Artikel-Schlagworte: „Daniel Barenboim“

Cello Festival 2011 / Photo exhibition “Live Music” in Kronberg

Freitag, 26. August 2011

Alexandra Kremer-Khomassouridze in front of her works

Works by Parisian photographer Alexandra Kremer-Khomassouridze

Last week, days before the vernissage of this fantastic exhibition, we just couldn´t imagine how wonderful the roughly 5o images would complement each other. The final positioning of the appealingly framed photo works took two full days. Thursday and Friday last week were devoted to this job. When we had the first project-related meeting in the rooms of her exhibition in Kronberg´s Malermuseum (museum devoted to the history of a Kronberg-based painting school) it was a matter of minutes to develop a plan on how to divide the jobs between the artist and our small team of helpers. When Stephan Cropp and I left Alexandra Kremer-Khomassouridze alone in the two major exhibition rooms she then decided prudentially which of her photos were to be used in the final set-up.

The main idea idea behind her thinking was to group the photos not according to date of origin but rather compose groups of images based on the type of musicians, i.e. composers, conductors, soloists, and a few images which were hanging as solitaires. Once the positioning was finally decided by Mrs. Kremer-Khomassouridze, the rest of the work demanded just precision, patience and stomach. In the end, the most precious tool has been a water-level and a very robust 2,5o m long ladder. Smiling faces appeared on last Friday when our support team fixed the last set of images and optimized the lighting, so that each group of photos would receive the same spotlight. Most important, Alexandra Kremer-Khomassouridze agreed with how we had handled her conceptual ideas, including our decision to get rid of two works that didn´t fit with the wall sizes after all.

After hanging was completed and lighting was regarded alright, then it was time to take a very personal look at all the pictures on the following day and, who wonders, recognizing the superiority of all the displayed photographs. Stephan Cropp and I were impressed with the black and white works that Alexandra Kremer-Khomassouridze had created. All her images are showing world-renowed musicians, conductors and composers. For instance, one can see photos of Seiji Ozawa, Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Mstislav Rostropovich, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Nikolaus Harnoncourt, Gennadi Roshdestvensky, composers such as Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina and Giya Kancheli, and the list could go on and on.

Last Saturday, on her day of departure back to Paris, Alexandra agreed that we document her exhibition in Kronberg and she was also happy to let us take some images of her against the backdrop of some of her own works.  Clearly, that session provided a great opportunity for Kronberg´s blogger to catch the spirit of  this exhibition, which functions as an entrée to the 10th Cello Festival end of September, while at the same time providing a picture of the photographer who created those works.

On Monday evening the long-awaited vernissage took place. Both friends of music and photography were coming to the “Museum Kronberger Malerkolonie” and listened to 30 minutes of chamber music.  Raimund Trenkler, artistic director of Kronberg Academy delivered the “Welcome” address and underlined that photography exhibitions have often complemented events and festivals of this institution. Eva-Maria Magel, a cultural editor from Frankfurter Allgemeine Zeitung delivered the opening speech and introduced the Parisian photographer to the audience. Here remarks were very well received. Then Alexandra Kremer-Khomassouridze explained a bit her own photographic career and was engaged in several discussions after the audience began to explore the 2 exhibition rooms.

Mrs. Kremer-Khomassouridze then hurried back to the airport in order to be ready for her next project, a journey to her homeland Azerbeijan where she wanted to complete a portfolio on the subject ” Oil”.

For people and guests in Kronberg now there is time to enjoy a great photographic exhibition displaying images of some of the finest musicians.

Michael Heinz

Musikalische Welten – Wozu braucht man einen Dirigenten?

Donnerstag, 1. Juli 2010

Welche Rolle spielt der Dirigent eines Orchesters oder eines Chors? Braucht man ihn überhaupt? Musik-Interessierte und Laien zerbrechen sich den Kopf hierüber und bleiben nicht selten ratlos. In diesem Beitrag geht es um Orchester-Dirigenten.

