Artikel-Schlagworte: „Junge Solisten“

Kammermusik aus Sicht eines Solisten:Ein Interview mit Bonian Tian

Freitag, 10. August 2012

Bonian Tian, 1986 in Shenyang/China geboren, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von fünf Jahren. 2005 zog er nach Deutschland und kam fünf Jahre später nach Kronberg, als er in den Masterstudiengang der Kronberg Academy als Junger Solist aufgenommen wurde. Erstmalig nahm er in diesem Jahr am Chamber Music Connects the World Festival als Junior teil; im September wird er dann die Rolle des Dozenten bei unserem Projekt Mit Musik Miteinander übernehmen. In unserem Interview spricht er über die Kammermusik aus der Perspektive des Schülers und des Dozenten und seine Zusammenarbeit mit sowohl jungen, als auch etablierten Künstlern.

Bonian, du arbeitest gerade an deiner Karriere als internationaler Solist. Warum war es für dich interessant, bei einem Kammermusikfestival mitzuwirken?

Ich glaube, solistisches Spielen und Kammermusik sind ganz unterschiedlich. Zusammenfassen kann ich die Unterschiede nicht, aber wenn man Künstler oder Musiker ist, muss man einfach alles können. Heute hört man sehr oft entweder Kammermusiker, Orchestermusiker oder Solisten. Sie können super musizieren in ihrem Fachbereich. Aber die große Künstler, wie Kremer, Bashmet und Schiff, sie können alles. Egal was sie spielen, die Leute hören immer gern zu. Für mich ist Chamber Music Connects the World eines der großartigsten Festivals auf der Welt! Man kann nicht nur mit renommierten Dozenten musizieren, sondern auch die jungen Künstler sind super. Ohne CMCW hätten wir die Gelegenheit leider nicht! Musik verbindet Musiker aus der ganzen Welt.

Welche drei Eigenschaften beschreiben deiner Meinung nach einen guten Kammermusiker?

1) Beherrschung des eigenen Instruments 2) Musikalische Auffassungsgabe 3) Geselligkeit und Unkompliziertheit bei der Probe.

Ist es wichtig, dass die „Chemie“ in der Gruppe stimmt oder kann grundsätzlich jeder mit jedem gleich gut musizieren?

Ich finde, um Kammermusik zu machen, ist es ganz wichtig, dass die Musikern sich persönlich gut verstehen. Nur mit guter Stimmung kann man schöne Musik machen.

Welches kammermusikalische Werk gefällt dir besonders gut?

Leider kann ich kein Bestimmtes nennen. Eigentlich gefallen mir alle Werke. Das hängt davon ab, mit wem ich musiziere. Wenn mit einem fantastischen Künstler spielt , kann selbst ein einfaches Stück Spaß machen und man kann viel Neues dabei entdecken.

Wenn du einmal mit einem Künstler deiner Wahl im Ensemble spielen könntest: wer wäre das?

Yo-Yo Ma!

Im September wirst du bei unserem Projekt Mit Musik Miteinander selbst mit jungen Streichern kammermusikalische Werke erarbeiten. Worauf freust du dich besonders und was könnte vielleicht „schieflaufen“?

Kammermusik mit jungen Streichern zu erarbeiten ist ganz anders, als selber zu spielen. Ich muss mich vor der Probe sehr gut vorbereiten und mich vorher so gut wie möglich über das jeweilige Stück informieren. Natürlich sollte man auch alle möglichen Fälle bei der Probe vorausdenken, damit man die Probenzeit optimal nutzen kann. Ich freue mich auch total darauf, die jungen Streicher kennenzulernen und mit ihnen zu musizieren. Sie sind alle talentierte junge Musiker, ich bin ganz sicher, nichts könnte schieflaufen :-)

Bonian, vielen Dank für dieses Interview!

Caroline Just

Kronberg Academy

Interview mit Friedemann Eichhorn / Neuer Direktor “Kronberg Academy Masters” (Teil 1)

Dienstag, 31. Juli 2012

Ein Vollblutmusiker mit vielen Seiten

Seit Juli 2012 ist Friedemann Eichhorn Direktor unseres Studiengangs “Kronberg Academy Masters”. Er hat damit den seit 2006 in dieser Rolle fungierenden Stephen Potts abgelöst, der wieder nach England zurückkehrt.

Friedemann Eichhorn wurde 1971 in Münster geboren und verbrachte seine Jugendjahre in Speyer.  Mit sieben Jahren begann er Violine zu spielen. Nach Unterricht bei Herbert Franze und Hiroshi Nishida wurde Prof. Valery Gradow sein Lehrer, bei dem er von 1987 bis 1992 an der Musikhochschule Mannheim studierte. Friedemann Eichhorn setzte seine Ausbildung bei Alberto Lysy an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz fort und graduierte von der Juilliard School New York, wo er von Margaret Pardee (Violine), Earl Carlyss und Samuel Sanders (Kammermusik) und Miguel Harth-Bedoya (Dirigieren) unterrichtet wurde. Darüber hinaus studierte er Musikwissenschaft, Jura und Buchwesen an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, wo er zum Dr. phil. promovierte. Friedemann Eichhorn war Stipendiat des DAAD, der Menuhin Academy, Juilliard School, Villa Musica, Kronberg Academy und des PE-Förderkreises.
Im Jahr 2002 wurde Friedemann Eichhorn als Violin-Professor an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar berufen. Zuvor unterrichtete er an der Folkwang Hochschule Essen, Abteilung Duisburg. Er gibt Kurse u.a. an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg und seit 2004 an der Gustav Mahler Akademie Bozen. Masterclasses und Kurse gab er auch an der Universität für Musik Wien, der Guildhall School London sowie an der Pre College Division der Juilliard School. Friedemann Eichhorn ist Künstlerischer Leiter des Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs für junge Geiger in Weimar. Von 1996 bis 2000 wirkte er als 1. koordinierter Konzertmeister des Staatstheaters Mainz. Daneben hat er diverse CD-Einspielungen für Hänssler und Naxos durchgeführt und auch als Dirigent einer Opern-Aufführung wirken dürfen. Summa Summarum, Friedemann Eichorn hat in seiner bisherigen Vita wahrlich viele Seiten anklingen lassen.

