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Chamber Music Connects the World – Ein Musikfilm als Inspiration

Dienstag, 20. April 2010

Die erste Chamber Music Connects The World  Reihe - April 2000 Das Titelbild der ersten Broschüre zu „Chamber Music Connects the World“ publiziert im April 2000, stellt eine probende Gruppe junger Musiker dar, die es in der Welt der Kammermusik weit gebracht haben. Zu sehen sind: Jacqueline du Pre, Daniel Barenboim und Pinchas Zukerman im Jahre 1969 bei gemeinsamen Probenarbeiten. Die Szene entstammt dem legendären Musikfilm „ The trout“, gedreht vom Briten Christopher Nupen, und zeigt mit großem Feingefühl den Prozess des Probens und  Einstudierens zu einem berühmten Kammermusikwerk von Schubert, dem sog. Forellen-Quintett.

Viele Musiker und Musikliebhaber sind dem Zauber dieses mitreißenden Dokumentar-Films erlegen, bis heute. Und schwärmen von der großen Emotionalität des Films. Auch Oda von Laue war mehr als angetan von dem Film, kein Wunder also, dass er gleichsam zu einer Motivationsquelle für die vor ihr liegende Arbeit wurde. Man entschloss sich seinerzeit im Team das besagte Szenen-Foto als Titelbild für die Broschüre auszuwählen.

Mit diesem Brückenschlag zum Film stellte man eine symbolträchtige Verbindung her zu einem in die Musik-Geschichte eingegangenen und berühmt gewordenen Zusammentreffen junger, aufstrebender Musiker. Das Abenteuer von „Chamber Music“ konnte nun auch in Kronberg beginnen im Rahmen eines eigenen, neuartigen Projektes.

Im nächsten Blog-Beitrag berichten wir über einige ehemalige Chamber Music – Teilnehmer und welchen Weg sie seitdem beschritten haben.

Michael Heinz

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann
CMCW – Die Feuertaufe

Chamber Music Connects The World ¦ Spielen und Warten

Donnerstag, 25. Februar 2010

Beim ambitionierten Musik Projekt Chamber Music Connects the Worldgeht es in die erste heiße Phase. Aus 150 Bewerbungen wurden 33 Musiker ausgewählt und nach Kronberg zu den sog. „Auditions“ eingeladen. Außergewöhnlich für diese Auditions ist es, dass die jungen Musiker sich nahtlos in das Spiel eines Quartetts einfügen müssen – Genauigkeit und Timing sowie intime Kenntnis der Partitur sind erforderlich. Eine echte Herausforderung also, der sich die jungen Musiker so noch nie zu stellen brauchten. Die Jury (Gidon Kremer, Raimund Trenkler, Stephen Potts und Tatjana Grindenko) wird die Qual der Wahl haben.

Viele junge Musiker fluten in die Stadthalle, viele von ihnen bereits ausgezeichnet und als Sieger bei internationalen Wettbewerben geehrt.

Wo gibt es das sonst noch? 19 Geigen, 9 Bratschen und 5 Celli versammeln sich in Kronbergs Mitte. Allesamt mit dem Potenzial, in Zukunft musikalisch Furore zu machen.

In knappen 10 Minuten muss sich ein jeder von ihnen bewähren. Vormittags sind die Geigen-Solisten an der Reihe. Mein Gefühl sagt mir, dass die jungen Geiger allesamt kommunikative, lebhafte junge Leute sind. Cellisten und Bratscher erscheinen mir ein klein wenig verhaltener.

Im Laufe des Tages versammeln sich die jeweils Wartenden im Bistro-Bereich der Stadthalle. Dies ist ein Treffpunkt für kurze Gespräche und Begegnungen. Man trinkt, isst und verkürzt das Warten. Von einem jungen tschechischen Geiger erfahre ich von seinem Missgeschick Montag und Dienstag verwechselt zu haben ( Typisch Junge, meint meine liebe Frau am Abend, als ich ihr von meinen Erlebnissen berichte). Freundlich und gar nicht enttäuscht berichtet er mir noch, dass er bei dieser Ausgangslage keine Illusionen hatte. Seine Einsätze wären nicht ganz exakt zu den übrigen Spielern des Kuss-Quartetts erfolgt. Frappierend die sehr offene Art des 29-jährigen, der im letzten Jahr seine Studien an der Musikschule Hanns Eisler Berlin beendet hat. Nun Berufsmusiker zu sein, sei nicht leicht, so sein Fazit.

