Archiv für die Kategorie „Junge Solisten“

Aufsteigende Hitze

Donnerstag, 22. Mai 2014

Zwei bedeutende Projekte werfen ihre Schatten voraus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir befinden uns im Wonnemonat Mai. Die Temperaturen klettern stetig nach oben. Von mehreren Seiten wird auch uns – bildlich gesprochen – immer heißer. Unser Team begibt sich langsam in die finale Phase unserer Vorbereitungen für das bedeutende Projekt “Chamber Music Connects the World”. Startschuss ist am 20. Juni. Aus nicht-musikalischer Ecke gibt es ein gewisses Störfeuer aufgrund der in Brasilien am 12. Juni beginnenden Fussball-Weltmeisterschaft, deren Anziehungskräfte in Bezug auf hiesige TV-Termine nicht zu unterschätzen ist. Aber wir haben vorgesorgt: Alle Spiele sind im Ablaufplan integriert und wir wissen aus Erfahrung, dass Seniors und Juniors auch fußballbegeistert sind und bei solch einem bedeutenden Turnier wird es bestimmt auch so manchen leidenschaftlichen international gefärbten Public Viewing-Abend geben. Musikalische Spannung während des Tages wird so am Abend durch manch sportliche Höchstspannung erst so richtig “komplett”.

Bevor wir uns aber im Team endgültig nur noch auf CMCW ( unser internes Kürzel für  obiges Projekt) konzentrieren, sind noch andere Aktivitäten sorgfältig umzusetzen. Vorgeschaltet ist nämlich noch unser Projekt “Masters in Performance”, bei dem mehrere Prüfungskonzerte in Kronberg und Frankfurt sowie Auftritte unserer Jungen Solisten im Rathaus Kronberg anstehen. An fünf Tagen, vom 4. Juni bis 8. Juni, werden Junge Solisten ihr Können dem Kronberger Publikum darbieten. Es werden mehrere Zwischenprüfungen und Examenskonzerte durchgeführt, die für insgesamt fünf unserer Jungen Solisten den Abschluss ihrer jeweiligen Studienabschnitte bilden. Für Pablo Ferrández, Violoncello, und Hyeyoon Park, Violine, ist der 4. Juni der Tag Ihres Examenskonzerts. Ebenso für Ella van Poucke, Violoncello. Sie muss ein Konzert im Rahmen ihrer Zwischenprüfung spielen und beendet damit die Prüfungskonzerte des 4. Juni von “Masters in Performance”. Am folgenden Tag werden Anastasia Kobekina, Violoncello, und Georgy Kovalev, Viola, ihre Zwischenprüfungskonzerte zum Bachelor-Abschluss “hinlegen”. Diese finden in den Frankfurter Räumlichkeiten der  Hochschule für Musik und Darstellende Kunst statt.

Vom Freitag, den 6. Juni bis Sonntag, den 8. Juni
werden wir dann insgesamt elf Junge Solisten zu
Auftritten ins Kronberger Rathaus entsenden, wo diese
mittlerweile schon Tradition, dem Kronberger
Publikum und Gästen aus der Umgebung Kostproben
ihres bis dato erlangten musikalischen Könnens und
ihrer Ausdrucksfähigkeit geben können. In den Pausen
haben die Besucher Gelegenheit, mit den jungen
Künstlern persönlich in Kontakt zu treten. Manche unserer Gäste sind schon seit Jahren dabei und lassen sich nur wenige Auftritte entgehen – wenn überhaupt!

Das erste mal dabei im Team unseres Studiengangs KAM ist Dr. Andrea Stahl, seit
Anfang April voll integriert in unsere Mannschaft.     Andrea ist promovierte Historikerin und hat ein   großes Herz für Opermusik. Im Bereich der  Orchester- und Kammermusik hört sie besonders gerne Kompositionen von Brahms und Beethoven. In der ersten Juni-Woche wird Andrea nun ihre erste Feuerprobe zu bestehen haben und wir sind sicher, dass sie dies mit Bravour meistern wird. Wenn der letzte Auftritt unserer Konzertreihe “Masters in Performnce” am Sonntag, den 8. Juni vorüber ist, dann beginnt für unser Team, sagen wir ab Montag der Folgewoche, so richtig das “Ärmel-Hochkrempeln” mit Blick auf unseren  Jahreshöhepunkt: Die Durchführung von Chamber Music Connects the World.

Dieses einzigartige, weil überaus intime Projekt, bewegt stets Teilnehmer und Zuhörer auf besondere Weise. Aus der praktischen Sicht ist es ein Unterfangen, bei dem ein beträchtliches logistisches Räderwerk in Gang gesetzt wird. Immerhin, es sind volle 10 Tage, die in vielfältiger Hinsicht durchgeplant sein müssen  und an denen die Stadt Kronberg eines ihrer wesentlichen Erkennungsmerkmale voll demonstrieren kann: nämlich eine durch und durch heißblütige Stadt zu sein, in der die Klassische Musik, insbesondere die Kammermusik, auf allerhöchstem Niveau zu erleben ist. Von jungen und etablierten Musikern, im Dialog und im gemeinsamen Musizieren.

Vier musikalische Schwergewichte sorgen für höchste Musikalität und  Ausstrahlung. Wir erwarten vier Meister ihres Faches: Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Kim Kashkashian und Steven Isserlis. Zum 8. Mal stellen wir uns der Herausforderung, den kammermusikalischen Dialog der Generationen zu ermöglichen. Stets mit der Hoffnung, unter den ausgewählten 22 “Juniors” wieder neue Persönlichkeiten zu entdecken, die durch ihr musikalisches Potenzial eine besondere Förderung verdienen. Oder für die die Aufnahme des Studiums im Rahmen des “Kronberg Academy Masters” eine attraktive Möglichkeit zur Weiterentwicklung sein könnte.

Wir lassen uns jedenfalls überraschen und freuen uns auf musikalische Kettenreaktionen, bei der das musikalische Feuer spürbar und nachhaltig auf die junge Generation überspringt. Diese Hitze lieben wir!

Michael Heinz

Kronberg Academy Team

Masterclass mit Antje Weithaas

Donnerstag, 28. März 2013

Musik und Gespräche sorgen für besonderen Masterclass-Mix

Während zwei intensiver Masterclass-Tage hatten unsere Jungen Solisten Gelegenheit, mit einer vielseitigen, international sehr beachteten deutschen Geigerin und Pädagogin neue Impulse und Inspiration zu erhalten.

Antje Weithaas, seit einigen Jahren Professorin für Geige an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ist nicht nur eine gefragte Lehrerin sondern auch eine überaus aktive Kammermusikerin. Letzte Woche verbrachte die gebürtige Cottbusserin zwei Tage in Kronberg, um diverse Kammermusikstücke mit den jungen Musikern zu vertiefen.

Liest man ihre Vita, so ist man mehr als beeindruckt. Auftritte als Solistin hatte sie mit vielen international sehr namhaften Künstlern und Orchestern. Hier nur ein paar Beispiele: Los Angeles Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra oder dem Londoner BBC Symphony Orchestra. Großartige Dirigenten wie Vladimir Askenazy, Sir Neville Marriner oder Yakov Kreizberg waren dabei ihre musikalischen Partner.

Als Kammermusikerin ist sie mit Tanja und Christian Tetzlaff, Clemens Hagen, Silke Avenhaus sowie  Sharon Kam und Lars Vogt in wechselnden Formationen auf der Bühne. Zusammen mit Tabea Zimmermann, Daniel Sepec und Jean-Guihen Queyras hat sie im Jahre 2002 das ARCANTO-Quartett gegründet und 2004 ihren ersten Auftritt mit dieser Formation in Stuttgart erlebt. Mit ARCANTO war sie auch schon weltweit unterwegs,  so auch in der Carnegie Hall New York,  in Barcelona oder in der Tonhalle in Zürich. Teamplay ist ihre Sache. Wie schrieb die Neue Zürcher Zeitung vor einiger Zeit beeindruckt “Das Arcanto Quartett musiziert mit einer solchen Einigkeit in Ausdruck, Klangfarbe und Artikulation, wie man es selbst bei hauptamtlichen Streichquartetten selten erlebt.”

Ins Tonstudio zwecks CD-Aufnahmen verschlägt es die agile Musikerin natürlich auch von Zeit zu Zeit, zusammen mit der Pianistin Silke Avenhaus hat sie allein bereits 5 CDs eingespielt.  Mit anderen Worten, Antje Weithaas kann beim Nachdenken und Erzählen über die vielen Aspekte eines farbigen Musiker- und Pädagogenlebens aus dem Vollen schöpfen. Und humorvoll, ja locker und direkt ist sie obendrein noch.

Das konnten die Jungen Solisten speziell am zweiten Tag der Masterclass erleben, als der Direktor unseres Studiengangs, Friedemann Eichhorn, eine Diskussion mit ihr zum Thema “Wie übt man?” moderierte und mit eigenen Fragen und wissenswerten Einschüben spickte.

Die Neu-Potsdamerin verblüffte dann so einige Male die anwesenden Jungen Solisten mit Ihren Antworten zum Thema Üben. “Ich bin ehrlich, so ganz diszipliniert geht es bei mir auch nicht immer zu” meinte sie bei den Fragen zur Häufigkeit des Übens. Ihre diversen Verpflichtungen und Auftritte engen die Spielräume für reines “Üben” ein. Und die reine Technik hätte sie nun durchaus hinter sich. Üben tue sie nicht mit einer von vornherein anvisierten Häufigkeit bzw. Dauer, sondern jeweils angestossen durch gegebenem Anlass. Dies gelte für neue Stücke oder solche Kompositionen, die sie schon einige Zeit nicht mehr gespielt habe.

Sie könne sich auf ein Reservoir bekannter Stücke aus ihrer Frühzeit stützen und solche Werke spiele sie auswendig. Neue Stücke muss sie sich durch intensives Partitur-Studium erarbeiten und diese werden dann vom Blatt gespielt.

Als sie in die Runde der Musiker fragte, was sie, die Jungen Solisten, denn zum Üben motiviere, kam eine wie aus der Pistole geschossene Antwort eines anwesenden Musikers vom Kuss-Quartett: “Coffee” lautete sein Beitrag. Lachende Minen rundherum. Aber Frau Weithaas trug selbst auch immer wieder zur Leichtigkeit dieser Diskussionsrunde bei. Worum es ihr ginge beim Thema Üben war nach ihren Worten der Aspekt der Freude und der Frische im Kopf. Das Üben müsse keinesfalls Langeweile verbreiten.  Allzu schematisches Üben, gab sie zu bedenken, würde die Gefühle und Empfindungen für die Musik abtöten, und das müsse nicht sein. “Warum mehr leiden als notwendig”, fragte sie einmal in die Runde. Und an anderer Stelle meinte sie ironisch in Richtung Friedemann Eichhorn, dass sie ihr Mitwirkung bei diesem Thema nun keineswegs als Bestbesetzung sehe. Erneut Schmunzeln in der Runde.

Und dann machte sie noch die Rolle des aufmerksamen Hörens deutlich. Gleichwohl betonte sie, dass sie sich nicht zu jedem Violinstück die diversen bekannten Einspielungen anhöre. Und ein weitere Ausspruch verblüffte unsere jungen Musiker, als sie meinte, man müsse auch nicht spielen wie Heifetz, Oistrach, Menuhin oder Stern oder all die anderen bekannten großen Geigen-Virtuosen. Jeder Musiker müsse sich vielmehr selbst seinen Zugang zum betreffenden Werk über die Noten erarbeiten und an einer eigenen Interpretation feilen. Dies formulierte sie mit dem Brustton der Überzeugung. Eine wichtige Botschaft für die jungen Künstler.

Und schließlich betonte sie die Rolle des Hörens beim Spielen und Erarbeiten bestimmter Passagen einer Komposition. Alles müsse über das Hören, also über die Ohren gesteuert werden und nicht über die Arbeit der Finger. Ob es hier Geheimnisse gebe, wurde sie gefragt. “Keine Geheimnisse”, so ihre Antwort, außer, und da kam wieder die Frische im Kopf zu Geltung, “your brain needs to be fresh”. Die Diskussionsrunde wurde in englischer Sprache durchgeführt und auch dabei war Antje Weithaas sehr geschmeidig und virtuos.

