Artikel-Schlagworte: „Solisten“

Chamber Music Connects the World / Wie alles begann

Donnerstag, 1. April 2010

Dies ist der Auftakt und eine kleine Einstimmung zu unserer neuen 10-teiligen Blog-Serie über die Anfänge des Kammermusik-Projekts „Chamber Music Connects the World“ und Portraits einiger Ex-Juniors.

Vor nunmehr fast genau 10 Jahren begann für die Kronberg Academy die Reise in die Welt der Kammermusik, und gleichzeitig die Etablierung eines weiteren Bausteins in der Förderung und Ausbildung junger, hochbegabter Musiker und Solisten.

In insgesamt drei Blogbeiträgen wollen wir die Geschichte von CMCW nacherzählen, von den gedanklichen Wurzeln bis zur Realisierung im Jahre 2000. Und vorweg ein kurzer Rückblick auf ein Kammermusik-Projekt in Amerika, wo das Experiment „Marlboro Music School“ in den frühen Fünfziger Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Welche Hürden und Hindernisse beim ersten Zusammentreffen in Kronberg im Jahre 2000 zu überwinden waren, davon soll auch hier später berichtet werden. Und über manche Eigentümlichkeit.

Dies alles wird erzählerisch und mit kleinen Anekdoten und persönlichen Erinnerungen garniert. Eingesammelt und eingefangen bei all jenen, die mit Herzblut von Anfang mit dabei waren.

Was uns aber alle bis heute fasziniert ist dies:

die ersten Seniors bei Chamber Music sind über ihre eigenen Lehrer und deren Wegbegleiter mit  einer Generation verbunden, die viele herausragende Künstler der jüngeren Musikgeschichte hervorgebracht hat – dies wird stets lebendig, wenn man die Lebensläufe der beteiligten Musiker sich vor Augen führt und dann realisiert, dass auch diese Seniors auf den Schultern jener Generation stehen und von deren Kreativität und Meisterschaft nachhaltig inspiriert wurden. Ausnahmekünstler wie Pablo Casals, Emanuel Feuermann, Rudolf Serkin, David Oistrach und Jascha Heifetz, Yehudi Menuhin und natürlich nicht zu vergessen Mstislav Rostropovich haben ihre Meisterschaft und Disziplin an unsere Seniors weitergegeben – sich dieser Verbindungen bewusst zu sein und zugleich als Ansporn und Maßstab weiterzugeben, das ist nach wie vor das Ziel . Die jungen Musiker von heute reihen sich ein in diesen Strom. So betrachtet, ergibt sich ein bedeutungsvoller Brückenschlag zwischen den Generationen bis in die heutige Zeit.

Schließlich erhellen wir an sechs Musiker-Beispielen in den dann folgenden Blogbeiträgen zur Geschichte von Chamber Music Connects the World wie sich der eine oder andere Ex-Junior seit der Teilnahme künstlerisch weiter entwickelt hat. Denn “Chamber Music” istbekanntlich ein weiterer Pfeiler in der individuellen Förderung und Entwicklung einer aufstrebenden jungen Solisten-Generation der Extra-Klasse.

Nächster Blog:   Feuerprobe für ein einzigartiges Konzept

Michael Heinz

Meisterkurs: Ana Chumachenco und Ihre trefflichen Meisterschüler

Freitag, 19. März 2010


Kronberg, im März 2010:

An einem der ersten Tage ohne Schnee in Kronberg waren sie alle versammelt: 7 Junge Solisten waren zusammengekommen, um Ana Chumachencos Meisterkurs beizuwohnen. Endlich hatte ich mal Gelegenheit, so viele junge Musiker unseres Studienganges „Kronberg Academy Masters/ Further Master Studies“ geballt an einem Platz zu erleben. Keine Übertreibung: das war ein angenehmes, familiäres Zusammentreffen von Alt und Jung, und was mir so mancher Junge  Solist nachher erzählte:  man kennt sich größtenteils untereinander. Aber der Reihe nach….

Wer war dabei….?

Peijun Xu, Benedict Klöckner, Yumiko Urabe, Alicja Smietana, Alina Ibragimova, Eri Sugita, Sasha Sitkovetsky, Soojin Han, Vilde Frang, der Berliner Gabriel Schwabe und schließlich David Gueran.

Während der Vormittag alleine dem Einzelunterricht gewidmet war, war nach dem gemeinsamen Mittagessen zunächst Kammermusik „vom Blatt“ angesagt und es durften nun auch einige Zuhörer des Academy Teams mit dabei sein. Absolut spannend dachte ich und ließ mich auf knappe 3 Stunden intensiven Musik-Hörens ein.

