Archiv für die Kategorie „Seniors“

Aufsteigende Hitze

Donnerstag, 22. Mai 2014

Zwei bedeutende Projekte werfen ihre Schatten voraus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir befinden uns im Wonnemonat Mai. Die Temperaturen klettern stetig nach oben. Von mehreren Seiten wird auch uns – bildlich gesprochen – immer heißer. Unser Team begibt sich langsam in die finale Phase unserer Vorbereitungen für das bedeutende Projekt “Chamber Music Connects the World”. Startschuss ist am 20. Juni. Aus nicht-musikalischer Ecke gibt es ein gewisses Störfeuer aufgrund der in Brasilien am 12. Juni beginnenden Fussball-Weltmeisterschaft, deren Anziehungskräfte in Bezug auf hiesige TV-Termine nicht zu unterschätzen ist. Aber wir haben vorgesorgt: Alle Spiele sind im Ablaufplan integriert und wir wissen aus Erfahrung, dass Seniors und Juniors auch fußballbegeistert sind und bei solch einem bedeutenden Turnier wird es bestimmt auch so manchen leidenschaftlichen international gefärbten Public Viewing-Abend geben. Musikalische Spannung während des Tages wird so am Abend durch manch sportliche Höchstspannung erst so richtig “komplett”.

Bevor wir uns aber im Team endgültig nur noch auf CMCW ( unser internes Kürzel für  obiges Projekt) konzentrieren, sind noch andere Aktivitäten sorgfältig umzusetzen. Vorgeschaltet ist nämlich noch unser Projekt “Masters in Performance”, bei dem mehrere Prüfungskonzerte in Kronberg und Frankfurt sowie Auftritte unserer Jungen Solisten im Rathaus Kronberg anstehen. An fünf Tagen, vom 4. Juni bis 8. Juni, werden Junge Solisten ihr Können dem Kronberger Publikum darbieten. Es werden mehrere Zwischenprüfungen und Examenskonzerte durchgeführt, die für insgesamt fünf unserer Jungen Solisten den Abschluss ihrer jeweiligen Studienabschnitte bilden. Für Pablo Ferrández, Violoncello, und Hyeyoon Park, Violine, ist der 4. Juni der Tag Ihres Examenskonzerts. Ebenso für Ella van Poucke, Violoncello. Sie muss ein Konzert im Rahmen ihrer Zwischenprüfung spielen und beendet damit die Prüfungskonzerte des 4. Juni von “Masters in Performance”. Am folgenden Tag werden Anastasia Kobekina, Violoncello, und Georgy Kovalev, Viola, ihre Zwischenprüfungskonzerte zum Bachelor-Abschluss “hinlegen”. Diese finden in den Frankfurter Räumlichkeiten der  Hochschule für Musik und Darstellende Kunst statt.

Vom Freitag, den 6. Juni bis Sonntag, den 8. Juni
werden wir dann insgesamt elf Junge Solisten zu
Auftritten ins Kronberger Rathaus entsenden, wo diese
mittlerweile schon Tradition, dem Kronberger
Publikum und Gästen aus der Umgebung Kostproben
ihres bis dato erlangten musikalischen Könnens und
ihrer Ausdrucksfähigkeit geben können. In den Pausen
haben die Besucher Gelegenheit, mit den jungen
Künstlern persönlich in Kontakt zu treten. Manche unserer Gäste sind schon seit Jahren dabei und lassen sich nur wenige Auftritte entgehen – wenn überhaupt!

Das erste mal dabei im Team unseres Studiengangs KAM ist Dr. Andrea Stahl, seit
Anfang April voll integriert in unsere Mannschaft.     Andrea ist promovierte Historikerin und hat ein   großes Herz für Opermusik. Im Bereich der  Orchester- und Kammermusik hört sie besonders gerne Kompositionen von Brahms und Beethoven. In der ersten Juni-Woche wird Andrea nun ihre erste Feuerprobe zu bestehen haben und wir sind sicher, dass sie dies mit Bravour meistern wird. Wenn der letzte Auftritt unserer Konzertreihe “Masters in Performnce” am Sonntag, den 8. Juni vorüber ist, dann beginnt für unser Team, sagen wir ab Montag der Folgewoche, so richtig das “Ärmel-Hochkrempeln” mit Blick auf unseren  Jahreshöhepunkt: Die Durchführung von Chamber Music Connects the World.