Nach eineinhab Stunden eines angeregten Frage-und Antwort Dialogs, der nicht nur die Themamtik “Üben” umfasst hatte, wurde der letzte Break des Tages eingeläutet. Eine erbauliche und informative Abwechslung mit einer frisch und sympathisch auftretenden Künstlerin und Pädagogin. So werden sicherlich viele Junge Solisten diesen Nachmittag im Studio 2 in Erinnerung behalten.

Michael Heinz

Kronberg Academy Team

Rundum Begeisterung: András Schiff in Kronberg

Donnerstag, 7. März 2013

Rückblick auf drei unglaublich inspirierende  Meisterklassentage

Letztes Wochenende gab es wieder einmal großen Besuch in unseren KAM Studios. András  Schiff, aus Ungarn stammender international renommierter Meisterpianist, war volle drei Tage in der Stadt und hatte sich vorgenommen, den jungen Musikern unseres Studiengangs wichtige Impulse für Ihren weiteren Weg zu geben.

Insgesamt 14 Junge Solisten kamen in 6 Sessions –  mal zu zweit oder zu dritt – nacheinander mit ihren Werkinterpretationen an die Reihe. Alle drei Streichinstrumente waren vertreten, das Cello leicht in Überzahl. Die internen Meisterklassen ermöglichen den Jungen Solisten, von ihnen ausgewählte Stücke zu interpretieren, um dann musikalisches Feedback,  Anmerkungen und Reflektionen des Lehrers aufzunehmen. Werke von Bach, Brahms, Beethoven und Schubert wurden gespielt. Während des Vorspielens sind die übrigen Jungen Solisten ebenfalls anwesend. Dies ist auch eine der vielen Besonderheiten bei diesen internen Meisterklassen. Sie sollen bewusst das gemeinsamen Lernen mit dem jeweiligen Lehrer erfahren. Die Dialoge und die Erläuterungen des Maestros sind so für den jeweils aktiv Vorspielenden und die zuhörenden jungen Musiker gleichermaßen von Bedeutung. Man kann sich leicht vorstellen, dass für alle teilnehmenden Musiker diese kostbaren Tage mit Maestro Schiff von höchster Intensität geprägt waren. Gewissermaßen zur inhaltlichen Abrundung der drei Tage wurde auch ein musikwissenschaftlicher Vortrag über Notationsbesonderheiten in Mozart-Kompositionen eingeflochten (“The meaning of Mozart´s dots and strokes for performers”).

Die zwei Pianisten, mit denen András Schiff die 3 internen Meisterklassentage absolvierte, waren Yumiko Urabe und Walter Delahunt. Beide hatten mir schon ihre persönlichen Eindrücke nahegebracht: Für Yumiko Urabe war es das Erlebnis, bei  diesen internen Meisterklassen dabei zu sein, zuzuhören, wenn sie selbst nicht spielen musste. “Das war Luxus, dabeizusein”, wie sie voller Begeisterung und auch Dankbarkeit formulierte. Und sie fügte noch hinzu,  dass sie von der Ehrlichkeit und persönlichen Bescheidenheit des Meisters beeindruckt war. Und dazu die Einfachheit seiner Worte. Und man könne so viel von ihm lernen! Für Walter Delahunt war es insbesondere das großartige Gefühl für Elastizität in der Rhythmik. Er meinte, dass dies wohl die ungarische Schule ausmachen würde. „ He has an aristocratic style“.

Als am Freitag nachmittag vergangener Woche gegen 18.00 Uhr die letzte Session zu Ende ging, in der der Cellist Istvan Vardai aus einer Bachschen Solosuite für Cello vorspielte, waren sich so ziemlich alle einig: Diese drei Tage hatten es mal wieder in sich, waren einmalig.

Als so nach und nach die einzelnen Musiker aus unserem Studio 2 auf den Gang liefen, um noch kurz nach einer Erfrischung oder einen kleinen Snack zu greifen, konnte jede der Anwesenden die freudige Anspannung und  Erregung der Musiker regelrecht auf den Gesichtern der jungen Leute ablesen.

Schnell noch ein paar Stimmen und Statements einfangen, dachte ich, bevor alle Jungen Solisten auf und davon sind. Eine Art Stimmungsbild von diesen drei Meisterklasse-Tagen, das müsste doch gelingen.

Den Anfang sollte der junge Cellist Pablo Ferrández machen, aber dieser junge Mann war buchstäblich sprachlos, er brachte kein Wort heraus!  Mit seinen (wie immer) strahlenden Augen sagte er jedoch viel, irgendwie schien er mir überwältigt. Aber sein Gesichtsausdruck gab zu verstehen: Das war einfach großartig!

Violinist Benjamin Beilman, der am ersten Tag (27. Februar) zusammen mit Pablo Ferrández an der Reihe war, formulierte dafür etwas ausführlicher seine Gedanken und Eindrücke: „It was my first such masterclass here in Kronberg after I was admitted for the master programme  last year. So for me it was also my first encounter with the entire institution, the faculty staff, and the Young Soloists and all of the surroundings. I was amazed about the consistent high quality of the classes, which ran over three consecutive days. My previous experience in the US was always related to a maximum of two to three hours for such classes. And now, here, three full days! In other words it was more like a musical retreat with extremely talented players and this enormous quality from start to end, truly exciting! For everyone this was a rich experience! And so I think this is really unique what the Academy provides. It´s  reputation and popularity as an international top educational institution is on the increase amongst talented young musicians in the US”.

Und seine Eindrücke von Maestro Schiff formulierte  er so:

“ He often touched on details, providing deep insights and the use of his words and metaphors from painting to architecture to art in general for instance gave certain of his explanations more meaning and importance”.

Benjamin Beilman spielte die Bachsche Partita Nr.3 in E-Dur von Johann Sebastian Bach.

Die junge russische Cellistin Anastasia Kobekina meinte: „ There was so much input and the learning implies to know and to feel, and he delivered all this – but now I must rush”…und weg war sie!

Die ebenfalls erst 18-jährige Ella van Poucke, Cello, gab voller Bewunderung diesen Gedanken zu Protokoll: „His knowledge about every piece, every composer in combination with his musicality that is so amazing….”.

Hyeyoon Park, Geigerin, drückte Ihr Resümee so aus: „Ich bin so dankbar, dass ich spielen durfte und zuhören konnte. Allein die Zeit, die er uns gewidmet hat und die Großzügigkeit, all diese musikalischen Weisheiten weiterzugeben, und dabei stets so geduldig mit uns war.“

Benedikt Klöckner, Cellist, meinte: „Ich fand das genial, es waren oft die kleinen Details, die sich als besonders wichtig heraus stellten. Und beim Zuhören gabs viele neue Ideen. Und wenn sich Herr Schiff selbst ans Klavier begab und spielte, da wusste man immer sofort, was er will“. Und Gabriel Schwabe, ebenfalls Cellist, betonte, dass für ihn die Tage mit höchster Konzentration verbunden waren, er viel aufgenommen habe und dass dies durchaus anstrengend gewesen sei. Also kein reines Zuckerschlecken, dachte ich, aber im Grunde war das ja nicht überraschend!

Anne Zipf, unserer Team-Kollegin im KAM-Studiengang, fiel auf, das András Schiff durch seine große Ruhe sehr positiv auf alle jungen Musiker abfärbte. Und sie brachte noch mit großer Genugtuung zum Ausdruck, dass die 2 Stunden, in denen sie einer Session beiwohnen konnte, ihr reichlich Belohnung für die Organisation dieser drei Tage gewesen waren.

Unser Studiendirektor Friedemann Eichhorn, bereits mit einem Rucksack bepackt, brachte es schließlich so auf den Punkt: „András Schiff sucht die Wahrheit in der Musik, und er zeigt uns gleichzeitig die Tiefe der Musik. Und bestechend ist seine Großzügigkeit. Es ist eine Faszination für uns alle!“

Michael Heinz

Kronberg Academy Team

Masterclass with Christoph Eschenbach

Donnerstag, 14. Februar 2013

A Young  Soloists´s personal experience

“We were working on this opportunity for more than 10 years”,  said Raimund Trenkler about Christoph Eschenbach´s coming to Kronberg to deliver a series of masterclasses over one weekend. Now, last weekend it finally happened (February 8-9).  This was a unique chance for me to personally get to know a worldwide renowned pianist and conductor.

Maestro Eschenbach shared with us his incredible experience as a conductor, working on such  beautiful concertos like Schumann´s cello concerto, Bruch´s violin concerto, Walton´s viola concerto and various other pieces. In addition, we had the chance to play and perform with him, playing chamber music works by Mozart and Dvorák.

I was very much impressed by his strong sense of timing in music, and how he was feeling the natural shape of musical  phrases. At times, he paid attention to a very small detail with the result that the music was getting freedom and new colors. None of the formal, lifeless notes were missed by him. And he was so much involved in working with each student to bring into the piece truthfulness and natural breath.  Sometimes, he just showed a direction, conducting only two bars and the phrase got immediately clearly articulated. He also suggested some of the bow changes for orchestra groups in certain places, where the melody of the solo instrument needs a particular support from the orchestra.

To play chamber music with Christoph Eschenbach is a very special experience. It’s an opportunity to make music with a great musician, to feel his spirit and fully embrace the music. And sensing a kind of distance which always exists between a soloist and the conductor. However, a distance that is disappearing in the moment of creating music together. At the beginning Maestro Eschenbach wanted to play only one movement of the Dvorák piano quintet and it was so interesting to see how excited everybody became when he couldn’t stop with one movement and the quintet piece was finally played to the end.

As a result of my participation and listening to a series of masterclasses conducted by great musicians who were coming to Kronberg over the last couple of months I got the feeling of a common spirit. Also I felt that there was a common idea shared amongst the group of Young Soloists who were also in the room during those masterclass sessions. And that feeling was so special,  meaning that all young musicians were united by that common idea and we were part of it through shared learning and performing. And this feeling got even stronger, when all the Young Soloists and Maestro Eschenbach played together chamber music. Mr. Eschenbach pointed out that musicians should carry a message to the audience which is to make sure that music has the power to unite people with different standpoints, convictions and beliefs.

Last but not least I would like to add a few observations. The Maestro didn’t want to make breaks between sessions, in other words, it seemed that he was very much looking forward to the next interpretation, a new personality and new musical experience. And I also felt, that after the two days making music together and speaking and exchanging ideas during dinners, we got to know him better and if I may say so, the distance between him and us was shrinking. We came closer to each other. After these two amazing days with Christoph Eschenbach we were  all excited about the experience and we are clearly looking forward to his next stay in Kronberg, scheduled in June.

Anastasia Kobekina

Young Soloist, Kronberg Academy Masters

(Photo: Andreas Malkmus, Frankfurt)

Interview mit Friedemann Eichhorn / Neuer Direktor “Kronberg Academy Masters” (Teil 2)

Donnerstag, 2. August 2012

Fortsetzung des Interviews vom 31. Juli 2012

Die Kronberg Academy repräsentiert eine Institution mit hohem internationalem Bekanntheitsgrad und Renommée (ist gewissermaßen eine Marke). Wie lässt sich das Deiner Meinung nach absichern bzw. verbessern?

In der Musikwelt ist die Mund-zu-Mund-Propaganda entscheidend und noch effektiver als mediale Werbung, wobei letztere selbstverständlich keineswegs außer Acht gelassen werden darf ! Die beste Werbung für die Marke Kronberg Academy ist die Qualität der Veranstaltungen und der Lehre. Daran muss man immerzu weiterarbeiten, das darf nie aufhören – es ist ein stetiger Prozess. Und das spricht sich sehr schnell herum. Jeder Musiker, der bei uns zu Gast ist, trägt den Namen Kronberg Academy weiter. In diese Richtung werden wir mit Energie weitergehen.

Neben Deiner neuen Rolle hier in Kronberg hast du eine Professur in Weimar. Welche Synergie-Effekte siehst Du in der Verbindung dieser beiden Aufgaben bzw. Verantwortungsbereiche?

Durch meine Konzerttätigkeit als Geiger und meine Lehr- und Jurytätigkeit – ich habe die vergangenen Jahre auch regelmäßig an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg unterrichtet – befasse ich mich ständig mit den verschiedenen Bereichen der „Streicherbranche“: Berufsbilder, Repertoirefragen, Künstlervermittlung, pädagogische Ansätze, Fragen zum Instrumentarium, zu CD-Einspielungen und zu Wettbewerben. Hier entstehen viele Synergien. In der akademischen Selbstverwaltung der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar war und bin ich aktiv, z.B. im Senat und in der Promotionskommission. Als Direktor des Instituts für Streicher und Harfe habe ich die Studienreform in das Bachelor- und Master-System mitgestaltet.