Das folgende Interview hat zwei Teile. Es wurde am vergangenen Wochenende geführt. In diesem ersten Teil geht es um die Kronberg Academy und die weitere Entwicklung des Studienprogramms. Im zweiten Teil werden dann Fragen aufgeworfen, die den Menschen Friedemann Eichhorn hervortreten lassen.

In den letzten Wochen und Monaten warst Du bereits bei Meisterkursen, Veranstaltungen und Events hier in Kronberg, was waren Deine Eindrücke und was ist aus Deiner Sicht das Besondere an dieser Einrichtung?

Das Besondere ist die Dichte an ganz außergewöhnlichen Begabungen und zwar sowohl auf Seite der Lehrenden als auch der Lernenden. Hier treffen sich regelmäßig zahlreiche der allerbesten jungen und älteren Künstler. Wobei in Kronberg beide Seiten auch voneinander lernen. Die künstlerische Qualität sucht international ihresgleichen.

Was war Deine Motivation, diese Aufgabenstellung in der Kronberg Academy zu übernehmen?

Ich fühle mich der Kronberg Academy seit vielen Jahren eng verbunden. Seit ich im Jahr 2001 als Professor nach Weimar berufen wurde, widme ich einen wichtigen Teil meiner künstlerischen Arbeit der Entwicklung von jungen Talenten. Das macht mir Freude und in Kronberg ist das Potential der Young Soloists riesengroß. Darüber hinaus liegt mir die Form – neudeutsch die „Unternehmensphilosophie“ – der Academy. Bei aller hohen Professionalität sind die Wege kurz und es hält sich ein gewisser familiärer Geist.
Welche Erinnerungen hast Du an Deine erste Teilnahme als junger Geiger bei „Chamber Music Connects the World“ im Jahre 2000?

Chamber Music Connects the World gehört zu meinen schönsten und wichtigsten künstlerischen Erfahrungen. Ich hatte die Gelegenheit mit Yuri Bashmet, Eugene Istomin, Gidon Kremer und Boris Pergamenschikow zu proben und zu spielen. Das ist ein Höhepunkt! Gerade kürzlich kamen viele Erinnerungen besonders lebhaft zurück, als ich den neuen Film der Academy über Yuri Bashmet gesehen habe. Darin finden sich einige Ausschnitte des Schnittke-Trios, das Yuri Bashmet mit Sebastian Hess am Cello und mir aufführte.

Welche Ziele strebst Du für die Weiterentwicklung des KAM-Studiengang an? Welche unmittelbar anstehenden Projekte haben Dein Hauptaugenmerk?

Das vergangene halbe Jahr, also die Zeit vor meinem offiziellen Antritt im Juli, habe ich vor allem dazu genutzt, die Abläufe kennenzulernen und viele Kontakte aufzubauen. Vernetzung und schnelle Kommunikation sind ganz wichtig. Ein großes Thema war und ist natürlich der Masterclass-Plan für unsere Young Soloists, den wir zusätzlich zu den regelmäßigen Unterrichten mit unseren hochgeschätzten Professoren Ana Chumachenco, Frans Helmerson, Nobuko Imai und Christian Tetzlaff organisieren. Ich freue mich, dass es  wiederum gelungen ist Yuri Bashmet, Martin Helmchen, Gary Hoffman, Gidon Kremer und András Schiff für musikalische Begegnungen zu gewinnen. Hinzu kommen Boris Kuschnir, Nils Mönkemeyer, Miklós Perényi, Lawrence Power, Antoine Tamestit, Antje Weithaas. Auf einen Improvisationskurs mit dem Geiger und Menuhin-Zögling Gilles Apap bin ich auch  gespannt. Wir sehen also einem sehr intensiven Studienjahr mit einem breiten Angebot für die Young Soloists entgegen. Das wichtigste Ziel des KAM-Studiengangs besteht darin, die international besten Lehrer und Musiker sowie die größten jungen Talente zu versammeln. Wichtig ist mir dabei auch, variable musikalische Ansätze einzubringen und Künstler mit unterschiedlichem Background für Masterclasses einzuladen. Unsere Young Soloists haben das Format, diese verschiedenen Traditionen zu erkennen, einzuordnen und deshalb davon zu profitieren. Das erweitert den Horizont!

Bezüglich der Theoriefächer zum KAM-Studiengang treffe ich mich demnächst mit den Kollegen der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt.

Hast Du Vorbilder in Sachen Lehrer und Musik-Pädagogik?

Aber ja, ohne Zweifel gehören unsere Professoren des KAM zu den Lehrern, die instrumental-methodisch und musikalisch Vorbildfunktion einnehmen. Stark geprägt haben mich natürlich meine eigenen Lehrer, darunter vor allem Alberto Lysy, der vor zwei Jahren verstorben ist. Meine Studienzeit an der Menuhin Academy in Gstaad war sehr inspirierend, auch weil Lord Menuhin selbst öfter für gemeinsame Konzerte und Masterclasses an die Academy kam.

In Kürze folgt Teil 2.

Michae Heinz

Kronberg Academy Team

Meisterklasse mit Volker Biesenbender

Mittwoch, 23. November 2011

Das ist Top, Top, Top

Er hat in London an der berühmten Yehudin Menuhin School studiert und ist viele Jahre später als Lehrer wieder an diesen Ort zurückgekehrt. Hier traf Volker Biesenbender auf  Stephen Potts, dem heutigen Direktor unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“. Stephen war damals in leitender Stellung an dieser berühmten Londoner Musikschule für Yehudi Menuhin tätig. Als Stephen Potts im letzten Jahr wieder Kontakt zu seinem alten Freund Volker aufnahm, verabredete man zunächst einen Auftritt und einen Workshop anlässlich der Geigen-Meisterkurse im Juli dieses Jahres in Kronberg.  Schwerpunkt des Workshops war das Thema „Improvisation“, für das Volker Biesenbender fast schon ein Synonym innerhalb der klassischen Musikausbildung geworden ist. Jetzt, Mitte November, sollte er noch ein zweites Mal in diesem Jahr in die Burgstadt kommen, um für 14 Junge Solisten unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“ (KAM) individuelle Meisterkurse zu geben.