Stellen wir uns also ein Orchester oder Musik-Ensemble vor und betrachten die Ausgangslage. Schließlich ist doch jeder einzelne Orchester-Musiker ein gründlich  ausgebildeter Instrumentalist, der viele Werke gut kennen dürfte, in seltenen Fällen unter Umständen sogar besser als der Dirigent. Und schließlich gibt es ja durchaus Orchester und Ensembles, die ohne einen Dirigenten auskommen (Kammermusik). Dies stimmt nicht ganz, da auch in diesen Ensembles eine Führungsperson agiert. Genaues Zuhören und Zusehen sind hier besonders wichtig. Die Einsätze werden durch Handzeichen, Kopfbewegungen oder auch durch den Geigenbogen angegeben. Ein führender Musiker ist dennoch zuvor schon bestimmt worden. Aber zurück zu den großen Orchestern und deren Dirigenten. Welche Aufgaben und Funktionen nun übernimmt ein Dirigent?

Mit der wachsenden Größe der Orchester und der stetig zunehmenden Komplexität der Kompositionen ist die Funktion des Dirigenten mit der Zeit immer unverzichtbarer geworden. Warum? Salopp ausgedrückt: Der Dirigent nimmt die Rolle einer Führungsperson wahr – die Musiker müssen sich unterordnen. Je nach Temperament und Charakter-Disposition macht er oder sie auf seine individuelle, unverwechselbare Art Vorgaben über die Art und Weise des Spielens eines bestimmten  Werkes. Er oder Sie befasst sich intensiv mit der Partitur und dem Wesen des Werkes, erfasst die zugrunde liegenden musikalischen Strukturen, beachtet die historischen Umstände des Entstehens des Werks und setzt all dies um, in dem er/sie all diese Facetten in der gemeinsamen Erarbeitung und in den Proben mit dem gesamten Orchester durchgeht und dann probt. Ganz formell gesprochen, kann man die Aufgabe und Funktion des Dirigenten  – also das Dirigieren – grob so umreißen:

  • Er/sie markiert den für alle Musiker verbindlichen Takt und bestimmt damit auch das gemeinsame Tempo!
  • Er/sie zeigt den Musikern den Beginn und das Ende des Stücks sowie ihre Einsätze an
  • Er/sie beschreibt und zeigt die gestalterische Entwicklung des musikalischen Verlaufs an

Dirigenten versuchen dem Wesenskern des aufzuführenden Stücks nachzuspüren und offen zu legen, so wie dies durch Quellen ( Briefe, Tagebuchnotizen des Komponisten), Anmerkungen oder aussagekräftige Titel (Programmmusik) ersehbar oder ableitbar ist. Dirigenten kennen oder erarbeiten sich zuvor das musikhistorische Umfeld des Stückes. Häufig kennen Dirigenten die Partitur nach intensivem Studium auswendig und haben sich folglich eine genaue Klangvorstellung erarbeitet, die höchst individuell sei kann aber ebenso auch völlig der seinerzeitigen Aufführungspraxis nahe kommt (Stichwort: Werktreue, historische Aufführungspraxis). Mit anderen Worten: Die Dirigenten haben Spielräume, die sie aufgrund ihrer eigenen Philosophie und Herangehensweise an das betreffende Werk ausgiebig ausschöpfen können. Alle Nuancen der Interpretation eines Werkes werden in der Orchestermusik vom Dirigenten maßgeblich beeinflusst.

Ferner entwickeln sie aufgrund von im Stück vorgegebenen Tempi oder Metronomangaben, möglicherweise auch Aufnahmen, eine eigene, präzise Vorstellung von Tempo und Klangcharakter des Stückes. Dirigenten erarbeiten sich die Einsätze der verschiedenen Instrumente oder Stimmen, Taktänderungen, Tempo- und Charakterwechsel und üben sie gestisch und mental für sich ein. Der Dirigent bewertet und korrigiert, wie die einzelnen Musiker bestimmte Passagen spielen (zu laut, zu langsam). Er ist somit derjenige, der die Klänge jedes einzelnen Instruments oder Instrumentengruppe wissend um die „Gesamt-Zusammenhänge“ steuert und in das von ihm gewünschte harmonische Ganze einmünden lässt. Beim Dirigenten laufen alle Fäden zusammen, er trifft die finalen Entscheidungen. Er entscheidet, überspitzt gesagt, über das „Wichtigste“: über Anfang und Ende eines Stückes und dass dies von allen beteiligten Musikern gleichzeitig ausgeführt wird (und in den Pausen darf niemand „rasseln“ – mit dem Abwinken des Dirigenten wird dies sichergestellt). Ohne  diese technischen Koordination aller Spielenden und Pausierenden gäbe es wohl nur Chaos.

