Artikel-Schlagworte: „Ernst Reijseger“

KAtalk am 2. Oktober ¦ Zusammenfassung

Freitag, 2. Oktober 2009

Für alle, die heute Vormittag nicht live dabei sein konnten, gibt es hier eine Zusammenfassung des Gesprächs von Hagen Kohn, Ernst Reijseger und Birgit Schmidt-Hurtienne vom Blog Auslassungspunkte – den Twittern besser bekannt als be_es_ha, die sich auch noch in das Gespräch eingebracht hat. Ernst Reijseger fand dabei klare Worte, wenn es um die Ausbildung von Musikern geht. Er hätte noch viel mehr zu erzählen gehabt – nur die angesetzten 30 Minuten waren leider viel zu schnell rum und er musste in die Probe.

VioWorld Herzliche Grüße aus Berlin! Ich freue mich, Sie kennenzulernen – wenn auch nur virtuell.
KronbergAcadem/E.Reijseger einen virtuellen Gruß zurück

VioWorld Sie geben zu Zeit Workshops an der Kronberg Academy. Wie ist die Atmosphäre?
KronbergAcadem/E.Reijseger es war nur ein Workshop. Leider, … Atmosphäre war sehr gut. Ich möchte gerne noch mehr Stunden geben. Erachte das für notwendig

VioWorld Worauf legen Sie besonderen Wert bei der Vermittlung von Musik? Was zählt heute für angehende Profimusiker?
KronbergAcadem/E.Reijseger Weniger Konkurrenz während der Studienzeit. Passion statt “Gymnastik”. Ein breit aufgestelltes musikalisches Weltbild

In puncto Cello gibt es für Studenten viel mehr Möglichkeiten, als das was angeboten wird. Alle lernen dasselbe
Studenten sind überfordert mit dem klassischen Standartrepertoire und haben keine Zeit für eigene Entwicklung und Ideen
Wenn wir ein Konservatorium als Unternehmen ansehen, ist der turn-over. D.h. 1% der Studenten bekommt als Musiker eine Anstellung

VioWorld Sie sind ja ein stilistisch äußerst vielseitiger Künstler – was halten Sie von der Unterscheidung in E- und U-Musik?
KronbergAcadem/E.Reijseger dieses Schubladendenken ist Blödsinn.

be_es_ha Hemmt “klassische” Ausbildung das Talent, zu Improvisieren? Sollte man nicht zuerst Improvisieren lernen? Aber wo?

KronbergAcadem/E.Reijseger ja, @be_es_ha es hemmt jetzt. Improvisation sollte schon längst Teil der Ausbildung sein; an den Musikhochschulen
be_es_ha Vielleicht besser schon an den Musikschulen, wo hoffentlich bald viele Ihrer Schüler die nächste Generation unterrichten

Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten!

KAtalk ¦ Hagen Kohn trifft Ernst Reijseger

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Morgen (2. Okt.) ist es soweit. Zwischen 11.15 und 11.45 findet unser dritter KAtalk statt. Dieses Mal unterhalten sich (virtuell) Hagen Kohn und Ernst Reijseger.

Die Erfahrenen unter Ihnen wissen ja bereits, wie’s funktioniert. Für alle Neuhinzugekommenen hier noch einmal eine Erläuterung.

Was verbirgt sich hinter einem KAtalk?

Der KAtalk ist ein Gespräch zwischen einem unserer Twitter-Freunde und einem Cellisten, Bratscher oder Geiger, der in einer engen Beziehung zu uns steht. Im heutige Fall ist es Ernst Reijseger, der im Rahmen des Cello Festivals einen Workshop gegeben hat, in mehreren Konzerten als Solist auftritt und dessen Komposition am Sonntag uraufgeführt wird.

Wie können Sie beim KAtalk dabei sein?

Der KAtalk findet innerhalb von Twitter statt. Hagen Kohn wird Ernst Reijseger Fragen stellen, die er über unseren Account beantwortet. Selbstverständlich dürfen auch andere Follower Fragen an Ernst Reijseger richten. Wenn Sie keinen Twitter-Account haben und dennoch das Gespräch verfolgen wollen, können Sie dies auf der eigens dafür eingerichteten Twitterwall tun. Achtung! Die Fragen und Antworten sind dort immer nur für kurze Zeit zu sehen.

Falls eine Frage Ihrerseits unbeantwortet bleiben sollte, stellen Sie sie hier als Kommentar. Sie wird dann im Nachhinein beantwortet.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

von Ulrike Schmid

Cello Festival ¦ KAtalk ¦ Die Entscheidung ist gefallen

Dienstag, 29. September 2009

Zunächst vielen Dank an alle, die hier oder auf unserer Facebook-Fanseite kommentiert haben und somit den Gesprächspartner unseres nächsten KAtalks bestimmt haben. Die Wahl fiel auf  “den Erfinder” Ernst Reijseger.