Wie gefällt Dir das unmittelbare städtische Ambiente hier in Kronberg?

Kronberg ist eine schöne Stadt, überhaupt gefällt mir der Taunuskreis. Die Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind äußerst freundlich und offen. Aufgewachsen bin ich ja in Speyer, gar nicht so weit weg…

Durch Deine beiden festen Wirkungsstätten Kronberg und Weimar dürfte sich Dein Reiseanteil erhöhen – bist Du viel mit dem Auto oder auch mit der Bahn unterwegs und kannst Du die Zeiten auf Reisen für Dich Ertrag bringend nutzen…?

Ich fahre fast immer mit dem Zug, es gibt eine prima Verbindung Frankfurt-Weimar, gern fahre ich ganz früh morgens. Die Bahn ist für mich deshalb so bequem, da ich hier sehr viel Büroarbeit wie Emails erledigen oder auch ungestört über Konzepte nachdenken kann.

Schaut man auf Deinen Lebenslauf, so sieht man sehr unterschiedliche Themengebiete, mit denen Du Dich intensiv befasst hast: Jura, Musikwissenschaft, Buchwesen, darüber hinaus bist Du nach wie vor aktiver Musiker und seit geraumer Zeit nun auch Hochschullehrer – gibt es ein oder mehrere verbindende Elemente zwischen diesen Gebieten?

Das gehört für mich alles zusammen. Gerade die Verbindung von geistiger und musikalisch-interpretatorischer Arbeit und rein instrumentalmethodischen Fragen finde ich wichtig. Ich glaube nicht so an jenen Musikertypus, der sich fortwährend nur mit seinem Instrument befasst und nichts als übt, wobei großer Fleiß natürlich Voraussetzung ist. Aber ein intellektueller Ausgleich – und da ist es unerheblich, ob man sich mit Literatur, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst oder anderen Disziplinen beschäftigt – halte ich für einen Künstler für unabdingbar, um eine wesentliche künstlerische Aussage treffen zu können. Man sieht doch bei all den großen Musikern, die nach Kronberg kommen, welch geistiger Hintergrund vorherrscht. Das, und nicht nur deren musikalische Fähigkeiten, ist großer Ansporn für unsere Young Soloists ! Deshalb sind die Begegnungen mit diesen Künstlern so wertvoll, auch alle gemeinsamen Gespräche abseits oder nach dem Arbeiten an der Musik.

Zum Schluss: Wie entspannst Du Dich nach intensiven Arbeitstagen-/Wochen?

Natürlich im Kreis meiner Familie. Meine Frau ist ja auch Geigerin und wir haben drei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Die zwei Töchter machen schon ganz schön Musik und treiben Sport, der Junge ist noch zu klein. Ansonsten bin ich gern im Garten und zupfe an Blumen und Kräutern. Einem guten Fußballspiel gegenüber bin ich seit jeher sehr aufgeschlossen (nicht nur im Fernsehen, sondern auch mit Freunden auf dem Platz) und schließlich bin ich begeisterter Wintersportler. Und dann ist da  noch die Küche, mein Lieblingsraum in unseren vier Wänden…

Friedemann, danke für dieses Interview!

Michael Heinz
Kronberg Academy Team

Am 31.7.2012 ist Teil 1 dieses Interviews veröffentlicht worden.

Masterclass / Play with Presence (part 2)

Donnerstag, 31. Mai 2012

Observations from a Masterclass with Mauricio Fuks

Another big topic that afternoon was phrasing and intonation. One Young Soloist was asked how often he practiced playing  scales on a daily basis. Mr. Fuks then quickly added  the statement ” When playing scales one must pay attention to intonation, because that improves the capability for better coordination”.

“I want to hear your phrasing!”.  And, “if you want to play for people (and not for yourself), you must play more practical, so to speak, while at the same time you must also play to be heard so that the audience can recognize your great sensitivity”.

Earlier, with a different Young Soloist, Fuks fcussed on the importance of intonation, and made the point that any composition has to be viewed against the backdrop of the composers own language. French and German composers were compared, with Mr. Fuks saying at one point in time “This is serious German Music, not French Music!”

Playing with the composers name Bruch, Maestro Fuks wanted to make an important point with regard to intonation. He looked at the Young Sloloist. Then delivering a funny word-play with the composer’s name Bruch, of which the young musician performed a piece.  Fuks remarked,  “You play with too much sugar, the composer´s name is not Brüch!” pronouncing this German composer´s name so that it sounded like a French word.  “If some sweetness in the piece is required then German sweetness must be intonated, not French. There is a difference. German and French sweetness are very different, musically peaking”.

Fuks again quoted his former teacher Maestro Heifetz: “What does the audience expect from a musical performer? It´s a clear sound”!. He went on using Heifetz words, “ a concert is not a guessing game”. Then Mr. Fuks concluded for the young violinist “Intonation is of the essence, sweetheart!”

In 4 hours Mr. Fuks dropped an amazing number of hints and techniques to improve the Young Soloists´s  capability for better intonation, phrasing and dynamics. He always found words that sounded helpful, never losing sight of the strengths that the young musicians revealed during their session.

In my opionion, the special and often funny way of making remarks and providing feedback can be viewed as hallmarks of his teaching approach. And everybody in the room felt his extraordinary presence, as a teacher and a great human-being who wanted to inspire and provide help for self-help. It was a fantastic experience to watch him tutoring those young aspiring artists.

Later on in his final remarks Mr. Fuks stressed the point  that he was doing his work in complete continuation of what the permanent teachers for Kronberg Academy are doing in the regular educational units. His engagement should be seen as a complementary piece of education for Young Soloists.

After conclusion of the last session all remaining players seemingly went away with joy and inspiration. The last day ended with a long farewell procedure where the 11 Young Soloists  came to Mauricio and gave him a heart-felt hug before they were headed into different directions to pursue other business.

What a great place this is, I thought. A place where young and older musicians come together and create an atmosphere of committed work, respect and openness gaining new skills for better artistic expression, phrasing, intonation and a deepened understanding of what  “presence” means. And that´s just one of the key goals which our study programme “Kronberg Academy Masters” wants to achieve.

Michael Heinz / KronbergAcademy

Masterclass / Play with Presence (part 1)

Donnerstag, 31. Mai 2012

Observations from a Masterclass with Mauricio Fuks

For 3 days world-renowned violin teacher Mauricio Fuks stayed in Kronberg last week and worked with a couple of the socalled Young Soloists from Kronberg Academy. Maestro Fuks had to listen to and work with 11 young aspiring musicians, 6 violinists and 5 cellists. They were all expecting new insights and new challenges as takeaways for their own musical development.

While these days were intensely busy, there were also moments of inspiration and motivation on evenings that provided both musicians and the teacher with some inspiration through films and joint performances.

The last day, May 22nd, provided an opportunity for me to sit in and follow two sessions where I could observe an incredible teacher doing his masterly work.

What was special during those 4-5 hours in the Academy Studio was the fact that I could witness a dynamic and famous teacher who never lost his direct contact to the young musicians. After each student had finished his or her prepared musical piece he began to analyse and immediately initiate a deep dialogue. In his crisp and clear English he uttered a bunch of citation-ready statements that could all be used in any musical textbook in the section on stage performance, intonation and phrasing and how one can improve delivery, i.e. better performance.

From time to time maestro Fuks brought up little anecdotes, often going back to his own student years under famous American violinist Jascha Heifetz, who was known for his stringent teaching style and criticism. Those anecdotes not only helped to soften tensions but also served as additional learning impetus.

In one of the sessions one of  the Young Soloists was going through a series of  playing situations with the aim of establishing more communication links to his accompanying pianist. That exercise was tough, it required hard work. Then Mr. Fuks said “ It´s good to sweat!”. And he recalled an anecdote where he was tutored by Mr. Heifetz, early on in his educational phase. “Although I was struggling with an Asian flue I wanted to accept that lesson that he had offered me on short notice. I hadn´t  prepared my piece and felt weak because of the flue. But Mr. Heifetz quickly noticed that I didn´t play with energy and enough presence. So he said I don´t see any sweat on your face!” And Mr. Fuks went on by quoting another thought of Mr. Heifetz:  “The paying customers in a concert are expecting from you, the musician, that you deliver, whether you have the flue or not.” Later Mr. Heifetz added: “Once you are in playing mode you have to deliver”. Mr. Fuks´s quotes from those lessons that he underwent himself decades ago caused the Young Soloists in the room to nod in agreement.

One way to improve performance is by means of video-taping one´s own sessions, alone or with others. Mauricio Fuks´s advice was “be your best teacher”. And the aim of teaching would be to become more independent. It seemed that that message got through to all the other young masterclass attendants who were in the studio.

Performing chamber music is all about communication. That´s what Mauricio Fuks stressed several times on that afternoon. Especially for chamber music performers it is essential, so he said, to communicate across all senses and on all levels. Communication links one with the audience, the more intense the better. “You must feel the energy of the other players that are on stage with you”. Part of the communications process is to listen and to feel what the other fellow musicians are doing and, at the same time, make one´s own sound intonation clearly be heard by the audience. Then Mr. Fuks turned to the Young Soloist and strongly underlined: “Have the public in your hand!”

Michael Heinz / Kronberg Academy

Young Soloists / An encounter with Hanna Lee

Donnerstag, 5. April 2012

Being a healthy person

Hanna Lee is a 27 year old viola player who became a Young Soloist of Kronberg Academy Masters in Oct. 2011. She is now belonging to a group of 14 distinct students to complete her musical education with this special study programme for an international solo career degree in Kronberg. Hanna is a very laid-back person who thinks she has many new opportunities to broaden her musical cosmos and pick up the cultural background of all the compositions and composers that she will be encountering while studying at Kronberg Academy.

Since October last year Hanna has been busy visiting masterclasses and making new friends with fellow Young Soloists. Her first major steps in musical education took place in her home country Korea. Hanna attended both the music middle and high school, then joined the Korean National University of Arts in Seoul. There she studied until she was 18.

While Hanna was studying in Korea, she began to appreciate the value of chamber music. At age 18 a decision was made to go to the US and join one of the major conservatories. Between 2002-2004 Hanna attended Curtis Institute of Music in Philadelphia, then between 2004-2008 she went to Boston to continue her musical studies at the famous New England Conservatory. In addition, Hanna attended a couple of famous musical festival events, such as the Verbier Festival (2006, 2008), Ravinia Festival in Chicago (2010) and the highly regarded Marlboro Music Festival in Vermont (2011).

We met Hanna after the masterclasses with violist Yuri Bashmet earlier this year and Hanna agreed to engage in a brief dialogue with us. After this session she was totally relaxed saying that it was quite easy to conduct this kind of conversation rather than being caught in a stiff  interview. Anyway, here is what we learned from Hanna´s first encounters with our institution during this conversation.

Please tell us about your experiences when you came to Philadelphia to enroll at Curtis Institute which is known for its lowest acceptance rate of any college or university in the US, making it the most selective institution of higher education in the United States.

Hanna: Well, it was my first time to go to a foreign country. Oh, this was a culture shock for me, everything was very different! And Curtis, I found out, was a very tiny institution. This institute serves as a training ground for orchestral players to fill the ranks of the Philadelphia Orchestra. But it also offers courses for composers, organists, pianists and singers.

What was special there based on your previous experiences with musical education in your home country Korea? Everyone has great admiration for Curtis Institute which was established in 1924

Hanna:  Musical Education focuses on chamber music and on orchestral playing. They have their own orchestra called “the Curtis Symphony Orchestra”. One must be aware that there is also a very strong connection between the Philadelphia Orchestra and Curtis. Many great conductors have been alumni, eg Leonhard Bernstein, Christoph Eschenbach, Alan Gilbert. Or instrumentalists such as Hilary Hahn or Lang Lang. I was concentrating on playing and enjoing with other musicians. There was no focus whatsoever in the direction of solo playing.

What happened in Boston while you were attending NEC?

Hanna: This was a great time. I was lucky to be trained by Kim Kashkashian. She is a marvellous teacher. I learned so much from her. I was able to be close to my instrument, the viola. And Kim´s tuition helped me so much to be comfortable with the instrument.

What is unique about Kim Kashkashian in your view?