Dieses einzigartige, weil überaus intime Projekt, bewegt stets Teilnehmer und Zuhörer auf besondere Weise. Aus der praktischen Sicht ist es ein Unterfangen, bei dem ein beträchtliches logistisches Räderwerk in Gang gesetzt wird. Immerhin, es sind volle 10 Tage, die in vielfältiger Hinsicht durchgeplant sein müssen  und an denen die Stadt Kronberg eines ihrer wesentlichen Erkennungsmerkmale voll demonstrieren kann: nämlich eine durch und durch heißblütige Stadt zu sein, in der die Klassische Musik, insbesondere die Kammermusik, auf allerhöchstem Niveau zu erleben ist. Von jungen und etablierten Musikern, im Dialog und im gemeinsamen Musizieren.

Vier musikalische Schwergewichte sorgen für höchste Musikalität und  Ausstrahlung. Wir erwarten vier Meister ihres Faches: Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Kim Kashkashian und Steven Isserlis. Zum 8. Mal stellen wir uns der Herausforderung, den kammermusikalischen Dialog der Generationen zu ermöglichen. Stets mit der Hoffnung, unter den ausgewählten 22 “Juniors” wieder neue Persönlichkeiten zu entdecken, die durch ihr musikalisches Potenzial eine besondere Förderung verdienen. Oder für die die Aufnahme des Studiums im Rahmen des “Kronberg Academy Masters” eine attraktive Möglichkeit zur Weiterentwicklung sein könnte.

Wir lassen uns jedenfalls überraschen und freuen uns auf musikalische Kettenreaktionen, bei der das musikalische Feuer spürbar und nachhaltig auf die junge Generation überspringt. Diese Hitze lieben wir!

Michael Heinz

Kronberg Academy Team

Interview mit Friedemann Eichhorn / Neuer Direktor “Kronberg Academy Masters” (Teil 2)

Donnerstag, 2. August 2012

Fortsetzung des Interviews vom 31. Juli 2012

Die Kronberg Academy repräsentiert eine Institution mit hohem internationalem Bekanntheitsgrad und Renommée (ist gewissermaßen eine Marke). Wie lässt sich das Deiner Meinung nach absichern bzw. verbessern?

In der Musikwelt ist die Mund-zu-Mund-Propaganda entscheidend und noch effektiver als mediale Werbung, wobei letztere selbstverständlich keineswegs außer Acht gelassen werden darf ! Die beste Werbung für die Marke Kronberg Academy ist die Qualität der Veranstaltungen und der Lehre. Daran muss man immerzu weiterarbeiten, das darf nie aufhören – es ist ein stetiger Prozess. Und das spricht sich sehr schnell herum. Jeder Musiker, der bei uns zu Gast ist, trägt den Namen Kronberg Academy weiter. In diese Richtung werden wir mit Energie weitergehen.

Neben Deiner neuen Rolle hier in Kronberg hast du eine Professur in Weimar. Welche Synergie-Effekte siehst Du in der Verbindung dieser beiden Aufgaben bzw. Verantwortungsbereiche?

Durch meine Konzerttätigkeit als Geiger und meine Lehr- und Jurytätigkeit – ich habe die vergangenen Jahre auch regelmäßig an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg unterrichtet – befasse ich mich ständig mit den verschiedenen Bereichen der „Streicherbranche“: Berufsbilder, Repertoirefragen, Künstlervermittlung, pädagogische Ansätze, Fragen zum Instrumentarium, zu CD-Einspielungen und zu Wettbewerben. Hier entstehen viele Synergien. In der akademischen Selbstverwaltung der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar war und bin ich aktiv, z.B. im Senat und in der Promotionskommission. Als Direktor des Instituts für Streicher und Harfe habe ich die Studienreform in das Bachelor- und Master-System mitgestaltet.