Volker Biesenbenders Auftritt über 2 volle Tage ( 16./17.11.) war eine große Bereicherung für unsere jungen Musiker. Er war während dieser zwei prallen Tage im “flow”, wie er uns überzeugend berichtete. Als Lehrer unterwegs zu sein, das sei für ihn selbstverständlich. Er sieht es als persönliche Verpflichtung an, das Gelernte an die nächste Generation bestmöglich weiter zu geben. Und hierher nach Kronberg zu kommen, das war eine Herausforderung allererster Güte. Und die Resonanz bei den jungen Musikern war äußerst positiv. „Das war wunderbar“, so sagten es wie aus einem Munde Christel und Hanna Lee und auch Ella van Poucke, die mit 17 Jahren die jüngste Junge Solistin in unserem Studiengang.

Bei jeder Einzel-Session (Dauer. 50 Minuten) waren stets die anderen Solisten als Zuhörer mit von der Partie. So kam eine maximale Lernsituation zustande. Und am Abend waren alle angereichert mit Gedanken und Ideen von einem Lehrer, der auch als  Straßenmusiker Erfahrungen sammeln konnte.

Am Ende des zweiten Tages zeigte Volker den Jungen Solisten und dem Kronberg Academy Team einen israelischen Dokumentar-Film über seine Musik und seinen eigenen unkonventionellen musikalischen Werdegang. Seine musikalische Ausbildung führte ihn zunächst an die Musikhochschule Tel Aviv, wo er sein Studium abschloss. Insgesamt verbrachte er 4 Jahre in Israel. Nach dem Studium befasste er sich ausgiebig mit historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basel. Daneben gab er zahlreiche Recitals und trat bei diversen Festivals auf. Mit seinem eigenen multistilistischen Trio Avodah gibt er seit einigen Jahren Konzerte in ganz Europa. Auch das Kronberger Publikum konnte sich im Sommer diesen Jahres ein eigenes Bild von dem mitreißenden Auftritt des Trios  in der Stadthalle machen. Bemerkenswert ist noch dies: Sein großer Mentor, der weltberühmte Yehudi Menuhin, unter dessen Stabführung er noch kurz vor dessen Tod die erste Bartók-Rhapsodie einspielte, wies in vielen Interviews und Fachartikeln enthusiastisch auf Biesenbenders künstlerische Vielseitigkeit hin.

Sein Credo: Das im Innersten eines Musikers Empfundene sollte beim Vortrag nach außen gelangen, es sollte idealerweise im Augenblick des Spielens ( im „Hier und Jetzt“) aus dem Musiker herausfließen. Der Musiker müsse im flow sein, seine eigenen tiefen Empfindungen und Gefühle für die Hörer erlebbar und erfahrbar machen. Auf unsere Frage, wer ihn maßgeblich in seiner musikalischen Auffassung beeinflusst habe, antwortete er sogleich und nennt seinen langjährigen Lehrer Rami Shevelov, aus seiner Zeit in Tel Aviv.

Ein bestimmtes System oder eine Methodik habe er dabei nicht zur Hand, so erklärte er uns. Wohl aber trete er in einen Dialog mit jedem Musiker, wenn dieser ihn sein/ihr Werk vorgespielt hat. So war es auch in Kronberg mit den insgesamt 14 Jungen Solisten, die die Instrumente Violine, Viola und Cello jeweils mit Klavierbegleitung in unterschiedlichen Werken erklingen ließen.

In unserem Gespräch kurz nach Beendigung der Meisterklasse Ende letzter Woche, schilderte er uns – sichtlich erleichtert – wie die zwei „Kronberger Tage“ auf ihn gewirkt hatten und mit welchen Gedanken er heimwärts reisen würde. Jeder der 14 jungen Musiker konnte sich 50 Minuten auf sein/ihr Stück vorbereiten, um dann im Kreise der Mitstudierenden das eigene Stück vorzutragen und dann Volkers Feedback zu hören. „Das war top, top, top“,  ließ er wissen. Was er hier erlebt habe mit den jungen Musikern, „das sei vom Feinsten gewesen, so seine Worte über die Jungen Solisten und die Kronberg Academy als Ausbildungsinstitution.

Über die Jahre mit vielen Erfahrungen in Sachen Unterrichten junger Musiker bestens ausgestattet, war Volker Biesenbender nicht zurückhaltend mit seinem Lob über die Arbeit, die das Team um Stephen Potts seit nunmehr 5 Jahren leistet. Für Biesenbender war es etwas Besonderes, die créme de la créme junger Streicher unterrichten zu dürfen und so viele herausragende junge Musiker um sich zu wissen. Eine solche Dichte hätte er noch nicht erlebt. Dazu die Natürlichkeit und die spezielle Atmosphäre in den Räumen der Streitkirche, dort wo die Meisterklassen und Kurse für die Jungen Solisten abgehalten werden. All dies sei ihm sehr positiv aufgefallen. An anderer Stelle fällt das Wort vom „Hochleistungslabor“, aber hier in Kronberg sei eben das Menschliche noch sehr zu spüren. Das sei bei ihm sehr positiv angekommen.

Und die Einladung der Academy, im nächsten Jahr bei „Classic for Kids“ erneut in Kronberg aufzutreten, da habe er mit seiner Zusage nicht mehr lange zögern müssen. Für die Musikliebhaber in und um Kronberg eine prima Nachricht!