Hanna: Her commitment to chamber music, which began during years of participation at the Marlboro Music Festival, is just incredible. And her artistry of the viola is impressive.  Kim also made many appearances at the Salzburg, Marlboro and Lockenhaus Festival.

When did your earliest adventure in music really kick-in?

Hanna: At age 3 I started with piano, my brother played the violin. I wanted to do the same but I was too young. Then at age 5 I switched to violin. At age 10 I met a fellow Korean violist who asked me why I would not try the viola, because of its warmer sound. Well, since that moment I became more interested in playing the viola.

What were the next stages in your educational development?

Hanna: During age 12 – 15 I attended Music Middle School and continued at Music High School until I was 16. In 1995 I entered the Seoul Musical Conservatory.I forgot to mention: In 2000 at age 15 I came to Germany for a winter break. Cologne was the city where I spent 2 months. I was performing in concerts but also visited other artists performing. It was a great time, I was excited about the musical culture and history in Gemany. Music and the people seem to be very much connected, this is kind of unique. So I decided to continue my further musical studies in Germany!

Which viola teachers influenced you most strongly during your Korean years?

Hanna: Well, there are two teachers I want to mention: firstly, Soon Wha Oh and, secondly, Sang Jin Kim. Both were influencing me quite significantly. I am thankful for that period of learning.

What is the importance of family and staying connected with your parents at home?

Hanna: Well, my mother, who is a trained pianist who had established a school for young kids who wanted to learn piano, motivated me quite a lot. So early on, I listened to my mother´s piano playing. My father is not at all engaged with music. But he is somebody who is always providing advice with view to the important things in life, such as family life. My parents never pushed me in any particular direction. My father influenced me strongly in the area of good health. Until today, he always keeps telling me, stay fit and do everything you can, to lay the ground for a healthy lifestyle. I find this advice particularly important! And I follow his advice up to now, because I am totally convinced that this is the right thing to do.

What is special about our study programme Kronberg Academy Masters? How will you benefit?

Hanna: It seems to me that the Kronberg Academy is like a small family. And everyone is connected to many members of that family. I will benefit from this in many ways. With Nobuko Imai I am having a great teacher in Kronberg. And I am going to broaden my mind and awareness musically. Last but not least, I want to absorb the entire cultural background to better understand the composers and their compositions to see a much bigger musical picture. Otherwise,  I don´t have any particular wishes.

Hanna, thank you for this conversation!

Michael Heinz / Kronberg Academy

Masterclass with Yuri Bashmet

Dienstag, 31. Januar 2012

Intense two days with a focus on musicality, precision and body language

Thirteen Young Soloists gathered in Kronberg for two days of intense education with a great violist and and a man who understands the full spectrum of the human body language:  mime Samy Molcho. Mr. Molcho is known for his body language expertise while Yuri Bashmet, the world-renowned viola artist, demonstrated his unique musicianship and educational prowess for the young musicians. Samy Molcho´s session delivered an important input for the Young Soloists with regard to the character and quality of their stage presence: Learning and understanding the impact of  an artist´s movements and gestures while performing on stage representing an indirect kind of communication that influences how the artist is generally perceived by the audience. Thereby having an influence on how well the performance can be supported through the right body language.

The sessions with both artists were extremely well received and the stimulation and the insights that the two men had to offer left the group highly motivated. Walking through the hall of our KAM facilities I tried to gather some personal feedback from the young musicians about the sessions with the famous Russian violist.

Said Hanna Lee, 27, violist from Korea,  studying in Kronberg since October last year,
“there was so much information over these two days, I am extremely motivated to dig deeper into  the world of music and try to be more complete as a player. Yes, it was very worthwhile”.

Yura Lee, another Korean violist, now living in Boston, confirmed this view during a break on the last day and continued having great fun with some other fellow Young Soloists.

Ella van Poucke, 17, the youngest participant of the group, found that Mr. Bashmet was extremely focused on every single note of the composition. And Pablo Ferrández, 21, another young Soloist added, “ Mr. Bashmet pays enormous attention to every detail, he has great listening capabilities and I was overwhelmed that he listens to the very last millisecond of a tone. He helps to improve one´s listening skills greatly”.

István Várdai, 27, who will finish the masters programme mid-year, was dwelling on the very personal traits of Mr. Bashmet when he said “ We get along very well with each other, and his personality is of such a kind that I can relate to very much”.

Berlin-based Gabriel Schwabe, 24, just concentrated on two skills. “What makes him unique? I asked. “It´s his very precision and also his patience” Gabriel answered.

Stephen Potts, director of “Kronberg Academy Masters” programme, attended most of the sessions and together with his team colleagues Anne Zipf and Gisela Rösing provided for all the necessary support and logistical services that needed to be organised before, during and after the sessions.

When Mr. Bashmet was ready to rush out of the studio rooms just minutes after the final session was completed I could ask hastily two questions believing these would help characterise his engagement as a teacher in Kronberg.

What is special about Kronberg and its academy, Mr. Bashmet?”, I asked him. “It´s all about the atmosphere. The academy is like a family, that´s very special!”.

“And what do you gain as a teacher from engaging in this kind of activity?” was my follow-up question. Standing already in the doorway he paused for a second then said “ When I am working with very young highly talented musicians I am feeling younger myself”.

Michael Heinz / Kronberg Academy Team

From fancy fiddler to hard working Young Soloist

Mittwoch, 21. Dezember 2011

An interview with 17 year old Dutch cellist Ella van Poucke

Ella van Poucke turned 17 in April.  Since October  2011 she is a new member of our group of Young Soloists for Kronberg Academy Masters. The professor who will be taking care of her musical development is cellist Frans Helmerson. Last week, shortly before our conversation, Ella had finished a masterclass with Canadian cellist Gary Hoffman, who is also a  permanent Professor in Kronberg.

Asked how to run this interview, Ella smiled and said “My first language is Dutch, second is English and regarding German I can understand quite a bit, speak a few words, but it isn´t enough to let the interview flow in German.”  So we switched to English.

Before we entered Studio 1 in the KAM facilities at Kronberg´s Streitkirche, we took a look at her cello. “It looks quite old“, I remarked.  “No, it isn´t! It was made in 2009, but I would love to have an old one” answered Ella, smiling.

Ella has two brothers and a sister. Her parents provided for a good musical background. Ella´s father is a trained trumpet player for Netherlands  Radio Symphony Orchestra (NRSO). Her mother used to play viola but in recent years she has turned to cooking, professionally and in the family.

Following is a short conversation with Ella, who grew up in a little city near Amsterdam.

1 ) How do you feel in Kronberg?
Ella: It´s a big honour for me to be here! Staying with the best teachers for string instruments and being part of that group of so talented young musicians is very inspiring. It´s a prestigious place to study music.

2) How did you just arrive in Kronberg?
Ella: Well,  I took the train, which is so convenient. I like train rides a lot! There I can sleep,
read and eat! It takes only about 5 hours from Holland.

3) Are you here for the first time?
Ella:  I was in Kronberg last year for the cello masterclasses in September which was a great experience! It all started when I was 15 and taking classes with  Frans Helmerson in Cologne for about a year. He mentioned Kronberg Academy and proposed that I should opt for an audition.  So, during  2009 I travelled to Kronberg the first time and met with Stephen Potts, director of Kronberg Academy Masters. Then I had my first audition. Also I travelled to Kronberg only some weeks ago for attendance of the masterclasses with Gidon Kremer and Volker Biesenbender. Volker lectured on improvisation and Gidon Kremer spoke about music and musicianship. Two very different personalities and styles. Both masterclasses provided a wealth of information.

4) What did you know about KronbergAcademy?
Ella: I heard about the Academy from a friend when I was nine. Later I looked at Kronberg Academy´s homepage on the internet and I found it very appealing.

5) How did your love for playing the cello evolve?
Ella: I started at age 4, taking violin classes. Honestly, I didn´t like it so much,  it was kind of weird. I quit the classes when I was five and a half. Later at age six I discovered the cello and this is what I liked a lot! Then my parents sent me to the Utrecht music school. Looking back I must say the classes became more enjoyable for me and when I was eight it really became more serious and it was fun. I began practicing for myself and at age twelve I was attending the Amsterdam conservatory. Prior to Amsterdam I was also taking classes at Den Haag for about a year. When I was ten I joined a group of young violinists called the “The Fancy Fiddlers”, founded by one of my teachers at the time, Mrs. Coosje Wijzenbeck. There were 20 players in that group and we began to perform concerts.

6) How was musical life in your family?
Ella: I liked to play chamber music. Throughout the day, while at home I also listened to music from my brother and my parents. One of my brothers listened to hip-hop and pop music, my father is a great Jazz fan and he likes the Beatles very much and of course Jazz singers such as Ella Fitzgerald and Billie Holiday. This kind of music I do like as well. In earlier years my mum was playing viola. So I am used to hear her viola sounds from time to time. But in recent years she has concentrated on her cooking job and music became a side activity. On the other hand her vegetarian cooking style is very good for my health. So, overall, music was ubiquitous in our home. And I was exposed to different styles of music.

7) Who was a strong influence for you?
Ella: As I had already mentioned the “The Fancy Fiddlers” were founded by my teacher Coosje Wijzenbeck, and she had a very strong influence on me. Playing together under her leadership was great fun. We often rehearsed string quartets. Another great influence was and still is British cellist Colin Carr, who is a very good friend of my parents. In fact, I very much loved his way of playing, very different from what I learned through Coosje Wyzenbeck. I play with Colin from time to time in famous concert halls such as the Concertgebouw in Amsterdam. At age 13 I played with him Vivaldi´s Double Concerto in that hall. Another influence was Godfried Hoogeveen, whom I met during the Amsterdam Conservatory years. Godfried is a great player, he told me all about music, not technically but rather aspects related to emotions, musicality and various musical styles. He was a student of renowned cellist Gregor Piatigorsky and became my mentor. Attending the cello masterclass at Kronberg Academy in September 2011  was also a great experience. And not to forget: at age 13 I joined the Amsterdam Chamber Music Society and I am still a member of that institution. There I met Christian Bor who was a student of violinist Jascha Heifetz. Christian as well as Godfried Hooogeveen influenced me over the years quite a lot.
While I was attending the Verbier musical festival in 2009 I had the great opportunity to attend masterclasses with Bernard Greenhouse, about 3-4 lessons, an hour each. Mr. Greenhouse told me so much about phrasing. This was very inspiring for me.

How do you relax ?
Well, I love cooking, walking and jogging. Especially jogging is something I enjoy so much. Also right now. Jogging is hard to do here in Kronberg because of the various hills. So it is quite challenging. When I am at home in our house in Holland I enjoy the great kitchen that we have and do cooking activities with great enjoyment.

Which type of music do you play with great enthusiasm? And what kind of music do you listen to, today?
Ella: I listen to a lot of chamber music. Dvorak´s Cello Concerto performed by Colin Carr is something I like to listen to,  over and over. And I listen to a lot of CDs, mostly classical music. And I like to listen what other fellow musicians play.

Playing and rehearsing daily, how many hours a day do you play and how much of sacrifies does this mean?
Ella: Currently I am playing 5-6 hours a day. The act of rehearsing is fun, I enjoy it! I can´t think of any sacrifices. I am really happy when I am playing, every day! But after so many hours each day other things are getting painful. Like carrying the cello case uphill, biking with the cello or sitting long hours in really unhealthy positions. Those things can be a bit of  a burden, but I can´t call them sacrifices.

10) Which expectations do you have with view to your enrollment with “Kronberg Academy Masters”?
Ella: I am working hard! I will learn things that I need to change in my playing. One can never play complete or perfectly. There is always room for improvements and changes. I want to become a solo cellist and play chamber music. But I also could think of myself as becoming a teacher in the future. All Young Soloists know each other and together with the members of the Kronberg Academy team we belong to a family. This is stimulating. We are inspiring ourselves and the lessons and all the work are quite intensive. The good thing is, all is very well organised by the team. The Academy is not just a music school, it is an institution where so much help is available all the time. I am not waiting here for big things to happen, I concentrate on my work and continuous improvements of my playing.

11) How do you use the internet, how often and how long are you online?
Ella: I am not a typical young internet user or TV person. What I like is using Google for searches. I check my email every day but I don´t stay long online. I am on facebook and using this means staying connected with my friends – this is a good thing. And for background information and easy questions I go to Wikipedia. But otherwise the internet is a waste of time. I am not a heavy internet user,  I see the stupid part of it.

Ella, thank you for this interview!