Wie gefällt Dir das unmittelbare städtische Ambiente hier in Kronberg?

Kronberg ist eine schöne Stadt, überhaupt gefällt mir der Taunuskreis. Die Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind äußerst freundlich und offen. Aufgewachsen bin ich ja in Speyer, gar nicht so weit weg…

Durch Deine beiden festen Wirkungsstätten Kronberg und Weimar dürfte sich Dein Reiseanteil erhöhen – bist Du viel mit dem Auto oder auch mit der Bahn unterwegs und kannst Du die Zeiten auf Reisen für Dich Ertrag bringend nutzen…?

Ich fahre fast immer mit dem Zug, es gibt eine prima Verbindung Frankfurt-Weimar, gern fahre ich ganz früh morgens. Die Bahn ist für mich deshalb so bequem, da ich hier sehr viel Büroarbeit wie Emails erledigen oder auch ungestört über Konzepte nachdenken kann.

Schaut man auf Deinen Lebenslauf, so sieht man sehr unterschiedliche Themengebiete, mit denen Du Dich intensiv befasst hast: Jura, Musikwissenschaft, Buchwesen, darüber hinaus bist Du nach wie vor aktiver Musiker und seit geraumer Zeit nun auch Hochschullehrer – gibt es ein oder mehrere verbindende Elemente zwischen diesen Gebieten?

Das gehört für mich alles zusammen. Gerade die Verbindung von geistiger und musikalisch-interpretatorischer Arbeit und rein instrumentalmethodischen Fragen finde ich wichtig. Ich glaube nicht so an jenen Musikertypus, der sich fortwährend nur mit seinem Instrument befasst und nichts als übt, wobei großer Fleiß natürlich Voraussetzung ist. Aber ein intellektueller Ausgleich – und da ist es unerheblich, ob man sich mit Literatur, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst oder anderen Disziplinen beschäftigt – halte ich für einen Künstler für unabdingbar, um eine wesentliche künstlerische Aussage treffen zu können. Man sieht doch bei all den großen Musikern, die nach Kronberg kommen, welch geistiger Hintergrund vorherrscht. Das, und nicht nur deren musikalische Fähigkeiten, ist großer Ansporn für unsere Young Soloists ! Deshalb sind die Begegnungen mit diesen Künstlern so wertvoll, auch alle gemeinsamen Gespräche abseits oder nach dem Arbeiten an der Musik.

Zum Schluss: Wie entspannst Du Dich nach intensiven Arbeitstagen-/Wochen?

Natürlich im Kreis meiner Familie. Meine Frau ist ja auch Geigerin und wir haben drei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Die zwei Töchter machen schon ganz schön Musik und treiben Sport, der Junge ist noch zu klein. Ansonsten bin ich gern im Garten und zupfe an Blumen und Kräutern. Einem guten Fußballspiel gegenüber bin ich seit jeher sehr aufgeschlossen (nicht nur im Fernsehen, sondern auch mit Freunden auf dem Platz) und schließlich bin ich begeisterter Wintersportler. Und dann ist da  noch die Küche, mein Lieblingsraum in unseren vier Wänden…

Friedemann, danke für dieses Interview!

Michael Heinz
Kronberg Academy Team

Am 31.7.2012 ist Teil 1 dieses Interviews veröffentlicht worden.

Mit Musik – Miteinander / Kammermusik-Workshop als Motivationsschub (1)

Dienstag, 17. April 2012

Die Förderung kammermusikalischer Fähigkeiten ist das Hauptziel unseres Projekts Mit Musik – Miteinander. Mit zwei aufeinanderfolgenden Blogbeiträgen wollen wir den Hintergrund und die aufgeführten Werke kurz skizzieren (Teil 1) und erläutern dann im Folgebeitrag, wer die teilnehmenden jungen Instrumentalisten und die drei Dozenten sind.

Nächste Woche ist es wieder soweit: Kronberg wird zum Ziel von 9 jungen Preisträgern der nationalen Jugendmusikwettbewerbe „Jugend musiziert“ (Deutschland),  „Prima la Musica“ (Österreich) und dem Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb.

