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Kronberg Academy Master ¦ Gabriel Schwabe receives the prestigious Pierre Fournier Award 2009

Dienstag, 9. Juni 2009

The Pierre Fournier Award 2009 has been awarded to 20 year old Kronberg Academy Master cellist, Gabriel Schwabe, following the final round of auditions at the Wigmore Hall, London, on Friday, 5 June 2009. Gabriel, together with the pianist Anna Naretto, performed a programme of Mendelssohn, Bloch and Schnittke in front of a distinguished panel of judges comprising: Ralph Kirshbaum, founder of the Pierre Fournier Award, cellists Colin Carr, Karine Georgian, Alice Neary, Raphael Wallfisch and Moray Welsh, and Jonathan Groves, a director of the artist management agency Ingpen & Williams.

Gabriel was the youngest of just 5 cellists selected from the first round of auditions, which involved 18 musicians from eleven countries across the world. As the recipient of the Pierre Fournier Award he will receive a recital in London’s Wigmore Hall, a professional CD recording of this recital, as well as other significant orchestral and chamber music performances with affiliated organisations such as the Philharmonia Orchestra, the English Chamber Orchestra and Oxford May Music.

German-born Gabriel is currently completing the second year of his Kronberg Academy Master degree in International Solo Performance, studying the Cello with Professor Frans Helmerson.

It was a thrilling moment when it was announced that Gabriel had won the Pierre Fournier Award 2009. All the members of the jury are musicians with prominent careers as solo cellists and for Gabriel to receive acclamation and endorsement for his music making and cellistic skills from such an audience is a fantastic achievement.

Ralph Kirshbaum founded the Award in 1986 in memory of the great cellist, Pierre Fournier, with the aim of assisting exceptional talent in young players. The award takes place every three years.

Stephen Potts
Director of Kronberg Academy Masters

Zu Besuch ¦ Gary Hoffman

Donnerstag, 12. März 2009

Am Wochenende besuchte der weltberühmte Cellist Gary Hoffman das Kronberg Academy Masters. Einige unserer jungen Solisten nahmen an einer Reihe von Meisterkursen teil, die ein Forum für weitergehende Diskussionen zahlreicher Belange des Auftretens boten. Es war ein anregendes, aufschlussreiches und anspruchsvolles Wochenende, das alle Teilnehmer um einige Erfahrungen reicher machte.

Violin Masterclasses ¦ Drei junge Solisten

Donnerstag, 12. Februar 2009

Vilde Frang und Alina Ibragimova haben wir kennen gelernt, als sie 2004 bzw. 2006 als „Juniors” bei „Chamber Music Connects the World” waren – da waren sie beide noch keine 20 Jahre alt. Alexander Sitkovetsky ist erst im vergangenen Jahr zur Kronberg Academy gekommen – als Kommilitone von Vilde und Alina, als junger Solist des Kronberg Academy Masters.

Nun werden die drei während der Geigen-Meisterkurse am 28. April ein gemeinsames Konzert in der Johanniskirche geben. Da sie alle an der Kronberg Academy studieren, scheint das keine große Sache zu sein … Ist es aber doch!

Alina Ibragimova und Alexander Sitkovetsky aus England und Vilde Frang aus Oslo gehören nämlich zu den jungen Geigern, die gerade als junge Nachwuchskünstler in Konzerthäusern und bei Festivals von sich Reden machen: Vilde Frang, die Ende letzten Jahres mit Anne-Sophie Mutter auf Tournee war, ist gerade eben erst mit dem Norwegischen Solistenpreis 2009 ausgezeichnet worden. Alina Ibragimova wurde von Gidon Kremer beim gemeinsamen Musizieren in Kronberg als Kammermusikpartnerin entdeckt und tritt unter anderem regelmäßig in der Londoner Wigmore Hall auf, wo sie demnächst alle Beethoven-Sonaten aufführen wird. Und Alexander Sitkovetsky hat gerade eine CD mit der Academy of St. Martin in the Fields mit Bachs Doppelkonzert d-Moll aufgenommen – als Partner von Julia Fischer.

Da denke ich, was ich so oft bei unseren Kronberger Veranstaltungen denke: Das sind drei so besondere junge Künstler, das werden sicher einmal drei prominente Namen in der Musikwelt sein – und wir dürfen eine Zeit lang dabei sein und mitbekommen, wie sie wachsen.