Michael Heinz

Meisterkurs: Ana Chumachenco und Ihre trefflichen Meisterschüler

Freitag, 19. März 2010


Kronberg, im März 2010:

An einem der ersten Tage ohne Schnee in Kronberg waren sie alle versammelt: 7 Junge Solisten waren zusammengekommen, um Ana Chumachencos Meisterkurs beizuwohnen. Endlich hatte ich mal Gelegenheit, so viele junge Musiker unseres Studienganges „Kronberg Academy Masters/ Further Master Studies“ geballt an einem Platz zu erleben. Keine Übertreibung: das war ein angenehmes, familiäres Zusammentreffen von Alt und Jung, und was mir so mancher Junge  Solist nachher erzählte:  man kennt sich größtenteils untereinander. Aber der Reihe nach….

Wer war dabei….?

Peijun Xu, Benedict Klöckner, Yumiko Urabe, Alicja Smietana, Alina Ibragimova, Eri Sugita, Sasha Sitkovetsky, Soojin Han, Vilde Frang, der Berliner Gabriel Schwabe und schließlich David Gueran.

Während der Vormittag alleine dem Einzelunterricht gewidmet war, war nach dem gemeinsamen Mittagessen zunächst Kammermusik „vom Blatt“ angesagt und es durften nun auch einige Zuhörer des Academy Teams mit dabei sein. Absolut spannend dachte ich und ließ mich auf knappe 3 Stunden intensiven Musik-Hörens ein.

Direkt neben dem aufmerksamen Stephen Potts sitzend, dem Leiter des Academy-Master Studienganges,  versuchte ich , sowohl den Klängen der Musik zu folgen, als auch ein Gefühl für die Anstrengungen und Konzentration der jungen Musiker mit aufzunehmen. Den Auftakt machte das lebhafte und zugleich rasante Oktett von Felix Mendelssohn-Bartholdy – ein absolut begeisterndes Stück! Im Halbkreis sitzend, Frau Chumachenco als 4. Geige im Zentrum, musizierten alle mit viel Schwung und Klasse. Sasha Sitkovetsky, der mir zuvor stolz von seinen frühen Begegnungen mit Yehudi Menuhin berichtet hatte, hatte als erster Geiger die Führungsrolle inne – glänzend – so meine subjektive Empfindung.

Dann, nach einer kurzen Pause, stand Alina Ibragimova allein im Zentrum der Aufmerksamkeit: Sie intonierte die Sonate Nr. 2 Op. 94 von Prokofiev mit großer Inbrunst. Die begeisterten Kommentare Ana Chumachencos und der anderen Meisterkurs-Teilnehmer über ihr Spiel ließ die junge Russin, die in Großbritannien lebt, mit sichtlicher Freude und gut gelaunt über sich ergehen. Einer Katze gleich, lautlos und gewandt aus der Bodenperspektive fotografierend, war auch unser Fotograf Andreas Malkmus mit von der Partie, um diese Momente gewissermaßen für das Familien-Album  festzuhalten. Den Schlussakkord seiner Arbeit bildete ein wirklich schönes, familiäres  Gruppenfoto der jungen Musiker mit Frau Chumachenco –

dieses und weitere „atmosphärische“ Momentaufnahmen eines besonderen Meisterkurs-Tages  in der Kronberger Streitkirche können nun alle Fans und Freunde auf unserer Kronberg Academy Flickr- Seite bestaunen.

Michael Heinz

Chamber Music Connects The World ¦ Spielen und Warten

Donnerstag, 25. Februar 2010

Beim ambitionierten Musik Projekt Chamber Music Connects the Worldgeht es in die erste heiße Phase. Aus 150 Bewerbungen wurden 33 Musiker ausgewählt und nach Kronberg zu den sog. „Auditions“ eingeladen. Außergewöhnlich für diese Auditions ist es, dass die jungen Musiker sich nahtlos in das Spiel eines Quartetts einfügen müssen – Genauigkeit und Timing sowie intime Kenntnis der Partitur sind erforderlich. Eine echte Herausforderung also, der sich die jungen Musiker so noch nie zu stellen brauchten. Die Jury (Gidon Kremer, Raimund Trenkler, Stephen Potts und Tatjana Grindenko) wird die Qual der Wahl haben.

Viele junge Musiker fluten in die Stadthalle, viele von ihnen bereits ausgezeichnet und als Sieger bei internationalen Wettbewerben geehrt.

Wo gibt es das sonst noch? 19 Geigen, 9 Bratschen und 5 Celli versammeln sich in Kronbergs Mitte. Allesamt mit dem Potenzial, in Zukunft musikalisch Furore zu machen.

In knappen 10 Minuten muss sich ein jeder von ihnen bewähren. Vormittags sind die Geigen-Solisten an der Reihe. Mein Gefühl sagt mir, dass die jungen Geiger allesamt kommunikative, lebhafte junge Leute sind. Cellisten und Bratscher erscheinen mir ein klein wenig verhaltener.

Im Laufe des Tages versammeln sich die jeweils Wartenden im Bistro-Bereich der Stadthalle. Dies ist ein Treffpunkt für kurze Gespräche und Begegnungen. Man trinkt, isst und verkürzt das Warten. Von einem jungen tschechischen Geiger erfahre ich von seinem Missgeschick Montag und Dienstag verwechselt zu haben ( Typisch Junge, meint meine liebe Frau am Abend, als ich ihr von meinen Erlebnissen berichte). Freundlich und gar nicht enttäuscht berichtet er mir noch, dass er bei dieser Ausgangslage keine Illusionen hatte. Seine Einsätze wären nicht ganz exakt zu den übrigen Spielern des Kuss-Quartetts erfolgt. Frappierend die sehr offene Art des 29-jährigen, der im letzten Jahr seine Studien an der Musikschule Hanns Eisler Berlin beendet hat. Nun Berufsmusiker zu sein, sei nicht leicht, so sein Fazit.