Umfangreiche Probenarbeiten sollen sicherstellen, dass der Reifegrad des aufzuführenden Werkes dem Idealbild des Dirigenten sehr nahe kommt. Harte Arbeit, Geduld und Schweiß bei allen Parteien sind daher angesagt, motivierende und inspirierende Eigenschaften stellen so ein weiteres, allerdings wichtiges Merkmal in der Arbeit und Funktion eines Dirigenten dar. Es braucht sehr viel Erfahrung und profundes musikalisches Wissen, um bei einem Orchester positiv etwas zu bewirken, um einen Dialog mit den Musikern aufzunehmen und eine Interpretation entstehen zu lassen. Je sicherer das Wissen um die Partitur, desto souveräner der Auftritt vor dem Orchester. Denn wenn Orchestermusiker etwas nicht „vertragen“, dann sind es unsichere Dirigenten. Viele Dirigenten sind zusätzlich auch hervorragende Instrumentalisten oder Komponisten, wie z.B. Daniel Barenboim (Klavier) oder Pierre Boulez (Komposition). Und die Liste lässt sich beliebig in die Vergangenheit erweitern:  Mstislav Rostropowitsch (Cello), Leonard Bernstein (Komposition, Klavier), Sergei Rachmaninow (Komposition, Klavier),  Gustav Mahler (Komposition, Klavier). Wenn Dirigenten also gewissermaßen die musikalischen Chefs und gleichzeitig auch die intellektuellen musikalischen Vorabeiter sind , dann ist es nahe liegend, dass sich diese durch vielfältige „Führungs- und Persönlichkeitsmerkmale“ unterscheiden.

Fazit:

Der Dirigent ist die musikalische Führungsperson, ein intellektueller Arbeiter, ein Analytiker und Musik-Historiker in einem. Und wie gesagt, er ist der Entscheider. Ohne den Dirigenten gäbe es in einem großen Klangkörper stattdessen ein kleines Chaos. Mit seinen Hand- und Taktstockbewegungen, aber auch mit seiner Mimik prägt dann ein Dirigent rein äußerlich die Umsetzung seiner musikalischen Ideen. Dieser letzte Teil im gesamten umfänglichen Arbeitsprozess, der jeder Werkaufführung vorangeht, ist gewissermaßen die Kristallisation seiner Arbeit und Vorbereitungen. Alles Vorangegangene bleibt für den Laien unsichtbar.

Drei Dirigenten-Zitate zum Abschluss:

I’m not interested in having an orchestra sound like itself. I want it to sound like the composer  Leonard Bernstein

Can’t you read? The score demands “con amore,” and what are you doing? You are playing it like married men!”  Arturo Toscanini

“I have been told that my interpretations brought something new, but few were those who noticed that I merely wanted to render the natural tendency of the music structure.”
Sergiu Celibidache

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Sophies Bass-Welt

Samstag, 15. Mai 2010

Trotz eines Sturzes in einer Berliner S-Bahn Station und damit zwei geschienter Beine wagt Sophie Lücke den Sprung nach Kronberg – fast eine Nacht und Nebel Aktion.  Wie kam es dazu?

Sophie Lücke, geboren 1988 in Wernigerode, wurde erst vor wenigen Wochen gefragt, ob sie als Ersatz für einen anderen Kontrabassisten kurzfristig zur Veranstaltung „Chamber Music Connects the World“ in Kronberg einspringen könnte. Unter den potenziellen Ersatzkandidaten war sie diejenige, die aufgrund einer Empfehlung von András Schiff und ihres Könnens aussichtsreichste Ersatzkandidatin war und so vom Team der Academy schließlich nachnominiert wurde.

