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Masterclass with Yuri Bashmet

Dienstag, 31. Januar 2012

Intense two days with a focus on musicality, precision and body language

Thirteen Young Soloists gathered in Kronberg for two days of intense education with a great violist and and a man who understands the full spectrum of the human body language:  mime Samy Molcho. Mr. Molcho is known for his body language expertise while Yuri Bashmet, the world-renowned viola artist, demonstrated his unique musicianship and educational prowess for the young musicians. Samy Molcho´s session delivered an important input for the Young Soloists with regard to the character and quality of their stage presence: Learning and understanding the impact of  an artist´s movements and gestures while performing on stage representing an indirect kind of communication that influences how the artist is generally perceived by the audience. Thereby having an influence on how well the performance can be supported through the right body language.

The sessions with both artists were extremely well received and the stimulation and the insights that the two men had to offer left the group highly motivated. Walking through the hall of our KAM facilities I tried to gather some personal feedback from the young musicians about the sessions with the famous Russian violist.

Said Hanna Lee, 27, violist from Korea,  studying in Kronberg since October last year,
“there was so much information over these two days, I am extremely motivated to dig deeper into  the world of music and try to be more complete as a player. Yes, it was very worthwhile”.

Yura Lee, another Korean violist, now living in Boston, confirmed this view during a break on the last day and continued having great fun with some other fellow Young Soloists.

Ella van Poucke, 17, the youngest participant of the group, found that Mr. Bashmet was extremely focused on every single note of the composition. And Pablo Ferrández, 21, another young Soloist added, “ Mr. Bashmet pays enormous attention to every detail, he has great listening capabilities and I was overwhelmed that he listens to the very last millisecond of a tone. He helps to improve one´s listening skills greatly”.

István Várdai, 27, who will finish the masters programme mid-year, was dwelling on the very personal traits of Mr. Bashmet when he said “ We get along very well with each other, and his personality is of such a kind that I can relate to very much”.

Berlin-based Gabriel Schwabe, 24, just concentrated on two skills. “What makes him unique? I asked. “It´s his very precision and also his patience” Gabriel answered.

Stephen Potts, director of “Kronberg Academy Masters” programme, attended most of the sessions and together with his team colleagues Anne Zipf and Gisela Rösing provided for all the necessary support and logistical services that needed to be organised before, during and after the sessions.

When Mr. Bashmet was ready to rush out of the studio rooms just minutes after the final session was completed I could ask hastily two questions believing these would help characterise his engagement as a teacher in Kronberg.

What is special about Kronberg and its academy, Mr. Bashmet?”, I asked him. “It´s all about the atmosphere. The academy is like a family, that´s very special!”.

“And what do you gain as a teacher from engaging in this kind of activity?” was my follow-up question. Standing already in the doorway he paused for a second then said “ When I am working with very young highly talented musicians I am feeling younger myself”.

Michael Heinz / Kronberg Academy Team

Meisterklasse mit Volker Biesenbender

Mittwoch, 23. November 2011

Das ist Top, Top, Top

Er hat in London an der berühmten Yehudin Menuhin School studiert und ist viele Jahre später als Lehrer wieder an diesen Ort zurückgekehrt. Hier traf Volker Biesenbender auf  Stephen Potts, dem heutigen Direktor unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“. Stephen war damals in leitender Stellung an dieser berühmten Londoner Musikschule für Yehudi Menuhin tätig. Als Stephen Potts im letzten Jahr wieder Kontakt zu seinem alten Freund Volker aufnahm, verabredete man zunächst einen Auftritt und einen Workshop anlässlich der Geigen-Meisterkurse im Juli dieses Jahres in Kronberg.  Schwerpunkt des Workshops war das Thema „Improvisation“, für das Volker Biesenbender fast schon ein Synonym innerhalb der klassischen Musikausbildung geworden ist. Jetzt, Mitte November, sollte er noch ein zweites Mal in diesem Jahr in die Burgstadt kommen, um für 14 Junge Solisten unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“ (KAM) individuelle Meisterkurse zu geben.

Volker Biesenbenders Auftritt über 2 volle Tage ( 16./17.11.) war eine große Bereicherung für unsere jungen Musiker. Er war während dieser zwei prallen Tage im “flow”, wie er uns überzeugend berichtete. Als Lehrer unterwegs zu sein, das sei für ihn selbstverständlich. Er sieht es als persönliche Verpflichtung an, das Gelernte an die nächste Generation bestmöglich weiter zu geben. Und hierher nach Kronberg zu kommen, das war eine Herausforderung allererster Güte. Und die Resonanz bei den jungen Musikern war äußerst positiv. „Das war wunderbar“, so sagten es wie aus einem Munde Christel und Hanna Lee und auch Ella van Poucke, die mit 17 Jahren die jüngste Junge Solistin in unserem Studiengang.