Direkt neben dem aufmerksamen Stephen Potts sitzend, dem Leiter des Academy-Master Studienganges,  versuchte ich , sowohl den Klängen der Musik zu folgen, als auch ein Gefühl für die Anstrengungen und Konzentration der jungen Musiker mit aufzunehmen. Den Auftakt machte das lebhafte und zugleich rasante Oktett von Felix Mendelssohn-Bartholdy – ein absolut begeisterndes Stück! Im Halbkreis sitzend, Frau Chumachenco als 4. Geige im Zentrum, musizierten alle mit viel Schwung und Klasse. Sasha Sitkovetsky, der mir zuvor stolz von seinen frühen Begegnungen mit Yehudi Menuhin berichtet hatte, hatte als erster Geiger die Führungsrolle inne – glänzend – so meine subjektive Empfindung.

Dann, nach einer kurzen Pause, stand Alina Ibragimova allein im Zentrum der Aufmerksamkeit: Sie intonierte die Sonate Nr. 2 Op. 94 von Prokofiev mit großer Inbrunst. Die begeisterten Kommentare Ana Chumachencos und der anderen Meisterkurs-Teilnehmer über ihr Spiel ließ die junge Russin, die in Großbritannien lebt, mit sichtlicher Freude und gut gelaunt über sich ergehen. Einer Katze gleich, lautlos und gewandt aus der Bodenperspektive fotografierend, war auch unser Fotograf Andreas Malkmus mit von der Partie, um diese Momente gewissermaßen für das Familien-Album  festzuhalten. Den Schlussakkord seiner Arbeit bildete ein wirklich schönes, familiäres  Gruppenfoto der jungen Musiker mit Frau Chumachenco –

dieses und weitere „atmosphärische“ Momentaufnahmen eines besonderen Meisterkurs-Tages  in der Kronberger Streitkirche können nun alle Fans und Freunde auf unserer Kronberg Academy Flickr- Seite bestaunen.

Michael Heinz

Chamber Music Connects The World ¦ Spielen und Warten

Donnerstag, 25. Februar 2010

Beim ambitionierten Musik Projekt Chamber Music Connects the Worldgeht es in die erste heiße Phase. Aus 150 Bewerbungen wurden 33 Musiker ausgewählt und nach Kronberg zu den sog. „Auditions“ eingeladen. Außergewöhnlich für diese Auditions ist es, dass die jungen Musiker sich nahtlos in das Spiel eines Quartetts einfügen müssen – Genauigkeit und Timing sowie intime Kenntnis der Partitur sind erforderlich. Eine echte Herausforderung also, der sich die jungen Musiker so noch nie zu stellen brauchten. Die Jury (Gidon Kremer, Raimund Trenkler, Stephen Potts und Tatjana Grindenko) wird die Qual der Wahl haben.

Viele junge Musiker fluten in die Stadthalle, viele von ihnen bereits ausgezeichnet und als Sieger bei internationalen Wettbewerben geehrt.

Wo gibt es das sonst noch? 19 Geigen, 9 Bratschen und 5 Celli versammeln sich in Kronbergs Mitte. Allesamt mit dem Potenzial, in Zukunft musikalisch Furore zu machen.

In knappen 10 Minuten muss sich ein jeder von ihnen bewähren. Vormittags sind die Geigen-Solisten an der Reihe. Mein Gefühl sagt mir, dass die jungen Geiger allesamt kommunikative, lebhafte junge Leute sind. Cellisten und Bratscher erscheinen mir ein klein wenig verhaltener.

Im Laufe des Tages versammeln sich die jeweils Wartenden im Bistro-Bereich der Stadthalle. Dies ist ein Treffpunkt für kurze Gespräche und Begegnungen. Man trinkt, isst und verkürzt das Warten. Von einem jungen tschechischen Geiger erfahre ich von seinem Missgeschick Montag und Dienstag verwechselt zu haben ( Typisch Junge, meint meine liebe Frau am Abend, als ich ihr von meinen Erlebnissen berichte). Freundlich und gar nicht enttäuscht berichtet er mir noch, dass er bei dieser Ausgangslage keine Illusionen hatte. Seine Einsätze wären nicht ganz exakt zu den übrigen Spielern des Kuss-Quartetts erfolgt. Frappierend die sehr offene Art des 29-jährigen, der im letzten Jahr seine Studien an der Musikschule Hanns Eisler Berlin beendet hat. Nun Berufsmusiker zu sein, sei nicht leicht, so sein Fazit.