Der Grund ist das zweimal im Jahr stattfindende öffentliche Kammermusikprojekt für besonders begabte Schüler Mit Musik – Miteinander der Kronberg Academy. In diesem Jahr ist der erste Durchgang am kommenden Wochenende, 20.–22. April. Die nach Kronberg reisenden jungen Teilnehmer sind nicht älter als 20 Jahre. Die Dozenten sind bereits junge, international auftretende Musiker, die am Beginn Ihrer eigenen Karriere stehen. Im zweiten Teil unseres Blogbeitrags werden wir die einzelnen Schüler und Dozenten kurz vorstellen.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Initiiert und getragen von der Crespo Foundation, stellt dieses Projekt (erstmals im Oktober 2002 durchgeführt) das gemeinsame Erarbeiten von kammermusikalischen Werken in den Mittelpunkt. Die Konzept-Idee ist in Anlehnung an ein anderes Projekt der Academy entwickelt worden. Es handelt sich um das Projekt Chamber Music Connects the World. Bei diesem Projekt kommen junge, hochbegabte Künstler, die zwischen 19 und 29 Jahre alt sind und zu den Besten ihrer Generation gehören, als sog. „Juniors“ nach Kronberg, um mit ihren weltberühmten Lehrern, den „Seniors“ wie etwa Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Steven Isserlis oder András Schiff, kammermusikalische Werke zu erarbeiten. Im Sinne eines Generationenvertrages werden nun die „Juniors“ bei Mit Musik – Miteinander zu „Seniors“ und unterrichten ihrerseits junge Talente zwischen 13 und 20 Jahren. Die drei jungen Dozenten am kommenden Wochenende sind: Guy Ben-Ziony, Alexander Sitkovetsky, István Várdai.

Welche Werke stehen auf dem Programm?

Bei Mit Musik – Miteinander werden von jungen Musikerinnen und Musikern einzelne Sätze aus Werken großer Meister erarbeitet. Passend zum 150sten Geburtstag von Claude Debussy wird der erste Satz des Streichquartetts in g-Moll op.10 Bestandteil des Programms sein. Es ist das einzige Streichquartett aus der Feder des französischen Komponisten. Der Titel „Erstes Streichquartett in g-Moll op.10“ ist insofern bemerkenswert, als keine andere Komposition Debussys die Tonart im Namen trägt und, dass kein anderes Werk Debussys eine Opusnummer trägt. Vermutlich wollte er den Anschein eines renommierten Quartett-Komponisten erwecken, der bereits neun Opus vorzuweisen hat. Das Quartett lässt sich wohl am Besten durch seine „volle verblüffende Originalität und seinen Charme“, aber gleichzeitig durch seine „diabolische Schwierigkeit“ charakterisieren. Eine besondere Herausforderung für unsere jungen Teilnehmer ist also schon hier vorprogrammiert. Neben Mozarts Quintett in C-Dur KV 515 wird es von Guy Ben-Ziony unterrichtet.

Alexander Sitkovetsky hat neben dem berühmten Streichoktett op. 20 von Felix Mendelssohn-Bartholdy ebenfalls ein Werk ausgewählt, das im Schaffen des Komponisten eine besondere Stellung einnimmt: Das Streichquintett in F-Dur von Anton Bruckner ist das einzige Streichquintett, das der Symphoniker schrieb. Es war zu Lebzeiten des Komponisten eines seiner erfolgreichsten Werke. Das Adagio in Ges-Dur wird von Alexander Sitkovetsky gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet. Es ist der zentrale Satz der Komposition, der Musikwissenschaftler Wilhelm Altmann urteilte sogar: „Hätte Anton Bruckner nur den langsamen Satz seines Quintetts geschrieben, so wäre er bereits unsterblich geworden“.

