Artikel-Schlagworte: „Kremerata Baltica“

Gidon Kremer und die Kremerata Baltica – Weltpremiere im Kronberger Opel-Zoo

Donnerstag, 24. Juni 2010

Die Idee wurde Anfang 2010 geboren. Dahinter stand der Wunsch von Gidon Kremer, Klassische Musik für Kinder aufzuführen und gleichsam ein Bekenntnis zu den hier im Taunus, in Kronberg lebenden Menschen abzulegen. Wie sollte die Musik dargeboten werden? Die Musik sollte die Gedanken- und Empfindungswelt der Kinder zum Klingen bringen, und das Ganze sollte erzählend und spielerisch vorgetragen werden – so die Vision. Und es war Gidon Kremer ein Herzensanliegen dieses auch von seiner Stiftung, die nunmehr ihren Sitz von Hamburg nach Kronberg verlegt hatte, mittragen zu lassen. In enger Kooperation zwischen der Gidon Kremer Stiftung, der Kronberg Academy und Julia von Opel wurde das Projekt entwickelt und vorangetrieben. Zudem war es Gidon Kremers Wunsch, auf diese Weise mit seiner Stiftung erstmals an die Öffentlichkeit zu treten.

Klassische Musik eingebunden in eine Märchenhandlung, in der auch viele Tiere und ihre jeweiligen charakteristischen Töne ertönen sollten, repräsentiert durch Auszüge aus verschieden Werken mehrerer Komponisten ( z.B. Paul Hindemith, Camille Saint-Saens,  Johann Sebastina Bach, Nikolai Rimski-Korsakov) – das war der musikalische Kern dieses Konzepts. Gidon Kremers Ensemble – die Kremerata Baltica – war auserkoren, mit einigen Mitgliedern des Ensembles für die musikalische Umsetzung zu sorgen. Schauspieler Michael Dangl sollte den Kindern das Märchen “Die Nachtigall” von Hans Christian Andersen nahe bringen, in dem eine Nachtigall es schafft, dem Kaiser von China Tränen zu entlocken. Bekannte Tierfiguren ( die Nachtigall, Babar der Elefant und Ferdinand der Stier) der Weltliteratur werden musikalisch porträtiert. Das Motto für diese Weltpremiere sollte lauten: Tierharmonische Konzerte” und die Ensemble-Mitglieder der Kremerata Baltica würden auf diese Weise zu  Tierharmonikern.

Die Kooperation erforderte auch das Einverständnis und das Mitwirken des Kronberger Opel-Zoos, denn hier sollten die insgesamt drei Aufführungen stattfinden. Zoo-Direktor Dr. Thomas Kauffels konnte rasch für ein Mitwirken gewonnen werden. Nach einer Phase der Vorbereitung und konzeptionellen Gestaltung des Programms, die den österreichischen Schauspieler und Sprecher Michael Dangl als Sprecher und Erzähler mit einbezog, war denn  auch der Startschuss für diese einmalige Konzertreihe für Juni terminiert. Die Konzept-Idee und das Programm wurden schließlich auf einer Presse-Konferenz im Mai im Kronberger Opel-Zoo der Öffentlichkeit präsentiert.

Zwei öffentliche Konzerte am 19. und 20 Juni sowie ein spezielles Konzert am Sonntagnachmittag für die Freunde und Förderer der Kronberg Academy sorgten für ein einmaliges Ereignis im Opel-Zoo und damit für Kronberg und die Region insgesamt.

Als Zuhörer des sonntäglichen Konzert bekam ich einen guten Eindruck von der engagierten Art des Vortrages durch Michael Dangl. Er versuchte die Kinder immer wieder durch direkte Ansprache und Befragungen in das Geschehen mit einzubinden. Und die Kinder dankten es ihm mit schlagfertigen und lustigen Antworten auf seine Fragen.