Michael Heinz/Kronberg Academy

“I couldn´t feel any better”

Dienstag, 13. Dezember 2011

An encounter with Pablo Ferrández Castro, 20-year old new Young  Soloist of Kronberg Academy Masters

Just few hours before his concert for the Musikkreis Leyda Ungerer/Freunde Junger Musiker in Bad Homburg´s Schlosskirche was about to start Pablo Ferrández was kind enough to agree on a short interview focussing on his first impressions regarding his new life in Kronberg.

Just 20 year of age, Pablo was admitted as new Young  Soloist of  “Kronberg Academy Masters”, a  unique study programme launched by Kronberg Academy and Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in 2006.

Coming from a very musical family young Pablo started to play the cello already at age 3. Both his mother and father were enthusiastic for their children (Pablo has a younger sister , age 16, studying viola) to embark on a highly music-influenced development. Pablo´s father, trained as an engineer, turned musician after having heard several musical performances by his fellow countryman Pablo Casals. So the family decided that their first-born child would be named after the great Catalonian cello virtuoso.

Pablo was born in 1991 in Madrid. His mother, a musical teacher, wanted to instill early on musical capabilities by utilising a technique whereby music-oriented capabilities such as absolute pitch might influence her still unborn children. Obviously the results for both Pablo and his sister seem to have had a very positive impact on their musical developments based on their accomplishments so far.  Pablo currently lives in a guest family´s home in Kronberg and all of the facilities of Kronberg Academy lie within 10 m minutes walking distance. He is now one of 13 young people to study here in this city embracing various masterclasses, workshops and specially designed learning activities.

Following are Pablo´s answers to our questions reflecting his first thoughts and impressions

Q: How do you feel right now, having arrived in Germany and living now in Kronberg
Pablo: Well, I am just doing fine. And I am feeling so inspired. I breathe the good air, the colours, the nature around me. I take a lot of walks and do great deal of jogging. I love it all, here! Well, I could not feel better! Parallel to my regular jogging exercises I do work very hard and rehearse about 7 hours a day. I am very motivated. My willpower gets strengthened through my physical training and I love it. At the same time I feel relief  through walking and jogging.

Q: What is different here, compared to living in Spain
Pablo: Overall, Music is so valued in this country. I am encountering people who are enormously knowledgeable to great degree. For me classical music and Germany are just one thing. This is not really the case in my country. I can experience this very closely during and after concerts. Often people approach me here after the concerts and ask questions, and comment on my playing. They reveal insights and understanding. That is very special. On the other hand it is also quite challenging for an artist to play here.

Q: What did you know about Kronberg Academy prior to being approved in our study programme?
Pablo: I knew about Kronberg Academy quite a bit especially with regard to its international reputation. First, it´s famous, then I understood that it´s reaching for the highest standards in its educational programmes. Yes, and the Academy is known for its successes. And it is very well respected in the musical world, including where I come from. That this institution is just concentrating on only 14 students right now, tells a lot. On the other hand, most young musicians that I know, don´t have a real clue how the academy really works. The selection processes are very tough. What I forgot to mention: the famous teachers that are working with the Academy command respect. All this adds up with most young musicians´ assessment of the Academy as being an exclusive institution.

Q: Who have been your greatest influences, musically speaking?

Pablo: My teacher Natalia Shakoskaya in Madrid at the Escuela Superior de Música Reina Sofía. She taught me all important things what it means to play music and what it requires from a musician. She did not impose a particular technique or style or attitude apart from elaborating around the key philosophy on how to see and approach music and a given work of  a composer. Music must come from the inside and it has to be alive and honest. She told me lessons about how to express oneself musically. Natalia gave me everything, I am so grateful to her. Right now I am listening intensely to piano works played by Martha Argerich, that is where I learn many things while listening. I admire her. I don´t listen to lots of cello music, interestingly. Martha Argerich plays in a way, that one thinks the piece is composed in that very moment. This experience, approaching/understanding her enormous musical capabilities is what impacts me strongly  – for quite a while now. And my current teacher Frans Helmerson. He has such a clear understanding of what I need right now. This is fantastic and I am so  happy with him!

Q: Mentioning two great cello players, Pablo Casals  and Emanuel Feuermann and any other you like to mention, what is your  attitude towards these artists?
Pablo: Well, regarding Pablo Casals, we all have great respect for him, he is the grandfather of all other players. I particularly like Casals´s statement about J S Bach:  “Bach´s music means  knowing of everything and being aware of every feeling“.

Regarding Feuermann I can´t say so much because I don´t know enough about him. And then there is Mr. Rostropovich, the great maestro. Yes,  he is incredible. I was introduced to him when I was a small child, but I don´t have personal memories of that encounter.

Q: Living day in day out, with daily hour-long rehearsals, a life fully absorbed by music, how does that feel, are there pains from time to time?
Pablo: I had a very nice childhood and parents that were always caring. The daily practices were never imposed on me or my sister. We developed a sense of our own to rehearse. We are practicing to serve music. The quality and the value of the musical works are so enormous that one has to work so hard in order to be able to come close to the original genius in a given composition. That is absolutely necessary and I am doing it because it s my will to do so. My parents helped me to develop the necessary discipline. Constantly improving one´s playing that has always been my goal, up to now! This also means because of the long hours spent daily that there will be sacrifices, just as in sports! I see a clear parallel between what top sports folks are aiming for and what musicians are striving for in their endeavours. My motto is: we as musicians must work a lot for the sake of the music we are going to perform.

Q: Do you have a personal  vision for your next development steps?
Pablo: I want to become a soloist, performing lots of chamber music. I want to be 100% ready for this profession. Music deserves that the best is being delivered by the players. And I want to fulfill my role in the future not in a commercially driven sense. My music playing shall not be an economic enterprise. I want to make best use of my time with Kronberg Academy, earn the respect of others.

Q: What Do you expect from the educational programme here in Kronberg?
Pablo: At the end of my time in Kronberg I want to feel more complete. And I want to find and explore new possibilities for me. Since all the people in the academy as well as the musicians function altogether quite a bit like a big family I think I will have enough support in my endeavours. And I want to prove that I deserve being one of the students to study here under those great teachers.

Q: Are your parents still closely following your activities?
Pablo: Yes, of course: Our family is very well connectd and we communicate on a daily basis!I tell them about every activity that I do! And my parents keep inspiring me!

Q: What helps you to relax?
Pablo: As I said earlier, it´s jogging. Doing physical exercises/sports is very good. Bu the side effect is, it helps me to move my limits further towards longer distances. Yes, there are pains and sacrifices, but this is okay. I love that feeling! For me “Superacion” is the key in my life, I don´t know the English word for that. Meaning constantly striving to exceed oneself. That´s my way of strengthening my willpower. The will to improve one´s playing, it never stops, so here sports is helping me.

Q:  now our final question, how problematic is the need to be online in the internet, given your daily work schedule?
Pablo: I only can say good things about the internet. I use it daily so to be able to connect to my family, my friends – even when I am far away! I need it – I must stay in contact with my loved ones. So, the internet provides the platform.  And I am a regular user. Whenever I can,  I also use the telephone capability of Skype.

Thanks for the interview, Pablo!

Michael Heinz/Kronberg Academy

Meisterklasse mit Volker Biesenbender

Mittwoch, 23. November 2011

Das ist Top, Top, Top

Er hat in London an der berühmten Yehudin Menuhin School studiert und ist viele Jahre später als Lehrer wieder an diesen Ort zurückgekehrt. Hier traf Volker Biesenbender auf  Stephen Potts, dem heutigen Direktor unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“. Stephen war damals in leitender Stellung an dieser berühmten Londoner Musikschule für Yehudi Menuhin tätig. Als Stephen Potts im letzten Jahr wieder Kontakt zu seinem alten Freund Volker aufnahm, verabredete man zunächst einen Auftritt und einen Workshop anlässlich der Geigen-Meisterkurse im Juli dieses Jahres in Kronberg.  Schwerpunkt des Workshops war das Thema „Improvisation“, für das Volker Biesenbender fast schon ein Synonym innerhalb der klassischen Musikausbildung geworden ist. Jetzt, Mitte November, sollte er noch ein zweites Mal in diesem Jahr in die Burgstadt kommen, um für 14 Junge Solisten unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“ (KAM) individuelle Meisterkurse zu geben.

Volker Biesenbenders Auftritt über 2 volle Tage ( 16./17.11.) war eine große Bereicherung für unsere jungen Musiker. Er war während dieser zwei prallen Tage im “flow”, wie er uns überzeugend berichtete. Als Lehrer unterwegs zu sein, das sei für ihn selbstverständlich. Er sieht es als persönliche Verpflichtung an, das Gelernte an die nächste Generation bestmöglich weiter zu geben. Und hierher nach Kronberg zu kommen, das war eine Herausforderung allererster Güte. Und die Resonanz bei den jungen Musikern war äußerst positiv. „Das war wunderbar“, so sagten es wie aus einem Munde Christel und Hanna Lee und auch Ella van Poucke, die mit 17 Jahren die jüngste Junge Solistin in unserem Studiengang.

Bei jeder Einzel-Session (Dauer. 50 Minuten) waren stets die anderen Solisten als Zuhörer mit von der Partie. So kam eine maximale Lernsituation zustande. Und am Abend waren alle angereichert mit Gedanken und Ideen von einem Lehrer, der auch als  Straßenmusiker Erfahrungen sammeln konnte.

Am Ende des zweiten Tages zeigte Volker den Jungen Solisten und dem Kronberg Academy Team einen israelischen Dokumentar-Film über seine Musik und seinen eigenen unkonventionellen musikalischen Werdegang. Seine musikalische Ausbildung führte ihn zunächst an die Musikhochschule Tel Aviv, wo er sein Studium abschloss. Insgesamt verbrachte er 4 Jahre in Israel. Nach dem Studium befasste er sich ausgiebig mit historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basel. Daneben gab er zahlreiche Recitals und trat bei diversen Festivals auf. Mit seinem eigenen multistilistischen Trio Avodah gibt er seit einigen Jahren Konzerte in ganz Europa. Auch das Kronberger Publikum konnte sich im Sommer diesen Jahres ein eigenes Bild von dem mitreißenden Auftritt des Trios  in der Stadthalle machen. Bemerkenswert ist noch dies: Sein großer Mentor, der weltberühmte Yehudi Menuhin, unter dessen Stabführung er noch kurz vor dessen Tod die erste Bartók-Rhapsodie einspielte, wies in vielen Interviews und Fachartikeln enthusiastisch auf Biesenbenders künstlerische Vielseitigkeit hin.

Sein Credo: Das im Innersten eines Musikers Empfundene sollte beim Vortrag nach außen gelangen, es sollte idealerweise im Augenblick des Spielens ( im „Hier und Jetzt“) aus dem Musiker herausfließen. Der Musiker müsse im flow sein, seine eigenen tiefen Empfindungen und Gefühle für die Hörer erlebbar und erfahrbar machen. Auf unsere Frage, wer ihn maßgeblich in seiner musikalischen Auffassung beeinflusst habe, antwortete er sogleich und nennt seinen langjährigen Lehrer Rami Shevelov, aus seiner Zeit in Tel Aviv.

Ein bestimmtes System oder eine Methodik habe er dabei nicht zur Hand, so erklärte er uns. Wohl aber trete er in einen Dialog mit jedem Musiker, wenn dieser ihn sein/ihr Werk vorgespielt hat. So war es auch in Kronberg mit den insgesamt 14 Jungen Solisten, die die Instrumente Violine, Viola und Cello jeweils mit Klavierbegleitung in unterschiedlichen Werken erklingen ließen.

In unserem Gespräch kurz nach Beendigung der Meisterklasse Ende letzter Woche, schilderte er uns – sichtlich erleichtert – wie die zwei „Kronberger Tage“ auf ihn gewirkt hatten und mit welchen Gedanken er heimwärts reisen würde. Jeder der 14 jungen Musiker konnte sich 50 Minuten auf sein/ihr Stück vorbereiten, um dann im Kreise der Mitstudierenden das eigene Stück vorzutragen und dann Volkers Feedback zu hören. „Das war top, top, top“,  ließ er wissen. Was er hier erlebt habe mit den jungen Musikern, „das sei vom Feinsten gewesen, so seine Worte über die Jungen Solisten und die Kronberg Academy als Ausbildungsinstitution.

