Stimmung.

Eine kurze Foto-Reportage mit freundlicher und spontaner Unterstützung von Hobby-Fotografin Sabine Fritzen erstellt. Bleibt noch anzumerken,  dass auch diese Mini-Reportage  aus dem konstruktiven und spontanen Team-Geist heraus geboren wurde.

Ein Hoch auf Mareile !

Michael Heinz

Interview – Alina Ibragimova

Mittwoch, 21. April 2010

Eine der drei Seniors bei „Mit Musik – Miteinander“ (MMM) vor 10 Tagen war Alina Ibragimova.

Die 1985 in Russland geborene Geigerin, stets gut gelaunt und mit strahlendem Lachen unterwegs, willigte spontan zu einem kurzen Interview am Sonntag, den 11. April 2010 im Kronberger Maler-Museum ein. Gelesen hatte ich viel über die junge Solistin, u.a .von ihren drei letzten CD-Produktionen für Hyperion Records ( 2008 und 2009) und ihren Auftritten in Salzburg, Verbier und Salle Pleyel Paris . Ihre Ausbildung an der Yehudi  Menuhin School unter Natasha Boyarskaya und ihre Auftritte im Bolschoi-Theater und in London sind nicht minder berichtenswert, insbesondere auch Ihr Auftreten gemeinsam mit Yehudi Menuhin kurz vor dessen Tod im Jahre 1998 ( sie war damals erst dreizehn alt). Und natürlich ihr zweimaliges Erscheinen als Junior bei „Chamber Music Connects the World“ ( CMCW), 2004 und 2008.

Seit Oktober 2008 studiert Alina nun an der Kronberg Academy und nimmt an den Kronberg Academy Further Master Studies teil. Alina lebt und arbeitet in Berlin und London.

Wen überrascht es:  Ich war mehr als beeindruckt von ihrer Vita. Nun wollte ich in diesem sonntäglichen Interview von ihr erfahren, wie sie unsere beiden Kammermusik-Reihen MMM und CMCW sieht, aber auch, welche Bedeutung diese für sie persönlich hätten und welche Rolle die Musik insgesamt in Ihrem Leben spielt ( das Interview wurde auf Englisch durchgeführt, nachfolgend eine Zusammenfassung auf deutsch mit einigen wörtlichen englischen Zitaten).

Michael Heinz: Welche Bedeutung hat ihre Teilnahme an Chamber Music Connects the World im Jahre 2004 und 2008 für Sie gehabt?

Alina Ibragimova: Das waren jeweils 11 großartige Tage, die ich einfach nicht missen möchte. Das war fällig in meiner damaligen persönlichen Entwicklung in jenen Jahren, die Teilnahme hat mich bereichert ( an einer Stelle des Interviews sagt sie. „I needed this“).

MH: Was war besonders hervorhebenswert als Erfahrung?
AI: Ganz besonders hervorhebenswert war es für mich , mit den Herausforderungen des Spielens als zweite Geigerin zu agieren , das war absolut neu. Und ich musste mich entsprechend umstellen. Das war keineswegs einfach – eben eine echte Herausforderung!

MH: Was ist aus ihrer persönlichen Sicht das das Besondere an der Kammermusik im Zusammenhang mit unserem Projekt „Mit Musik Miteinander“?

AI: Ich möchte den Juniors vermitteln, wie wichtig das Hören ist! Dabei geht es mir nicht um technischen Anweisungen und Hinweise – vielmehr möchte ich die jüngeren Musiker auf die Besonderheiten des Zusammenspiels einstimmen  – „How to listen“ – das ist so wichtig…..! Zitat: „Learning to becoming very flexible and knowing how to react to the other players while they lead, these are key capabilities and skills when performing chamber music.”

MH: Wer hat Sie als Lehrer stark geprägt?

AI: Peter Norris (Lehrer an der Yehudi Menuhin School in London) hatte sehr großen Einfluss auf meine Musikalität und mein Spiel. Ich war damals so 16-17 Jahre alt, er war wirklich sehr einflussreich für mich und besonders habe ich von ihm die Bedeutung des aufmerksamen Zuhörens mitbekommen. Und zwar ist das dann ganz besonders wichtig, wenn man mit anderen Musikern in Kammermusik-Ensembles zusammen spielt. Hier muss man einfach auf die anderen Stimmen aufpassen und sehr sehr flexibel sein. Und man spricht viel miteinander. Deswegen war ich auch für MMM und CMCW gewissermaßen dankbar – ich konnte so noch mehr hinzulernen  – von den ganz Großen. Eine sehr wertvolle Sache.