Ein wahrhaft interaktiver Auftritt zwischen den Musikern, dem agilen Erzähler Michael Dangl und den etwa 40 Kindern, die sichtlich angetan waren von diesem abwechslungsreichen Konzertereignis, bei dem Wind und Wetter für versöhnliche Temperaturen im Innenraum des große Zeltbaus sorgten.

Der Hessische Rundfunk war ebenfalls präsent und nahm die Konzerte für sein Rundfunk-Programm auf. 20 Mikrofone wurden sorgfältig auf der Bühne und in der Kissenlandschaft vor der Bühne aufgestellt, um optimal Sprecher, Musiker und Kinder einzufangen. Man darf sich freuen, diese Konzerte bald im Radio hören zu können. Und so mancher Musikfreund, ob jung oder alt, der andere Ereigisse am vergangenen Wochenende rund um Kronberg besucht hatte, bekommt so nachträglich die Gelegengeit, diese Weltpremiere mit einer kleinen Verspätung doch noch zu erleben.

Michael Heinz

Masters in Performance – Junge Solisten begeistern Kronberger Musikfreunde

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kronberg bot am vergangenen Wochenende Musikfreunden ein prall gefülltes Konzertrogramm mit diversen Auftritten an mehreren Spielorten. Während die Jungen Solisten des Studienganges “Kronberg Academy Masters” vom Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag musizierten, trat parallel Gidon Kremer drei mal mit Musikern  der Kremerata Baltica im Opel-Zoo auf. Das Konzert stand unter dem Motto “Tierharmonisches Konzert” (hierzu folgt ein separater Beitrag).

Pünktlich um 18.00 Uhr am Freitag  dem 18. Juni begannen die “Masters in Performance”-Auftritte der Jungen Solisten im Kronberger Maler-Museum. Das Besondere der “Masters in Performance” Reihe besteht darin, dem Publikum konzentriert hochtalentierte junge Musiker zu präsentieren, für die diese Konzerte zugleich den Abschluss des Studienjahres an der Kronberg Academy bilden. Zuhörer hatten überdies die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Konzerte zu besuchen. Ein einmaliges Angebot somit für Musik-Interessierte in und um Kronberg. Man konnte so auf  höchstem Niveau spielende junge Kammermusiker erleben, die bereits schon in namhaften Häusern als Solisten Konzerte geben.  Die elf Musiker (Valeriy Sokolov mußte in letzter Minute absagen) repräsentierten mit Ihrer Werkauswahl ein aussergewöhnlich reichhaltiges Programm, in dem auch von einigen Solisten gezielt Kompositionen ihrer fernöstlichen Heimat einbezogen wurden.

Den Anfang mit 2 Konzerten machten Benedict Klöckner und Peijun Xu, die zugleich ihr Examens-Abschlusskonzert gab.  Peijun Xu wurde von Evgenia Rubinova begleitet während Benedict Klöckner zusammen mit Anna Naretto spielte.  Am Samstag, dem 19. Juni folgten dann 5 weitere Solisten aus dem genannten Studien-Programm der Kronberg Academy.

Dai Miyata aus Japan sorgte für den Auftakt am Samstag.  Dai spielte Werke von Beethoven, Toshiro Mayuzumi ( ein sog. Bunraku für Cello Solo) sowie von Manuel de Falla.

Soojin Han (Violine), die aus London angereist war, gab in Begeleitung ihrer Pianistin Yumiko Urabe ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Brahms, des koreanischen Komponisten Isang Yun (“Kontrast 1″ ) und von Camille Saint-Saens. Nicht minder hinreißend waren dann die Auftritte von Gabriel Schwabe (Cello),  Eri Sugita Viola) und der aus Berlin angereisten Geigerin Alina Ibragimova.