Von der selbstbewussten Mariechristine (19) erfahre ich, dass sie am Samstag aus dem sonnigen Kalifornien zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland angereist sei. Und, so erzählt sie mir, wie wichtig das Studium der „Partitur“ für sie sei. Bei Elena Graf, die aus dem nahen Frankfurt angereist ist, spüre ich eine enorme Leichtigkeit, keine Spur von Spannung. Ihr junger Begleiter gibt ihr offenbar Ruhe. Die junge Chinesin Peijun Xu (24), frisch-gebackene Gewinnerin des 6. Yuri Bashmet Viola Wettbewerbs in Moskau, erzählt mir von dem großen Lernaufwand, den sie täglich bewältigt und ihr somit sehr wenig freie Zeit lasse. Am späten Abend lerne ich Tali Kravitz kennen. Sie ist aus dem verschneiten New York nach Kronberg angereist und weiß einiges über das Distance Learning Programm der Manhattan School of Music ( MSM) zu berichten, wo sie nun als Viola Instructor arbeitet.

Schließlich beeindruckt mich noch sehr der junge koreanische Solist Joon-Ho Shim (22), der als Cellist lange warten musste. Er kam aus Essen heute nach Kronberg. Joon-Ho eröffnet mir freimütig, wie unerwartet schnell das Stravinsky Stück gespielt wurde und dass es größter Konzentration bedurft hätte, hier die Einsätze zu beherrschen. Und seine Geschichte über die ersten Jahre allein in Deutschland  – ohne Deutsch-Kenntnisse im Gepäck im zarten Alter von 14 jahren – das verlangt mir großen Respekt ab. Es war die Hölle, so seine Worte. Der junge Mann begibt sich nach unserem abendlichen Austausch in den großen Saal. Es ist nun 20.30 Uhr. Raimund Trenkler hat soeben die Bratscher und Cellisten zur Verkündung der Ergebnisse zur Jury gerufen. Ich präpariere meine Kamera, folge den jungen Leuten für einige letzte Fotos. Schlussstrich unter einen langen, ereignisreichen Tag.

Von Michael Heinz

Mit Musik – Miteinander ¦ Diashow

Mittwoch, 25. November 2009

Eindrücke vom Kammermusikprojekt Mit Musik – Miteinander.

Alle Fotos: Copyright Andreas Malkmus

Mit Musik – Miteinander ¦ Interview mit der Teilnehmerin Eszter Kruchió

Montag, 16. November 2009

Vom 6. bis 8. November fand zum zweiten Mal in diesem Jahr unser Kammermusikprojekt Mit Musik – Miteinander statt. Unsere Praktikantin Melina Langhanns, die für dieses Projekt auch mitverantwortlich war,  hat die Gelgenheit genutzt und die Teilnehmerin Eszter Kruchió befragt.

Teilnehmerin Eszter Was erwartest Du von diesem Wochenende?
Ich erwarte und hoffe, dass Mit Musik – Miteinander ein einprägsames musikalisches Erlebnis wird, dass ich andere in meinem Alter kennen lernen werde, die ähnliche Interessen haben, zumindest was Musik betrifft. Außerdem werden vielleicht Kontakte geknüpft, die für den weiteren musikalischen Werdegang oder auch einfach nur für das weitere persönliche (musikalische) Leben nachhaltig sein könnten.

Da ich wahnsinnig gerne Kammermusik spiele, erwarte ich viele schöne musikalische Momente, viel musikalische Arbeit und zahlreiche Anregungen von den Dozenten. Es würde mich besonders freuen, eine neue Art des Zuganges zur Musik kennen zu lernen, andere Methoden zu erarbeiten, andere Ansichten, neue Arten auf einem Instrument zu spielen. Ich glaube, es ist besonders wichtig, eine so vielseitige Ausbildung wie möglich, so vielseitige und verschiedene Anregungen wie nur möglich zu bekommen, um auch selber vielseitig und kritisch (auch das muss man lernen!) sein zu können.