Von der selbstbewussten Mariechristine (19) erfahre ich, dass sie am Samstag aus dem sonnigen Kalifornien zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland angereist sei. Und, so erzählt sie mir, wie wichtig das Studium der „Partitur“ für sie sei. Bei Elena Graf, die aus dem nahen Frankfurt angereist ist, spüre ich eine enorme Leichtigkeit, keine Spur von Spannung. Ihr junger Begleiter gibt ihr offenbar Ruhe. Die junge Chinesin Peijun Xu (24), frisch-gebackene Gewinnerin des 6. Yuri Bashmet Viola Wettbewerbs in Moskau, erzählt mir von dem großen Lernaufwand, den sie täglich bewältigt und ihr somit sehr wenig freie Zeit lasse. Am späten Abend lerne ich Tali Kravitz kennen. Sie ist aus dem verschneiten New York nach Kronberg angereist und weiß einiges über das Distance Learning Programm der Manhattan School of Music ( MSM) zu berichten, wo sie nun als Viola Instructor arbeitet.

Schließlich beeindruckt mich noch sehr der junge koreanische Solist Joon-Ho Shim (22), der als Cellist lange warten musste. Er kam aus Essen heute nach Kronberg. Joon-Ho eröffnet mir freimütig, wie unerwartet schnell das Stravinsky Stück gespielt wurde und dass es größter Konzentration bedurft hätte, hier die Einsätze zu beherrschen. Und seine Geschichte über die ersten Jahre allein in Deutschland  – ohne Deutsch-Kenntnisse im Gepäck im zarten Alter von 14 jahren – das verlangt mir großen Respekt ab. Es war die Hölle, so seine Worte. Der junge Mann begibt sich nach unserem abendlichen Austausch in den großen Saal. Es ist nun 20.30 Uhr. Raimund Trenkler hat soeben die Bratscher und Cellisten zur Verkündung der Ergebnisse zur Jury gerufen. Ich präpariere meine Kamera, folge den jungen Leuten für einige letzte Fotos. Schlussstrich unter einen langen, ereignisreichen Tag.

Von Michael Heinz

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Danjulo Ishizaka

Montag, 21. September 2009

Danjulo Ishizaka

Geboren 1979, studierte der Deutsch-Japaner von 1998 bis 2004 bei Boris Pergamenschikow an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin.

Danjulo Ishizaka gewann u. a. 2001 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und 2002 den Grand Prix Emanuel Feuermann der Kronberg Academy und der UDK in Berlin.

Danjulo lshizaka gastiert regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival und dem Rheingau Musik Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival, dem Kissinger Sommer und den Osterfestspielen Salzburg. Tourneen führen ihn in alle EU-Staaten, in die USA, nach China, Russland und Japan. Im März 2006 hatte er sein Debut in der Carnegie Hall New York.

Er konzertiert mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili oder Lars Vogt und renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Mstislav Rostropovich und Krzysztof Penderecki.

Danjulo Ishizaka wurde für das renommierte “New Generation Artists scheme” der BBC ausgewählt. Seine bei SonyBMG erschienene Debut CD die er mit dem Pianisten Martin Helmchen eingespielt hat, wurde im Jahr 2006 mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet. Er spielt das ex Boris Pergamenschikow von W. Schnabl erbaute Cello der Kronberg Academy sowie das Stradivari Cello ‚Lord Aylesford’ (1696) von der Nippon Music Foundation.

Danjulo Ishizaka ist im zweiten Teil des Abschlusskonzerts am Sonntag, dem 4. Oktober um 18.30 mit Krzysztof Pendereckis Violakonzert (Bearbeitung für Cello von Boris Pergamenschikow) zu hören.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Claudio Bohórquez

Sonntag, 20. September 2009

Claudio  Bohórquez Foto: Henry Fair Claudio Bohórquez wird von Dirigenten, Publikum, Veranstaltern und Kritikern gleichermaßen als eine der aufregendsten und faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation gepriesen. Er studierte bei David Geringas und bei Boris Pergamenschikow. Von der Kronberg Academy wurde er u.a. durch den Landgraf von Hessen-Preis und die Teilnahme an Chamber Music Connects the World gefördert. Im Jahr 2000 war er mit drei Auszeichnungen Gewinner und erfolgreichster Teilnehmer des 1. Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Aus der Hand von Marta Casals Istomin erhielt er als zweijährige Leihgabe das Goffriller-Cello von Pablo Casals. Auch beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er den 1. Preis.

Claudio Bohórquez gastiert heute in der ganzen Welt. Er arbeitet dabei mit vielen der namhaftesten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Christoph Eschenbach, Sir Neville Marriner oder Krzysztof Penderecki zusammen und konzertiert mit vielen großen deutschen und internationalen Orchestern – in Japan mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonic Orchestra, in den USA mit fast allen großen Orchestern des Landes. Claudio Bohórquez verzeichnet eine beachtliche Anzahl an CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten. Er spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landesbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.