Der dritte Konzerttag begann am am Sonntagvormittag. Alicja Smietana und Yumiko Urabe am Klavier ließen Werke der polnischen Komponisten  Lutoslawski und Szymanowski erklingen.  Vilde Frang eröffnete die Nachmittags-Konzerte mit einem äußerst anspruchsvollen Werk für Solo Violine von Bela Bartok.Die Zuhörer quittierten ihren Auftritt  mit begeistertem Applaus.  Es folgte Andreas Brantelid (Cello) begleitet von Anna Naretto, die Werke von Beethoven, Lindgren und Robert Schumann zum Klingen brachten.

Für den krönenden Abschluss sorgte der Auftritt von Alexander Sitkovetsky, der von seiner Mutter Olga Sitkovetsky am Klavier begleitet wurde. Saschas Darbietungen enthielten Stücke von Mozart, Grieg und das Werk “Tzigane” von Maurice Ravel. Nach seiner fulminanten Zugabe des Stückes “Czardas” von Vittorio Monti war der die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Räumlichkeit klatschten emphatisch Beifall und feierten Mutter und Sohn.

Stephen Potts, Leiter des Studienprogramms “Kronberg Academy Master”, war sichtlich zufrieden mit der musikalischen Qualität und vor allem auch mit der  Resonanz bei den Zuhörern.  Ein Fortsetzung dieser Reihe im kommenden Jahr wird sich so mancher Besucher im Stillen schon jetzt gewünscht haben. Vergessen waren für Stunden die Aufregungen rund um die Fußball-WM, denn die Jungen Solisten hatten es vermocht,  die Aufmerksamkeit auf Werke der Kammermusik und fernöstliche Klangwelten zu lenken.

Die jüngste Zuhörerin war die kleine Amelie Haumer, 6 Jahre jung. Sie und Ihre Mutter hatten viel Freude an den Konzerten. Die kleine Amelie, so erfuhr ich, spielt seit ihrem 4. Lebensjahr Klavier und übt derzeit sehr fleißig den “Frühling” von Vivaldi. Mutter und Tochter schienen äußerst angetan von den Darbietungen der Jungen Solisten und so mancher Besucher war angetan von der Art und Weise, wie die junge Zuhörerin die Musik auf sich wirken ließ.

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Was aus den Ex-Juniors geworden ist (5)

Freitag, 7. Mai 2010

Alissa Margulis, Violine / Junior 2006

Alissa Margulis

Alissa Margulis kam 2006 nach Kronberg. Sie war damals 25 Jahre alt.

Geboren wurde sie im Jahre 1981 in Freiburg. Sie stammt aus einer russischen Musiker-Familie. Mit 4 Jahren begann sie sowohl Geige als auch Klavier zu spielen. Ihre erste öffentliche Aufführung gab sie im Alter von 7 Jahren. Schon früh gewann sie Preise und wurde mit 13 Schülerin von Zakhar Bron an der Musikhochschule Köln. Ihre Studien setzte sie fort in Brüssel mit Augustin Dumay sowie in Wien bei Pavel Vernikov. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Ana Chumachenko, Vladimir Spivakov, Ida Haendel und Shlomo Mintz.

Geschätzt für ihre expressiven und hoch-emotionalen Konzerte, tritt die Kölner Geigerin regelmäßig in wichtigen Konzertsälen wie dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Kölner Philharmonie, dem Wiener Musikverein (Brahms Saal), dem Herkulessaal in München, der Izumi Hall in Osaka, der Tonhalle Düsseldorf oder in der St. Petersburger Philharmonie auf.

Sie spielt seither regelmäßig als Solistin, etwa mit der Kremerata Baltica, dem Belgian National Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Beethovenorchester Bonn, dem English Chamber Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra und dem Prague Symphony Orchestra, um nur einige zu nennen.

Ihre diversen Preise bei internationalen Wettbewerben gewann sie u.a. beim Wieniawski Wettbewerb in Polen, beim Violinwettbewerb von Novosibirsk und beim Viotti Vercelli Wettbewerb in Italien. Stolz ist sie besonders auf den Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung, der ihr in Berlin von Daniel Barenboim überreicht wurde. Die Zeitschrift „The Guardian“ beschreibt Alissa Margulis Spiel als „exceptional“, Ivry Gitlis spricht von einer “Erleuchtung” und Martha Argerich nennt sie eine „ strong musical personality“.

