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Peijun Xus Reise nach Florida

Freitag, 4. März 2011

Erfahrungen und Impressionen einer Amerika-Reise


Unsere Junge Solistin Peijun Xu weilte Anfang Februar für einige Tage in Florida und hat dort 3 Konzerte gegeben. Veranstaltet von unserer Schwester-Organisation den „American Friends of Kronberg Academy“, führte Peijun zusammen mit Ihrem Begleiter José Menor, Klavier, mehrere kammermusikalische Werke auf. In einem vor kurzem geführten Gespräch schilderte uns Peijun Ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen während Ihrer Aufenthalte in Boca Raton und Delray Beach.

Hier Ihre Antworten:

War dies Deine erste Reise in die Vereinigten Staaten?
Nein, ich bin jetzt zum zweiten Mal in den Vereinigten Staaten gewesen. Das erste Mal war ich im Jahre 2007 beim Ravinia Festival in Chicago.


Was fällt Dir in Sachen Musik ein, wenn Du an Amerika denkst??
Ja, eigentlich eher weniger richtige klassische Musik. Im Grunde mehr in Richtung populäre Musik, die klassische Elemente bzw. Orchestrierungen beinhaltet, also beispielsweise die Ganze Welt der Musicals, also eher die etwas leichtere Musik, die nicht ganz so tief geht. Natürlich auch Jazz. Aber ich weiß sehr wohl, dass auch die Klassik sehr beliebt ist in den Staaten.
Wer hatte das Programm für eure Konzerte zusammengestellt?

Ich selbst. Und vorher hatte ich natürlich meinen Pianisten José Menor gefragt, ob ihm das auch gefällt. Und er hatte zugestimmt. Und so kamen Werke von Johannes Brahms, Edward Elgar, Frédéric Chopin und Astor Piazzolla sowie als Zugabe kam auch ein Stück des chinesischen Komponisten Li Guoquan zur Aufführung.
Gibt es amerikanische Komponisten, die Du gerne mal spielen würdest?

Ich spiele im Prinzip alles gerne. Bei amerikanischen Komponisten, die auch für Viola etwas komponiert haben, fällt mir George Rochberg ein. Ich habe sogar die Noten eines seiner Viola-Werke bei mir zu Hause, es ist die Sonate für Viola und Klavier. Ich habe das Stück auch einmal in einem Konzert gehört, es ist wirklich ein schönes, modernes Stück. Man kann es gut spielen.
Wie war das Zusammenspiel mit José Menor, der Dich als Pianist begleitet hatte?
Super! Ich bin echt sehr dankbar, dass ich ihn überhaupt kennen gelernt habe! Ich finde, er ist ein sehr netter Mensch, spielt fantastisch und ist auch sehr kammermusikalisch veranlagt. Wir verstehen uns sehr gut, unsere Gedanken über die Musik können wir prima austauschen und haben ein sehr ähnliches Gefühl für die Kompositionen. Aus diesem Grunde mussten wir bei den Proben gar nicht viel diskutieren. Ich spiele ja die Musik sehr viel nach dem Gefühl und er hat es immer  gleich verstanden und sich so drauf eingestellt und meine Art und Weise, die ausgewählten Stücke zu intonieren, bestens am Piano ergänzt. Ich denke, wir können gemeinsam eine Planung für die Musik machen.

Wie war die Organisation seitens der American Friends – Axel Langhorst hatte Dich vor Ort betreut?
Das war alles sehr gut vorbereitet und organisiert, Axel Langhorst hat prima Arbeit geleistet!
Welche der drei Auftritte war für Dich der emotionalste?
Ich glaube der letzte Auftritt am 11. Februar. Das hängt damit zusammen, dass wir zuvor an zwei Tagen hintereinander gespielt hatten und nun beim dritten Auftritt sehr gelassen waren. Wir hatten in dem Saal auch viel geprobt und ich fühlte mich dort sehr wohl. Ich konnte freier mit meinen Emotionen spielen. Und ich habe an dem Abend vorher noch eine Geschichte von einem Mädchen gehört, die mich emotional sehr berührt hatte. Und so kam es, dass ich nach dem Chopin Nocturne, das sowieso zu meiner Lieblingsmusik zählt, ein paar Tränen in den Augen hatte.