Bei uns wird er in Konzert 11,  der Konzertfassung der Filmmusik zu Rebecca Horns Kurzfilm Fata Morgana am 2. Oktober um 22 Uhr zu hören sein.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Mola Sylla

Montag, 14. September 2009

Mola SyllaMola Sylla wurde in Dakar im Senegal geboren. Seit mehr als 20 Jahren lebt der Sänger und Komponist in Amsterdam. Mit seinen Gruppen Senemali und VeDaKi entwickelte er einen ganz individuellen ethnischen Stil, der senegalische Musik mit anderen ethnischen Musikelementen verbindet. Auf diese Weise entsteht ein musikalischer Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des afrikanischen Kontinents und der westlichen neuen Heimat des Musikers. Mola Syllas mitreißende Musik lebt von der freien Improvisation und der Spontaneität, mit der er die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse ineinander fließen lässt. Mit seiner rauen Stimme singt er afrikanische Stammeslieder und erzählt Geschichten aus dem Senegal, aber auch von der neuen Heimat, von falschen Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen. Meist singt er in der senegalesischen Stammessprache Wolof. Untermalt werden seine Songs von mitreißenden folkloristische Rhythmen, die er mit virtuoser Technik afrikanischen Instrumenten entlockt, die bei uns größtenteils unbekannt sind: Mbira, Kongloa (ein Lamellophon aus dem Senegal), Xalam oder Kalimba.

Mola Sylla ist häufiger Gast auf Jazz- und Weltmusik-Festivals und hat eine Vielzahl von CDs herausgebracht. Eine jahrelange enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem niederländischen Cellisten Ernst Reijseger, mit dem er auch die Musik für Werner Herzogs Film The Wild Blue Yonder (2005) geschaffen hat.

Mola Sylla wird gemeinsam mit Sergine C. M. Gueye und Ernst Reijseger im Rahmen der Blauen Reihen in dem Konzert Sàng Xale am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronburg zu hören sein.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Serigne C. M. Gueye

Montag, 14. September 2009

Sergine C.M. Gueye1963 in Dakar (Senegal) geboren, wuchs Serigne Gueye mit der Musik Westafrikas auf. Sein Großvater arbeitete als Perkussionist im Nationalballett, war aber selten zuhause, so dass Serigne sich das Schlagzeugspielen weitgehend selbst beibrachte. Siebenjährig begann er, bei traditionellen Zeremonien zu spielen. Seine professionelle Laufbahn begann 1984 in der bekannten Star Band de Dakar, bei der er eine Menge weiterer Perkussionsinstrumente sowie Arrangement und Gesang lernte. Mit der Band und in anderen Ensembles tourte er in den USA und Europa und gehörte seit 1993 der Band Ifang Bondi an, mit der er zwei CDs einspielte. 1996 verließ er Ifang Bondi, um nach Wegen zu suchen, tiefer in den Jazz einzudringen und sein westafrikanisches Erbe in einem größeren Kontext einzubringen. Serigne Gueye lebt heute in Amsterdam und arbeitet mit vielen der holländischen Jazz-Größen zusammen, wie Han Bennink, Thijs van Leer, Sean Bergin, Franky Douglas, Eddy Veldman, Mola Sylla und Ernst Reijseger. Er ist Mitglied der Pia Piac und der Mandikabi Band und gründete im Jahr 2002 mit Tobias Delius (Saxophon, Klarinette), Wilbert de Joode (Kontrabass) and Hilary Jefferies (Posaune) die Gruppe apa ini.

Sergine C. M. Gueye wird gemeinsam mit Mola Sylla und Ernst Reijseger im Rahmen der Blauen Reihe in dem Konzert Sàng Xale am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronburg zu hören sein.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Dénes Várjon

Samstag, 12. September 2009

Dénes VárjonDer ungarische Pianist Dénes Várjon studierte an der Liszt Ferenc Musik Akademie Budapest bei Ferenc Rados, György Kurtág und Sándor Devich. Einer der Ersten, der seine musikalische Hochbegabung erkannte und seitdem zu seinen größten Forderern zählte, war sein Landsmann András Schiff, bei dem er jährlich an Meisterkursen teilnahm. Auch als aus dem ehemaligen Schüler ein international erfolgreicher Pianist geworden war, blieb die musikalische Verbindung bestehen. Heute musizieren beide Künstler oft gemeinsam. Dénes Várjon gewann 1991 den Concours Géza Anda in Zürich und debütierte im gleichen Jahr als Solist mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Sándor Végh bei den Salzburger Festspielen.