Alissa Margulis ist eine begeisterte Kammermusikerin und spielt regelmäßig mit Künstlern wie Martha Argerich, Yuri Bashmet, David Geringas, Ivry Gitlis, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Lilya Zilberstein und Paul Badura-Skoda (Spielzeit: 2008-09). Sie hatte in den letzten drei Jahren diverse Auftritte bei einigen der bekanntesten Festivals in Europa, etwa beim Davos Festival, beim Encuentro di Musica Santander, beim Gstaad Festival Yehudi Menuhin, beim Oleg Kagan Festival Kreuth, beim Lockenhaus Festival oder etwa beim Maggio Musicale Fiorentino.

Ihre diversen CD Aufnahmen brachten sie mit sehr namhaften Musikern zusammen –hervorhebenswert hier ist die Zusammenarbeit mit Martha Argerich aus dem Jahre 2009, welche ein großes internationales Echo gefunden hat. EMI Classics veröffentlichte Live-Mitschnitte mit dem Titel: „Martha Argerich and Friends” – Lugano 2009“.

Ein neuer Karriereschritt ergab sich im letzen Jahr. Dies war der Sprung in die Welt der akademischen Ausbildung: im April 2009 vom Königlichen Konservatorium Antwerpen dazu ausgewählt, als Professorin zu unterrichten. Sie zählt somit zu den jüngsten Professorinnen in Europa im Fach Violine. Auf ihre weitere Entwicklung sind viele Freunde der Kammermusik in Europa gewiss gespannt.

Alissa Margulis spielt auf einer Guadagnini Violine aus dem Jahr 1754, eine private Leihgabe von Jonathan Moulds.

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann

CMCW – Die Feuertaufe

CMCW – Ein Musikfilm als Inspiration

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Claudio Bohorquez

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Tanja Becker-Bender

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist: Marie-Elisabeth Hecker

CMCW – Was aus den Ex-Junirs geworden ist: Nicolas Altstaedt

Michael Heinz

Chamber Music Connects the World – Was aus den Ex-Juniors geworden ist (3)

Mittwoch, 5. Mai 2010

Marie-Elisabeth Hecker,  Violoncello / Junior 2006

Hecker_Marie-Elisabeth

Marie-Elisabeth Hecker kam 2006 19-jährig zur Teilnahme an Chamber Music Connects the World erstmals nach Kronberg. Kurz zuvor im November 2005 konnte sie einen großen Erfolg verbuchen als sie den renommierten  8. Rostropovich Wettbewerb in Paris gewann. ( plus zwei Sonderpreise, welches ein absolutes Novum war).  In den dreißig Jahren des Rostropovich Wettbewerbs war dies das erste Mal, dass ein Cellist drei Preise gewonnen hatte. Wer sie seitdem persönlich bei Konzerten und Auftritten erlebt hat, schwärmt von Ihrer Leidenschaft und Musikalität. Viele Kenner nennen sie eine sensitive und sehr kreative Cellistin.

Marie-Elisabeth Hecker ist im Jahre 1987 in Zwickau geboren (Geburtsstadt von Robert Schumann), sie ist das fünfte von insgesamt acht Geschwistern. Mit einigen ihrer Geschwister ist sie auch schon aufgetreten und hat Konzerte gegeben.  Im Oktober 2005 gab sie ihr erstes Konzert in Amerika, im Kammermusiksaal der Stadt New York, der berühmten Bargemusic. Nicht zu vergessen: sie wohnte diversen Meisterkursen mit den ganz Großen der Kammermusik bei, z.B. Bernard Greenhouse, Gary Hoffman, Frans Helmerson, Steven Isserlis, Daniel Hope oder auch Peter Bruns. Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere gehören Konzerte mit dem Cherubini-Orchester und Yuri Temirkanov beim »Ravenna Festival«, mit dem Symphonieorchester »Neues Russland« unter Yuri Bashmet in Moskau und zwei Auftritte beim »Elba Festival«, 2008 mit der Kremerata Baltica unter Gidon Kremer und 2009 mit Martin Helmchen. Mit dem Mariinsky Orchester und Valery Gergiev trat sie beim berühmten »Osterfestival« in Moskau auf.