Weshalb hast du dich beworben?
Erstens habe ich auf der Homepage der Kronberg Academy ein bisschen gestöbert und habe viele sehr interessante und anspruchsvolle Ausbildungsmöglichkeiten und Förderungswege gefunden. Außerdem fand ich unter den ehemaligen Teilnehmern von Mit Musik – Miteinander Namen von Musikerkollegen, die ich sehr schätze. Auch die Assistentin meines Geigenprofessors, die selber sehr viel Kammermusik spielt (ehem. Mitglied des Hagen-Quartetts; Mitglied des Klangforum Wien) hat es mir sehr ans Herz gelegt mich zu bewerben. Sie meinte, es wäre eine tolle Erfahrung.

Teilnehmerin Eszter Kruchió Natürlich haben mich auch der künstlerische Beirat der Kronberg Academy beeindruckt: Kremer, Bashmet und Rostropovich sind Namen mit einer besonderen Anziehungskraft. Besonders Gidon Kremer schätze ich sehr, seine Aufnahmen und Bücher sind sehr beeindruckend und sowohl musikalisch als auch historisch interessant.

Die Möglichkeiten in so großen Besetzungen, wie in einem Sextett oder Oktett zu spielen, sind leider nicht sehr häufig. Sechs oder acht Leute sind sehr schwer vereinbar, Probentermine zu finden ist kaum möglich. Dies ist also auf jeden Fall eine vielleicht nicht einmalige, aber doch seltene Möglichkeit.

Mein Interesse an diesem breit gefächerten Spektrum von Ausbildungsmöglichkeiten, besonders an Mit Musik – Miteinander,  wurde also geweckt – und schon schrieb ich meinen Lebenslauf.

Wie bist Du auf Mit Musik – Miteinander aufmerksam geworden?
Ich habe von Fr. Glanzmann, der Vorsitzenden von Prima la Musica, wie jeder Preisträger dieses Wettbewerbes, ein Informationsschreiben, in dem auch auf die Homepage der Kronberg Academy verwiesen wurde, inklusive einem Anmeldeformular zugeschickt bekommen.

Hast du schon an vielen Wettbewerben teilgenommen? An welchen?
Ich habe einige Male an Prima la Musica (Landeswettbewerb, Bundeswettbewerb) teilgenommen, solistisch und in verschiedensten kammermusikalischen Besetzungen (Klaviertrio, Streichquartett, Geige-Gitarren-Duo). Außerdem habe ich als kleineres Kind oft an der Döblinger Musikolympiade teilgenommen, ein Wettbewerb für kleine Kinder in einem angenehm-kleinen Rahmen, und zwei Mal an dem Wiener Musikschul-Wettbewerb (Violine-Klavier-Duo; Geigentrio).

Wettbewerbe sind wichtig, vor allem wegen der Vorbereitung, die unglaubliche Fortschritte bewirken kann. Besonders erfreulich war es als Preisträgerin des Wiener Musikschul-Wettbewerbes im Wiener Rathaus zu spielen, und als Preisträgerin von Prima la Musica im Wiener Konzerthaus und im Konzerthaus Klagenfurt zu spielen. Wettbewerbe haben für mich vor allem wegen der eventuellen nachträglichen Förderung einen Reiz.

Trotzdem denke ich, dass man es nicht übertreiben darf. Man geht ein sehr hohes Risiko ein – wenn man selber mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, kann man unter Umständen viel Motivation verlieren.

Schülerin und Lehrer Sind Deine Erwartungen erfüllt worden?
Ob sich meine Erwartungen erfüllt haben? Und wie! Mehr als das: Das Wochenende hat meine Erwartungen wirklich übertroffen.

Da wären erstens die Dozenten. Kirill mit seiner ungewöhnlich klaren und verständlichen Art technische Schwierigkeiten zu erklären und zu lösen. Ich musste aus Wien nach Deutschland zu einem russischen Geiger fahren, um die 2 Arten des Spiccato zu begreifen. Kaori mit ihrem unfassbaren Spieleinsatz. Ihr Gesicht, ihr Körper widerspiegeln in jeder Sekunde, in der sie Musik spielt, ihre Gefühle, ihre Emotionen. Ich hatte noch nie Gelegenheit einen solchen Musiker 3 Tage lang von so nah beobachten zu können. Und schließlich Itamar – so unglaublich feinfühlig. Er nimmt jede kleinste musikalische Veränderung war, geht mit jedem kleinsten musikalischen Impuls mit, achtet auf den Klang und auf die Linie jedes einzelnen Tones. Es war ein Abenteuer mit ihm gemeinsam zu spielen.