Außerdem werden noch das berühmte Brandenburgische Konzert Nr.3 von Johann Sebastian Bach unter Mitwirkung aller Dozenten und das Grave und Rondo aus Luigi Boccherinis Quintett für Violoncello und Streichquartett C-Dur op. 28/4 von und mit István Várdai erarbeitet. Luigi Boccherini (1743-1805) war selbst ein bedeutender Cellist seiner Zeit und schrieb unzählige Kammermusikwerke und 110 (!) Streichquintette mit 2 Celli. Er ist ein Wegbereiter der Kammermusik, was die früher kontrovers diskutierte Frage, ob Haydn oder Boccherini das Streichquartett erfunden habe, verdeutlicht.

Vorläufiges Fazit: Das bevorstehende musikalische Wochenende in den Räumen der Streitkirche, das Musikfreunde ohne Eintritt miterleben können, dürfte somit  zu einem abwechslungsreichen Streifzug durch die Musikgeschichte geraten. Der Bogen wird gespannt von Johann Sebastian Bach und reicht bis Claude Debussy. Wir freuen uns über jeden Zuhörer und sind gespannt, welche Spuren die Arbeit in den öffentlichen Workshops beim musikalischen Ausklang am Sonntag, den 22. April, ab 15.00 Uhr hinterlassen wird.

Paul T. Haas / Kronberg Academy

Chamber Music Connects the World / Motivations of the Juniors

Freitag, 9. März 2012

Why do young musicians want to participate in our June project?

We believe it is quite illuminating to learn from young musicians why they have applied for participation in our upcoming project “Chamber Music Connects the World”. What are the driving thoughts and notions that they are concentrating on?

A few days ago we have published the thoughts and ideas of 5 young string players. Now we want to follow-up and present another group of five young musicians and their ideas. Here they are:

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Bogdan Bozovic (Vl), Serbia

My attention to this seminar was drawn by Steven Isserlis, as well as several friends and colleagues of mine that were participating in the past years. Chamber music is a great passion of mine and it is the field in music where I had the most experience. In CMCW 2012 I see a great opportunity to work and play with some of my musical idols and together with them explore masterpieces of the chamber repertoire.

Oleksandra Fedosova (Vl), Russia

Mein Ziel und Traum wäre bei der wunderbaren Musik in Kronberg mitzuwirken und die Möglichkeit zu haben mit den jungen talentierten Musikern sowie mit den Weltpersönlichkeiten zusammen spielen zu dürfen und mich weiter zu entwickeln.

Ji Eun Anna Lee  (Vl), USA

Chamber music has, simply put, changed my view on music. No longer is this music of my own – it is something that needs to be shared, that shares itself regardless, including its own individual life. It has shaped my violin playing, my musical interpretation, and also my outlook on life outside of music. I have realised that even playing concertos with an orchestra is a collaborative effort, a large-scale chamber music. I´ve also realised that music breathes and that what I do is breathe with it, whether it is perfectly in sync, syncopated or simply…( )…out of sync.

Adrien Boisseau (Va), France

I would be honoured to play with such musicians as Yuri Bashmet, Gidon Kremer or András Schiff. The seniors of this programme are musicians I respect and admire. I am willing to learn from their experience and talent. Share music with them would be a unique musical experience for me.

Bonian Tian (Vc), China

Chamber Music Connects the World is a dream for me! Because there are a lot of great musicians and artists. I always wanted to find the opportunity to learn and to work with such people. To know  and feel how they are working for the music. But it´s very hard to get it. I am very happy and lucky to be a part of Kronberg Academy. They give me the opportunity and support to do what I want and what I dream!

Michael Heinz / Kronberg Academy

Chamber Music Connects the World / And the Finalists are….

Freitag, 2. März 2012

Kronberg is ready to welcome 20 young musicians in June

We are happy to present twenty-one young musicians who were qualifying for participation in our June project Chamber Music Connects the World. Now that the audition weekend is recent history we are focussing on the completion of assigning the young musicians to the roughly 15 chamber music works, which were selected by the five seniors. Gidon Kremer and the Kronberg Academy project team are organising the process which young players will be performing in which pieces and what combinations with other players.

After some tough days during the audition the young musicians  can now relax and concentrate on their other duties and To Dos.

Now, who are the participants? For those who haven´t checked out our homepage recently, here we present that list again, categorised by the 4 involved string instruments.