Nun ist sie mit den anderen 21 jungen Musikern – unsere Juniors –  hier mittendrin im Kronberger Musik-Geschehen. Sophie ist eine auffällige junge Dame, denn ihre Fortbewegung an zwei Krücken ist schließlich nichts alltägliches und wer ihr derzeit in Kronberg begegnet, wird von ihrer offenen und freundlichen Art sogleich angenehm berührt. Ihre derzeitigen Sorgen mit der Fortbewegung steckt sie weg, Freude und Strahlen sind  ihre Markenzeichen.

Als ich mit ihr gestern Nachmittag in ein Gespräch komme, schwärmt sie von ihrem Instrument, dem Kontrabass. Sie tut dies leicht und spielerisch.  So erzählt sie von den unterschiedlichen Bogentechniken, die die Welt in eine „Untergriff“ und in eine „Obergriff“-Sphäre einteilen. Die deutsche und österreichische Bass-Tradition sei mit dem Untergriff verquickt, wo das Spiel perkussive und eigenständige markante Bass-Linien erlaube. Die französische Obergriff-Spieltechnik hingegen phrasiere mehr klanglich-lyrisch und sei eher als Cello-Unterstützung zu verstehen. In der Kammermusik gebe es leider nur wenige Werke mit Kontrabass-Stimme.

Ihre persönlichen Ambitionen lassen sich so zusammenfassen: man muss hart arbeiten, viel lernen, um zu den Besten zu gehören, sonst hat man keine Chance in der heutigen Zeit. Aber sie ist überzeugt: der Bass,  der wird immer gebraucht. Und: man sollte in dieser rationalen Welt viel mehr den Gefühlen Glauben schenken – das müsste für die Musik und für das Leben insgesamt gelten! Oder diese Einsicht: “Ich lasse mir beim Studium Zeit, ich bin da ganz enstpannt und habe es nicht eilig”. Auch viele Wettbewerbe mitzumachen sei keine Priorität für sie. Was sie aber wisse, sei dies: sie wolle unbedingt dem Kontrabass  im Orchester ihrer Wahl die nötige Power verleihen und damit Teil einer starken Bass-Gruppe werden.

Was hält sie von Chamber Music Connects the World? Sie ist begeistert,  da sie hier wahnsinnig viel lernen kann – und das sei ihr wichtiger als alles andere. Sie möchte lernen von Persönlichkeiten wie András Schiff, dessen Spiel sie bewundert.  Da sie seit September 2008 Stipendiatin der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker ist, kommt sie selbst sehr viel herum mit den Berliner Philharmonikern. Die vielen Auftritte haben sie durch ganz Europa gebracht (inkl. Salzburg).

So kam es,  dass sie über die Orchesterakademie schon viele große Dirigenten erleben konnte. Gemeinsames Musizieren mit Daniel Barenboim und Sir Simon Rattle haben sie auf musikalische Höhen geführt und das Schwärmen für die Berliner Bass-Gruppe war fast zwangsläufig die Folge ( „Sie sind die Besten der Welt“). Und sie fügt noch diesen Gedanken an: Ihr sei völlig klar, das sie als Solistin mit einem Kontrabass keine Chance hat und so ist ihr Weg im Grunde vorgezeichnet. Ihr Traum ist es, einmal als Bassist bei den Berliner Philharmonkern zu spielen. Bereits während ihrer anstehenden Londoner Studienjahre ( ab September 2010 an der Guildhall Scholl of Music and Dance) bei Professor Rinat Ibragimov (Vater von Alina Ibragimova, die Junge Solistin des Kronberg Academy Masters ist) werde sie sich parallel nach Anstellungsmöglichkeiten in Deutschland umschauen. Aber in den nächsten Tagen bis zum 19. Mai  taucht sie hier in Kronberg tief in die Welten der Kammermusik ein, um das maximale an Lernerfahrungen für sich herauszuholen.