Zweitens war es sehr praktisch in der Partitur, auf die Wand projiziert, mitlesen zu können. So konnten wir auch passiv jede Probe ganz genau mitverfolgen. Wenn ich selber gespielt habe, so war es oft sehr hilfreich in die Partitur blicken zu können.

Außerdem hätte ich nicht erwartet, dass wirklich in jeder Probe einige Leute dabei sitzen – das hat die ganze Atmosphäre noch spannender gemacht.

Wir wurden perfekt versorgt, und behandelt wie erwachsene Musiker. Es ist schön zu sehen, dass es Geld für unsere Weiterbildung gibt!

Inwiefern wird sich Mit Musik – Miteinander auf Dein weiteres Spiel auswirken?
Nun, Itamars, Kaoris und Kirills Vorschläge, Bitten, Anregungen, Tipps klingen noch immer in meinen Ohren und ich ertappe mich immer wieder dabei sie selbst meinen Quartettkollegen zu sagen. Mit Musik – Miteinander hat meine ohnehin schon große Freude an der Kammermusik noch mehr vergrößert und bestätigt. Ich gehe jetzt Kammermusikstücke anders an, achte einfach viel mehr auf die grundlegenden Dinge, die wie drei Tage lang “gepredigt” bekommen haben.

Ein fantastisches Wochenende, das sich hoffentlich irgendwann wiederholen wird!

Vielen Dank für das Gespräch Eszter.

Das Interview führte Melina Langhanns

Mit Musik – Miteinander ¦ Interview mit der Teilnehmerin Swantje Asche-Tauscher

Donnerstag, 12. November 2009

Vom 6. bis 8. November fand zum zweiten Mal in diesem Jahr unser Kammermusikprojekt Mit Musik – Miteinander statt. Unsere Praktikantin Melina Langhanns, die für dieses Projekt auch mitverantwortlich war,  hat die Gelgenheit genutzt und die Teilnehmerin Swantje Asche-Tauscher befragt.

Was erwartest Du von diesem Wochenende?
Lehrer und Schülerin Zuerst blickte ich etwas kritisch diesem Wochenende entgegen, da drei Tage ja nicht gerade viel Zeit sind, um die Kammermusikalischen Werke zu erarbeiten und in aufführungsreife Form zu bringen. Dennoch war ich sehr gespannt, zu was für einem Ergebnis das Zusammenarbeiten mit anderen Teilnehmern und mit den Dozenten führen wird! Am größten war jedoch die Aussicht,  Kammermusik unter Anleitung von erfahrenen Musikern machen zu dürfen, da man sich ja sonst doch eher auf sein Solorepertoire konzentriert …

Weshalb hast Du Dich beworben?
Ich habe mich für Mit Musik – Miteinander beworben, da ich bisher öfters Kammermusik gemacht habe, jedoch vorwiegend auf Eigeninitiative und meist ohne Anweisung von erfahrenen Lehrern, was den ganzen Lernprozess erheblich mühsamer machte, so war ich sofort begeistert, mich zu diesem Kurs anmelden zu können, wo man intensiv Kammermusik mit erfahrene Musikern machen kann, und somit viel wertvolles Wissen mitnehmen und viel Spaß an der Musik haben kann!

Wie bist Du auf Mit Musik – Miteinander aufmerksam geworden?
Mir wurden schon öfters Flyer über Jugend musiziert zugeschickt, und ich kannte schon Freunde, welche diesen Kurs mitgemacht hatten und sehr begeistert davon waren. So zögerte ich nicht, mich ebenfalls anzumelden.

Sind Deine Erwartungen erfüllt worden?
Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt! Schon allein der Empfang war so herzlich und alles war so nett hergerichtet, eine perfektere Organisation kann man sich kaum wünschen! Und ich staunte sehr, wie unglaublich viel Wissen die jungen Dozenten hatten und uns weitergaben. Es war eine sehr gute Balance zwischen konzentrierter Arbeit und Spaß an der Musik vorhanden, was doch sehr angenehm war. Am Besten gefiel mir das gemeinsame Abschlusskonzert zusammen mit den Dozenten in den Räumen des Museums!