Längst zählt er zu den wichtigsten Musikerpersönlichkeiten Ungarns und ist häufiger Gast bei allen internationalen Festivals und in den großen Musikmetropolen Europas und der USA. Gleichbedeutend mit seiner Arbeit als Solist ist das gemeinsame Musizieren mit Kammermusikpartnern. Zu ihnen zählen neben András Schiff auch so illustre Namen wie Steven Isserlis, Miklós Perényi, Tabea Zimmermann, Leonidas Kavakos u.v.a. Eine besonders enge musikalische Verbindung besteht zu dem Oboisten und Dirigenten Heinz Holliger, ebenso zu dem Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Seit 1994 ist Dénes Várjon Assistenz-Professor an der Liszt Ferenc Akademie in Budapest. 1997 wurde ihm von der Ungarischen Regierung der Liszt Preis verliehen.

Dénes Várjon wird gemeinsam mit Steven Isserlis in einem Abendkonzert am Donnerstag, dem 1. Oktober um 19 Uhr in der Stadthlle Kronberg Werke von Ludwig van Beethoven, Bohuslav Martinu und Ernest Bloch spielen.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Miklós und Benjamin Perényi

Freitag, 11. September 2009

Miklós PerényiWenn Miklós Perényi Bach spielt, wird es im Konzertsaal so still, dass sogar das lästige Husten unterbleibt. Sein Spiel ist von einer ausgewogenen, selten erreichten Klarheit, die zu Herzen geht. Der ungarische Cellist gehört zu den Ausnahme­musikern, über deren Spiel selbst hartgesottene Kritiker nur einmütig lobend berichten. Immer wieder heben sie die überwältigende Schönheit seines Cellotons hervor. Obwohl ihn seine solistische Karriere in alle großen Musikzentren der Welt führte und er als einer der feinsinnigsten Interpreten unserer Zeit gilt, sieht der unga­rische Cellist sich nicht als Star. Nie stellt er seine Virtuosität zur Schau sondern nimmt sich ganz hinter das Werk zurück

Schon mit neun Jahren gab Miklós Perényi einen ersten Konzertabend in Budapest. Seine musikalische Entwicklung wurde von seinen Lehrern, dem legendären Enrico Mainardi in Rom und Ede Banda in Budapest nachhaltig geprägt. Nachdem er 1963 Preisträger des Internationalen Cello-Wettbewerbs Pablo Casals in Budapest geworden war, lud ihn Casals mehrfach zu seinen Meisterkursen ein. Mehrere Sommer beim Marlboro-Festival folgten.

Seit 35 Jahren unterrichtet Miklós Perényi an der Budapester Franz-Liszt-Akademie. Für sein musikalisches Wirken wurde er 1980 mit dem Kossuth-Preis und 1987 mit dem Bartòk-Pasztory-Preis ausgezeichnet. In zahlreichen gemeinsamen Konzerten spiegelt sich die enge Zusammenarbeit mit seinem Landsmann András Schiff wieder, mit dem zusammen er bei ECM eine preisgekrönte CD des gesamten Werkes von Beethoven für Cello und Klavier aufnahm.

Statt mit Spielzeugeisenbahnen wie andere Kinder seines Alters spielte Benjamin Perényi mit drei Jahren Klavier. Kein Wunder, ist er doch der Sohn des bekannten Cellisten Miklós Perényi und jüngster Spross einer Familie, in der die Liebe zur Musik seit Generationen tiefverwurzelt ist.

Benjamin PerényiMit elf Jahren wurde Benjamin Perényi in die Hochbegabtenklasse der Franz Liszt Akademie in Budapest aufgenommen, wo er sein Studium weiterführte und abschloss. Der renommierte Pianist András Schiff war von dem ungewöhnlichen Talent des jungen Nachwuchspianisten, dessen Repertoire Werke von Bach bis Bartók umfasst, so beeindruckt, dass er ihm einen Steinway Flügel schenkte. Neben dem prägenden Einfluss seines Vaters kamen wichtige Impulse für Benjamin Perényi’s musikalische Entwicklung von seinen Lehrern Jenö Jandó und István Lantos sowie von dem international erfolgreichen Pianisten Zoltán Kocsis, der ihn einlud, im Mai 2009 ein Konzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie aufzuführen. Auch beim Schleswig Holstein Musik Festival trat Benjamin Perényi bereit zweimal als Kammermusiker auf. Im Oktober 2001 musizierten Vater und Sohn erstmals gemeinsam im Musikkonservatorium in Genf. Für dieses Jahr ist neben dem Cello Festival in Kronberg ein gemeinsamer Auftritt beim Bartók Seminar in Szombathely, Ungarn, vorgesehen.

Vater und Sohn Perényi sind gemeinsam in einem Konzert mit Werken von Bach, Dallapiccola, Debussy und Bartók am Donnerstag, dem 1. Oktober um 19 Uhr in der Stadthalle Kronberg zu hören. Miklós Perenyi können Sie außerdem im ersten Teil des Abschlusskonzerts am 4. Oktober um 17 Uhr in der Stadthalle Kronberg erleben.