Wie hast Du die Zuschauer erlebt? War es jeweils bei diesen 3 Konzerten sehr intim von der Atmosphäre her?
Die Atmosphäre war bei allen die Konzerten gut! Die Amerikanischen Zuhörer zeigen ja sofort, wenn ihnen was gut gefallen hat! Sie sind schneller in ihren Reaktionen und auch etwas lauter in ihrer Zustimmung. Bei einem der 3 Konzerte sind die Zuschauer am Schluss alle aufgestanden und haben reichlich Beifall geklatscht.
Haben sich nach den Konzerten Für Dich gute Kontakte ergeben?
Die Zukunft wird es zeigen.

Konntest Du neben Deinen Auftritten auch persönlich die beiden Städte erkunden, Dinge für Dich entdecken?
Ja, ein kleines bisschen. Ich musste ja jeden Tag noch spielen und mich vorbereiten auf das jeweilige Konzert am Abend. Ich hatte dann nur einen freien Tag gehabt. Und da konnte ich wenigstens den Strand einmal bewundern, und natürlich gab es auch mit meiner fantastischen Gastfamilie einen Shopping-Nachmittag.

Gibt es Eindrücke, die Du besonders hervorheben würdest während Deines US- Aufenthalts, in persönlicher oder musikalischer Hinsicht?
Ich finde, die Menschen sind sehr nett, und offen! Das hat mir wirklich gut gefallen! Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte, die Menschen strahlen eine gewisse Gelassenheit aus, man ist relaxed in Florida. Und natürlich habe ich während meiner vielen Autofahrten auch sehen können, dass Florida eine nette Ecke in Amerika ist. Meine netten Gasteltern mit ihren beiden goldigen kleinen Kindern haben sich sehr um mich gekümmert, das war schön zu erleben.

Michael Heinz

Halbzeit in Florida – American Friends of Kronberg Academy

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Meine Haut wird dunkler und die Entwicklung der American Friends (intern AFKA genannt) geht in die nächste Runde.

Nun sind es schon 7 Wochen, in denen ich als Praktikant bei den American Friends of Kronberg Academy Axel Langhorst bei seinen Aufgaben als President und CEO zur Seite stehe. Sieben  Wochen voller spannender Aufgaben und sieben Wochen voller Sonnenschein. Fast jeden Tag scheint hier die Sonne erbarmungslos und das Thermometer zeigt Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr.

Wenn man aus den ausnahmslos klimatisierten Häusern, Supermärkten, Tankstellen oder Cafés in die pralle Sonne schreitet, braucht man erst wieder eine gewisse Zeit, um sich an die Hitze zu gewöhnen. Ansonsten geht es aber mit der Anpassung schnell voran. Die Klimaanlage in meinem Zimmer steht auf 79 Grad Fahrenheit (das entspricht 26 Grad Celsius) und das ist vollkommen ausreichend, um sich wohl zu fühlen und eine gewisse Kühlung zu verspüren.

Welche Aktivitäten stehen in den nächsten Wochen an?

Alexander Sitkovetsky (Geige), Peijun Xu (Viola), Dai Miyata (Cello) und als Begleitung José Menor (Klavier), werden uns ab November für jeweils eine Woche besuchen. Dafür sind eine Vielzahl von Vorbereitungen zu treffen, die einen langen Vorlauf benötigen. Flüge, Hotels, Mietwagen aber auch geeignete Orte für Konzerte, Proben und andere Aktivitäten müssen minutiös geplant werden. Die diversen Arbeiten, die Axel bis vor kurzem noch alleine gestemmt hatte, erfordern ein enormes Maß an organisatorischem Geschick und nicht selten sind Entscheidungen von politischem Charakter zu fällen und machen die Mission der American Friends nicht einfach.

Zu Beginn meines Praktikums habe ich die Strukturen und Prozesse der Abläufe in unserem Büro optimiert und hoffe natürlich, dass mein Beitrag den American Friends auch nach meiner Abreise ins winterliche Deutschland Ende November nützt. Und vor allem bei der weiteren Entwicklung behilflich ist.