Hagen Kohn, den Twitterern unter Ihnen als @VioWorld bekannt vom gleichnamigen Blog wird Ernst Reijseger befragen. Wann genau werden wir in Kürze bekannt geben. Doch soviel ist schon mal sicher – es wird noch in dieser Woche sein und auf keinen Fall am Sonntag. ;-)

Und wenn Sie selbst Fragen haben – nur zu …

von Ulrike Schmid

Cello Festival ¦ KAtalk ¦ Sie haben die Auswahl!

Mittwoch, 23. September 2009

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Eröffnung des Cello Festivals mit einem Open-Air-Konzert auf dem Berliner Platz. Doch was wäre ein Cello Festival ohne KAtalk – nicht auszudenken. Da das Cello Festival etwas ganz besonderes ist, haben wir uns für die dritte Auflage des KAtalks (wenn Sie noch nicht wissen, was sich dahinter verbirgt hier die Erklärung) etwas Besonderes ausgedacht.

Dieses Mal dürfen Sie bestimmen, wer von unserer Seite der Gesprächspartner sein soll. Aufgrund der Fülle der Cellisten, die nach Kronberg kommen, haben wir eine kleine Vorauswahl getroffen. Vorab ausgewählt haben wir drei Vertreter der jüngeren Generation sowie zwei Weltstars.

Und diese Herren stehen zur Auswahl:

David Geringas David Geringas – der „Große“ Er zählt seit Jahren zu den ganz Großen seines Faches und wurde für seine Gesamtleistungen als Musiker und Botschafter des Kulturstaates Deutschland mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Ernst Reijseger Ernst Reijseger – der „Erfinder“. Der Jazz-Cellist hat seine ganz eigenen Spieltechniken entwickelt: Pizzicato-Techniken, die auf der Zupftechnik eines (Bass-) Gitarristen basieren, und rhythmische Strukturen, die von Schlagzeugern und Pianisten inspiriert sind.

Claudio  Bohorquez Claudio Bohórquez – der Aufreger. Der ehemalige Schüler von David Geringas und Boris Pergamenschikow wird von Dirigenten, Publikum, Veranstaltern und Kritikern gleichermaßen als eine der aufregendsten und faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation gepriesen.

Lászlá Fenyö László Fenyö – der Entdecker. Ein sicheres Stilempfinden und eine enorme technische Brillanz zeichnen László Fenyös aus. Eine reiche Orchestererfahrung und Entdeckerfreude in selten gespielter Sololiteratur vervollständigen sein musikalisches Profil.

Danjulo Ishizaka Danjulo Ishizaka – der Techniker. Er ist phänomenal in seinem technischen Potenzial und begeistert sowohl Publikum als auch Kritiker mit spontaner Klangfarbenphantasie.


Wählen Sie, wer befragt werden soll. Begründen Sie in einem (kurzen) Kommentar unter diesen Beitrag Ihren Wunsch. Alle Kommentare, die bis Montag, den 28. September, 12 Uhr eingehen, werden berücksichtigt. Der Cellist, dessen Antworten, die meisten von Ihnen lesen wollen, wird nächste Woche von einem unserer Twitter-Follower befragt. Die genauen Daten – Tag, Uhrzeit und Name des Cellisten – geben wir rechtzeitig bekannt. Wie immer können Sie – falls Sie keinen Twitter-Account haben – die Unterhaltung über unsere Twitterwall verfolgen.

Wenn Sie selbst Fragen haben, geben Sie sie als Kommentar ein. Wir sammeln sie, leiten sie weiter und stellen die Antworten dann hier ein. Dazu ist es allerdings nötig, dass Sie unter Ihrem realen Namen die Fragen stellen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

von Ulrike Schmid

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Kinderkonzert – Und was ist Brim Bram?

Mittwoch, 16. September 2009

Alan "Gunga" PurvesEin echtes Klangabenteuer erwartet Kinder beim Konzert mit dem Cellisten Ernst Reijseger und seinen Mitspielern Alan „Gunga“ Purves, Quietschente, Gummischlauch, Brim, Bram und anderen. Ein Erlebnis ohne Worte und ohne Gleichen – aber mit Alan, Ernst und viel Spaß! Bei den Konzerten von Ernst Reijseger läuft sowieso nie alles, wie es geplant war denn – auf die Kinder kommt es an. Mal sehen! Mal hören!