Gewaltig Gas gegeben hat Marie-Elisabeth Hecker als Solistin auch in der Saison 2009-2010. Kritiker in Europa loben ihre Konzert- und Kammermusikaufführungen. Beeindruckend ihre letzten Auftritte: ihr Debut mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Gérard Korsten, dann die Auftritte mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, dem BBC Symphony Orchestra unter Ji_í B_lohlávek und die Kooperation mit dem Niederländische Philharmonic Orchestra unter Jakob Kreizberg. Nicht zu vergessen, die Arbeit mit dem Royal Flemish Philharmonic Orchester unter Phillipe Herreweghe sowie ein Projekt mit Sylvain Cambreling. Hierzu schrieb die spanische Tageszeitung El Pais begeistert:  ‘Hecker plays like an angel … the beauty of her sound is enhanced by an exquisitely elegant line and sweeping lyricism… her performance comprises musicality and pure talent.’

Kronberg freute sich, als Marie-Elisabeth sich Ende 2008 entschloss, das Studium des Kronberg Academy Masters aufzunehmen. Seitdem ist Ihre Beziehung zu unserer Stadt weiter vertieft worden und man darf gespannt sein auf ihre weiteren solistischen Ausflüge als Junge Solistin in Nah und Fern.

Marie-Elisabt Hecker spielt auf einem italienischem Luigi Bajoni Cello von 1864, einer privaten Leihgabe der Erbgemeinschaft Lösch.

Bisher erschienen:

CMCW – Wie alles begann

CMCW – Die Feuertaufe

CMCW – Ein Musikfilm asl Inspiration

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist Claudio Bohorquez

CMCW – Was aus den Ex-Juniors geworden ist Tanja Becker-Bender

Michael Heinz

Cello Festival ¦ Ensemble ¦ Kremerata Baltica

Donnerstag, 17. September 2009

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica was founded by Gidon Kremer in 1997. Gidon Kremer sees his work with this chamber opportunity as an opportunity to pass his extensive musical experience on to young musicians from the three Baltic States. Kremerata Baltica – which gives 60 concerts a year – is today one of the most outstanding international European ensembles in the world. It makes regular appearances at the leading music venues of Vienna, Berlin, Paris, London, Moscow and New York. Montpellier and is a welcome guest at the renowned festivals in Dresden, Baden-Baden, Schleswig-Holstein, Montpellier and Verbier as well as at the Prague Spring Festival, the Salzburg Music Festival and the BBC Proms in London.

On its numerous tours, which have taken it through Europe as well as to the USA, South America, Asia and Australia, Kremerata Baltica has worked with famous soloists and conductors such as Jessye Norman, Oleg Maisenberg, David Geringas, Boris Pergamenschikow, Tatiana Grindenko, Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Roman Kofman, Mischa Maisky, Evgeni Kissin and Vladimir Ashkenazy. A particular focus of the orchestra’s work is contemporary music and, in addition to premières and specially commissioned works by von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov and Raskatov, compositions by Schnittke, Gubaidulina, Enesco and Piazzolla are frequently included in the programme.

The Süddeutsche Zeitung commented on one performance given by the ensemble, “It is rare for music to provide such an intense experience!” Kremerata Baltica has been Kronberg Academy’s Orchestra in Residence since February 2008.

You can hear Kremerata Baltice several times at Cello Festival: 30 September, 2 October and at  4 October.