Mein erstes Resümee lautet so: der Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ist nicht nur für mein Praktikum gewinnbringend sondern auch insgesamt unter kulturellen Aspekten, denn die Einblicke in die amerikanischen Kultur und Lebensart, die ich gewonnen habe, sind eine sehr spannende Erfahrung.

Jan Philipp Poeter

Masters in Performance – Junge Solisten begeistern Kronberger Musikfreunde

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kronberg bot am vergangenen Wochenende Musikfreunden ein prall gefülltes Konzertrogramm mit diversen Auftritten an mehreren Spielorten. Während die Jungen Solisten des Studienganges “Kronberg Academy Masters” vom Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag musizierten, trat parallel Gidon Kremer drei mal mit Musikern  der Kremerata Baltica im Opel-Zoo auf. Das Konzert stand unter dem Motto “Tierharmonisches Konzert” (hierzu folgt ein separater Beitrag).

Pünktlich um 18.00 Uhr am Freitag  dem 18. Juni begannen die “Masters in Performance”-Auftritte der Jungen Solisten im Kronberger Maler-Museum. Das Besondere der “Masters in Performance” Reihe besteht darin, dem Publikum konzentriert hochtalentierte junge Musiker zu präsentieren, für die diese Konzerte zugleich den Abschluss des Studienjahres an der Kronberg Academy bilden. Zuhörer hatten überdies die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Konzerte zu besuchen. Ein einmaliges Angebot somit für Musik-Interessierte in und um Kronberg. Man konnte so auf  höchstem Niveau spielende junge Kammermusiker erleben, die bereits schon in namhaften Häusern als Solisten Konzerte geben.  Die elf Musiker (Valeriy Sokolov mußte in letzter Minute absagen) repräsentierten mit Ihrer Werkauswahl ein aussergewöhnlich reichhaltiges Programm, in dem auch von einigen Solisten gezielt Kompositionen ihrer fernöstlichen Heimat einbezogen wurden.

Den Anfang mit 2 Konzerten machten Benedict Klöckner und Peijun Xu, die zugleich ihr Examens-Abschlusskonzert gab.  Peijun Xu wurde von Evgenia Rubinova begleitet während Benedict Klöckner zusammen mit Anna Naretto spielte.  Am Samstag, dem 19. Juni folgten dann 5 weitere Solisten aus dem genannten Studien-Programm der Kronberg Academy.

Dai Miyata aus Japan sorgte für den Auftakt am Samstag.  Dai spielte Werke von Beethoven, Toshiro Mayuzumi ( ein sog. Bunraku für Cello Solo) sowie von Manuel de Falla.

Soojin Han (Violine), die aus London angereist war, gab in Begeleitung ihrer Pianistin Yumiko Urabe ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Brahms, des koreanischen Komponisten Isang Yun (“Kontrast 1″ ) und von Camille Saint-Saens. Nicht minder hinreißend waren dann die Auftritte von Gabriel Schwabe (Cello),  Eri Sugita Viola) und der aus Berlin angereisten Geigerin Alina Ibragimova.

Der dritte Konzerttag begann am am Sonntagvormittag. Alicja Smietana und Yumiko Urabe am Klavier ließen Werke der polnischen Komponisten  Lutoslawski und Szymanowski erklingen.  Vilde Frang eröffnete die Nachmittags-Konzerte mit einem äußerst anspruchsvollen Werk für Solo Violine von Bela Bartok.Die Zuhörer quittierten ihren Auftritt  mit begeistertem Applaus.  Es folgte Andreas Brantelid (Cello) begleitet von Anna Naretto, die Werke von Beethoven, Lindgren und Robert Schumann zum Klingen brachten.

Für den krönenden Abschluss sorgte der Auftritt von Alexander Sitkovetsky, der von seiner Mutter Olga Sitkovetsky am Klavier begleitet wurde. Saschas Darbietungen enthielten Stücke von Mozart, Grieg und das Werk “Tzigane” von Maurice Ravel. Nach seiner fulminanten Zugabe des Stückes “Czardas” von Vittorio Monti war der die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Räumlichkeit klatschten emphatisch Beifall und feierten Mutter und Sohn.