Über die Jahre mit vielen Erfahrungen in Sachen Unterrichten junger Musiker bestens ausgestattet, war Volker Biesenbender nicht zurückhaltend mit seinem Lob über die Arbeit, die das Team um Stephen Potts seit nunmehr 5 Jahren leistet. Für Biesenbender war es etwas Besonderes, die créme de la créme junger Streicher unterrichten zu dürfen und so viele herausragende junge Musiker um sich zu wissen. Eine solche Dichte hätte er noch nicht erlebt. Dazu die Natürlichkeit und die spezielle Atmosphäre in den Räumen der Streitkirche, dort wo die Meisterklassen und Kurse für die Jungen Solisten abgehalten werden. All dies sei ihm sehr positiv aufgefallen. An anderer Stelle fällt das Wort vom „Hochleistungslabor“, aber hier in Kronberg sei eben das Menschliche noch sehr zu spüren. Das sei bei ihm sehr positiv angekommen.

Und die Einladung der Academy, im nächsten Jahr bei „Classic for Kids“ erneut in Kronberg aufzutreten, da habe er mit seiner Zusage nicht mehr lange zögern müssen. Für die Musikliebhaber in und um Kronberg eine prima Nachricht!

Michael Heinz

Masters in Performance 2011 / Persönliche Eindrücke eines Musikfreundes

Mittwoch, 8. Juni 2011

Das Team der Kronberg Academy freut sich immer wieder, wenn aus den Reihen der Zuhörer und Besucher feedback an unsere Institution herangetragen wird. Ein Dialog mit unseren Zuhörern ist von großem Wert, da wir die Akzeptanz und Einschätzung unserer Zuhörer für sehr wichtig halten.

Das es sogar auch den Wunsch zu einem schriftlichen Beitrag geben kann, davon zeugt der folgende Blogbeitrag, der von einem Besucher unserer gerade zu Ende gegangenen Konzertreihe “Masters in Performance” stammt. Harald Berchtold hat fast alle Konzerte dieses Wochenendes (2.6. – 7.6. ) erlebt und er schildert im folgenden Beitrag auf eine sehr persönliche Art die Eindrücke, die er dabei sammeln konnte.

Die Masters in Performance-Konzerte der Kronberg Academy stehen seit geraumer Zeit ganz oben auf meiner persönlichen Konzert-Wunschliste. Das besondere dieser Konzertreihe ist die private Atmosphäre, gepaart mit der Intensität und räumlichen Nähe, mit der sich die Musik im Sitzungssaal des Kronberger Rathauses entfaltet – und unmittelbar auf die Zuhörer übergreift.

Nur an ganz wenigen anderen Orten wird man derart überwältigt vom Klang eines einzigen Streichinstruments und kann gleichzeitig die Individualität und Ausdruckskraft der Solisten und deren Klavierbegleitung auf sich einwirken lassen. Viele Musikliebhaber aus Kronberg und Umgebung und weitere Besucher aus fernen Ländern nutzten diese einzigartige Möglichkeit, den Fortschritt ihrer bereits aus früheren Konzerten bekannten jungen Solisten sowie deren Begleitung zu verfolgen.

Welche der Konzerte haben mir persönlich aus dem diesjährigen Konzertprogramm neue Eindrücke vermittelt? Da ist gleich zu Beginn das Eröffnungs- & Examenskonzert von Gabriel Adriano Schwabe zu nennen. Gabriel Schwabe, der mir bereits beim Cello Meisterkurs von David Geringas im Oktober 2010 mit einem besonders warmen Ton seines Cellospiels auffiel, setzte sein hochkonzentriertes Cellospiel in der Stadthalle Kronberg eindrucksvoll fort – souverän begleitet von der Pianistin Anna Naretto.

Dass die Viola ihr früheres Schattendasein als vernachlässigtes kammermusikalisches Solo-Streichinstrument überwunden hat, ist in den aktuelleren Konzertprogrammen nicht nur der Kronberg Academy zunehmend festzustellen. Wie großartig das ehemals wenig beachtete Klangspektrum einer Viola sein kann, wurde eindringlich in den Darbietungen von Yura Lee und Peijun Xu in Kronberg offenbart. Je mehr Viola Musik von Bach, Brahms, Chopin, Kodalyi und Hindemith erklang, umso unmissverständlicher wurde klar, wie tief mittlerweile der Pflock unseres heutigen Musikempfindens in Richtung pro Viola als kammermusikalisches Soloinstrument eingeschlagen wurde und die Viola nicht mehr wegzudenken ist.

Das einzige reine Solo-Konzert bei Masters in Performance 2011 gab die Geigerin Alina Ibragimova und das derart beeindruckend und fesselnd, dass ich gerne noch mehr davon gehört hätte. Egal ob bei Heinrich Ignaz Franz Biber, Luciano Berio oder Bela Bartok – die russische Seele ihrer Interpretation war für mich allgegenwärtig und in ihrer Tiefe und technischen Brillanz atemberaubend. Ebenso überwältigend erfüllten die Ravel- und Tschaikowsky-Interpretationen des Geigers Valeriy Sokolov die Zuhörer.

Die Geigerin Jehye Lee gab überraschenderweise sogar zwei Konzerte – Samstag und Sonntag (als Vertretung für die verhinderte Suyoen Kim): Und so war es ein außergewöhnliches Erlebnis, ihre Interpretation „mit leidenschaftlichem Ausdruck“ der Violinsonate von Robert Schumann Nr. 1, a-Moll, op. 105 auch noch ein zweites Mal hören zu dürfen; wobei neben ihrem strahlenden Geigenton die perfekte Harmonie mit der mit feinstem Anschlag musizierenden Pianistin Yumiko Urabe besonders auffiel. Jehye Lee verabschiedete sich mit zwei ergreifenden Paganini Capricen als Zugabe und sicherlich hat jeder der Anwesenden ihr in tiefer Dankbarkeit für ihre musikalische Darbietungen in Kronberg die besten Glück- & Erfolgswünsche für ihre Teilnahme am kommenden Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau mit auf den Weg gegeben.

Harald Berchtold, Kronberg i.T.

“Mit Musik – Miteinander” / Interview with Yura Lee

Donnerstag, 19. Mai 2011

Coming weekend Yura Lee along with Lily Francis and Claudio Bohorquez will assume the role of lecturers in our chamber music project „ Mit Musik – Miteinander“. This project, which runs for many years now (happening twice a year) is designed to bring young soloists together with talented musicians  aged 13- 20 years. It is both a performing and a learning exercise, and the final concert on Sunday, May 22 will present to the public the results of two days of hard and inspiring work.

During the course of nearly three days all participants will join in different groupings in order to rehearse and perform a couple of classic chamber music works. Beginning on Friday afternoon in Kronbergs “Streitkirche” our team expects some 10 young musicians from Germany and Austria. Some of the young musicians have already participated in last year´s project, October 2010.

We wanted to ask one of the young lecturers, how she is about to prepare for this event and what is her attitude towards teaching and learning. So we asked Yura Lee, the 25-year old Korean, now living in the United States.

Yura participated in Kronberg Academy’s Chamber Music Connects the World in 2004 and joined Kronberg Academy Further Masters in September 2010, studying violin with Professor Ana Chumachenco and viola with Professor Nabuko Imai. Looking back at her early musical development one clearly sees a tremendous development. Her violin studies began at age 4 with Namyoon Kim in Seoul,Korea. Her talent was quickly recognized, when, at age 5, she won a top prize at the prestigious Hankook Ilbo Competition in Seoul. Two years later she made her debut with Korea’s leading orchestra, the KBS Symphony.

From 1994 to 2001, Yura studied at the Juilliard School of Music, under the late Dorothy DeLay and Hyo Kang. During the summers of1995-2000 she was a full scholarship student at the Aspen Music School. In 2001-2002 and 2007, she participated at the Steans Institute for Young Artists at Ravinia and from 2001-2005, studied with Miriam Fried and Paul Biss at Indiana University, and the New England Conservatory of Music in Boston. In 1997, she received the Debut Artist of the Year prize at the “Performance Today” awards given by National Public Radio. In 2007, she received, among other prizes, the prestigious Avery Fischer Career Grant.

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Here are our five questions that we asked Yura to provide some answers

Q: How do you prepare for the upcoming project MMM?

Not only will I be teaching but will be playing with the students, so the preparations include: learning the score of the piece visually (learning about the parts of other instruments), and practicing my own part of course. Also it always helps to know about the composers themselves, in my case for this MMM will be Mozart and Beethoven. It’s interesting to think about what they intended, in their historical context.

Q: How do you feel when performing as a teacher. What have been your experiences so far?

I have taught before (very young kids), but not at a conservatory or music school since I’m still 25 years old, and I feel that there are many things I need to learn. It is however, my first time actually performing with the students. I’m looking forward to it!

Q: What is essential for you when you think of teaching and learning ( from a teacher and a learner´s standpoint), what can a teacher learn while teaching?

For me, teaching (from teacher’s perspective) and learning (from student’s perspective) is all about opening up possibilities. A teacher can learn so much from students because everyone is different, everyone is unique. What may work for me, may not work for everyone. It’s exciting to think of new solutions, different ways of playing. Also, there are infinite amounts of things to learn – one should never stop exploring and learning, no matter how old you are or how long you’ve been playing music.

Q: Can you imagine becoming more active in the world of teaching?

I will spend part of this summer teaching at a festival in the United States. I never want to stop performing, but it would be great to have performing life with teaching life as well, in the future.

Q: What is your expectation and perhaps hope after those 3 days in Kronberg will have ended Sunday afternoon?

I hope the students will enjoy the process (practicing/learning) as much as result (our concert at the end). Chamber music is such a great thing, and it’s great to be exposed to it at a young age. I’m happy that we will experience it together.

Michael Heinz

Peijun Xus Reise nach Florida

Freitag, 4. März 2011

Erfahrungen und Impressionen einer Amerika-Reise


Unsere Junge Solistin Peijun Xu weilte Anfang Februar für einige Tage in Florida und hat dort 3 Konzerte gegeben. Veranstaltet von unserer Schwester-Organisation den „American Friends of Kronberg Academy“, führte Peijun zusammen mit Ihrem Begleiter José Menor, Klavier, mehrere kammermusikalische Werke auf. In einem vor kurzem geführten Gespräch schilderte uns Peijun Ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen während Ihrer Aufenthalte in Boca Raton und Delray Beach.

Hier Ihre Antworten:

War dies Deine erste Reise in die Vereinigten Staaten?
Nein, ich bin jetzt zum zweiten Mal in den Vereinigten Staaten gewesen. Das erste Mal war ich im Jahre 2007 beim Ravinia Festival in Chicago.


Was fällt Dir in Sachen Musik ein, wenn Du an Amerika denkst??
Ja, eigentlich eher weniger richtige klassische Musik. Im Grunde mehr in Richtung populäre Musik, die klassische Elemente bzw. Orchestrierungen beinhaltet, also beispielsweise die Ganze Welt der Musicals, also eher die etwas leichtere Musik, die nicht ganz so tief geht. Natürlich auch Jazz. Aber ich weiß sehr wohl, dass auch die Klassik sehr beliebt ist in den Staaten.
Wer hatte das Programm für eure Konzerte zusammengestellt?

Ich selbst. Und vorher hatte ich natürlich meinen Pianisten José Menor gefragt, ob ihm das auch gefällt. Und er hatte zugestimmt. Und so kamen Werke von Johannes Brahms, Edward Elgar, Frédéric Chopin und Astor Piazzolla sowie als Zugabe kam auch ein Stück des chinesischen Komponisten Li Guoquan zur Aufführung.
Gibt es amerikanische Komponisten, die Du gerne mal spielen würdest?

Ich spiele im Prinzip alles gerne. Bei amerikanischen Komponisten, die auch für Viola etwas komponiert haben, fällt mir George Rochberg ein. Ich habe sogar die Noten eines seiner Viola-Werke bei mir zu Hause, es ist die Sonate für Viola und Klavier. Ich habe das Stück auch einmal in einem Konzert gehört, es ist wirklich ein schönes, modernes Stück. Man kann es gut spielen.
Wie war das Zusammenspiel mit José Menor, der Dich als Pianist begleitet hatte?
Super! Ich bin echt sehr dankbar, dass ich ihn überhaupt kennen gelernt habe! Ich finde, er ist ein sehr netter Mensch, spielt fantastisch und ist auch sehr kammermusikalisch veranlagt. Wir verstehen uns sehr gut, unsere Gedanken über die Musik können wir prima austauschen und haben ein sehr ähnliches Gefühl für die Kompositionen. Aus diesem Grunde mussten wir bei den Proben gar nicht viel diskutieren. Ich spiele ja die Musik sehr viel nach dem Gefühl und er hat es immer  gleich verstanden und sich so drauf eingestellt und meine Art und Weise, die ausgewählten Stücke zu intonieren, bestens am Piano ergänzt. Ich denke, wir können gemeinsam eine Planung für die Musik machen.