Das Kinderkonzert findet am Freitag, dem 2. Oktober um 16.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg statt. (ohne Pause, Ende circa gegen 17 Uhr)

von  Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

>> Karten für das Konzert können hier bestellt werden

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Klang des Lebens

Dienstag, 15. September 2009

Sylla-Reiijseger-Gueye

„Griots“ werden die Familien genannt, die musikalische Geschichten erzählen … Der niederländische Komponist und Cellist Ernst Reijseger arbeitet schon seit Jahren mit den senegalesischen Musikern Mola Sylla (Vocals, Percussion) und Serigne Gueye (Percussion) zusammen. Die Lieder des Trios handeln von Liebe und Eifersucht, von der Verehrung für Gott und von dem, was Weiße Schwarzen angetan haben – ein anrührend-sinnlicher Dialog voller emotionaler Kraft, der zeigt, dass Verständigung möglich ist. Was uns erwartet ist kein „Europe meets Africa“-Gefühl oder Streicherklang mit handgetrommelter Folklore-Beigabe – es klingt, als ob alles schon immer zusammen gehörte.

Das „Trio Reijseger/Sylla/Gueye“  ist in der Blauen Reihe am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22.00 Uhr auf der Burg Kronberg mit Jangelma, Baba, Sàng xale man, Noon, Fier, Njaarelu Adiye, Doxandéem, Sicroula u.a. zu hören und erleben.

von  Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

>> Karten für das Konzert können Sie hier bestellen

Cello Festival ¦ Tutors ¦ Ernst Reijseger

Dienstag, 18. August 2009

Ernst Reijseger – in his own words

Ernst Reijseger

Ernst Reijseger

I am a non-repertoire cellist. From when I was very young, I intuitively played in a way that I later found out is called improvisation. In my early years at college I met older students who were studying jazz and new music. I listened to the non-classical repertoire, including free improvisation, jazz and ethnic music. Although I was always interested in traditional cello techniques and was familiar with the cello repertoire, I developed my own personal way of playing. I invented my own pizzicato techniques, based on the finger picking style used by (bass) guitar players, and rhythmic structures that were inspired by drummers and pianists. Nowadays I play with musicians from all sorts of different backgrounds and make sure that I still get full-time enjoyment out of playing the cello. For the past ten years my music has been distributed by the wonderful label Winter&Winter.

I play solo concerts, give workshops for cellists, am involved in film music for Werner Herzog with the Sardinian choir Tenore e Cuncordu de Orosei and the Senegalese singer Mola Sylla and also work on music set to works by the South African poet Ingrid Jonker. In addition, I compose for and play with the Italian viola da gamba quartet, Il Suonar Parlante, as well as playing with the inimitable pianist Georg Gräwe and the drummer Gerry Hemingway. I play my own music in a trio with the classical cellist Larissa Groeneveld and pianist Frank van de Laar.

Cello Festival ¦ Dozenten ¦ Ernst Reijseger

Dienstag, 18. August 2009

Ernst Reijseger über sich selbst

Ernst Reijseger

Ernst Reijseger

Ich bin kein Repertoire-Cellist. Als ich noch sehr jung war, spielte ich Cello „intuitiv“, bis ich später herausfand, dass man diese Spielweise Improvisation nennt. In meiner frühen College-Zeit begegnete ich Studenten, die Jazz und Neue Musik studierten. Ich hörte mir das nicht-klassische Repertoire an, unter anderem auch freie Improvisation, Jazz und ethnische Musik. Obwohl ich mich immer für die traditionelle Cello-Technik interessierte und das Cellorepertoire kannte, führte meine Entwicklung zu einer eher individuellen Spielweise. So erfand ich meine eigenen Pizzicato-Techniken, die auf der Zupftechnik eines (Bass-) Gitarristen basieren, und rhythmische Strukturen, die von Schlagzeugern und Pianisten inspiriert sind. Heutzutage spiele ich mit Musikern aus ganz verschiedenen Sparten. Ich organisiere meine Zeit immer noch so, dass ich das Cello-Spielen zu hundert Prozent genießen kann. Seit 10 Jahren wird meine Musik von dem wundervollen Label Winter&Winter herausgegeben.

Ich spiele Solo-Konzerte, gebe Workshops für Cellisten und bin in viele Projekte eingebunden: unter anderem in Musik für Filme von Werner Herzog, zusammen mit dem „Sardenian Choir Tenore e Concordu de Orosei“ und dem senegalesischen Sänger Mola Sylla, sowie in die Musik zur Dichtung der südafrikanischen Dichterin Ingrid Jonker. Ich komponiere für das italienische Viola da Gamba Quartett „il suonar Parlante“ und musiziere gemeinsam mit ihm, wie auch mit dem unverbesserlichen Pianisten Georg Gräwe und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway. Und ich spiele meine eigene Musik im Trio zusammen mit der klassischen Cellistin Larissa Groeneveld und dem Pianisten Frank van de Laar.



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