Von der selbstbewussten Mariechristine (19) erfahre ich, dass sie am Samstag aus dem sonnigen Kalifornien zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland angereist sei. Und, so erzählt sie mir, wie wichtig das Studium der „Partitur“ für sie sei. Bei Elena Graf, die aus dem nahen Frankfurt angereist ist, spüre ich eine enorme Leichtigkeit, keine Spur von Spannung. Ihr junger Begleiter gibt ihr offenbar Ruhe. Die junge Chinesin Peijun Xu (24), frisch-gebackene Gewinnerin des 6. Yuri Bashmet Viola Wettbewerbs in Moskau, erzählt mir von dem großen Lernaufwand, den sie täglich bewältigt und ihr somit sehr wenig freie Zeit lasse. Am späten Abend lerne ich Tali Kravitz kennen. Sie ist aus dem verschneiten New York nach Kronberg angereist und weiß einiges über das Distance Learning Programm der Manhattan School of Music ( MSM) zu berichten, wo sie nun als Viola Instructor arbeitet.

Schließlich beeindruckt mich noch sehr der junge koreanische Solist Joon-Ho Shim (22), der als Cellist lange warten musste. Er kam aus Essen heute nach Kronberg. Joon-Ho eröffnet mir freimütig, wie unerwartet schnell das Stravinsky Stück gespielt wurde und dass es größter Konzentration bedurft hätte, hier die Einsätze zu beherrschen. Und seine Geschichte über die ersten Jahre allein in Deutschland  – ohne Deutsch-Kenntnisse im Gepäck im zarten Alter von 14 jahren – das verlangt mir großen Respekt ab. Es war die Hölle, so seine Worte. Der junge Mann begibt sich nach unserem abendlichen Austausch in den großen Saal. Es ist nun 20.30 Uhr. Raimund Trenkler hat soeben die Bratscher und Cellisten zur Verkündung der Ergebnisse zur Jury gerufen. Ich präpariere meine Kamera, folge den jungen Leuten für einige letzte Fotos. Schlussstrich unter einen langen, ereignisreichen Tag.

Von Michael Heinz

KAtalk am 9. Dezember ¦ Zusammenfassung

Donnerstag, 10. Dezember 2009

KAtalk-Peijun Xu Für alle, die gestern nicht live dabei sein konnten, gibt es hier eine Zusammenfassung des gestrigen Gesprächs zwischen Christan Henner-Fehr und Peijun Xu. Wie schon bei den vorausgegangenen drei KAtalks blieb es nicht bei einem Dialog, sondern es haben sich einige andere Follower aktiv eingemischt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass wir von Mal zu Mal eine größere Resonanz erzielen. Dieses Mal waren die Retweets der Ankündigung im Vorfeld ganz beachtlich – sie kamen nämlich von ganz vielen unterschiedlichen Leuten, die ich teils noch nicht kannte. Vielen Dank dafür! be_es_ha hat keine Mühen gescheut und nachgerechnet, um der Twittergemeinde dann mitzuteilen, dass Peijun Xu mit 24 Jahren bereits auf 21 Jahren „Berufserfahrung“ zurückblicken kann und typhaeus hat nicht nur auf Gidon Kremers Kammermusikfest in Lockenhaus hingewiesen, sondern auch den berechtigten Einwurf gebracht, dass die Unterscheidung zwischen Bratsche und Geige nicht jedem klar ist. Das werden wir demnächst an dieser Stelle ausführlicher klären.

Und hier ein Auszug aus den Fragen, Antworten sowie Einwürfen und Reaktionen anderer Follower.

@kulturmanager erst einmal herzlich willkommen zum #KAtalk danke an @KronbergAcademy und Peijun Xu … und schon geht es los …
PX@KronbergAcademy freue mich auf deine Fragen

@kulturmanager Peijun, Du bist seit dem Sommer in Kronberg und lebst wahrscheinlich meist in Grossstaedten. Wie gefaellt dir das Leben in Kronberg?

PX@KronbergAcademy ich wohne in Frankfurt, weil ich dort seit 4 Jahre an der Hochschule studiere; hier im Studiengang sein, heißt nicht dass wir hier ständig wohnen
@kulturmanager stimmt, Frankfurt und Kronberg sind ja nicht so weit auseinander ;-)

@kulturmanager Du machst seit Deinem 3. Lebensjahr Musik, das heisst, Du lebst Musik. Welche Musik hoerst Du privat am liebsten?
PX @KronbergAcademy ich höre auch privat meistens klassische Musik; ich kann in die Musik eintauchen; es ist wie eine Person kennenzulernen. Du willst immer mehr über sie erfahren und mehr von ihr wissen; je mehr man von ihr weiß desto mehr verliebt man sich in die Musik

@kulturmanager Du spielst Bratsche, den Unterschied (http://bit.ly/6SdEEQ) kennen viele gar nicht. Wie bist Du auf dieses Instrument gekommen?
PX@KronbergAcademy In China gibt´s eine sehr gute Viola Lehrerin,ich war schon ziemlich große als Chinesin als ich 12 war. Sie hat mir empfohlen; Viola zu lernen, und hab auch sofort geliebt,weil Viola für mich,viel schöner Klang hat als Violine; Die Bratsche hat einfach dunkler Klang, viel tiefer, mehr emotionen; Die Bratschisten sind meistens menschlich umgänglicher (Persönliche Meinung) :)

@typhäus ich z.B. hab da schon meine Schwierigkeiten, was den Unterschied betrifft ;) @UlrikeSchmid @kulturmanager
@kulturmanager bei den details musste ich auch nachlesen ;-)

@saxotom allenthalben eine These RT @KronbergAcademy Die Bratschisten sind meistens menschlich umgänglicher (Persönliche Meinung) :)

@kulturmanager Deinem Lebenslauf entnehme ich, dass Du auch zeitgenössische Musik spielst. Haben wir dazu einen anderen Zugang als zur „Klassik“?
PX@KronbergAcademy Das ist so wie bei Pop Musik. Es gibt viele unterschiedliche Richtungen

@kulturmanager gab es die früher nicht, die unterschiedlichen richtungen?
PX@KronbergAcademy Die Musik entwickelt sich ja auch, wir hatten Barock Zeit, Romantische Zeit…usw…jetzt ist eben 21.Jahrhundert…