Wie war die Organisation seitens der American Friends – Axel Langhorst hatte Dich vor Ort betreut?
Das war alles sehr gut vorbereitet und organisiert, Axel Langhorst hat prima Arbeit geleistet!
Welche der drei Auftritte war für Dich der emotionalste?
Ich glaube der letzte Auftritt am 11. Februar. Das hängt damit zusammen, dass wir zuvor an zwei Tagen hintereinander gespielt hatten und nun beim dritten Auftritt sehr gelassen waren. Wir hatten in dem Saal auch viel geprobt und ich fühlte mich dort sehr wohl. Ich konnte freier mit meinen Emotionen spielen. Und ich habe an dem Abend vorher noch eine Geschichte von einem Mädchen gehört, die mich emotional sehr berührt hatte. Und so kam es, dass ich nach dem Chopin Nocturne, das sowieso zu meiner Lieblingsmusik zählt, ein paar Tränen in den Augen hatte.

Wie hast Du die Zuschauer erlebt? War es jeweils bei diesen 3 Konzerten sehr intim von der Atmosphäre her?
Die Atmosphäre war bei allen die Konzerten gut! Die Amerikanischen Zuhörer zeigen ja sofort, wenn ihnen was gut gefallen hat! Sie sind schneller in ihren Reaktionen und auch etwas lauter in ihrer Zustimmung. Bei einem der 3 Konzerte sind die Zuschauer am Schluss alle aufgestanden und haben reichlich Beifall geklatscht.
Haben sich nach den Konzerten Für Dich gute Kontakte ergeben?
Die Zukunft wird es zeigen.

Konntest Du neben Deinen Auftritten auch persönlich die beiden Städte erkunden, Dinge für Dich entdecken?
Ja, ein kleines bisschen. Ich musste ja jeden Tag noch spielen und mich vorbereiten auf das jeweilige Konzert am Abend. Ich hatte dann nur einen freien Tag gehabt. Und da konnte ich wenigstens den Strand einmal bewundern, und natürlich gab es auch mit meiner fantastischen Gastfamilie einen Shopping-Nachmittag.

Gibt es Eindrücke, die Du besonders hervorheben würdest während Deines US- Aufenthalts, in persönlicher oder musikalischer Hinsicht?
Ich finde, die Menschen sind sehr nett, und offen! Das hat mir wirklich gut gefallen! Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte, die Menschen strahlen eine gewisse Gelassenheit aus, man ist relaxed in Florida. Und natürlich habe ich während meiner vielen Autofahrten auch sehen können, dass Florida eine nette Ecke in Amerika ist. Meine netten Gasteltern mit ihren beiden goldigen kleinen Kindern haben sich sehr um mich gekümmert, das war schön zu erleben.

Michael Heinz

Soojin Han begeistert mit Bach-Werken in Königstein

Donnerstag, 20. Januar 2011

Königstein im Taunus, nur einen Steinwurf entfernt vom Standort der Kronberg Academy, war am dritten Januar-Sonntag im neuen Jahr Schauplatz  eines begeisternden Konzerts mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Es spielte Soojin Han, Junge Solistin des Kronberg Academy Masters. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Eine immer noch weihnachtlich geschmückte Immanuelkirche bot den herbeiströmenden Besuchern das Gefühl von Festlichkeit und Besinnung. Und das mitten im Januar. Bachsche Musik für Solo Violine erfüllte den mit dutzenden Kerzen hell erleuchteten Kirchenraum. Der massive Schneefall, der den Taunus um die Jahreswende noch massiv zugesetzt hatte, war längst verschwunden. Aber die besinnliche Stimmung in der Kirche und der beeindruckende Auftritt von Soojin Han sorgten dennoch für ein ein tolles Ambiente und ein unvergessliches musikalisches Erlebnis.

Soojin Han freut sich über den Beifall

Soojin Han spielte mit großer Hingabe die beiden Violin-Sonaten Nr. 1 g-Moll und Nr. 2 a-Moll. Zwischen beiden Stücken hatten die Veranstalter eine kurze Pause eingebaut, in der Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer drei berühmte Persönlichkeiten zitierte, die in ihren Beschreibungen die Charakteristika und Einmaligkeit der Bachschen Werke einzufangen versuchten.  Neben Mozart wurden auch der italienische Komponist Ruggiero Leoncavallo und der Orgelmusik spielende Albert Schweitzer zitiert. Allen Beschreibungen war die hohe Anerkennung des Genius von Bach gemeinsam und die Größe seines Schaffens. Diese Werke, so beispielsweise Albert Schweitzer, predigen uns eines, „stille sein und gesammelt sein“. Und ferner: „Was er war und erlebt hat, steht nur in den Tönen“. Mit derlei Zitaten, die die Zuschauer begierig aufnahmen, konnte der zweite Teil des Konzerts noch zu einem spürbaren Höhepunkt reifen.

Hintergrund für diesen Auftritt von Soojin Han bildet die Kooperation zwischen dem Förderverein Kirchenmusik der ev. Immanuel-Gemeinde Königstein und der Kronberg Academy. Raimund Trenkler hatte sich mit dem Vorsitzenden des Königsteiner Fördervereins, Dr. Weber, verständigt, für insgesamt 6 Konzerte zwischen 2009 und 2014 Junge Solisten des Studiengangs der Kronberg Academy zu gewinnen und mit diesen sämtliche Solo-Werke für Violoncello und Violine aufführen zu lassen. Den Auftakt hatte im Jahre 2009 bereits Alina Ibragimova mit 2 Violin-Sonaten gemacht. Es folgte im letzten Jahr der Cellist Benedict Klöckner, der zwei Suiten für Violoncello aufführte.

Soojin Han war nun die dritte Junge Solistin der Kronberg Academy, die die Besucher in Königstein mit dem überwältigenden Klang Bachscher Musik für Solo-Violine in ihren Bann zog. Der lang anhaltende Beifall für die in London lebende Koreanerin war ein starker Beweis für die Wertschätzung ihrer Darbietung.

Interview mit István Várdai – Kronberg Academy Masters

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Gedanken und Impressionen zum Meisterkurs bei Professor Zahkar Bron

Am vergangenen Donnerstag traf ich auf einen unserer Studenten des Kronberg Academy Masters Studiengangs, den jungen István Várdai (Violoncello). Istvan weilte zusammen mit weiteren Studenten des Studiengangs für zwei  Tage in Kronberg, um an Meisterkursen mit Professor Zakhar Bron teilzunehmen.

Am Abend des 9. Dezember gab es Gelegenheit, István Várdai nach seinen Eindrücken zu befragen. Hier seine Antworten:

Istvan Vardai - Violoncello

Michael Heinz: Bevor es los ging am gestrigen Mittwoch, wie waren Deine Erwartungen an den Meisterkurs mit Zakhar Bron?

István Várdai: Nun, Ich hatte keine Angst, aber es gab eine gewisse Spannung in mir, denn ich wusste, dass Professor Bron sehr streng ist. Und dann dachte ich wiederum, dass es ein sehr spannender Nachmittag werden könnte.

MH: Was hattest Du von Ihm schon gehört bzw. gewusst?

IV: Na ja, das er halt sehr streng ist und auch, dass er sein sehr guter Pädagoge sein muss!

MH: Wie ist es nach dem Meisterkurs gewesen?

IV: Ich war sehr erleichtert, und vor allem, ich habe diverse Anregungen bekommen. Er hat auch bei mir geschimpft. Was mir die anderen Studenten schon vorher gesagt hatten, war etwas tröstlich: je mehr er das Gefühl hat, dass bei einem Solisten Potenzial vorhanden ist, desto strenger wird seine Kritik, und sie kann heftig werden! Ja, ich habe wichtige Anstöße bekommen und habe einen  klareren Blick bekommen, technisch und musikalisch. Professor Bron betonte immer wieder, auf den Komponisten und auf die Textur des Stückes zu achten. Er hat es mit einem Beispiel belegt, bei einer Crescendo-Passage muss es in diesem Werk nicht bedeuten: lauter werden, sondern es soll heißen, sich mehr zu öffnen.

MH: Wie hat er unterrichtet als Violin-Lehrer – aus der Sicht eines Cellisten, was ist Dir besonders aufgefallen, wovon konntest Du sehr profitieren?

IV: Professor Bron vermittelt Einblicke jenseits der Beherrschung des spezifischen Instruments. Denn, wie er hinzufügte, Cellisten denken sehr „cellistisch“! Er betont den Blick auf die musikalischen Strukturen, unterstreicht, dass man die Komposition ganzheitlich erfassen muss, die Textur sei maßgeblich. Und er unterstreicht ferner, dass er eben kein Cellist sei und dass er eine Brücke bauen wolle. Auf diese Art und Weise hilft er aus meiner Sicht sehr  sehr gut, die Unterschiedlichkeiten der Streichinstrumente zu überwinden. In Bezug auf das Verständnis der Komposition sei es egal, ob man als Cellist oder Geiger herangeht. Das ist natürlich sehr hilfreich.

MH: Welches Stück habt ihr geübt..?

IV: Wir haben das 1. Cellokonzert von Shostakovich gespielt , daraus den 2. und 3. Satz

MH: Hattest Du dieses Stück schon einmal zuvor öffentlich gespielt oder sogar schon des öfteren…?

IV: Ja einige Male, beim Tchaikovsky Wettbewerb, dann auch bei Konzerten. Das ist aber schon lange her.

MH: Was ist das besonders Schwierige an diesem Stück?

IV: Technische Probleme einerseits, aber auch das Verstehen der Textur. Shostakovich hat persönliche Erfahrungen des Krieges, der Kälte, der Düsternis in Musik verwandelt, dies klanglich angemessen umzusetzen, ist eine echte Herausforderung! Man muss versuchen, das Werk im Grunde auf einer metaphysischen Ebene zu erfassen. Das ist wirklich nicht leicht.

MH: Hattest Du Gelegenheit, seine Arbeit mit den jungen Violin-Solisten mit zu verfolgen – wie ist Dein Eindruck dazu?

IV: Ja, das hatte ich. Ich habe dies mit großem Interesse verfolgt. Und dabei bemerkt, dass wir alle mehr und minder mit denselben Problemen in dieser Phase unserer Entwicklung zu tun haben. Und was ich noch anmerken wollte, alle Studenten des Kronberg Academy Masters haben ja zwischenzeitlich auch eine Schulung in Sachen Alexander-Technik absolviert.

MH: Wie ist es eigentlich, wenn während eines Meisterkurses die anderen jungen Solisten unter den Zuhörern sind, wie bei Dir geschehen?

IV: Gar nicht so schlimm, alle waren wohlwollend. Jeder wünscht dem anderen nur das Gute, und wenn geschimpft wird, da leidet man dann mit!

MH. Was sind Deine nächsten wichtigen Lernschritte, wie geht es weiter bei Dir?

IV: Ich bin in Kürze mit einem weiteren Meisterkurs bei Frans Helmerson dabei -  noch im Dezember. Dann gibt’s erst einmal eine Pause. Und ich habe bereits die erste Konzert-Verpflichtung für einen Auftritt im dänischen Odense, im Januar 2011. Und dann möchte ich mich weiter in meiner neuen Heimat in Berlin, wo ich im Bezirk Wedding seit ein paar Monaten lebe, akklimatisieren. Die Stadt ist so groß und bietet viele Konzerte und Veranstaltungen. Was mir aber besonders wichtig ist: Ich möchte künftig mehr wichtige Prinzipien beachten, auch das habe ich vom Meisterkurs mit Professor Bron mitgenommen. Er hat mich für diese Dinge sensibilisiert. Eines hat zu tun mit den eigenen Ressourcen. Ich habe mir vorgenommen, im neuen Jahr mit meiner Kraft und meiner Zeit ökonomischer und klüger umzugehen, nicht mehr so viele Konzerte geben: Im letzten Jahr waren es an die 50, das werde ich in diesem Jahr nicht wiederholen.

MH: danke für dieses Gespräch und alles Gute für Dich im neuen Jahr!