MH: Welche Platten habe Dich in Deiner Kindheit fasziniert, was hast Du sehr früh schon gehört?

AI: Ja, eine ganze Menge eigentlich – meine Eltern ( ihr Vater ist Kontrabassist bei den Londoner Symphonikern und ihre Mutter ist Violin-Lehrerin and der Menuhin School, wo sie später selbst anheuerte!) hatten sehr viele Platten und Tonbänder zuhause. Meine ersten Platten, die ich bewusst und mit Freude gehört habe, waren: Die Zauberflöte, die Matthäus-Passion, Yehudi Menuhins Violin-Konzerte von Beethoven und Schuberts Sonate a-Moll Arpeggione.

MH: Welche Rolle spielt die Musik in Deinem Leben..?

AI: Ich habe bereits im Alter von 4 meine erste Violine bekommen, von da an wurde das tägliche Spielen normal für mich – ich bin einfach dann damit groß geworden.

( Zitat: „Playing music, day in day out, it´s just a way of life – like eating, it´s very physical.
I have to do it, even when I am not performing on stage or are engaged musically otherwise.
I need to rehearse, at least 2-3 hours a day”).

MH: Wer sind einige Deiner musikalischen Vorbilder?

AI: Nun einige von diesen Musikern, die einen starken Einfluss auf mich hatten,

waren und sind Davd Oistrach, Jascha Heifetz und natürlich Yehudi Menuhin – wahrlich ganz große Virtuosen. Ja, die haben mich geprägt und inspiriert!

MH: Gibt es Unterschiede zwischen dem deutschen und dem britischen Publikum?

AI: Unterschiede zwischen dem britischen und deutschen Publikum gibt es einige: das deutsche Publikum ist offener, und  selbst in kleineren Orten gibt es immer gefüllte Häuser – in England ist dies im Grunde nur in der Hauptstadt London der Fall.

MH:
Lesen Sie Kritiken?
AI: Ja, ich lese die Kritiken. Allerdings nehme ich diese nicht so sehr ernst. Mit negativen Kritiken und Kommentaren komme ich gut klar. Ich weiß, dass zwei Journalisten in England beispielsweise sehr oft ein wenig negativ berichten, aber das tangiert mich nicht so sehr.

MH: Was bedeutet Dir Kronberg?

AI: Nun, Kronberg ist ein sehr wichtiger Ort für mich geworden. Ich habe zweimal an CMCW teilgenommen, jetzt bin ich bei MMM mit dabei und schließlich studiere ich nun an der Kronberg Academy. Das alles macht es zusammen mit meinen bisherigen Erfahrungen zu einem wirklich wichtigen Ort in meinem Leben.

MH: Was hast Du für Träume und Wünsche? (hier kann man Alina von ihrer sehr unprätentiösen Art erleben)

AI: “I have no special wishes or dreams. I just want to keep on playing music, being together with other nice people and my friends, and, just keep on learning!

MH: Vielen Dank,  Alina für dieses Interview zwischen den Proben.

Michael Heinz

Mit Musik Miteinander – Klangräume im Malermuseum

Dienstag, 13. April 2010

Die kleine Schwester-Veranstaltung von Chamber Music Connects the World nämlich “Mit Musik – Miteinander” ging am Sonntag Nachmittag hier in Kronberg zu Ende. Es war die 16. Auflage dieser Veranstaltung.

Die Eingangspforte zu MMM

Während draußen Windböen und dunkle Wolken das Wetter auf einen neuen Nullpunkt trieben und der April sich von seiner klassischen Seite zeigte, war an drei Tagen das Kronberger Malermuseum Schauplatz geselligen, inspirierten Musizierens. Es war  intim und hautnah. Die jungen Musiker mussten Ihre musikalische Potenz demonstrieren und in zuvor ungeprobten Konstellationen mit neuen Mitspielern Musikwerke erarbeiten – und dabei so manche Herausforderung spieltechnisch und interpretatorisch bestehen. Für letzteres sorgten die schon sehr erfahrenen, aber noch jungen und sympathischen Seniors Alina Ibragimova, Itamar Ringel und der lebhafte Nicolas Altstaedt.