Cello Festival ¦ Ensembles ¦ Kremerata Baltica

Donnerstag, 17. September 2009
Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Kremerata Baltica Foto Christian Lutz

Die Kremerata Baltica wurde 1997 von Gidon Kremer gegründet. Durch die Arbeit mit diesem Kammerorchester möchte Gidon Kremer seine große musikalische Erfahrung an junge Musiker der drei baltischen Staaten weitergeben. Mit jährlich 60 Konzerten ist die Kremerata Baltica heute eines der prominentesten internationalen europäischen Ensembles weltweit, das regelmäßig in den großen Musikzentren Wien, Berlin, Paris, London, Moskau, New York auftritt. Bei den renommierten Festivals in Dresden, Baden-Baden, Schleswig-Holstein, Montpellier und Verbier ist sie ein ebenso gern gesehener Gast wie beim Prager Frühling, den Salzburger Festspielen oder bei den Proms-Konzerten der BBC in London.

Auf ihren zahlreichen Tourneen, die sie durch Europa, in die USA, nach Südamerika, Asien und Australien führen, konzertiert die Kremerata Baltica mit namhaften Solisten und Dirigenten wie Jessye Norman, Oleg Maisenberg, David Geringas, Boris Pergamenschikow, Tatiana Grindenko, Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Roman Kofman, Mischa Maisky, Evgeni Kissin und Vladimir Ashkenazy. Ein besonderer Schwerpunkt der Orchesterarbeit ist die zeitgenössische Musik, und neben Uraufführungen und Auftragswerken von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov und Raskatov stehen häufig auch Kompositionen von Schnittke, Gubaidulina, Enesco und Piazzolla auf dem Programm.

Die Süddeutsche Zeitung kommentierte einen Auftritt des Ensembles mit den Worten „So intensiv lässt sich Musik selten erleben!“. Seit Februar 2008 ist die Kremerata Baltica „Orchestra in Residence“ der Kronberg Academy.

Gleich mehrmals können Sie die Kremerata Baltica  während des Cello Festivals erleben. Beim Eröffnungskonzert, am 30. September in der Naxos-Halle, beim Orchesterkonzert am 2. Oktober sowie im 2. Teil des Abschluss-Orchesterkonzerts am 4. Oktober.

Es ist, wie wenn man nach Hause kommt

Dienstag, 9. Dezember 2008

Zweiter Advent, sternklare Nacht, Minusgrade draußen und ein stimmungsvolles Licht im Inneren der vollbesetzten Kirche. In der Sakristei drängen sich die 22 Musiker dicht an dicht, die Instrumente sind gestimmt und warten auf einen baldigen Einsatz.

Mein Platz ist heute – von den Zuhörern unbemerkt – auf einer kargen Holzbank hinter dem Altar, von wo aus sich mir eine ganz besondere Atmosphäre bietet. Wer ist schon sonst so nah dran? Dorthin „verbannt” wurde ich, weil ich dafür Sorge tragen muss, dass alles reibungslos läuft. Ich sehe, wie sich die Musiker immer wieder mit kurzen Blickkontakten verständigen, Andrei Pushkarev gefühlvoll am Vibraphon den Jasmin blühen lässt (Georgs Pelecis, Flowering Jasmin für Violine, Vibraphon und Streicher) und nehme – wie die Musiker auch – den Zuschauerbereich nur als dunklen Raum, in dem nichts zu erkennen ist, war.

Manche Musiker habe ich heute zum ersten Mal kennengelernt, andere lernte ich bereits beim Geburtstagskonzert im Februar kennen. Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren unisono der Meinung, dass es für sie hier eine besondere Atmosphäre sei. Sie würden sich bei uns sehr wohl fühlen und die Stimmung habe so gar nichts mit der sonst üblichen Konzertstimmung gemein. Konzerterfahren sind sie, denn schon allein in der Besetzung als Kremerata Baltica geben sie rund 90 Konzerte im Jahr. Dazu tritt jeder der Musiker noch mit einem oder mehreren Kammermusikensembles auf. Da sind die Mitglieder dann wieder neu gemischt. Puh – was für eine Aufgabe für den Orchestermanager die ganzen Termine abzustimmen sowie die Auftritte zu koordinieren und zu organisieren.