Bei jeder Einzel-Session (Dauer. 50 Minuten) waren stets die anderen Solisten als Zuhörer mit von der Partie. So kam eine maximale Lernsituation zustande. Und am Abend waren alle angereichert mit Gedanken und Ideen von einem Lehrer, der auch als  Straßenmusiker Erfahrungen sammeln konnte.

Am Ende des zweiten Tages zeigte Volker den Jungen Solisten und dem Kronberg Academy Team einen israelischen Dokumentar-Film über seine Musik und seinen eigenen unkonventionellen musikalischen Werdegang. Seine musikalische Ausbildung führte ihn zunächst an die Musikhochschule Tel Aviv, wo er sein Studium abschloss. Insgesamt verbrachte er 4 Jahre in Israel. Nach dem Studium befasste er sich ausgiebig mit historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basel. Daneben gab er zahlreiche Recitals und trat bei diversen Festivals auf. Mit seinem eigenen multistilistischen Trio Avodah gibt er seit einigen Jahren Konzerte in ganz Europa. Auch das Kronberger Publikum konnte sich im Sommer diesen Jahres ein eigenes Bild von dem mitreißenden Auftritt des Trios  in der Stadthalle machen. Bemerkenswert ist noch dies: Sein großer Mentor, der weltberühmte Yehudi Menuhin, unter dessen Stabführung er noch kurz vor dessen Tod die erste Bartók-Rhapsodie einspielte, wies in vielen Interviews und Fachartikeln enthusiastisch auf Biesenbenders künstlerische Vielseitigkeit hin.

Sein Credo: Das im Innersten eines Musikers Empfundene sollte beim Vortrag nach außen gelangen, es sollte idealerweise im Augenblick des Spielens ( im „Hier und Jetzt“) aus dem Musiker herausfließen. Der Musiker müsse im flow sein, seine eigenen tiefen Empfindungen und Gefühle für die Hörer erlebbar und erfahrbar machen. Auf unsere Frage, wer ihn maßgeblich in seiner musikalischen Auffassung beeinflusst habe, antwortete er sogleich und nennt seinen langjährigen Lehrer Rami Shevelov, aus seiner Zeit in Tel Aviv.

Ein bestimmtes System oder eine Methodik habe er dabei nicht zur Hand, so erklärte er uns. Wohl aber trete er in einen Dialog mit jedem Musiker, wenn dieser ihn sein/ihr Werk vorgespielt hat. So war es auch in Kronberg mit den insgesamt 14 Jungen Solisten, die die Instrumente Violine, Viola und Cello jeweils mit Klavierbegleitung in unterschiedlichen Werken erklingen ließen.

In unserem Gespräch kurz nach Beendigung der Meisterklasse Ende letzter Woche, schilderte er uns – sichtlich erleichtert – wie die zwei „Kronberger Tage“ auf ihn gewirkt hatten und mit welchen Gedanken er heimwärts reisen würde. Jeder der 14 jungen Musiker konnte sich 50 Minuten auf sein/ihr Stück vorbereiten, um dann im Kreise der Mitstudierenden das eigene Stück vorzutragen und dann Volkers Feedback zu hören. „Das war top, top, top“,  ließ er wissen. Was er hier erlebt habe mit den jungen Musikern, „das sei vom Feinsten gewesen, so seine Worte über die Jungen Solisten und die Kronberg Academy als Ausbildungsinstitution.

Über die Jahre mit vielen Erfahrungen in Sachen Unterrichten junger Musiker bestens ausgestattet, war Volker Biesenbender nicht zurückhaltend mit seinem Lob über die Arbeit, die das Team um Stephen Potts seit nunmehr 5 Jahren leistet. Für Biesenbender war es etwas Besonderes, die créme de la créme junger Streicher unterrichten zu dürfen und so viele herausragende junge Musiker um sich zu wissen. Eine solche Dichte hätte er noch nicht erlebt. Dazu die Natürlichkeit und die spezielle Atmosphäre in den Räumen der Streitkirche, dort wo die Meisterklassen und Kurse für die Jungen Solisten abgehalten werden. All dies sei ihm sehr positiv aufgefallen. An anderer Stelle fällt das Wort vom „Hochleistungslabor“, aber hier in Kronberg sei eben das Menschliche noch sehr zu spüren. Das sei bei ihm sehr positiv angekommen.

Und die Einladung der Academy, im nächsten Jahr bei „Classic for Kids“ erneut in Kronberg aufzutreten, da habe er mit seiner Zusage nicht mehr lange zögern müssen. Für die Musikliebhaber in und um Kronberg eine prima Nachricht!

Michael Heinz



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