And the juniors are:

Violin
Benjamin Beilman (USA)
Nikita Boriso-Glebsky (Russia)
Bogdan Bozovic (Serbia)
Oleksandra Fedosova (Ucraine)
Miriam Helms Ålien (Norway)
Ji Eun Anna Lee (Korea)
Hyeyoon Park (Korea)
Ying Xue (China)

Viola
Adrien Boisseau (France)
Georgy Kovalev (Russia)
Hanna Lee (Korea)
Hwa Yoon Lee (Korea)
Yura Lee (Korea)
Bénédicte Royer (France)

Cello
Alexander Buzlov (Russia)
Ivan Karizna (Belarus)
Anastasia Kobekina (Russia)
Edgar Moreau (France)
Alexey Stadler (Russia)
Bonian Tian (China)

Double Bass
Edicson Ruiz (Venezuela)

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For readers of our blogposts it might be interesting to learn from these young people why they thought it would be a good thing for them to apply for participation in the first place.

The basic theme of these statements is the aspect of learning under very special circumstances, which are unique. Following are the first five responses.

Nikita Boriso-Glebsky (Vl), Russia

I believe that there are lots of details and nuances in music which cannot be expressed and explained in words, but can only be understood from experience. This is a unique opportunity to gain this experience from such outstanding musicians in person by performing with them and other young and talented colleagues.

Benjamin Beilman (Vl), USA

I had the great fortune of spending four summers as a participant at the Marlboro Music Festival in Vermont from 2007-2010 …( ). The Kronberg Academy´s Chamber Music Connects the World project is one that would be an important next step for me in continuing the musical traditions I learned during my summers at Marlboro. Rehearsing and performing alongside musical masters provides a uniquely intimate learning environment that I believe is vital in my current musical development, Additionally, I think it is important to meet and befriend my fellow generation of musicians…..( ).

Yura Lee (Va), Korea

I would like to take part in Chamber Music Connects the World because the experience to learn from the masters is such a valuable one. Sometimes the greatest lessons can take place while playing chamber music together.

Alexander Buzlov (Vc), Russia

I truly believe that for any musician, chamber music pays a major role in his (her) musical development, as you get to share your passion for music with other artists, explore great musical works and learn many things in the process. Chamber Music Connects the World gives that opportunity as you get to meet the great masters and share music with them in a great atmosphere of friendship and love for music. That´s the greatest thing that can happen to any young performer.

3  Edicson Ruiz (Db), Venezuela

Because I love music from the bottom of my heart. It is a dream to make music together with Mr. Tetzlaff, M. Kremer, Mr. Bashmet, Mr. Isserlis and Mr. Schiff whom all I already know by accompanying them at their performances with Berlin Philharmonic Orchestra for the last 10 years where I have played there.

Our next blogpost will feature more young musicians and their answers. Meanwhile, our project team will finalise the cumbersome work of putting together the final set-up for all the compositions and the casting of players from the group of our young participants.

Michael Heinz / Kronberg Academy

Interview mit Nils Mönkemeyer – Mit Musik-Miteinander

Dienstag, 19. Oktober 2010

Michael Heinz: Am kommenden Freitag den 22. Oktober werden Sie die Möglichkeit haben, im Rahmen unseres Projekts “Mit Musik – Miteinander”  gewissermaßen vom Solisten  zum Lehrer zu werden – gemeinsam mit Ihren Mitstreitern Kaori Yamagami und Mikhail Ovrutsky. Was verbinden Sie mit dieser Vorstellung?

Nils Mönkemeyer: “Studierende” bleiben wir als Musiker ja unser ganzes Leben lang. Für mich geht es bei dem Projekt nicht in erster Linie darum, mich als Lehrer zu betätigen, sondern vielmehr im lebendigen Zusammenspiel voneinander zu lernen. Kammermusik ist eine Gattung, die am besten ohne eine menschlich gedachte Hierarchie funktioniert, man muss in der Lage sein, im richtigen Moment die anderen Spieler zu unterstützen und dann wieder einen entscheidenden Impuls setzen, Freude an kleinen Einwürfen zu haben und gemeinsam ein großes Ganzes zu schaffen.

