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Mit Musik – Miteinander / Hallo, ich bin dann mal neu hier

Dienstag, 9. Oktober 2012

Was für ein Luxus, die neuen Arbeitskollegen schon mal in einem anderen Umfeld kennenzulernen als im Bürostress! Und dabei einem viel spannenderen. Denn direkt zu Beginn meines halbjährigen Praktikums in Kronberg hatte ich die Möglichkeit, das Projekt „Mit Musik – Miteinander“ mitbetreuen zu dürfen.

Die drei -mittlerweile- Ex-Praktikanten Lea, Caroline und Philipp waren schon mit den Teilnehmern und Dozenten Vilde Frang, Yura Lee und Bonian Tian bekannt, sodass sie alle mit Namen begrüßen konnten. Ich stellte mich meist selbst kurz vor mit: „Hallo, ich bin die neue Praktikantin“, und wurde vor allem von den Dozenten freundlich aufgenommen – man sieht sich ja noch öfter.

Das musikalische Wochenende begann freitags mit einer kleinen Kennenlern-Probe, bei der sich die einzelnen Teilnehmer und ihre Dozenten erst mal beschnuppern konnten, bevor es am Samstag ans Eingemacht ging: In nur einer Stunde sollten die technischen und musikalischen Finessen der verschiedenen Quart-, Quint- und Oktette gemeistert und ausgearbeitet werden. Dabei stand allerdings nicht die Perfektion im Vordergrund, sondern das gemeinsame Musizieren und die gegenseitige Inspiration – hier dürfen Fehler gemacht werden. Das merkte man auch den Teilnehmern an: Die Unsicherheit verflog beim gemeinsamen Abendessen, es wurde gelacht, sich kennengelernt und das Miteinander genossen.

Auch die Dozenten tauten deutlich auf, und spätestens bei den ausgedehnten Proben wurde mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wohin man es mit Fleiß und dem entsprechenden Talent so bringen kann… Da wird man als Hobbymusikerin schon ein bisschen neidisch. Und wenn man dann noch dabei sein kann, wie Bonian Tian mit einem Streichquartett Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ übt, möchte man am liebsten selbst direkt zum Cello greifen. Besonders angetan war ich übrigens von der Art Yura Lees, die von der Bratsche aus ihre Quintette leitete und dabei versuchte, den Teilnehmern interpretatorische Ansätze zu vermitteln.

Das Konzert am Sonntag war erstaunlich gut besucht; natürlich gab es den ein oder anderen kurzen Schreckmoment, als etwa Vilde Frang ohne ihre Noten auf die Bühne ging, oder als zwei Teilnehmerinnen sich nicht einig werden konnten, wem denn jetzt welche Geige gehört… Aber für alle Probleme gab es eine Lösung, und so konnten Teilnehmer, Dozenten und Teammitglieder das aufregende Wochenende auch genießen. Es war aber auch wirklich spannend, so viele junge und so gute Musiker auf einem Haufen zu erleben, die nicht einmal nach dem Probenende von der Musik abließen, sondern sich noch Noten aus dem Archiv liehen, um eine spontane Abendprobe zu veranstalten.

„Mit Musik – Miteinander“ ist ein Projekt, das größtenteils von Praktikanten organisiert und durchgeführt wird, und so kamen mir die Einblicke natürlich doppelt gelegen: Als Einstand in das Praktikum und als Vorbereitung auf das „MMM“, das meine Mitpraktikantin Antje Oswald und ich im nächsten April organisieren werden. Bis zur tatsächlichen Durchführung bleibt allerdings noch viel zu tun, denn nicht nur dieses Projekt will vorbereitet werden, sondern auch die anstehenden Geigenmeisterkurse und das Cello Festival. Und dann wird die Academy auch noch 20 Jahre alt…Es gibt viel zu tun – wir freuen uns drauf!