Hast Du schon an (vielen) Wettbewerben teilgenommen? An welchen?
Ehrlich gesagt habe ich immer regelmäßig bei Jugend musiziert mitgemacht, da dies wohl der bekannteste und ansprechendste Wettbewerb unter Jugendlichen ist. Aber langsam komme ich in ein Alter, wo man sich nicht nur im Deutschen Raum umschauen sollte, sondern sich auch den internationalen  Maßstäben stellen sollte … Für weiterführende Fördermaßnahmen, sei es das Bundesjugendorchester oder der Verleih von Instrumenten, ist dieser Wettbewerb ideal.

In wiefern wird sich Mit Musik – Miteinander auf Dein weiteres Spiel auswirken?

Da ich nun an der Hochschule auch Kammermusikunterricht erhalten werde, kann ich nun mein erweitertes Wissen bezüglich der Kammermusik direkt anwenden und weiter vertiefen und vielleicht besteht die Möglichkeit später Mal bei Chamber Music Connects the World teilzunehmen und mein Wissen immer mehr zu erweitern.

Danke für das Gespräch Swantje.

Das Interview führte Melina Langhanns

Kammermusikprojekt ¦ Mit Musik – Miteinander: 100 % Miteinander und Füreinander

Montag, 9. November 2009

Mit Musik - Miteinander 02/2009 Näher als an diesem Wochenende hätten wir der Kammermusik kaum kommen können: Die jungen Dozenten Kirill Troussov, Kaori Yamagami und Itamar Ringel verschmolzen (musikalisch, räumlich und wärmetschnisch) mit den Zuhörern und dem Team in unserem Studio in der Streitkirche. Es wurden einige der schönsten Kammermusikwerke geboten und das in dazu geradezu geschaffenen Räumlichkeiten im Museum und in den Master Studios der Streitkirche.

Gebannt verfolgten wir die Partituren, gingen bei der aufsteigenden Melodie im Lerchenquartett mit, litten mit Brahms im G-Dur Streichsextett, erlagen Kaoris Mit Musik - Miteinander 02/2009 Musizierfreude und erlebten Itamar als Dirigent, Bratscher und Lehrer. Die 9 Teilnehmer – Preisträger von “Jugend musiziert” (Deutschland) und “Prima la Musica” (Österreich) – waren allem so offen gegenüber und vernetzten sich – schön die verschieden “Sing sangs” aus Wien, Graz, Stuttgart, Augsburg, russische Anklänge, hebräisch und eglisch. Es gab ein Wiedersehn mit der jungen Bratscherin Irina (sie war im Mai schon dabei) und mit Nicolai, dem Cellisten, der schon beim Cello Festival passiv dabei war.

Im Publikum die kleine, höchstens fünfjährige Deutsch-Japanerin mit Mutter fasziniert in der ersten Reihe, der aus Engalnd angereiste Kammermusikliebhaber, die Kanzlei aus Frankfurt, die mit 12 Personen vorbeigekommen war und viele Kammermusikliebhaber aus der Region… Wir waren im Bann von Schubert und Mozart und verwandelt durch das Wechselspiel in Mendelssohn-Bartholdys Oktett – die leicht aufblitzenden Pralltriller, die klare Geige von Kirill, die souveränen Bratschenläufe von Itamar und der sonore Celloklang von Kaori – es war schön und wir haben ein wirklich intensives Wochenende erlebt!

Für alle die nicht dabei sein konnten – das nächste Mit Musik – Miteinander findet statt vom 9. bis 11. April 2010 mit Alina Ibragimova, Itamar Ringel und Nicolas Altstaedt!

von Mareile Zürcher

Kammermusikprojekt ¦ Das Programm für Mit Musik – Miteinander steht fest

Dienstag, 3. November 2009

Zum zweiten Mal in diesem Jahr laden wir vom 6. bis 8. November 2009 zum Kammermusikworkshop „Mit Musik – Miteinander” ein. Neun junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 15 und 20 Jahren aus Deutschland und Österreich – alle Bundespreisträger der Wettbewerbe „Jugend musiziert” und des österreichischen Pendants „Prima la Musica” – werden gemeinsam mit drei in der Musikwelt bereits erfolgreich etablierten jungen Künstlern anspruchsvolle Kammermusikwerke einstudieren.