Und nun brauche ich nicht einmal drei, sondern nur eine Konzertkarte, um sie alle drei zu hören, an einem Abend in der Johanniskirche … das ist doch eigentlich fantastisch! – Ohne Frage.

Oda Cramer von Laue

Immer im Januar: Bach

Donnerstag, 29. Januar 2009

Wer die Aufnahme in den Studiengang Kronberg Academy Masters schafft, dessen Karriere als Solist oder Solistin auf internationalen Bühnen hat in der Regel längst begonnen. Das ist der Grund, warum wir lieber von den „jungen Solisten” als von „Studenten” des Kronberg Academy Masters sprechen.

Alina Ibragimova

Alina Ibragimova

Wie gesagt, unsere jungen Solisten des Kronberg Academy Masters sind alle schon aktive Künstler und in der ganzen Welt unterwegs. Wir möchten sie aber regelmäßig auch hier bei uns, in Kronberg und Umgebung, in Konzerten vorstellen, ihnen Gelegenheiten bieten aufzutreten und selbst in den Genuss kommen, sie zu hören!

Seit diesem Jahr geschieht dies auch im Rahmen einer neuen, ganz besonderen Konzertreihe, die die Kronberg Academy gemeinsam mit dem Förderverein Kirchenmusik der Evangelischen Immanuel-Gemeinde in Königstein im Taunus aus der Taufe gehoben hat.

Immer im Januar wird ein junger Solist oder eine junge Solistin des Kronberg Academy Masters auftreten und in der Immanuelkirche eine Solosonate oder -partita für Violine oder eine Solosuite für Cello von J. S. Bach spielen – zwei Werke in jedem Konzert. So werden dann in sechs Jahren alle Solosonaten, Solosuiten und Partiten in der Immanuelkirche erklungen sein.

Das erste dieser Konzerte konnten wir am Sonntag (25. Januar) mit Alina Ibragimova erleben. Alina lernten wir 2004 als „Junior” von Chamber Music Connects the World kennen, 2008 kam sie als „Ehemalige” wieder, und nun studiert sie bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy.

Bei dem Konzert am Sonntag spielte sie Bachs Solosonaten Nr. II (a-Moll BWV 1003) und III (C-Dur BWV 1005). Es war ein ganz besonderes Erlebnis, diese unbeschreibliche Musik im intimen Raum der kleinen, schönen, am Aufgang zur Königsteiner Burg fast versteckt gelegenen Immanuelkirche zu hören. Auch die von Pfarrerin Stoodt-Neuschäfer vorgetragene Meditation – ein Text von Yehudi Menuhin über die Solosonaten von Bach – trug dazu bei, dass man dieses Konzert wie eine Andacht erlebte, dass man es wie ein Geschenk einfach nur dankbar annehmen und genießen konnte, um dieses Gefühl mit in die neue Woche und in das neue Jahr zu nehmen.

Oda Cramer von Laue

Veranstaltung ¦ Ein Tag der offenen Tür

Dienstag, 27. Januar 2009

Kronberg ist Hochschulstandort - immer wieder werde ich darauf angesprochen – „was heißt das eigentlich? Gibt es hier jetzt eine Hochschule, eine Uni – oder wie? Oder ist das was ganz Elitäres, was die Kronberger selbst gar nicht so richtig wissen sollen?”

Ganz im Gegenteil – die vielen Fragen brachten mich auf die Idee, dem Team der Kronberg Academy vorzuschlagen, doch einen Tag der offenen Tür zu machen. Dann können wir allen Interessierten erzählen, dass der Kronberg Academy Masters ein Bachelor- und Master-Studiengang für besonders talentierte Geiger, Bratscher und Cellisten ist. Das allein wird schon viele Menschen erstaunen, denn sie bringen die Kronberg Academy ausschließlich mit dem Cello in Verbindung. Und dann können wir allen erklären, dass wir diesen besonderen Studiengang in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt machen. Weil der Unterricht aber in Kronberg stattfindet und die Professoren von der Kronberg Academy kommen, deshalb wird Kronberg nun als Hochschulstandort bezeichnet.