@kulturmanager Du bist als „junge Solistin“ Teilnehmerin am Kronberg Academy Master. Kannst du mir bitte erklären, was „junge Solistin“ bedeutet?
PX@KronbergAcademy ich habe meine Diplom, und bekomme jetzt noch eine spezielle Förderung die sehr individuell auf uns Musiker zugeschnitten ist

@spoxx Im 21.Jhd gibt es z.B. auch “ernste” elektronische Musik – gibt es da Berührungen mit der zeitgenössischen Musik, die du magst?
PX@KronbergAcademy für mich nicht

@kulturmanager dann ist das jetzt also das Studium nach dem Studium ;-)
PX@KronbergAcademy ja, so kann man den Studiengang beschreiben

@kulturmanager gibt es so ein Studium nur an der Kronberg Academy? Was zeichnet sie aus?
PX@KronbergAcademy ja, das ist einzigartig #Studiengang; sehr intimer Kreis, familiäre Atmosphäre, wir spielen alle Streichintstrumente

@kulturmanager Ulrike Schmid hat mir erzählt, dass Du gerade von einem Workshop mit Gidon Kremer kommst. War das Deine 1. Begegnung mit ihm?
PX@KronbergAcademy ja. Er ist sehr nett und sehr “normal” trotz seiner Bekanntheit

@typhäus Gideon Kremer macht bei uns hier in Lockenhaus jährlich die Kremerata (Kammermusikfest)
@kulturmanager danke für den Hinweis… ist ja nicht weit

@kulturmanager Wie ist er als Lehrer? Was ist das Besondere an ihm? http://bit.ly/6vXEBc #gidonkremer
PX@KronbergAcademy Er sieht sofort wo jemand ein „Problem” hat, an dem er/sie daran arbeiten sollte

@kulturmanager ok, letzte frage: twitterst du? ;-)
PX@KronbergAcademy nur heute ;-)

@kulturmanager dann bedanke ich mich besonders, dass wir twittern konnten, viel spaß bei der probe und viel erfolg für die zukunft
@spoxx Danke an alle Beteiligten für den interessanten #KAtalk !
PX@KronbergAcademy vielen Dank und vielleicht twittere ich irgendwann mal. War mir ein Vergnügen
@KronbergAcademy und schon ist sie wieder weg … Danke @kulturmanager für deine Zeit und deine Fragen
@typhäus Ich sage Danke :)
@kulturmanager und bei allen anderen bedanke ich mich fürs zuhören oder besser gesagt mitlesen ;-)
@KronbergAcademy und wer will, kann Peijun Xu mit dem Trio Lieto am 20. Februar in Neustadt live sehen und hören
@kulturmanager ich fand es recht interessant und habe bei der vorbereitung darauf viel gelernt :-)
@buchfieber #ff @kulturmanager zeigt, wie man Twitter zum Kommunikationsinstrument macht. #KAtalk : Gespräch mit einer Musikerin (@KronbergAcademy)
@klbkultur Dank an @KronbergAcademy und @kulturmanager für den heutigen #KAtalk. Wirklich interessantes Format! #twitter
@spoxx RT @klbkultur: Dank an @KronbergAcademy und @kulturmanager für den heutigen #KAtalk. Wirklich interessantes Format! #twitter

Vielen Dank an alle für das Interesse und die lobenden Worte. Fortsetzung folgt.

von Ulrike Schmid

Masters in Performance ¦ Diashow ¦ Eindrücke von den Konzerten

Freitag, 10. Juli 2009

Eindrücke von unserem kleinen Sommerfest mit den Jungen Solisten des Kronberg Academy Masters am 4. und 5. Juli.

Fotos: Charlotte Oswald/Kronberg Academy

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Gabriel Schwabe

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gabriel SchwabeDer deutsche Cellist Gabriel Schwabe, 1988 geboren, ist Junger Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters und nimmt an den Kronberg Academy Master Studies teil.

Im Jahr 2006 gewann Gabriel Schwabe drei Sonderpreise beim Grand Prix Emanuel Feuermann – und war damit für die Kronberg Academy eine der Entdeckungen des Wettbewerbs. 2008 war er bei Chamber Music Connects the World dabei und begann sein Studium an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Erst im vergangenen Monat gelang es ihm, begleitet von der Pianistin Anna Naretto, als jüngster von fünf Finalisten den Pierre Fournier Award in London zu gewinnen. (Stipendium von Sal. Oppenheim)

Sein Konzert zur Zwischenprüfung findet am Freitag, dem 10. Juli um 16 18.00 Uhr im Museum, Tanzhausstr. 1a, statt. Begleitet wird er am Klavier von Anna Naretto. Auf dem Programm steht:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Cellosuite Nr. 3 C-Dur BWV 1009
1. Prelude
2. Allemande
3. Gigue

Alfred Schnittke (1934–1998)
Cellosonate Nr. 1
1. Largo
2. Presto
3. Largo

Ernest Bloch (1880–1959)
Three pieces from Jewish Life
1. „Prayer“ (Andante Moderato)
2. „Supplication“ (Allegro non troppo)
3. „Jewish Song“ (Moderato)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Cellosonate Nr. 2 D-Dur op. 58
1. Allegro assai vivace
2. Allegretto scherzando
3. Adagio
4. Molto allegro e vivace

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 12 Euro gibt es an der Abendkasse.

Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Alina Ibragimova

Freitag, 3. Juli 2009

Die 1985 geborene Geigerin Alina Ibragimova (England) nimmt als Junge Solistin an den Further Master Studies des Alina Ibragimova Kronberg Academy Masters teil.