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In diesem Interview wurde mehrfach der Begriff Textur verwandt, wie ist dieser Begriff in der Musik definiert? Die folgenden Erläuterungen mögen ein wenig hilfreich sein.

Es handelt sich im deutschprachigen Raum, insbesondere in der Computermusik, um ein musikalisches Muster, das durch Aneinanderreihung von Variationen eines Motivs entsteht.

Im englischsprachigen Raum wird der Begriff viel umfassender definiert und zwar nicht nur in Bezug auf Computermusik:  In music, texture is the way the melodic, rhythmic, and harmonic materials are combined in a composition, thus determining the overall quality of sound of a piece.

Michael Heinz

Halbzeit in Florida – American Friends of Kronberg Academy

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Meine Haut wird dunkler und die Entwicklung der American Friends (intern AFKA genannt) geht in die nächste Runde.

Nun sind es schon 7 Wochen, in denen ich als Praktikant bei den American Friends of Kronberg Academy Axel Langhorst bei seinen Aufgaben als President und CEO zur Seite stehe. Sieben  Wochen voller spannender Aufgaben und sieben Wochen voller Sonnenschein. Fast jeden Tag scheint hier die Sonne erbarmungslos und das Thermometer zeigt Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr.

Wenn man aus den ausnahmslos klimatisierten Häusern, Supermärkten, Tankstellen oder Cafés in die pralle Sonne schreitet, braucht man erst wieder eine gewisse Zeit, um sich an die Hitze zu gewöhnen. Ansonsten geht es aber mit der Anpassung schnell voran. Die Klimaanlage in meinem Zimmer steht auf 79 Grad Fahrenheit (das entspricht 26 Grad Celsius) und das ist vollkommen ausreichend, um sich wohl zu fühlen und eine gewisse Kühlung zu verspüren.

Welche Aktivitäten stehen in den nächsten Wochen an?

Alexander Sitkovetsky (Geige), Peijun Xu (Viola), Dai Miyata (Cello) und als Begleitung José Menor (Klavier), werden uns ab November für jeweils eine Woche besuchen. Dafür sind eine Vielzahl von Vorbereitungen zu treffen, die einen langen Vorlauf benötigen. Flüge, Hotels, Mietwagen aber auch geeignete Orte für Konzerte, Proben und andere Aktivitäten müssen minutiös geplant werden. Die diversen Arbeiten, die Axel bis vor kurzem noch alleine gestemmt hatte, erfordern ein enormes Maß an organisatorischem Geschick und nicht selten sind Entscheidungen von politischem Charakter zu fällen und machen die Mission der American Friends nicht einfach.

Zu Beginn meines Praktikums habe ich die Strukturen und Prozesse der Abläufe in unserem Büro optimiert und hoffe natürlich, dass mein Beitrag den American Friends auch nach meiner Abreise ins winterliche Deutschland Ende November nützt. Und vor allem bei der weiteren Entwicklung behilflich ist.

Mein erstes Resümee lautet so: der Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ist nicht nur für mein Praktikum gewinnbringend sondern auch insgesamt unter kulturellen Aspekten, denn die Einblicke in die amerikanischen Kultur und Lebensart, die ich gewonnen habe, sind eine sehr spannende Erfahrung.

Jan Philipp Poeter

Meisterkurse – Aufbruch in ein neues Zeitalter

Donnerstag, 12. August 2010

Der erste transatlantische digitale Meisterkurs kurz vor dem Start – Weltpremiere im  September 2010

Am 20. September wird es Ernst mit der digitalen Lerntechnologie. Dann wird in Kronberg in den Räumlichkeiten der so genannten Streitkirche, genauer: in den Räumen des Kronberg Academy Masters, der erste Meisterkurs zwischen einem hiesigen Professor, in diesem Falle David Geringas, und Studenten aus Amerika stattfinden.

Um dieses ambitionierte Projekt auf die Beine zu stellen, waren monatelang vielfältige technische und organisatorische Einzelheiten abzuklären und technische Spezifikationen zu studieren. Gegenwärtig läuft die Endphase der Implementierung der notwendigen Komponenten und die Verlegung der nötigen Glasfaser-Anschlüsse und Kabel sowie die Herrichtung eines speziellen Regie-Raumes. Letzterer ist so gut wie fertig gestellt. In diesem Raum in der Streitkirche (der ehemalige Noten-Raum des Elite-Studienganges) werden künftig bei jeder Lernstunde (technisch gesprochen: eine Session) zwei  Techniker der  Partner-Firma NOVUM vor Ort sein, um den sicheren technischen Ablauf der Unterrichtsstunde zu gewährleisten.

Ein kurzer Foto-Termin in den Räumlichkeiten der Streitkirche Anfang der Woche bezeugt den Stand der Arbeiten. Wie seltsam: In der digitalen (stofflosen) Welt sind es am Ende des Tages doch wieder Drähte, Kanäle, Leitungen und Schrauben, Blenden und Gerätekästen (Racks), die für den leisen und unsichtbaren Fluss der Bits und Bytes benötigt werden. Das in Kronberg realisierte Konzept setzt auf hochwertigste Bild- und Tonqualität, da ein grenzüberschreitender Meisterkurs natürlich die allerfeinsten Nuancen erlebbar machen muss. Mit anderen Worten, die Anforderungen an die entsprechende Infrastruktur auf beiden Seiten der Kommunkationskette sind enorm hoch. Die letzten Arbeiten an den Verbindungen und die Installation und Verlegung der letzten Kilometer Glasfaser-Kabels in die Räumlichkeiten der Streitkirche sind vor kurzem abgeschlossen worden. Mein Kurz-Besuch im zukünftigen Regie-Raum, der wie ein modernes Radio-Studio anmutet, hat mich zuversichtlich gestimmt, ja begeistert!

Was die Angelsachsen „Distance Learning“ nennen, tritt nun auch in der Welt der Musik seinen Siegeslauf an. Die Kronberg Academy hat bereits im letzten Jahr ihre Fühler nach New York ausgestreckt, um einen Partner zu akquirieren, und mit der befreundeten „Manhattan School of Music“ einen kompetenten Technologie-Pionier gefunden.

Worum geht es beim Distance Learning? Studenten und Professoren, die ansonsten hunderte Kilometer auseinander sind, können sich über diese digitale Brücke austauschen, verständigen und kommunizieren – um Unterricht zu erteilen bzw. aus Sicht der Studenten, unterrichtet zu werden. Unser Kooperationspartner, die angesehene „Manhattan School of Music“ hat hier seit ca. 10 Jahren wertvolle Vorarbeit geleistet. Mittlerweile sind viele Unterrichtsstunden mithilfe dieser Technologie durchgeführt worden. Einer der Künstler, der hier von Anfang an mit Herzblut und Schwung involviert war, ist der weltberühmte Geiger und Bratschist Pinchas Zukerman. Herr Zukerman wird es auch sein, der in Bälde den Studenten des Kronberger Elite-Studienganges in der Streitkirche digital gegenüber sitzen (oder stehen?) wird.

Nun ist die Kronberg Academy wieder einmal in einer Vorreiter-Rolle in Europa und bestätigt erneut ihren Ruf, mutig neue Wege zu gehen. Am 16. August heißt es: Daumen drücken, dass der allererste technische Live-Test glänzend über die Bühne geht und alle technischen Komponenten „mit-spielen“ !

Die echte Premiere mit Professor David Geringas in Kronberg und New Yorker Studenten erfolgt dann einen Monat später: am 20. September gibt es grünes Licht für den ersten transatlantischen digitalen Meisterkurs.

Michael Heinz

Masters in Performance – Junge Solisten begeistern Kronberger Musikfreunde

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kronberg bot am vergangenen Wochenende Musikfreunden ein prall gefülltes Konzertrogramm mit diversen Auftritten an mehreren Spielorten. Während die Jungen Solisten des Studienganges “Kronberg Academy Masters” vom Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag musizierten, trat parallel Gidon Kremer drei mal mit Musikern  der Kremerata Baltica im Opel-Zoo auf. Das Konzert stand unter dem Motto “Tierharmonisches Konzert” (hierzu folgt ein separater Beitrag).

Pünktlich um 18.00 Uhr am Freitag  dem 18. Juni begannen die “Masters in Performance”-Auftritte der Jungen Solisten im Kronberger Maler-Museum. Das Besondere der “Masters in Performance” Reihe besteht darin, dem Publikum konzentriert hochtalentierte junge Musiker zu präsentieren, für die diese Konzerte zugleich den Abschluss des Studienjahres an der Kronberg Academy bilden. Zuhörer hatten überdies die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Konzerte zu besuchen. Ein einmaliges Angebot somit für Musik-Interessierte in und um Kronberg. Man konnte so auf  höchstem Niveau spielende junge Kammermusiker erleben, die bereits schon in namhaften Häusern als Solisten Konzerte geben.  Die elf Musiker (Valeriy Sokolov mußte in letzter Minute absagen) repräsentierten mit Ihrer Werkauswahl ein aussergewöhnlich reichhaltiges Programm, in dem auch von einigen Solisten gezielt Kompositionen ihrer fernöstlichen Heimat einbezogen wurden.

Den Anfang mit 2 Konzerten machten Benedict Klöckner und Peijun Xu, die zugleich ihr Examens-Abschlusskonzert gab.  Peijun Xu wurde von Evgenia Rubinova begleitet während Benedict Klöckner zusammen mit Anna Naretto spielte.  Am Samstag, dem 19. Juni folgten dann 5 weitere Solisten aus dem genannten Studien-Programm der Kronberg Academy.

Dai Miyata aus Japan sorgte für den Auftakt am Samstag.  Dai spielte Werke von Beethoven, Toshiro Mayuzumi ( ein sog. Bunraku für Cello Solo) sowie von Manuel de Falla.

Soojin Han (Violine), die aus London angereist war, gab in Begeleitung ihrer Pianistin Yumiko Urabe ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Brahms, des koreanischen Komponisten Isang Yun (“Kontrast 1″ ) und von Camille Saint-Saens. Nicht minder hinreißend waren dann die Auftritte von Gabriel Schwabe (Cello),  Eri Sugita Viola) und der aus Berlin angereisten Geigerin Alina Ibragimova.

Der dritte Konzerttag begann am am Sonntagvormittag. Alicja Smietana und Yumiko Urabe am Klavier ließen Werke der polnischen Komponisten  Lutoslawski und Szymanowski erklingen.  Vilde Frang eröffnete die Nachmittags-Konzerte mit einem äußerst anspruchsvollen Werk für Solo Violine von Bela Bartok.Die Zuhörer quittierten ihren Auftritt  mit begeistertem Applaus.  Es folgte Andreas Brantelid (Cello) begleitet von Anna Naretto, die Werke von Beethoven, Lindgren und Robert Schumann zum Klingen brachten.

Für den krönenden Abschluss sorgte der Auftritt von Alexander Sitkovetsky, der von seiner Mutter Olga Sitkovetsky am Klavier begleitet wurde. Saschas Darbietungen enthielten Stücke von Mozart, Grieg und das Werk “Tzigane” von Maurice Ravel. Nach seiner fulminanten Zugabe des Stückes “Czardas” von Vittorio Monti war der die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Räumlichkeit klatschten emphatisch Beifall und feierten Mutter und Sohn.

Stephen Potts, Leiter des Studienprogramms “Kronberg Academy Master”, war sichtlich zufrieden mit der musikalischen Qualität und vor allem auch mit der  Resonanz bei den Zuhörern.  Ein Fortsetzung dieser Reihe im kommenden Jahr wird sich so mancher Besucher im Stillen schon jetzt gewünscht haben. Vergessen waren für Stunden die Aufregungen rund um die Fußball-WM, denn die Jungen Solisten hatten es vermocht,  die Aufmerksamkeit auf Werke der Kammermusik und fernöstliche Klangwelten zu lenken.

Die jüngste Zuhörerin war die kleine Amelie Haumer, 6 Jahre jung. Sie und Ihre Mutter hatten viel Freude an den Konzerten. Die kleine Amelie, so erfuhr ich, spielt seit ihrem 4. Lebensjahr Klavier und übt derzeit sehr fleißig den “Frühling” von Vivaldi. Mutter und Tochter schienen äußerst angetan von den Darbietungen der Jungen Solisten und so mancher Besucher war angetan von der Art und Weise, wie die junge Zuhörerin die Musik auf sich wirken ließ.

Michael Heinz



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