Und wo findet nun der Unterricht statt? Mitten in Kronberg! In der Tanzhausstraße Nr. 1a – den Kronbergern auch als Streitkirche bekannt – wurden Räume in der 2. Etage frei, die Herr Opper, der Besitzer des historischen Gebäudes, ganz wunderbar und genau passend für unsere Anforderungen an einen hochprofessionellen Unterricht renoviert hat.

Musik und Malerei sind nun in der Tanzhausstraße zuhause, eine ideale Nachbarschaft des Kronberger Masters mit dem Kronberger Malermuseum. Dort ist die großartige Ausstellung „150 Jahre Kronberger Malerkolonie” noch bis 1. Februar zu bewundern. So lag es nahe, dass die beiden Nachbarn gemeinsam ihre Türen öffnen. Am Sonntag, dem 1. Februar werden Bilder zu sehen und Musik zu hören sein. Wir freuen uns auf unsere gemeinsamen Gäste!

Mehr zum Programmablauf finden Sie hier

Gabriela Denicke

Musikalische Herbststürme

Montag, 24. November 2008

Ein turbulentes Herbst-Wochenende fand am Wochenende in Kronberg statt: „Mit Musik – Miteinander” (MMM) erstmals in den Räumen des Kronberger Rathauses, und nur ein Sprung entfernt, Tabea Zimmermanns Meisterkurse für die Studenten der Kronberg Academy Masters-Studiengänge in den neuen Räumen in der „Streitkirche”.

Der am Freitag über Kronberg hinwegfegende Herbststurm, der die hölzernen Plakatständer durch den Rathauspark tanzen und die Academy-Fahnen an den Masten waagerecht in der Luft stehen ließ, weckte eine Ahnung, dass vielleicht ein sehr stürmisches “Mit Musik – Miteinander”-Projekt bevorstehen würde – und in mancherlei Hinsicht war das auch so!

Im Schneetreiben marschierten zunächst alle jungen Geiger, Bratscher und Cellisten in die beiden warmen historischen Gebäude. Hier die 12- bis 20-jährigen Schüler und Jungstudenten, um sich als Ensembles um die Dozenten Kirill Troussov (Geige), Amalia Aubert (Viola) und Julian Steckel (Cello) zusammenzutun, dort die jungen Nachwuchsstars Marie-Elisabeth Hecker, Giorgi Kharadze, Gabriel Schwabe und Julian Steckel (Cello), Eri Sugita und Ryszard Groblewski (Viola) sowie Alexander Sitkovetsky, und – als Gast – Valery Sokolov (Violine), um sich von Tabea Zimmermann unterrichten zu lassen.

Natürlich gab es Verwirbelungen: Die Kronberg Academy Master(s)-Studenten schneiten im Rathaus bei MMM vorbei, MMMler pilgerten in die Streitkirche, Julian Steckel war gar in „Doppelfunktion” (hier als Dozent, dort als Student) aktiv. Und abends trafen sich alle in der Gaststätte „Zum Neuen Bau” und hatten sich viel zu erzählen …

Im großzügigen Saal des Rathauses wuchsen während der 2 ½ Tage öffentlicher Proben die Ensembles zusammen. Das bekannte Phänomen tauchte auch in dieses Mal wieder auf: Während in den ersten Proben fast ausschließlich die Dozenten sprachen, hatten zum Ende hin fast alle jungen Teilnehmer ihre Zurückhaltung aufgegeben. In den Proben und im abschließenden Workshop-Vorspiel kanalisierte sich jugendliche Energie zusammen mit bewundernswerter Motivation und Freude am Musizieren aller Teilnehmer und Dozenten in den mit den herbstlichen Stürmen korrespondierenden Klängen vom 2. Satz aus Shostakovichs Streichquartett Nr. 8, dem 4. Satz von Tchaikovskys Streichsextett “Souvenir de Florence” sowie in den Mozart-Quartetten KV 575 und KV 465.

Und – wie immer – als es „am schönsten” war, musste man sich auch schon wieder trennen.

Es war mit Sicherheit für alle ein anstachelndes Wochenende. Kammermusik kann eine Leidenschaft werden und sollte für jeden Musiker dazu gehören! Darum gehörte sie auch zu den Meisterkurs-Tagen in der Streitkirche: Sie klangen am Sonntag mit Brahms’ G-Dur-Sextett aus.