Stephen Potts, Leiter des Studienprogramms “Kronberg Academy Master”, war sichtlich zufrieden mit der musikalischen Qualität und vor allem auch mit der  Resonanz bei den Zuhörern.  Ein Fortsetzung dieser Reihe im kommenden Jahr wird sich so mancher Besucher im Stillen schon jetzt gewünscht haben. Vergessen waren für Stunden die Aufregungen rund um die Fußball-WM, denn die Jungen Solisten hatten es vermocht,  die Aufmerksamkeit auf Werke der Kammermusik und fernöstliche Klangwelten zu lenken.

Die jüngste Zuhörerin war die kleine Amelie Haumer, 6 Jahre jung. Sie und Ihre Mutter hatten viel Freude an den Konzerten. Die kleine Amelie, so erfuhr ich, spielt seit ihrem 4. Lebensjahr Klavier und übt derzeit sehr fleißig den “Frühling” von Vivaldi. Mutter und Tochter schienen äußerst angetan von den Darbietungen der Jungen Solisten und so mancher Besucher war angetan von der Art und Weise, wie die junge Zuhörerin die Musik auf sich wirken ließ.

Michael Heinz

Balance und innere Ruhe ¦ Interview mit Peijun Xu

Montag, 8. Februar 2010

Workshop mit Gidon Kremer Peijun Xu hat vor wenigen Tagen beim sechsten Yuri Bashmet Viola-Wettbewerb (24. Jan. bis 1. Feb. 2010) den ersten Preis sowie zwei Sonderpreise gewonnen. Hier berichtet sie, wie sie es mit Motivation und Einstellung hält und wie sie Moskau erlebt hat.

Peijun, wie warst Du motiviert und wie hast Du den Wettbewerb erlebt?

Ich war mehr als nervös bei den ersten drei Runden, als die Ergebnisse angekündigt wurden. Zum Finale hin habe ich mich, so glaube ich, eigentlich ziemlich ruhig gefühlt.

Überhaupt bin ich sehr dankbar, dass ich das ganze Programm spielen konnte. Es macht mich noch glücklicher, wenn ich weiß, dass meine Musik den Zuhörern gefallen hat. Außerdem weiß man natürlich nie, was so alles passieren wird bei einem Wettbewerb. Aber hier hatte ich doch vorher schon ein bisschen das Gefühl, wie es laufen sollte. Ich habe meine Bestes gegeben und versucht, immer Musik zu spielen und das Ganze nicht nur ausschließlich als reinen Wettbewerb zu sehen und nur zu denken, ich muss gewinnen.

In den Konzerten und Auftritten habe ich versucht, meine Liebe für die gespielte Musik mit dem Publikum zu teilen.

Welche gewissermaßen mentale Unterstützung hattest Du?

Herr Trenkler hat mich zwischen den Runden sehr unterstützt. Er hat mir dabei gar nicht viel gesagt, sondern immer nur wieder für Motivation gesorgt.

Er hat zu mir gesagt, dass ich einfach bei meiner Musik bleiben soll, die ganzen Umstände drumherum vergessen soll und vielmehr die Chance, mit Orchester zu spielen, einfach nutzen und ausschöpfen soll.

Was war deine ursprüngliche Erwartung, deine Motivation als du nach Moskau gereist bist?

Ich bin kein Mensch, der um zu gewinnen zu einem Wettbewerb fährt. Natürlich, beim Wettbewerb möchte jeder gewinnen, aber ich kann das nicht als mein allerwichtigstes Ziel ansehen – ich würde sonst meinen Spaß bei der Musik verlieren. Ich schaue, ob und wie ich mich durch einen Wettbewerb besser entwickeln kann.

Ich war vor zwei Monaten noch nicht so sicher, ob ich nach Moskau fahren sollte, weil ich zu viel zu tun hatte und im Grunde kaum Zeit hatte, um mir das geforderte Repertoire der vier Runden zu erarbeiten. Aber Nobuko Imai und mein Freund unterstützten mich in dem Vorhaben.