Acht junge Musiker ( alle unter 20 Jahre), ausgewählt aus über dreißig Bewerbungen, waren nach Kronberg gekommen, um mit den drei zuvor genanten Seniors zusammen Kammermusik zu proben und eine intensive Atmosphäre des Lernens zu ermöglichen. Diverse Werke wurden einstudiert und erarbeitet. Alle drei Seniors (bereits alle Junior-Teilnehmer bei Chamber Music Connects the World in 2004- 2008) waren nun in der Rolle von Lehrern und erfüllten diese Aufgabe spürbar mit viel Engagement und Begeisterung. Start war am Freitag Nachmittag – und alle 8 Teilnehmer stiegen sofort in das Geschehen ein. Im Nebenraum war unser Akustiker Herr Lachmann dabei, die audiotechnischen Voraussetzungen für eine Audio-Aufnahme zu schaffen. Alle Teilnehmer werden ein Zertifikat und eine CD mit der Aufnahme der Schlussveranstaltung im Laufe der nächsten Wochen erhalten.

Der musikalische Ausklang am Sonntag Nachmittag krönte auf gelungene Weise die Stunden der Probenarbeit. Nicolas Altstaedt hatte zuvor eine kleine Einleitung gegeben, bevor es mit den insgesamt acht Stücken von Haydn, Mozart, Schumann, Schubert und Beethoven losging. Nicolas betonte die wichtige Rolle der Seniors bei der Weitergabe des Wissens an die jüngeren Musiker. Der hätten sich die drei Seniors gerne gestellt und selbst reichlich neue Erfahrungen sammeln können.

Den Zuhörern hatte der musikalischen Schlussbeitrag offenbar sehr gefallen - lang anhaltender, wohlwollender Beifall bezeugte dies nachdrücklich.

Dank der Crespo Foundation, die beide Projekte langfristig unterstützt, repräsentiert MMM einen weiteren Baustein in der Förderung sehr junger Musiker. Neue Freundschaften, musikalische Dialoge und ein inspiriertes “aufeinander eingehen” waren Kennzeichen dieses Wochenendes in Kronberg. Mehr als zufriedene Gesichter beim Auseinandergehen.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World / Wie alles begann

Donnerstag, 1. April 2010

Dies ist der Auftakt und eine kleine Einstimmung zu unserer neuen 10-teiligen Blog-Serie über die Anfänge des Kammermusik-Projekts „Chamber Music Connects the World“ und Portraits einiger Ex-Juniors.

Vor nunmehr fast genau 10 Jahren begann für die Kronberg Academy die Reise in die Welt der Kammermusik, und gleichzeitig die Etablierung eines weiteren Bausteins in der Förderung und Ausbildung junger, hochbegabter Musiker und Solisten.

In insgesamt drei Blogbeiträgen wollen wir die Geschichte von CMCW nacherzählen, von den gedanklichen Wurzeln bis zur Realisierung im Jahre 2000. Und vorweg ein kurzer Rückblick auf ein Kammermusik-Projekt in Amerika, wo das Experiment „Marlboro Music School“ in den frühen Fünfziger Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Welche Hürden und Hindernisse beim ersten Zusammentreffen in Kronberg im Jahre 2000 zu überwinden waren, davon soll auch hier später berichtet werden. Und über manche Eigentümlichkeit.

Dies alles wird erzählerisch und mit kleinen Anekdoten und persönlichen Erinnerungen garniert. Eingesammelt und eingefangen bei all jenen, die mit Herzblut von Anfang mit dabei waren.

Was uns aber alle bis heute fasziniert ist dies:

die ersten Seniors bei Chamber Music sind über ihre eigenen Lehrer und deren Wegbegleiter mit  einer Generation verbunden, die viele herausragende Künstler der jüngeren Musikgeschichte hervorgebracht hat – dies wird stets lebendig, wenn man die Lebensläufe der beteiligten Musiker sich vor Augen führt und dann realisiert, dass auch diese Seniors auf den Schultern jener Generation stehen und von deren Kreativität und Meisterschaft nachhaltig inspiriert wurden. Ausnahmekünstler wie Pablo Casals, Emanuel Feuermann, Rudolf Serkin, David Oistrach und Jascha Heifetz, Yehudi Menuhin und natürlich nicht zu vergessen Mstislav Rostropovich haben ihre Meisterschaft und Disziplin an unsere Seniors weitergegeben – sich dieser Verbindungen bewusst zu sein und zugleich als Ansporn und Maßstab weiterzugeben, das ist nach wie vor das Ziel . Die jungen Musiker von heute reihen sich ein in diesen Strom. So betrachtet, ergibt sich ein bedeutungsvoller Brückenschlag zwischen den Generationen bis in die heutige Zeit.