Cello Festival ¦ Dozent und Solist ¦ Pieter Wispelwey

Donnerstag, 10. September 2009

Pieter Wispelwey

Pieter Wispelwey gehört zur Spitze einer Künstlergeneration, die sich gleichermaßen auf dem modernen wie dem barocken Cello zuhause fühlen. Der 1962 in Haarlem geborene niederländische Cellist studierte bei Anner Bylsma, später bei Paul Katz in den USA und William Pleeth in Großbritannien. Als erster und bislang einziger Cellist erhielt er 1992 den Niederländischen Musikpreis, 1997 zudem den belgischen Pressepreis als “Musiker des Jahres”.

Der vielseitige Musiker, der sich gleichermaßen der historischen Aufführungs­praxis wie auch der Interpretation der jüngsten Celloliteratur widmet, konzertiert heute regelmäßig in den wichtigsten Konzertsälen und Metropolen der Welt, wo er mit namhaften Orchestern und den berühmtesten Dirigenten der Welt auftritt und sein Publikum neben virtuoser Technik vor allem durch sehr persönliche Interpretation beeindruckt, deren Intensität jeden Zuhörer tief berührt.

2005 startete Wispelwey eine ungewöhnliche Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchester, mit dem er die gesamte britische Cellokonzertliteratur sowie beide Haydn Cellokonzerte aufführte. 2009 und 2010 wird Wispelwey als Kammermusiker in einem Trio mit Viktoria Mullova und Kristian Bezuidenhout Konzerte geben. Seine zahlreichen CDs erhielten weltweit hervorragende Kritiken – allein sechs CDs wurden mit Internationalen Schallplattenpreisen aus­gezeichnet. Für seine Einspielung der sechs Solosuiten von Bach erhielt gleich drei Preise: “Diapason d’or”, “choc de la musique” und den “Gramophone’s Editor’s choice”. Pieter Wispelwey spielt auf einem 1760 erbauten Cello von Giovanni Battista Guadagnini und auf einem Rombouts Barockcello von 1710.

Sie können Pieter Wispelwey in einer Matinee am Freitag, dem 2. Oktober um 11.30 Uhr in der St. Peter und Paul Kirche mit Werken von Max Reger, Robert Crumb und Johann Sebastian Bach erleben.

Sein Workshop findet am Donnerstag, dem 1. Oktober von 16.00 bis  18.00 Uhr in der Zehntscheune in Kronberg statt.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Alex Porter

Montag, 7. September 2009

Es ist nicht einfach ihn einzuordnen. Der gebürtige Amerikaner Alex Porter ist Magier, Akrobat,  Zaubermeister, Unterhaltungskünstler, Sänger, Schauspieler, Tänzer. Mit einem Wort – ein Multitalent. Dieser poetische Theatermagier entführt sein Publikum auf eine Gratwanderung zwischen Illusion und Realität, er lässt es staunend Alex Portererleben, dass nichts ist, wie es scheint. Wenn er auf der Bühne steht und seine Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes vorzaubert, sie mit fingerfertigen Tricks untermalt, jongliert er zwischen Wirklichkeit und Phantasie. Er ist geistreich, amüsant, humorvoll, manchmal skurril und hintersinnig. Nur eines ist er mit Gewissheit nicht: er ist nie langweilig. Das Publikum ist fasziniert. Sind seine phantastischen Geschichten wahr? Oder doch nicht? Ist der Mann am Ende selbst ein Fabelwesen? Vielleicht kann er ja gar nicht zaubern, aber eines ist er auf jeden Fall. Alex Porter ist zauberhaft. Darin sind sich alle einig.

Der Mann, der solche Rätsel aufgibt, wurde in New York geboren und ließ sich von John Casagrande, Hanspeter Birrer und Jim Cellini in der Zauberkunst ausbilden. Um seine Zaubergeschichten wirkungsvoll zu inszenieren, nahm Alex Porter zusätzlich Stimm- und Schauspielunterricht. Auch in Malerei und Photographie übte er sich. Alex Porter lebt in Luzern. Er wurde in seiner Wahlheimat mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Schweizer Kleinkunstpreis.

Beim Cello Festival ist er gemeinsam mit Thomas Demenga und James Alexander im Konzert “Cello-Magie” am Mittwoch, dem 30. September um 22.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg zu hören.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ James Alexander

Freitag, 4. September 2009

Der in Kanada geborene Pianist James Alexander studierte bei Robert Silverman an der University of British Columbia (Vancouver) sowie bei Sasha Gorodnitzki und Janina Fialkowska an der Juilliard School in New York. Er nahm darüber hinaus an Meisterkursen bei Leon Fleisher, Menahem Pressler, Mischa Dichter und Ivan Moravec teil und bildete sich bei Martin Katz und Gwendolyn Koldofsky in Liedbegleitung aus.