Franziska Hiller

Praktikantin im Team der Kronberg Academy

Impressions ¦ Mit großem Spaß viel lernen und erleben

Dienstag, 7. April 2009

Hier meldet sich eine Externe zu Wort – darf ich mich kurz vorstellen? Vielleicht kennen Sie mich ja vom Sehen, von den letzten Veranstaltungen der Kronberg Academy – ich gehöre vermutlich zum Festival-Inventar! Ich möchte heute davon berichten, warum ich immer wieder so gerne nach Kronberg reise.

Im Jahre 2003, also vor sechs Jahren, am 3. Mai, begann mein neunmonatiges Praktikum bei der Kronberg Academy, an einem Wochenende, an dem MMM – Mit Musik Miteinander stattfand. Ich hatte wenig Ahnung, was mich erwarten würde – ich habe gelesen von großen Namen wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Mstislav Rostropovich, um nur einige zu nennen – und ich war aufgeregt und voller Vorfreude. Neugierig und höchst motiviert, um den Betrieb Kronberg Academy kennen zu lernen. Tja – und das tat ich recht gründlich. Ich glaube, ich habe einfach alle Informationen aufgesaugt und dabei die Stadt, die festen und freien Mitarbeiter und die Institution Kronberg Academy sehr lieb gewonnen!

Seitdem kehre ich Jahr für Jahr zurück, um bei verschiedenen Projekten mit zu arbeiten, um die Studenten und Künstler zu betreuen, bei Konzerten für den reibunglosen Ablauf um die Bühne herum zu sorgen, Notenständer aufzubauen, viele Wege zwischen Rezeptur und Stadthalle zurückzulegen, – so auch dieses Jahr zu den Geigen-Meisterkursen. Ich habe auch Geige gespielt bzw. spiele immer noch in einem Amateur-Orchester, daher freue ich mich sehr, bei diesem besonderen Projekt – erste Meisterkurse für ein anderes Instrument als das Cello – dabei zu sein!

Das Praktikum von damals ist wirklich lange her, da war die Kronberg Academy erst zehn Jahre alt. Ich habe hier meine ersten Erfahrungen im Kulturmanagement gemacht und festgestellt, dass dieser Bereich genau derjenige ist, in dem ich arbeiten möchte. Ich möchte dazu beitragen, dass Konzerte, Festivals stattfinden, wo wunderbare, vielfältige Musik gespielt wird, mit Künstlern und Musikern, die sich durch unsere Arbeit ganz auf ihre Kunst konzentrieren können.

Bei der Kronberg Academy habe ich tolle Kontakte geknüpft: zu Musikern und Kollegen, von denen viele enge Freunde geworden sind (Festivals schweißen zusammen!), aber auch berufliche Kontakte, die nach wie vor sehr wertvoll sind  und die mich dorthin geführt haben, wo ich jetzt arbeite – zur Deutschen Grammophon in Hamburg.

Mit Kronberg und besonders mit Raimund Trenkler, Oda Laue, Gaby Denicke – die mich von Anfang an kennen – und natürlich auch mit allen neueren Mitarbeitern und vielen Helfern der Kronberg Academy verbinden mich so viele Erinnerungen: es ist schwierig, bestimmte hervor zu heben – unvergesslich das Ende des Cello-Festivals 2003 („mein” erstes Cello-Festival, bei dem ich sehr viele tolle Aufgaben hatte), als der “Gesang der Vögel” von Pablo Casals mit allen beteiligten Künstlern und Studenten erklang, das Konzert in Gedenken an Boris Pergamenschikow mit all seinen Studenten im Oktober 2004, das Geburtstagskonzert von Gidon Kremer Februar 2007, einige Abschlussfeier im Schlosshotel, auf der Burg …

Ich fühle mich in Kronberg immer sehr wohl, es ist zu meinem zweiten oder dritten Zuhause geworden, und ich freue mich so sehr, immer wieder hierhin zu kommen.

Ich möchte an dieser Stelle allen, die ins Kultur-und Musikmanagement hineinschnuppern möchten, die Kronberg Academy empfehlen für Praktika – man kann mit großem Spaß viel lernen und erleben!

Von Julia Kadar


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