MH: Als ehemaliger Junior bei „Chamber Music Connects the World“ 2008 konnten Sie mit namhaften Kammermusikern und Solisten gemeinsam Kammermusikwerke erarbeiten – wie prägend war diese Erfahrung für Sie, was hat dies für ihre eigene musikalische Weiterentwicklung bewirkt?

NM: Eine intensive Woche zu verbringen mit Künstlern wie Gidon Kremer oder Yuri Bashmet ist natürlich etwas ganz, ganz besonderes. Beide Künstler waren und sind Idole für mich und die Momente der Konzerte sind mir immer wieder ganz präsent. Es ist diese absolute Konzentration und Hingabe, die mich an diesen großen Meistern besonders beeindruckt hat, diese völlige Hingabe im Moment des Spielens, die alles andere unwichtig macht und den “magischen Moment” erschafft, nach dem wir immer suchen. Die Erinnerung daran macht mich sehr glücklich.

MH: Manch einer ist der geborene Lehrer, wie ist Ihre Einschätzung von sich selbst in dieser Rolle…? Haben Sie hier eine Vorahnung oder betreten sie hier völlig neues Terrain und wissen selbst noch nicht, wie dies ausgeht? Von Bernhard Greenhouse stammt der Gedanke, dass man sich immer ganz auf die Persönlichkeit der Schüler einlassen muss, jeder Schüler hat einen anderen „Auslöser“ für den Erkenntnisprozess.

NM: Ich war drei Jahre Assistent von Diemut Poppen in Madrid und habe seit einem Jahr meine eigene Klasse in Dresden. Unterrichten ist schon seit vielen Jahren ein Hauptfeiler meiner künstlerischen Tätigkeit. Jeder Schüler hat eine unverwechselbare und eigene Persönlichkeit . Manche halten mir selbst einen Spiegel vor, andere kommen mit Problemen, über die ich nie nachgedacht habe und so ist jede Unterrichtsstunde neu und faszinierend. Der Lehrer lernt genauso viel, wie der Schüler.

MH: Welche Musiker sind für Sie eine große Inspiration – möglicherweise auch Musiker, die nicht aus der Kammermusik stammen,  die Ihnen zB auch Anregungen geben, wie man musikalische Strukturen „liest“, die Essenz eines Werkes vollständig durchdringt?

NM: Da gibt es viele. Immer wieder verbringe ich Stunden auf Seiten wie Youtube oder beim Anhören von CDs und entdecke neue Welten und Ansichten. Besonders inspirierend  sind aber die Begegnungen mit Kollegen und Orchestern bei gemeinsamen Konzerten, die mich besonders bereichern.

MH: Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Kronberg denken?

NM: Man kommt an, alles ist von einem supernetten Team perfekt vorbereitet und man packt das Instrument aus und muss nur noch spielen, in der Pause ist der Kaffee schon fertig und immer jemand, mit dem man sich gerne unterhält…Das ist doch herrlich!!

MH: Bitte formulieren Sie hier ein paar Gedanken, was Ihnen besonders am Herzen liegt, wenn Sie sich bald hier zu uns auf den Weg machen, in Bezug auf Ihre Rolle als Senior bei „Mit Musik-Miteinander“

NM: Am kommenden Freitag im schönen Kronberg……freue ich mich auf viele neugierige und motivierte “Juniors”, auf meine wunderbaren Kollegen Kaori und Mikhail und das nette Team der Academy. Nicht zuletzt: Musik, Musik, Musik:)

MH: Was sind ihre ganz persönlichen kurz- und mittelfristigen Ziele und Wünsche nach dieser „Kronberger Station“, wenn wir dies so fragen dürfen…?

NM: Da habe ich sehr viel Glück: Berlin Philharmonie, Köln Philharmonie, tolle Orchester, eine neue CD “Folia” im Januar, diese Saison ist meine bisher schönste!!

MH: danke für dieses Interview, Herr Mönkemeyer!

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Michael Heinz