Seit 1992 ist James Alexander Dozent an der Hochschule der Künste Bern/Biel und tritt weltweit als Solist und Kammermusiker auf. Neben Solo-Auftritten mit Dirigenten wie Dmitrij Kitajenko, Michael Stern und Kaspar Zehnder gibt James Alexander auch Liederabende mit namhaften Sängern. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u.a. die Cellisten Thomas Demenga, Michael Sanderling und Pieter Wispelwey. Tourneen führten ihn nach Europa, Nord-und Südamerika und Japan und er trat u.a. im Rahmen des Schleswig-Holstein Festivals, des Europäischen Musikfests Stuttgart, des Heidelberger Frühlings, der Zürcher Junifestspiele, der Sommets Musicaux de Gstaad, des Menuhin Festivals und am Lincoln Center auf. Zudem hat James Alexander Kavier- und Kammermusik-Meisterklassen in Kanada, Lateinamerika und an der Juilliard School geleitet. Seine CD-Aufnahmen umfassen Solo Klaviermusik, Lieder und Kammermusik. Seit Herbst 2006 leitet er eine Klasse für Kammermusik am Genfer Konservatorium.

Beim Cello Festival ist er gemeinsam mit Thomas Demenga und dem Zauberer Alex Porter im Konzert “Cello-Magie” am Mittwoch, dem 30. September um 22.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg zu hören.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Frank Wolff

Mittwoch, 2. September 2009

Frank Wolff

Geboren 1945 in Battenberg an der Eder, studierte Frank Wolff Cello in Freiburg, dann Philosophie bei Adorno in Frankfurt. 1967 stürzte er sich in die Studentenrevolte und wurde einer ihrer westdeutschen Sprecher. Es folgten weitere Cello-Studien und die Mitarbeit in einem Avantgarde-Ensemble und in einem Streichquartett. Ab 1977 entwickelte Frank Wolff erste Konzertcollagen: „Franks tönende Wochenschau“, darin auch sein „Deutschlandlied“, Jimi Hendrix und Joseph Haydn gewidmet, dann „Schubert doesn’t live here anymore“ und „Winterreise Frühlingstraum“. 1981 gründete er das Frankfurter Kurorchester als Rockband und Musiktheater und war damit viele Jahre unterwegs, bis nach New York und Peking. 1997 folgte die Weltreise mit der unvergessenen Anne Bärenz und „Heinrich Heine in Concert“, danach weitere Duo-Projekte sowie im Trio mit dem Dichter Robert Gernhardt “Der Ton im Wörtersee“. Mit jungen Künstlern entstanden ab 2002 im Neuen Frankfurter Schulorchester die Programme „Attacca“ und „Shanghai-Show“. Schließlich entwickelte Frank Wolff in vielen Solo-Projekten eine poetische Tonmalerei mit neuen Sounds und Oberton-Techniken. 2008 erhielt er die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt.

Frank Wolff erzählt seine Cellogeschichte zwischen  Poesie, Politik und Musik, darunter auch die Uraufführung einer Fantasie für Cello und abwesendes Klavier am Dienstag, dem 29. September um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Ula Ulijona

Montag, 31. August 2009
Ula Ulijona

Ula Ulijona

Die 1974 im litauischen Vilnius geborene Ula Ulijona ist langjährige Solo-Bratschistin der Kremerata Baltica. Ihr Viola-Studium absolvierte sie zunächst an der Litauischen Musikakademie bei Petras Radzevicius und später später an der Musikhochschule Basel bei Prof. Hatto Beyerle. Als Studentin in der Klasse von Tabea Zimmermann legte sie schließlich an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ihr Konzertexamen ab. Von Wolfram Christ ließ sie sich in Meisterkursen inspirieren.

Im Jahr 2001 gewann Ula Ulijona den 2. Preis beim Internationalen William Primrose Wettbewerb Chicago. Neben zahlreichen Soloauftritten mit renommierten Orchestern wie dem Litauischen Kammerorchester, dem London Philharmonia Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra, bewies sie ihre Stärke im Kammermusikspiel u.a. mit Gidon Kremer, Yuri Bahmet, Boris Pergamenschikow, Heinz Holliger, Sharon Kam und dem Keller Quartett als musikalische Partner. Ula Ulijona gehörte zu den ersten Teilnehmerinnen des Projektes „Chamber Music Connects the World“ der Kronberg Academy und war bereits zweimal Dozentin des Workshops „Mit Musik – Miteinander“. Seit 2008 ist sie festes Mitglied des Petersen Quartetts. Sie spielt eine Bratsche von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1722.