Ihre Dozenten sind der aus St. Petersburg stammende Geiger Kirill Troussov, der israelische Bratscher Itamar Ringel und die kanadische Cellistin Kaori Yamagami. Die drei, die inzwischen schon überall in der Welt mit großen Orchestern und renommierten Kammermusikpartnern auftreten, waren in den Jahren 2006 und 2008 „Juniors” bei Chamber Music Connects the World” – unserem international renommierten Kammermusikprojekt -  wo sie eine Woche lang gemeinsam mit weltberühmten Musikern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Steven Isserlis und András Schiff probten und konzertierten. Eine inspirierende Erfahrung, die sie jetzt im Sinne eines Generationenvertrages an die talentierten Nachwuchsmusiker weitergeben. Gleichzeitig können sie in ihrer Führungsrolle als Dozenten wertvolle pädagogische Erfahrungen sammeln.

Auf dem Probenplan stehen das Streichtrio B-Dur von Franz Schubert, der 3. Satz des Streichquartetts Nr. 18, KV 464 von Wolfgang Amadeus Mozart, der 1. Satz des Streichoktetts op.20 Es-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy, der 3. Satz des Streichsextetts Nr. 2 G-Dur op. 36 von Johannes Brahms und der 1. Satz des „Lerchenquartetts” op. 64 von Joseph Haydn.

Die Proben im 2. Stock der Streitkirche in den Räumen des Kronberg Academy Masters sind öffentlich, der Eintritt frei. Musiziert wird in unterschiedlichen Besetzungen am Freitag, 6. November, von 15 bis etwa 19.30 Uhr, Samstag von 10 bis etwa 20 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr. Um 15 Uhr geht der Workshop dann mit einem musikalischen Ausklang in den Räumen des Kronberger Malermuseums im 1. Stock der Streitkirche zuende.

Eingeladen zum Zuhören sind alle Musikliebhaber und Kammermusikfreunde, insbesondere Schülerinnen und Schüler, die selbst ein Instrument spielen. Sie können hautnah miterleben, wie spannend das gemeinsame Erarbeiten von Kammermusikwerken sein kann.

Das Projekt „Mit Musik – Miteinander” der Kronberg Academy wird getragen von der Crespo Foundation.

Über Ihren Besuch freuen wir uns!

Kammermusikprojekt ¦ Mit Musik – Miteinander wirft seine Schatten voraus

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Kaum ist das große Cello Festival vorbei, bleibt keine Zeit für eine Pause, da ein nächstes Projekt ansteht: Vom 6. bis 8. November findet wieder das Kammermusikprojekt „Mit Musik – Miteinander“ statt. Im Gegensatz zum Cello Festival, bei dem über 50 Künstler zu Gast in Kronberg waren, handelt es sich bei „Mit Musik – Miteinander“ um drei junge Nachwuchskünstler (Violine, Viola, Cello), die zusammen mit 9 Schülern (im Alter von 12 bis 20) kammermusikalische Werke erarbeiten. Während im Mai dieses Jahres bei „Mit Musik – Miteinander“ u. a. der Pianist Martin Helmchen Dozent war, wird es im November eine reine Streichergruppe geben.

Die Dozenten werden Kirill Troussov (Violine), Itamar Ringel (Viola) und Kaori Yamagami (Violoncello) sein.

Der 27-jährige Kirill Troussov ist in St. Petersburg geboren, studierte am Rimsky-Korsakov-Konservatorium, dann in Köln und München und ist mittlerweile so bekannt, dass er Einladungen von berühmten Orchestern erhält, wie z. B. der Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Russischen Nationalorchester.

Der Bratschist Itamar Ringel, der seine musikalische Ausbildung in Jerusalem begann, studiert derzeit an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin bei Tabea Zimmermann.

Kaori Yamagami, die schon mit drei Jahren ein Cello in der Hand hielt, hatte mit sechs Jahren ihren ersten öffentlichen Auftritt.  Das Ausnahme-Talent studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia, am New England Conservatory in Boston bei Paul Katz und seit 2003 bei Frans Helmerson an der Kölner Musikhochschule. Kein Wunder, dass Kaori zahlreiche Preise gewann und mit internationalen Orchestern, wie dem Montreal Symphony Orchestra, gastierte.