Zum Schluss unseres Gesprächs erfahre ich noch von ihrer derzeitigen Annäherung an das Bass-Spiel im Jazz. Das gibt mir die Möglichkeit, ihr von der überragenden Spielkunst eines aufgehenden Bass-Sterns am Jazzhimmel zu erzählen – für den sie sich von nun an auch interessieren wolle. Die Rede ist von Avishai Cohen, ein Name, der ihr bereits bekannt war. Seine komplexe Musik wird ihr gefallen, denke ich. Eine CD-Kopie ist schon in Arbeit für Sophie. Auf das Ihre Bass-Welt weiter wachsen möge.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Was aus den Ex-Juniors geworden ist (5)

Freitag, 7. Mai 2010

Alissa Margulis, Violine / Junior 2006

Alissa Margulis

Alissa Margulis kam 2006 nach Kronberg. Sie war damals 25 Jahre alt.

Geboren wurde sie im Jahre 1981 in Freiburg. Sie stammt aus einer russischen Musiker-Familie. Mit 4 Jahren begann sie sowohl Geige als auch Klavier zu spielen. Ihre erste öffentliche Aufführung gab sie im Alter von 7 Jahren. Schon früh gewann sie Preise und wurde mit 13 Schülerin von Zakhar Bron an der Musikhochschule Köln. Ihre Studien setzte sie fort in Brüssel mit Augustin Dumay sowie in Wien bei Pavel Vernikov. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Ana Chumachenko, Vladimir Spivakov, Ida Haendel und Shlomo Mintz.

Geschätzt für ihre expressiven und hoch-emotionalen Konzerte, tritt die Kölner Geigerin regelmäßig in wichtigen Konzertsälen wie dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Kölner Philharmonie, dem Wiener Musikverein (Brahms Saal), dem Herkulessaal in München, der Izumi Hall in Osaka, der Tonhalle Düsseldorf oder in der St. Petersburger Philharmonie auf.

Sie spielt seither regelmäßig als Solistin, etwa mit der Kremerata Baltica, dem Belgian National Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Beethovenorchester Bonn, dem English Chamber Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra und dem Prague Symphony Orchestra, um nur einige zu nennen.

Ihre diversen Preise bei internationalen Wettbewerben gewann sie u.a. beim Wieniawski Wettbewerb in Polen, beim Violinwettbewerb von Novosibirsk und beim Viotti Vercelli Wettbewerb in Italien. Stolz ist sie besonders auf den Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung, der ihr in Berlin von Daniel Barenboim überreicht wurde. Die Zeitschrift „The Guardian“ beschreibt Alissa Margulis Spiel als „exceptional“, Ivry Gitlis spricht von einer “Erleuchtung” und Martha Argerich nennt sie eine „ strong musical personality“.

Alissa Margulis ist eine begeisterte Kammermusikerin und spielt regelmäßig mit Künstlern wie Martha Argerich, Yuri Bashmet, David Geringas, Ivry Gitlis, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Lilya Zilberstein und Paul Badura-Skoda (Spielzeit: 2008-09). Sie hatte in den letzten drei Jahren diverse Auftritte bei einigen der bekanntesten Festivals in Europa, etwa beim Davos Festival, beim Encuentro di Musica Santander, beim Gstaad Festival Yehudi Menuhin, beim Oleg Kagan Festival Kreuth, beim Lockenhaus Festival oder etwa beim Maggio Musicale Fiorentino.

Ihre diversen CD Aufnahmen brachten sie mit sehr namhaften Musikern zusammen –hervorhebenswert hier ist die Zusammenarbeit mit Martha Argerich aus dem Jahre 2009, welche ein großes internationales Echo gefunden hat. EMI Classics veröffentlichte Live-Mitschnitte mit dem Titel: „Martha Argerich and Friends” – Lugano 2009“.