Schließlich erhellen wir an sechs Musiker-Beispielen in den dann folgenden Blogbeiträgen zur Geschichte von Chamber Music Connects the World wie sich der eine oder andere Ex-Junior seit der Teilnahme künstlerisch weiter entwickelt hat. Denn “Chamber Music” istbekanntlich ein weiterer Pfeiler in der individuellen Förderung und Entwicklung einer aufstrebenden jungen Solisten-Generation der Extra-Klasse.

Nächster Blog:   Feuerprobe für ein einzigartiges Konzept

Michael Heinz

Chamber Music Connects The World ¦ Spielen und Warten

Donnerstag, 25. Februar 2010

Beim ambitionierten Musik Projekt Chamber Music Connects the Worldgeht es in die erste heiße Phase. Aus 150 Bewerbungen wurden 33 Musiker ausgewählt und nach Kronberg zu den sog. „Auditions“ eingeladen. Außergewöhnlich für diese Auditions ist es, dass die jungen Musiker sich nahtlos in das Spiel eines Quartetts einfügen müssen – Genauigkeit und Timing sowie intime Kenntnis der Partitur sind erforderlich. Eine echte Herausforderung also, der sich die jungen Musiker so noch nie zu stellen brauchten. Die Jury (Gidon Kremer, Raimund Trenkler, Stephen Potts und Tatjana Grindenko) wird die Qual der Wahl haben.

Viele junge Musiker fluten in die Stadthalle, viele von ihnen bereits ausgezeichnet und als Sieger bei internationalen Wettbewerben geehrt.

Wo gibt es das sonst noch? 19 Geigen, 9 Bratschen und 5 Celli versammeln sich in Kronbergs Mitte. Allesamt mit dem Potenzial, in Zukunft musikalisch Furore zu machen.

In knappen 10 Minuten muss sich ein jeder von ihnen bewähren. Vormittags sind die Geigen-Solisten an der Reihe. Mein Gefühl sagt mir, dass die jungen Geiger allesamt kommunikative, lebhafte junge Leute sind. Cellisten und Bratscher erscheinen mir ein klein wenig verhaltener.

Im Laufe des Tages versammeln sich die jeweils Wartenden im Bistro-Bereich der Stadthalle. Dies ist ein Treffpunkt für kurze Gespräche und Begegnungen. Man trinkt, isst und verkürzt das Warten. Von einem jungen tschechischen Geiger erfahre ich von seinem Missgeschick Montag und Dienstag verwechselt zu haben ( Typisch Junge, meint meine liebe Frau am Abend, als ich ihr von meinen Erlebnissen berichte). Freundlich und gar nicht enttäuscht berichtet er mir noch, dass er bei dieser Ausgangslage keine Illusionen hatte. Seine Einsätze wären nicht ganz exakt zu den übrigen Spielern des Kuss-Quartetts erfolgt. Frappierend die sehr offene Art des 29-jährigen, der im letzten Jahr seine Studien an der Musikschule Hanns Eisler Berlin beendet hat. Nun Berufsmusiker zu sein, sei nicht leicht, so sein Fazit.

Von der selbstbewussten Mariechristine (19) erfahre ich, dass sie am Samstag aus dem sonnigen Kalifornien zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland angereist sei. Und, so erzählt sie mir, wie wichtig das Studium der „Partitur“ für sie sei. Bei Elena Graf, die aus dem nahen Frankfurt angereist ist, spüre ich eine enorme Leichtigkeit, keine Spur von Spannung. Ihr junger Begleiter gibt ihr offenbar Ruhe. Die junge Chinesin Peijun Xu (24), frisch-gebackene Gewinnerin des 6. Yuri Bashmet Viola Wettbewerbs in Moskau, erzählt mir von dem großen Lernaufwand, den sie täglich bewältigt und ihr somit sehr wenig freie Zeit lasse. Am späten Abend lerne ich Tali Kravitz kennen. Sie ist aus dem verschneiten New York nach Kronberg angereist und weiß einiges über das Distance Learning Programm der Manhattan School of Music ( MSM) zu berichten, wo sie nun als Viola Instructor arbeitet.