Ich denke selber auch, wenn man ein Ziel hat, kann man besser lernen und eine Herausforderung möchte ich schon immer übernehmen und angehen. Ich mache gewissermaßen einen Wettbewerb mit mir selber.

Was ist das Wichtigste in Bezug auf die innere Einstellung während des Wettbewerbs?

Für mich ist wichtig, Ruhe und innere Balance zu finden – das ist nicht einfach – man muss Unruhe und Nervosität vermeiden.

Ich sehe im Vordergrund die Freude und Fähigkeit, mit anderen Musikern zu kommunizieren – das ist das Wichtigste. Kommunizieren mithilfe der Musik, als ein Spieler, der mit all den anderen Musikern im Dialog steht. Und man muss wirklich Spaß und Freude bei all dem haben.

Wie war das Feedback vor Ort in Moskau, kurz nach dem Gewinn?

Nach dem Preisträgerkonzert gab es  eine kleine „Party“, dort konnte ich ein bisschen mit Yuri Bashmet reden. Er hat mir gesagt, dass ich begabt und sehr musikalisch bin, und ich soll so weiter machen. Und es war sehr schön mit dem Dirigenten, Herrn Sladkovsky, zusammenzuarbeiten. Manche Orchestermusiker wollten sogar Fotos von mir machen. Ich glaube, die haben auch alle Spaß gehabt, als sie mit mir zusammen musizierten.

Und dann habe ich unter den Teilnehmern auch viele neue Freunde kennengelernt. Ja, und die Leute dort von der Organisation und auch die Jury-Leute waren überhaupt sehr, sehr nett!

Wie hast Du Moskau erlebt?

Die Atmosphäre in Russland ist ein bisschen ähnlich wie in China für mich. Natürlich ist es auch wiederum ganz anders, aber ich meine, es ist den Chinesen näher als z.B. Europa. Ansonsten: das Tschaikowsky Konservatorium hat sehr schöne alte Räume und Säle. Man hat mehr Gefühl für die Musik, das war so beim Schnittke Konzert.

Was ändert sich für dich durch den Preis?

Für mein Studium ändert sich nichts. Ich hoffe, der Preis wird mir mehr Möglichkeiten bieten, mehr Konzerte zu geben. Mein Ziel bleibt, einfach immer besser zu werden und dass ich mit mehr guten Musikern zusammen arbeiten kann und vielleicht auch irgendwann eine CD machen kann.

Die Fragen stellte Michael Heinz

KAtalk am 9. Dezember ¦ Zusammenfassung

Donnerstag, 10. Dezember 2009

KAtalk-Peijun Xu Für alle, die gestern nicht live dabei sein konnten, gibt es hier eine Zusammenfassung des gestrigen Gesprächs zwischen Christan Henner-Fehr und Peijun Xu. Wie schon bei den vorausgegangenen drei KAtalks blieb es nicht bei einem Dialog, sondern es haben sich einige andere Follower aktiv eingemischt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass wir von Mal zu Mal eine größere Resonanz erzielen. Dieses Mal waren die Retweets der Ankündigung im Vorfeld ganz beachtlich – sie kamen nämlich von ganz vielen unterschiedlichen Leuten, die ich teils noch nicht kannte. Vielen Dank dafür! be_es_ha hat keine Mühen gescheut und nachgerechnet, um der Twittergemeinde dann mitzuteilen, dass Peijun Xu mit 24 Jahren bereits auf 21 Jahren „Berufserfahrung“ zurückblicken kann und typhaeus hat nicht nur auf Gidon Kremers Kammermusikfest in Lockenhaus hingewiesen, sondern auch den berechtigten Einwurf gebracht, dass die Unterscheidung zwischen Bratsche und Geige nicht jedem klar ist. Das werden wir demnächst an dieser Stelle ausführlicher klären.

Und hier ein Auszug aus den Fragen, Antworten sowie Einwürfen und Reaktionen anderer Follower.