Ein neuer Karriereschritt ergab sich im letzen Jahr. Dies war der Sprung in die Welt der akademischen Ausbildung: im April 2009 vom Königlichen Konservatorium Antwerpen dazu ausgewählt, als Professorin zu unterrichten. Sie zählt somit zu den jüngsten Professorinnen in Europa im Fach Violine. Auf ihre weitere Entwicklung sind viele Freunde der Kammermusik in Europa gewiss gespannt.

Alissa Margulis spielt auf einer Guadagnini Violine aus dem Jahr 1754, eine private Leihgabe von Jonathan Moulds.

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann

CMCW – Die Feuertaufe

CMCW – Ein Musikfilm als Inspiration

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Claudio Bohorquez

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Tanja Becker-Bender

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Marie-Elisabeth Hecker

CMCW – Was aus den Ex-Junirs geworden ist: Nicolas Altstaedt

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Was aus den Ex-Juniors geworden ist (3)

Mittwoch, 5. Mai 2010

Marie-Elisabeth Hecker,  Violoncello / Junior 2006

Hecker_Marie-Elisabeth

Marie-Elisabeth Hecker kam 2006 19-jährig zur Teilnahme an Chamber Music Connects the World erstmals nach Kronberg. Kurz zuvor im November 2005 konnte sie einen großen Erfolg verbuchen als sie den renommierten  8. Rostropovich Wettbewerb in Paris gewann. ( plus zwei Sonderpreise, welches ein absolutes Novum war).  In den dreißig Jahren des Rostropovich Wettbewerbs war dies das erste Mal, dass ein Cellist drei Preise gewonnen hatte. Wer sie seitdem persönlich bei Konzerten und Auftritten erlebt hat, schwärmt von Ihrer Leidenschaft und Musikalität. Viele Kenner nennen sie eine sensitive und sehr kreative Cellistin.

Marie-Elisabeth Hecker ist im Jahre 1987 in Zwickau geboren (Geburtsstadt von Robert Schumann), sie ist das fünfte von insgesamt acht Geschwistern. Mit einigen ihrer Geschwister ist sie auch schon aufgetreten und hat Konzerte gegeben.  Im Oktober 2005 gab sie ihr erstes Konzert in Amerika, im Kammermusiksaal der Stadt New York, der berühmten Bargemusic. Nicht zu vergessen: sie wohnte diversen Meisterkursen mit den ganz Großen der Kammermusik bei, z.B. Bernard Greenhouse, Gary Hoffman, Frans Helmerson, Steven Isserlis, Daniel Hope oder auch Peter Bruns. Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere gehören Konzerte mit dem Cherubini-Orchester und Yuri Temirkanov beim »Ravenna Festival«, mit dem Symphonieorchester »Neues Russland« unter Yuri Bashmet in Moskau und zwei Auftritte beim »Elba Festival«, 2008 mit der Kremerata Baltica unter Gidon Kremer und 2009 mit Martin Helmchen. Mit dem Mariinsky Orchester und Valery Gergiev trat sie beim berühmten »Osterfestival« in Moskau auf.

Gewaltig Gas gegeben hat Marie-Elisabeth Hecker als Solistin auch in der Saison 2009-2010. Kritiker in Europa loben ihre Konzert- und Kammermusikaufführungen. Beeindruckend ihre letzten Auftritte: ihr Debut mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Gérard Korsten, dann die Auftritte mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, dem BBC Symphony Orchestra unter Ji_í B_lohlávek und die Kooperation mit dem Niederländische Philharmonic Orchestra unter Jakob Kreizberg. Nicht zu vergessen, die Arbeit mit dem Royal Flemish Philharmonic Orchester unter Phillipe Herreweghe sowie ein Projekt mit Sylvain Cambreling. Hierzu schrieb die spanische Tageszeitung El Pais begeistert:  ‘Hecker plays like an angel … the beauty of her sound is enhanced by an exquisitely elegant line and sweeping lyricism… her performance comprises musicality and pure talent.’

Kronberg freute sich, als Marie-Elisabeth sich Ende 2008 entschloss, das Studium des Kronberg Academy Masters aufzunehmen. Seitdem ist Ihre Beziehung zu unserer Stadt weiter vertieft worden und man darf gespannt sein auf ihre weiteren solistischen Ausflüge als Junge Solistin in Nah und Fern.