Schließlich beeindruckt mich noch sehr der junge koreanische Solist Joon-Ho Shim (22), der als Cellist lange warten musste. Er kam aus Essen heute nach Kronberg. Joon-Ho eröffnet mir freimütig, wie unerwartet schnell das Stravinsky Stück gespielt wurde und dass es größter Konzentration bedurft hätte, hier die Einsätze zu beherrschen. Und seine Geschichte über die ersten Jahre allein in Deutschland  – ohne Deutsch-Kenntnisse im Gepäck im zarten Alter von 14 jahren – das verlangt mir großen Respekt ab. Es war die Hölle, so seine Worte. Der junge Mann begibt sich nach unserem abendlichen Austausch in den großen Saal. Es ist nun 20.30 Uhr. Raimund Trenkler hat soeben die Bratscher und Cellisten zur Verkündung der Ergebnisse zur Jury gerufen. Ich präpariere meine Kamera, folge den jungen Leuten für einige letzte Fotos. Schlussstrich unter einen langen, ereignisreichen Tag.

Von Michael Heinz

Chamber Music Connects the World ¦ Diashow ¦ Audition

Dienstag, 23. Februar 2010

Einige Eindrücke von der gestrigen Audition.

Chamber Music Connects the World ¦ Application for young artists

Dienstag, 1. Dezember 2009

Senior and Junior or Father and Daughter Yuri and Ksenia BashmetChamber Music Connects the World has taken the idea of Rudolf Serkin, who many years ago set up a summer school in Marlboro, and reworked it to become a highly acclaimed project that is the only one of its kind in Europe. It gives exceptionally talented young musicians the chance to play in chamber music ensembles with some of the great instrumentalists on the international music scene.

It also broadens the traditional teacher-pupil relationship in that they work on pieces by playing them together. Playing together in concerts is the highlight of this formative experience for the participants. Through their personal involvement as “Seniors” in this project, great musicians, such as Yuri Bashmet and Gidon Kremer, support Kronberg Academy in its aim to educate and provide a sound promotional platform for a new generation of chamber musicians.

Our next Chamber Music Connects the World will be held from 9 to 19 May 2010.

Application for young artists
Applications are invited from young violinists, viola players and cellists who were born in 1982 or later. Application must be made in writing by 4 January 2010 at the latest. The following documents must be enclosed with the application form:
Recommendation / reference by a well-known artist
(Artistic) curriculum vitae
Statement
explaining why you want to take part in Chamber Music Connects the World
Recent sound recording (CD) – marked with the date of the recording and signed – of the following works:
Violin/Cello Classical sonata and First movement of a Romantic concerto.
Viola Schumann Märchenbilder or a Brahms sonata and Stamitz Concerto in D major or Hoffmeister Concerto in D major For more information please visit our website.

Selection of applicants and auditions
The applicants will be selected first on the basis of the recordings and documentation submitted. Therefore please ensure that you provide a good quality recording! Only a few applicants who are placed on the shortlist will then be invited to take part in live auditions. Applicants who are invited to the auditions will be contacted by 1 February 2010 at the latest.

The auditions will be held on 22 February 2010 in Kronberg im Taunus. The members of the jury will be Yuri Bashmet, Gidon Kremer and Raimund Trenkler (Artistic Director of Kronberg Academy).

Applicants will play chamber music works with members of the Kuss Quartet. They will be sent information about the works to be played with the invitation to the audition.

Accommodation
Juniors will be given a fixed daily allowance for the duration of their stay. The allowance is intended to cover the cost of board and accommodation. Kronberg Academy will arrange private accommodation in Kronberg for the length of the project. On request, however, we will be pleased to send you a list of hotels and guest houses. (Please note that the cost of hotel accommodation must be borne by the applicant.)