Alina Ibragimova kam 2004 durch Chamber Music Connects the World zur Kronberg Academy und ist seitdem mehrfach gemeinsam mit Gidon Kremer aufgetreten. 2009 erschien bereits ihre dritte CD bei Hyperion Records (mit Werken von Karol Szymanowski), und sie wurde gerade mit dem Young British Performer Classical Award ausgezeichnet. In Kronberg studiert sie bei Christian Tetzlaff. (Stipendium von der Gidon Kremer Stiftung)

Sie zeigt ihr Können am Sonntag, dem 5. Juli um 18 Uhr im Sitzungssal des Rathauses und wird von Yumiko Urabe am Klavier begleitet. Auf dem Programm steht:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Chaconne aus der Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinsonate Nr. 4 a-Moll op. 23
1. Presto
2. Andante scherzoso, piu Allegretto
3. Allegro molto

Maurice Ravel (1875–1937)
Tzigane

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Alina persönlich?) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Alexander Sitkovetsky

Freitag, 3. Juli 2009

Heute stellen wir Ihnen den 26jährigen Geiger Alexander Sitkovetsky aus England vor, Alexander Sitkovetskyder als Junger Solist an den Further Master Studies des Kronberg Academy Masters teilnimmt.

Der ehemalige Schüler der Yehudi Menuhin School in London tritt heute als Solist und als Kammermusikpartner von Künstlern wie Mischa Maisky oder Julia Fischer auf, mit der er gerade gemeinsam eine CD aufgenommen hat. Seit Oktober 2008 nimmt er am Kronberg Academy Masters Programm teil und wird von Ana Chumachenco unterrichtet.

Er tritt am Sonntag, dem 5. Juli um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet.  Auf dem Programm steht:

Johannes Brahms (1833–1897)
Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100
1. Allegro amabile
2. Andante tranquillo
3. Allegretto grazioso (quasi Andante)

Alfred Schnittke (1934–1998)
Suite im alten Stil
1. Pastorale
2. Ballett
3. Menuett
4. Fuge
5. Pantomime

Pablo de Sarasate (1844–1908)
Zigeunerweisen op. 20

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Giorgi Kharadze

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Vorstellungsrunde der Jungen Solisten geht weiter mit dem 1984 geborenen Cellisten Giorgi Kharadze aus Georgien.

Giorgi Kharadze Giorgi Kharadze wurde Dritter beim Casals Wettbewerb in Kronberg 2004 und beim Rostropovich Wettbewerb in Paris 2005, bevor er schließlich 2006 den Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin gewann. Im gleichen Jahr war er „Junior“ bei Chamber Music Connects the World. Als Schüler von Frans Helmerson nimmt er an den Further Masters Studies der Kronberg Academy teil. (Stipendium von der Hans Lenze-Stiftung)

Er zeigt sein Können am Sonntag, dem 5. Juli um 14.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses und wird am Klavier von Yumiko Urabe begleitet.

Auf dem Programm steht:

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69
1. Allegro, ma non tanto
2. Scherzo: Allegro molto
3. Adagio cantabile
4. Allegro vivace

Graciane Finzi (*1945)
Thème et Variations sur
„El Cant dels Ocells“ (Cello solo)

György Ligeti (1923–2006)
Sonate für Cello solo
1. Dialogo
2. Capriccio

Und nach dem 45minütigen Konzert haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Eri Sugita

Donnerstag, 2. Juli 2009

Nummer sechs in unserer Vorstellungsrunde der Jungen Solisten des Kronberg Academy Masters, die am kommenden Eri Sugita Wochenende in Kronberg Konzerte geben, ist die 24jährige Japanerin Eri Sugita (Viola).

Ein Jahr bevor Eri Sugita ihr Studium als Geigerin an der Toho Gakuen School of Music in Tokio 2008 abschloss, hatte sie mit dem Bratschenunterricht begonnen. Seit Oktober 2008 nimmt sie als Bratscherin an den Kronberg Academy Further Masters Studies teil und wird von Nobuko Imai unterrichtet.

Sie tritt am Sonntag, dem 5. Juli um 12  Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – ihr Konzert ist das erste von vier an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm steht:

Franz Schubert (1797–1828)
Sonate a-Moll D. 821 „Arpeggione“
1. Allegro moderato
2. Adagio
3. Allegretto

György Kurtag (*1926)
Jelek

George Enescu (1881–1955)
Konzertstück

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie wieder Gelegenheit für Gespräche und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Marie-Elisabeth Hecker

Mittwoch, 1. Juli 2009

Die Vorstellungsrunde geht weiter …

Seit sie 2005 mit nur 18 Jahren sensationell den Rostropovich Cello Wettbewerb in Paris gewonnen hat, ist Marie-Elisabeth Hecker eine gefragte Solistin und erhältMarie-Elisabeth Hecker Konzertangebote in der ganzen Welt. 2006 war sie bei Chamber Music Connects the World in Kronberg dabei und seit November 2008 ist sie als Schülerin von Frans Helmerson Junge Solistin des Kronberg Academy Master (M.Mus). Maries Konzert am 4. Juli wird für alle Beteiligten ein ganz besonderes sein: Mit diesem Auftritt nämlich legt Marie ihr Examen ab, um den Master of Music (M.Mus) zu erlangen. Im großen Saal der Stadthalle wird deshalb auch eine Jury aus Vertretern der Kronberg Academy und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sitzen – gemeinsam mit hoffentlich vielen weiteren begeisterten Zuhörern, die ihr die Daumen drücken! (Marie hat ein Stipendium von der Stiftung Eurohypo)

In Maries Examenskonzert sind noch Stühle für Kinder und Jugendliche frei!

Ein Examenskonzert ist eine spannende Sache – das von Marie-Elisabeth Hecker erst recht!

Wir möchten, dass Schülerinnen und Schüler dieses besondere Examenskonzert von Marie miterleben! P&G Braun in Kronberg macht es möglich und lädt Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahren deshalb zu diesem Konzert ein. Trotz vieler Unternehmungen in der Vor-Ferienzeit – wetten, dass diese Stunde am frühen Samstagabend es wert ist?

Kommen Sie mit Ihren Kindern – wir würden uns sehr darüber freuen! (Und Marie auch!)

(Begleitende Eltern zahlen 10,00 Euro.) Bitte melden Sie sich kurz unter 06173-78 33-77 oder -78

Auf dem Programm des Examenskonzerts, das um 18 Uhr in der Stadthalle stattfindet, stehen:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Cellosuite Nr. 4 Es-Dur BWV 1010
1. Prelude
3. Courante
4. Sarabande
6. Gigue

Franghiz Ali-Zadeh (*1947)
Oyan!