Marie-Elisabt Hecker spielt auf einem italienischem Luigi Bajoni Cello von 1864, einer privaten Leihgabe der Erbgemeinschaft Lösch.

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann

CMCW – Die Feuertaufe

CMCW – Ein Musikfilm asl Inspiration

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist Claudio Bohorquez

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist Tanja Becker-Bender

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Ein Musikfilm als Inspiration

Dienstag, 20. April 2010

Die erste Chamber Music Connects The World  Reihe - April 2000 Das Titelbild der ersten Broschüre zu „Chamber Music Connects the World“ publiziert im April 2000, stellt eine probende Gruppe junger Musiker dar, die es in der Welt der Kammermusik weit gebracht haben. Zu sehen sind: Jacqueline du Pre, Daniel Barenboim und Pinchas Zukerman im Jahre 1969 bei gemeinsamen Probenarbeiten. Die Szene entstammt dem legendären Musikfilm „ The trout“, gedreht vom Briten Christopher Nupen, und zeigt mit großem Feingefühl den Prozess des Probens und  Einstudierens zu einem berühmten Kammermusikwerk von Schubert, dem sog. Forellen-Quintett.

Viele Musiker und Musikliebhaber sind dem Zauber dieses mitreißenden Dokumentar-Films erlegen, bis heute. Und schwärmen von der großen Emotionalität des Films. Auch Oda von Laue war mehr als angetan von dem Film, kein Wunder also, dass er gleichsam zu einer Motivationsquelle für die vor ihr liegende Arbeit wurde. Man entschloss sich seinerzeit im Team das besagte Szenen-Foto als Titelbild für die Broschüre auszuwählen.

Mit diesem Brückenschlag zum Film stellte man eine symbolträchtige Verbindung her zu einem in die Musik-Geschichte eingegangenen und berühmt gewordenen Zusammentreffen junger, aufstrebender Musiker. Das Abenteuer von „Chamber Music“ konnte nun auch in Kronberg beginnen im Rahmen eines eigenen, neuartigen Projektes.

Im nächsten Blog-Beitrag berichten wir über einige ehemalige Chamber Music – Teilnehmer und welchen Weg sie seitdem beschritten haben.

Michael Heinz

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann
CMCW – Die Feuertaufe

Starting Signal for the Grand Prix Emanuel Feuermann 2010

Dienstag, 15. Dezember 2009

Celli

Kronberg Academy and the Domenico Gabrielli Foundation at the Berlin University of the Arts (UdK Berlin) are together organising the third Grand Prix Emanuel Feuermann competition. The international cello competition is open to cellists of any nationality who were born in or after 1982. We are proud that Daniel Barenboim take the patronage of this event. From 16 to 21 November 2010, the third Grand Prix Emanuel Feuermann cello competition will be held in Berlin’s Philharmonie.

The international competition is organised once every four years by Kronberg Academy and the Domenico Gabrielli Foundation at the Berlin University of the Arts (UdK Berlin). It was first held in 2002 to mark the 100th anniversary of Emanuel Feuermann’s birth. The event is held in memory of the great artist and its aim is to help to discover and provide support for talented young cellists.

Emanuel Feuermann is said to have been one of the best cellists of the twentieth century. Alongside his career as a professional musician, he taught at the Berlin Academy of Music – now the Berlin University of Arts – for several years before emigrating in 1933.

Sophie Feuermann, Emanuel Feuermann’s sister and pianist, and his widow, Eva Feuermann-Lehnsen, have given Kronberg Academy the exclusive right to use the great cellist’s name for the competition. In November 2002 they travelled back from New York to Berlin for the first time in order to attend the first presen tation of the Grand Prix Emanuel Feuermann.

The competition’s patron, Daniel Barenboim, was on hand to present the awards to the winners of the Grand Prix Emanuel Feuermann in 2002 and in 2006, Danjulo Ishizaka and Giorgi Kharadze.

Competitors, application, schedule, venue and programme etc. please have a look at the Homepage.