@kulturmanager erst einmal herzlich willkommen zum #KAtalk danke an @KronbergAcademy und Peijun Xu … und schon geht es los …
PX@KronbergAcademy freue mich auf deine Fragen

@kulturmanager Peijun, Du bist seit dem Sommer in Kronberg und lebst wahrscheinlich meist in Grossstaedten. Wie gefaellt dir das Leben in Kronberg?

PX@KronbergAcademy ich wohne in Frankfurt, weil ich dort seit 4 Jahre an der Hochschule studiere; hier im Studiengang sein, heißt nicht dass wir hier ständig wohnen
@kulturmanager stimmt, Frankfurt und Kronberg sind ja nicht so weit auseinander ;-)

@kulturmanager Du machst seit Deinem 3. Lebensjahr Musik, das heisst, Du lebst Musik. Welche Musik hoerst Du privat am liebsten?
PX @KronbergAcademy ich höre auch privat meistens klassische Musik; ich kann in die Musik eintauchen; es ist wie eine Person kennenzulernen. Du willst immer mehr über sie erfahren und mehr von ihr wissen; je mehr man von ihr weiß desto mehr verliebt man sich in die Musik

@kulturmanager Du spielst Bratsche, den Unterschied (http://bit.ly/6SdEEQ) kennen viele gar nicht. Wie bist Du auf dieses Instrument gekommen?
PX@KronbergAcademy In China gibt´s eine sehr gute Viola Lehrerin,ich war schon ziemlich große als Chinesin als ich 12 war. Sie hat mir empfohlen; Viola zu lernen, und hab auch sofort geliebt,weil Viola für mich,viel schöner Klang hat als Violine; Die Bratsche hat einfach dunkler Klang, viel tiefer, mehr emotionen; Die Bratschisten sind meistens menschlich umgänglicher (Persönliche Meinung) :)

@typhäus ich z.B. hab da schon meine Schwierigkeiten, was den Unterschied betrifft ;) @UlrikeSchmid @kulturmanager
@kulturmanager bei den details musste ich auch nachlesen ;-)

@saxotom allenthalben eine These RT @KronbergAcademy Die Bratschisten sind meistens menschlich umgänglicher (Persönliche Meinung) :)

@kulturmanager Deinem Lebenslauf entnehme ich, dass Du auch zeitgenössische Musik spielst. Haben wir dazu einen anderen Zugang als zur „Klassik“?
PX@KronbergAcademy Das ist so wie bei Pop Musik. Es gibt viele unterschiedliche Richtungen

@kulturmanager gab es die früher nicht, die unterschiedlichen richtungen?
PX@KronbergAcademy Die Musik entwickelt sich ja auch, wir hatten Barock Zeit, Romantische Zeit…usw…jetzt ist eben 21.Jahrhundert…

@kulturmanager Du bist als „junge Solistin“ Teilnehmerin am Kronberg Academy Master. Kannst du mir bitte erklären, was „junge Solistin“ bedeutet?
PX@KronbergAcademy ich habe meine Diplom, und bekomme jetzt noch eine spezielle Förderung die sehr individuell auf uns Musiker zugeschnitten ist

@spoxx Im 21.Jhd gibt es z.B. auch “ernste” elektronische Musik – gibt es da Berührungen mit der zeitgenössischen Musik, die du magst?
PX@KronbergAcademy für mich nicht

@kulturmanager dann ist das jetzt also das Studium nach dem Studium ;-)
PX@KronbergAcademy ja, so kann man den Studiengang beschreiben

@kulturmanager gibt es so ein Studium nur an der Kronberg Academy? Was zeichnet sie aus?
PX@KronbergAcademy ja, das ist einzigartig #Studiengang; sehr intimer Kreis, familiäre Atmosphäre, wir spielen alle Streichintstrumente

@kulturmanager Ulrike Schmid hat mir erzählt, dass Du gerade von einem Workshop mit Gidon Kremer kommst. War das Deine 1. Begegnung mit ihm?
PX@KronbergAcademy ja. Er ist sehr nett und sehr “normal” trotz seiner Bekanntheit

@typhäus Gideon Kremer macht bei uns hier in Lockenhaus jährlich die Kremerata (Kammermusikfest)
@kulturmanager danke für den Hinweis… ist ja nicht weit