Alle drei Nachwuchsmusiker haben, wie üblich, eine Gemeinsamkeit: Sie haben beim Kammermusikprojekt „Chamber Music Connects the World“, dem „Mutter-Projekt“ von „Mit Musik Miteinander“ als „Juniors“ teilgenommen, d. h. sie musizierten u. a. zusammen mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Gary Hoffman oder Gidon Kremer.

Nun sollen die „Juniors“ bei „Mit Musik – Miteinander“ junge Instrumentalisten im Alter von 12-20 Jahren unterrichten. Und das hoffentlich auch diesmal mit Erfolg!

Beworben haben sich ca. 35 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich, die meisten auf Einladung der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ und „Prima la musica“, dem österreichischen Pendant. Schließlich ist die Bedingung für die Teilnahme an „Mit Musik Miteinander“, Bundespreisträger einer dieser Wettbewerbe zu sein.

Das Kammermusikprojekt wird traditionell von uns Praktikanten organisiert, als erstes „eigenes“ Projekt, und nun hoffen wir natürlich, dass alles gut über die Bühne geht!

von Cynthia Dietterle

Kammermusikprojekt ¦ Mit Musik – Miteinander

Montag, 18. Mai 2009

Vom 22. bis 24. Mai 2009 haben zehn hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Österreich – Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert” und des österreichischen Pendants „Prima la Musica” – wieder Gelegenheit, unter Anleitung von drei im Musikleben bereits fest etablierten jungen Künstlern Kammermusikwerke einzustudieren. Musikliebhaber sind wieder herzlich eingeladen, beim Kammermusikworkshop der Kronberg Academy „Mit Musik – Miteinander” in der Streitkirche, Tanzhausstraße 1, in Kronberg dabei zu sein.

Dozenten sind dieses Mal die in New York lebende israelische Geigerin Bracha Malkin, der Pianist Martin Helmchen und die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker. Die drei durften selbst beim international renommierten Kammermusikprojekt der Kronberg Academy Chamber Music Connects the World mit Weltklassemusikern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Frans Helmerson Kammermusikwerke einstudieren und in Konzerten aufführen. Die inspirierenden Erfahrungen, die sie dabei machten, geben sie jetzt an Schüler weiter, die auf ihrem Instrument schon ein hohes Niveau erreicht haben, aber sich noch entscheiden müssen, ob sie Musik zu ihrem Beruf machen wollen. Das Probenwochenende in Kronberg wird ihnen dabei wertvolle Erfahrungen vermitteln und sicherlich ein Motivationsschub sein.

Zwischen zwölf und 20 Jahre alt sind die jungen Nachwuchsmusiker, die zu „Mit Musik – Miteinander” eingeladen wurden. Sie kommen unter anderem aus Lübeck und Metzingen, aus Salzburg und Wien. Auf dem Probenplan stehen anspruchsvolle Werke der Kammermusikliteratur: Sätze aus dem berühmten Streichquintett in C-Dur von Franz Schubert, dem Streichquintett Nr. 2 in B-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy, einem Streichquartett von Peter I. Tschaikowsky sowie erstmals bei „Mit Musik – Miteinander” zwei Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Die jungen Geiger, Bratscher und Cellisten haben nicht nur Gelegenheit, selbst intensiv an einigen der Werke zu arbeiten. Sie werden auch bei den Proben der anderen Mitspieler hospitieren und dabei wichtige musikalische Erfahrungen sammeln.

Die Ergebnisse präsentieren sie beim musikalischen Ausklang am Sonntag ab 15 Uhr. Er ist ebenso wie die Proben öffentlich, der Eintritt frei.

Musiziert wird am Freitag ab 15 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr. Alle Musikfreunde, insbesondere auch Schülerinnen und Schüler, die selbst ein Instrument spielen, und ihre Lehrerinnen und Lehrer, sind eingeladen, hautnah mitzuerleben, wie im gemeinsamen Musizieren Meisterwerke entstehen.

Das Projekt „Mit Musik – Miteinander” der Kronberg Academy in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat wird getragen von der Crespo Foundation.



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