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sieben Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart

Dmitri Shostakovich (1906–1975)
Cellosonate d-Moll op. 40
1. Allegro non troppo
2. Allegro
3. Largo
4. Allegro

Carl Davidoff (1838–1889)
Am Springbrunnen op. 20 Nr. 2

Marie wird von Juho Pohjonen am Klavier begleitet.

Empfang nach dem Konzert

Nach dem Konzert laden P&G Braun und der Förderverein der Kronberg Academy alle Konzertbesucher zu einem sommerlichen Umtrunk mit einem Glas Wein, Saft oder Wasser ein!

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Dai Miyata

Dienstag, 30. Juni 2009

In vier Tagen ist es soweit – dann findet erstmals unsere Konzertreihe Masters in Performance statt. Vorab möchten wir Ihnen die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters vorstellen.

Dai Miyata Der dritte in unserer Vorstellungsrunde ist der japanische Cellist Dai Miyata, 1986 geboren, der an den Further Master Studies teilnimmt.

Dai Miyata, Absolvent der Toho Gakuen School of Music, wurde mit vielen Preisen in Japan ausgezeichnet. 2008 wurde Dai ausgesucht, an Chamber Music Connects the World teilzunehmen und erhielt im gleichen Jahr den Landgraf von Hessen-Preis der Kronberg Academy. Im Rahmen der Further Masters Studies für junge Solisten wird er in Kronberg von Frans Helmerson unterrichtet. (Stipendium von der Rostropovich Cello Foundation)

Dai Miyata tritt am Samstag, dem 4. Juli um 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – sein Konzert ist das dritte von fünfen an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm stehen:

Györgi Ligeti (1923–2006)
Sonate für Cello solo
1. Dialogo
2. Capriccio

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Cellosonate Nr. 2 d-Moll op. 58
1. Allegro assai vivace
2. Allegro scherzando
3. Adagio
4. Molto allegro e vivace

Hisatada Otaka (* 1944)
Nocturne

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (auch mit Dai persönlich) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Vilde Frang

Montag, 29. Juni 2009

Im Hinblick auf unsere Konzertreihe Masters in Performance, die am kommenden Wochenende erstmalig stattfindet, möchten wir Ihnen vorab die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters vorstellen.

Wilde Frang

Alle zehn sind ganz fantastische junge Künstler – jeder für sich wäre schon eine weite Reise zu einem Konzert wert …!

Die zweite in unserer Vorstellungsrunde ist die norwegische Geigerin Vilde Frang, 1986 geboren, die an den Further Masters Studies teilnimmt.

Vilde Frang, die 2009 unter anderem mit dem Norwegischen Solistenpreis ausgezeichnet worden ist, tritt mit vielen Orchestern in Europa auf und tourte im Sommer 2008 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und der Camerata Salzburg durch die USA. Sie hat 2006 an Chamber Music Connects the World teilgenommen und studiert an der Kronberg Academy im Rahmen der Further Masters Studies bei Ana Chumachenco.

Vilde Frang zeigt ihr Können am Samstag, dem 4. Juli um 12.30 im Sitzungssaal des Rathauses  – ihr Konzert ist das zweite von fünfen an diesem Tag. Sie wird von Yumiko Urabe am Klavier begleitet. Auf dem Programm stehen:

Béla Bartók (1881–1945)
Sonate für Violine solo Sz. 117
1. Tempo di ciaccona
2. Fuga: Risoluto, non troppo vivo
3. Melodia: Adagio
4. Presto

Jean Sibelius (1865–1957)
Humoresken
Nr. 1 d-Moll op. 87
Nr. 2 D-Dur op. 87
Nr. 5 Es-Dur op. 89

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Vilde persönlich) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Junge Solisten ¦ Andreas Brantelid

Montag, 29. Juni 2009

Am kommenden Wochenende findet erstmalig unsere Konzertreihe Masters in Performance statt. Grund für uns, Ihnen vorab die Jungen Solisten des Studiengangs Kronberg Academy Masters, die am Samstag und Sonntag ihr Können dem Publikum vorführen, vorzustellen.

Es sind alles ganz fantastische junge Künstler – jeder für sich wäre schon eine weite Reise zu einem Konzert wert …!

Andreas Brantelid Den Anfang der Vorstellungsrunde macht der Cellist Andreas Brantelid (Dänemark/Schweden), 1987 geboren, der an den Further Masters Studies teilnimmt.

Andreas Brantelid hat 2008 an Chamber Music Connects the World teilgenommen und war der erste Junge Solist des Kronberg Academy Master, der mit einem Master of Music (M.Mus) abgeschlossen hat. Sein Examenskonzert im letzten Sommer in der Kronberger Stadthalle haben wir noch gut in Erinnerung. Der Gewinner der International Paulo Cello Competition 2007, dessen Debut-CD 2008 bei EMI Classics erschienen ist, nimmt seit Oktober 2008 an den Kronberg Academy Further Masters Studies teil und setzt seine Studien nun bei Frans Helmerson fort. (Stipendium von der Rostropovich Cello Foundation)

Andreas Brantelid tritt am Samstag, dem 4. Juli um 11 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf – sein Konzert ist das Erste von fünfen an diesem Tag – und wird am Klavier von Anna Naretto begleitet. Auf dem Programm steht:

Frédéric Chopin (1810–1849)
Cellosonate g-Moll op. 65
1. Allegro moderato
2. Scherzo: Allegro con brio
3. Largo
4. Finale: Allegro

Max Bruch (1838–1920)
Kol Nidrei op. 47

Peter Tchaikovsky (1840–1893)
Pezzo Capriccioso op. 62

Nach dem Konzert, das circa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit für Gespräche (vielleicht auch mit Andreas persönlich?) und Erfrischungen. Karten für 8 Euro gibt es an der Tageskasse.

von Oda Cramer von Laue


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