@kulturmanager Wie ist er als Lehrer? Was ist das Besondere an ihm? http://bit.ly/6vXEBc #gidonkremer
PX@KronbergAcademy Er sieht sofort wo jemand ein „Problem” hat, an dem er/sie daran arbeiten sollte

@kulturmanager ok, letzte frage: twitterst du? ;-)
PX@KronbergAcademy nur heute ;-)

@kulturmanager dann bedanke ich mich besonders, dass wir twittern konnten, viel spaß bei der probe und viel erfolg für die zukunft
@spoxx Danke an alle Beteiligten für den interessanten #KAtalk !
PX@KronbergAcademy vielen Dank und vielleicht twittere ich irgendwann mal. War mir ein Vergnügen
@KronbergAcademy und schon ist sie wieder weg … Danke @kulturmanager für deine Zeit und deine Fragen
@typhäus Ich sage Danke :)
@kulturmanager und bei allen anderen bedanke ich mich fürs zuhören oder besser gesagt mitlesen ;-)
@KronbergAcademy und wer will, kann Peijun Xu mit dem Trio Lieto am 20. Februar in Neustadt live sehen und hören
@kulturmanager ich fand es recht interessant und habe bei der vorbereitung darauf viel gelernt :-)
@buchfieber #ff @kulturmanager zeigt, wie man Twitter zum Kommunikationsinstrument macht. #KAtalk : Gespräch mit einer Musikerin (@KronbergAcademy)
@klbkultur Dank an @KronbergAcademy und @kulturmanager für den heutigen #KAtalk. Wirklich interessantes Format! #twitter
@spoxx RT @klbkultur: Dank an @KronbergAcademy und @kulturmanager für den heutigen #KAtalk. Wirklich interessantes Format! #twitter

Vielen Dank an alle für das Interesse und die lobenden Worte. Fortsetzung folgt.

von Ulrike Schmid

KAtalk ¦ Christian Henner-Fehr trifft Peijun Xu

Dienstag, 8. Dezember 2009

Es ist wieder soweit: Am Mittwoch, dem 9. Dezember findet ab 14 Uhr (Dauer circa 30 Min) der mittlerweile vierte KAtalk statt.

Morgen treffen sich dann (virtuell) Christian Henner-Fehr  und Peijun Xu, die erst seit kurzer Zeit Junge Solistin des Studiengangs Kronberg Academy Master (M.Mus.) ist.

Christian Henner-Fehr ist nicht nur unser erster Follower bei Twitter, sondern er betreibt das wohl erfolgreichste deutschsprachige Blog zum Thema “Social Media für den Kunst- und Kulturbereich”, das Kulturmanagementblog,  und ist Mitorganisator der startconference

Was verbirgt sich hinter einem KAtalk?

Der KAtalk ist ein Gespräch zwischen einem unserer Twitter-Freunde und einem jungen Talent, das bei uns an einem der Kammermusikprojekte oder Meisterkurse teilnimmt oder – wie im heutige Fall – Junge Solistin des Kronberg Academy Masters ist.

Wie können Sie beim KAtalk dabei sein?

Der KAtalk findet innerhalb von Twitter statt. Christian Henner-Fehr alias @kulturmanager wird Peijun Xu Fragen stellen, die sie über unseren Account beantworten wird. Selbstverständlich dürfen auch dieses Mal wieder andere Follower Fragen an Peijun Xu richten. Bitte bei den Tweets den Zusatz “#KAtalk” nicht vergessen, damit die Tweets auf der Twitterwall sichtbar sind und damit wir es erneut in die Top-Themen-Liste schaffen.

Wenn Sie keinen Twitter-Account haben und dennoch das Gespräch verfolgen wollen, können Sie dies auf der eigens dafür eingerichteten Twitterwall tun. Achtung! Die Fragen und Antworten sind dort immer nur für kurze Zeit zu sehen.

Am Donnerstag wird es dann hier auf dem Blog wieder eine Zusammenfassung geben.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Und hier finden Sie die Beiträge zu den vergangenen KAtalks.

von Ulrike Schmid