The works
During the preparation phase of Chamber Music Connects the World some 15 chamber music works for strings – from trios to octets – will be explored. The following pieces (and others) will be played:
Ludwig van Beethoven: String quartet No 14 in C sharp minor Op. 131
Gustav Mahler: Piano quartet in A minor
Felix Mendelssohn Bartholdy: Piano sextet in D major Op. 110
Franz Schubert: Piano quintet in A major “The trout” D 667
Carl Vine: String quintet

The art of instrumentation – a tribute to Glenn Gould and Johann Sebastian Bach
This year’s Juniors will also be taking part in a special project initiated by Gidon Kremer to mark the tenth anniversary of Chamber Music Connects the World. Ten contemporary composers (including Giya Kancheli, Alexander Raskatov, Stevan Kovacs Tickmayer, Raminta Serksnyte, Georgs Pelecis, Carl Vine and Leonid Desyatnikov) are composing new arrangements of ten piano works by Johann Sebastian Bach from Glenn Gould’s repertoire for string ensembles. The ten works will be rehearsed and performed by the ensembles during Chamber Music Connects the World.

The ensembles
An appropriate number of ensembles will be formed to perform the 15 or so chamber music works. Each ensemble will include one Senior as a teacher and chamber music partner. Each Senior will be in charge of several ensembles. The intention is for each Junior to have the opportunity to play chamber music with at least two of the teachers and will therefore be assigned to the appropriate number of ensembles.

Juniors will be allocated to the different chamber music ensembles and works on the basis of the auditions (see above) and their applications. The decision will be taken by the Director of Kronberg Academy in consultation with the teachers. It may be possible to take account of requests to work with specific chamber music partners or to play specific pieces. Juniors will be informed no later than 9 March 2010 about the ensembles in which they will be playing and will be sent copies of the music.

Procedure
Rehearsal phase

The ensembles follow a fixed programme of rehearsals, which should give each Junior the opportunity to play in ensembles alongside three Seniors. Rehearsals for the chamber music ensembles will generally take place in the afternoon.

Concerts 15 – 19 May 2010
Chamber Music Connects the World will culminate in five concerts in Kronberg, in which all ensembles will perform.

Chamber Music Connects the World – a Kronberg Academy project, supported by the Crespo Foundation.

More information


Personal Impressions ¦ Ksenia Bashmet about Chamber Music Connects the World

Dienstag, 16. Dezember 2008

We’d like to give you some insights into our several projects which took place during the year. Today we will start with “Chamber Music Connects the World” which is held every two years. This project gives exceptionally talented young musicians the chance to play in chamber music ensembles with some of the great instrumentalists of the international music scene.

It also broadens the traditional teacher-pupil relationship by working and playing pieces of music together. Playing in concerts together is the highlight of this formative experience for the participants. Through their personal involvement as “seniors” in this project, great musicians support us in our aim to educate and provide a sound promotional platform for a new generation of chamber musicians.

Ksenia Bashmet participated as a pianist this year and will give some very personal impressions of her experience.

The first thing that I want to say is that I love the place! This kind of small German town – it’s really beautiful! And since the town is so small, when you are going from A to B you definitely meet someone from Academy! I like this very much! It makes me feel part of the team!

Ksenia Bashmet and her father Vater Yuri Bashmet. Photo: Simon Annand
Ksenia Bashmet with her father Yuri Bashmet. Photo: Simon Annand

Actually I didn’t expect anything special, I just knew that Kronberg is the place where young people are playing chamber music with well-known musicians, so it is true! I played with Gidon Kremer, which was wonderful, but also a little sad, because the piece that we played was short, and we didn’t have much to do … I mean, I would have liked to have longer rehearsals with him, but there was really nothing much to do! Also, I played with my father (which I had done before Kronberg, of course) who is the best teacher in the world and the most important thing for me was, that we stayed in the same place for 10 days and could see each other every day! (it is absolutely impossible in real life, believe me, because he is always somewhere playing concerts!) So to play the Shostakovich quintet with him was amazing!

Everything there is organized for the musicians! There is a timetable, food and drinks in rehearsal rooms, even a pencil is at its place every day! So you don’t have to think about anything but the music!

Also at the same time there the European Soccer cup was taking place and we were all watching games together, which was real fun! I met a lot of nice students there and some of them are very close friends of mine now! Volodya Babeshko, Nils Moenkemeyer, Khatya Buniatishvili – we are all friends now! It is important to have new close friends in my age (28)! With Volodya and with Nils we will have some concerts in Russia in the close future!

I’d love to come back to Kronberg again! Maybe not as a chamber musician, but as an accompanist to your cello and viola projects, because I am really in love with this place and with the atmosphere there!!!

I’d like to thank the whole team for the wonderful time I spent in Kronberg this year! You are doing a great job! I’m your fan now!

Ksenia Bashmet