Gemeinsam mit Gidon Kremer ist Ula Ulijona im Eröffnungskonzert am 30. September mit dem Werk “Dialog mit Pergolesis Stabat Mater für Violine, Viola und Vibraphon” von Lena Auerbach zu hören.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Nicolas Altstaedt

Freitag, 28. August 2009

Nicolas Altstaedt

Nicolas Altstaedt

Nicolas Altstaedt, der zu den letzten Schülern Boris Pergamenschikows gehört, spielt auf den bedeutendsten Konzertpodien Europas, der USA, Australiens und Asiens. In der letzten Zeit war er als Solist u a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und Sir Neville Marriner, dem RSO Stuttgart unter Sir Roger Norrington und der Haydn Philharmonie mit Ádám Fischer zu hören. Oder aber mit dem Zürcher und dem Stuttgarter Kammerorchester, den Bamberger Symphonikern, den Sinfonieorchestern aus New Zealand oder Melbourne und den Rundfunkorchestern Berlin und Helsinki. Zu seinen musikalischen Partnern gehören Gidon Kremer, Alexander Lonquich, Jörg Widmann, das Quatuor Ebène und die Komponisten Thomas Ades und HK Gruber.

Nicolas Altstaedt, der mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurde (“Landgraf–vom–Hessen Preis” 2004, Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und 1. Preis Domnick Cello-Wettbewerb 2005, 1. Preis Adam International Cello Competition 2006, Borletti Buitoni Fellowship 2009), ist Artist der CMS Lincoln Center New York. Regelmäßig ist er bei Festivals wie Lockenhaus und Jerusalem zu Gast und debütierte im Sommer 2008 erfolgreich bei den Salzburger Festspielen. 2004 war er „Junior“ bei Chamber Music Connects the World.

Seine neueste Aufnahme der Haydnkonzerte mit der Kammerakademie Potsdam bei Genuin, sowie auch seine Aufnahme der Cellokonzerte von Schumann, Tchaikovsky und Gulda bei Claves wurden von der Fachpresse weltweit hoch gelobt. Nicolas Altstaedt spielt ein Violoncello von Nicolas Lupot (Paris 1821) der Deutschen Stiftung Musikleben.

Nicolas Altstaedt ist im Eröffnungskonzert am Mittwoch, dem 30. September in der Naxos-Halle in Frankfurt mit Edison Denissows “Tod ist ein langer Schlaf. Variationen über ein Thema von Joseph Haydn” zu hören.

Cello Festival ¦ Solisten ¦ Steven Isserlis

Donnerstag, 20. August 2009
Steven Isserlis, Foto: Tom Miller

Steven Isserlis, Foto: Tom Miller

Der englische Cellist Steven Isserlis ist ein Musiker von enormer Vielseitigkeit und Kreativität, der Musik in all ihren Facetten erforscht, ohne sich auf eine Richtung festzulegen. Ob er als Kammermusiker sein Publikum begeistert, in historischen Archiven nach lang vergessenen musikalischen Kostbarkeiten stöbert, Komponisten-Biographien für Kinder schreibt oder Kinderkonzerte gibt, immer steckt er voller Ideen, die er mit Energie und Hingabe verwirklicht. Gleichermaßen angesehen für seine Musikalität wie für seine makellose Technik, gastiert er als Solist mit den renommiertesten Orchestern in allen großen Konzertsälen weltweit. Sein Interesse an der historischen Aufführungspraxis hat zu Aufführungen mit Originalklangensembles wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood oder dem L’Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe geführt sowie zu Auftritten in Boston und der Londoner Wigmore Hall, wo er, von Robert Levine auf dem Hammerklavier begleitet, die kompletten Cellosonaten von Beethoven aufführte. Als leidenschaftlicher Interpret zeitgenössischer Musik war er Solist der Weltpremiere von Wolfgang Riehms Cellokonzert bei den Salzburger Festspielen. 2007 gastierte Steven Isserlis als Artist in Residence beim Auftakt-Festival der Alten Oper in Frankfurt. Er ist  künstlerischer Direktor der Meisterklassen und Kammermusik-Seminare IMS Prussia Cove in Cornwall und spielt das Feuermann Violoncello Stradivarius von 1730, eine Leihgabe der Nippon Music Foundation.

Steven Isserlis ist im Eröffnungskonzert am Mittwoch, den 30. September in der Naxos-Halle mit Joseph Haydns (1732-1809) Cellokonzert C-Dur Hob. VIIb: 1 zu hören sowie im Abendkonzert am Donnerstag, den 1. Oktober in der Stadthalle Kronberg mit Ludwig van Beethovens Variationen über ein Thema von Friedrich Händel, der
Romanze F-Dur von Richard Strauss und Ernest Blochs From Jewish Life.



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