Beim anschließenden Abendessen haben wir dann Pläne fürs Cello-Festival 2009 geschmiedet und leidenschaftlich über Programmentwürfe diskutiert. Im November nächsten Jahres kommen dann sowohl die Kremerata Baltica als auch Gideon Kremer der von sich sagt nach Kronberg kommen „ist wie wenn man nach Hause kommt.”

von Mareile Zürcher

Kremerata Baltica, Gidon Kremer und Andrei Pushkarev sind zu Gast

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Im Februar dieses Jahres haben wir unseren 15. Geburtstag gefeiert und als Geburtstagsgeschenk gab es von Gidon Kremer und seiner Kremerata Baltica die Premiere ihres Programms Cinema & Comedy. Gleichzeitig haben wir die Kremerata Baltica zu unserem „Orchestra in Residence” gemacht.

Am Sonntag, dem 7. Dezember werden sie nun um 18 Uhr in der Johanniskirche ihren ersten Konzertabend in Kronberg geben.

Auf dem Programm stehen:

Passacaglia für Violine solo und Streicher von Arvo Pärt (*1935) mit dem Solisten Gidon Kremer (Violine)
De Profundis für Streicher von Raminta Serksnyte (*1975)
Drei Fugen aus Sechs Fugen über den Namen BACH, op. 60 von Robert Schumann in der Fassung für Streichorchester von Paul Angerer
Reflexions on B.A.C.H. von Sofia Gubaidulina in der Bearbeitung für Streichorchester von Gidon Kremer
Flowering Jasmin für Violine, Vibraphon und Streicher von Georgs Pelecis (*1947) mit den Solisten Gidon Kremer (Violine) und Andrei Pushkarev (Vibraphon)
Valse Caprice von Franz Schubert und Franz Liszt sowie
Drei Stücke für Violine und Streicher von Astor Piazzolla mit dem Solisten Gidon Kremer (Violine).

Die Kremerata Baltica, die Gidon Kremer 1997 anlässlich seines 50. Geburtstags gründete, ist mittlerweile in der ganzen Welt unterwegs. Rund 60 Konzerte im Jahr geben die jungen Musiker aus dem Baltikum in Europa, Asien und Amerika. Sie gastieren regelmäßig in den großen Musikzentren in Wien, Berlin, Paris, London, Moskau, New York und in vielen weiteren Metropolen, treten bei renommierten Festivals auf, musizieren mit berühmten Solisten und Dirigenten von Weltruf wie Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen, Heinrich Schiff, Heinz Holliger und Mischa Maisky.

Zeitgenössische Musik zählt zu den Schwerpunkten der Orchesterarbeit und neben Uraufführungen und Auftragswerken von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov und Raskatov stehen häufig auch Kompositionen von Schnittke, Gubaidulina, Enesco und Piazzolla auf ihrem Programm. Zahlreiche CD-Aufnahmen geben Zeugnis von ihrer Arbeit. Den Kronbergern ist „ihr” Orchester bestens bekannt durch zahlreiche Auftritte und Konzerte bei Veranstaltungen der Kronberg Academy. In der Kronberger Stadthalle entstand auch die von Kritikern hochgelobte CD „Cello Fiesta!” und das Ensemble war auch maßgeblich an der Entstehung der CD „Celebrating Slava – In remembrance of Mstislav Rostropovich” beteiligt.

Karten für das Konzert in der Johanniskirche zum Preis von 20, 30 oder 40 Euro gibt es in der Receptur Kronberg, Friedrich-Ebert-Straße 6, Telefon 06173/78 33 77, im Internet unter Kronberg Academy oder per Email an karten(at)kronbergacademy.de