Artikel-Schlagworte: „Cello-Festival“

Verein der Freunde und Förderer / Martin Helmchen exklusiv in der Johanniskirche

Dienstag, 30. März 2010

KA Konzert M. Helmchen 03.2010 AM L1021557 Am Samstag Abend, den 27. März gab es ein besonderes musikalisches Ereignis mit dem Berliner Pianisten Martin Helmchen. Aufführungsort war die Johanniskirche in Kronberg.

“Vingt Régards sur l’Enfant-Jésus” von Olivier Messiaen (auf deutsch etwa: 20 Blicke auf das Jesuskind), ein monumentales religiös inspiriertes  Klavierwerk, das als Höhepunkt seines Klavierschaffens gilt, wurde aufgeführt. Ein Werk, das immerhin 2 Stunden die Konzentration der Zuhörer im Bann hält. Religion und Glaube spielten in der kompositorischen Arbeit dieses großen 1992 verstorbenen französischen Komponisten schon immer eine große Rolle.

Was ist zu Martin Helmchen noch zu sagen? Der junge Berliner ist längst kein Unbekannter mehr. “Hier ist eine früh gereifte Musikerpersönlichkeit am Werk, die Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit auf glückliche Weise verbindet”, lobte unlängst die Neue Zürcher Zeitung Martin Helmchen. Mit seinem virtuosen und gleichzeitig unprätentiösen Stil hat sich der 1982 in Berlin geborene Pianist in den letzten Jahren in der internationalen Musikszene einen Namen gemacht. Kammermusik liegt ihm besonders am Herzen – eine Leidenschaft, für die der großartige Boris Pergamenschikow wesentliche Impulse gab. Mit ihm musizierte er 2002 beim viel beachteten Projekt der Kronberg Academy Chamber Music Connects the World. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Heinrich Schiff und Julia Fischer, um nur einige Beispiele zu nennen. In Kronberg war Martin Helmchen schon häufiger  zu Gast: 2003 im Rahmen der Kronberger Kammerkonzerte, 2005 beim Cello Festival, wo er mit Danjulo Ishizaka musizierte und zuletzt im April 2009 beim Gedenktag für Mstislav Rostropovich.

Besonders angetan vom Konzert war auch der Fotograf Andreas Malkmus, der neben seiner fotografischen Arbeit an diesem Abend auch noch Zeit fand, die dargebotene Klangwelt Martin Helmchens mit großem Gewinn aufzunehmen. „ Ich war gefesselt von der lebens- und geistvollen Komposition, von Martins Ausdruckskraft und unpathetischem Ernst, von der sinnlichen Wucht des brillanten Flügels in der Kirchenakustik“. In der Tat, eine sehr persönliche Einschätzung.

Die Johanniskirche wurde so zur Bühne für einen sehr anspruchsvollen musikalischen Leckerbissen. Die einführenden Worte wurden von der Frankfurterin Susanne von Tobien gesprochen. Die zahlreich erschienenen Besucher aus der großen Schar der Freunde und Förderer verließen die Johanniskirche erfüllt und angereichert mit den noch nachhallenden Klängen aus der Welt des Glaubens. Wer Lust hat, die fotografischen Eindrücke dieses Abends noch einmal Revue passieren zu lassen, der sei auf unsere Academy Seite bei Flickr verwiesen:  http://www.flickr.com/photos/kronbergacademy/sets/72157623608842765/

Michael Heinz


Cello Festival ¦ Photos from the Workshop with Giovanni Sollima

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Once more: Photos from our workshops.

Cello Festival ¦ Kronberg kleidet sich in Rot ¦ Eine Künstlerbetreuerin berichtet

Dienstag, 20. Oktober 2009

Es ist Ende September und Kronberg kleidet sich in rote Farbe. Es ist nicht das politische Rot der anstehenden Bundestagswahlen, auch nicht das Rot des nahenden Herbstes, nein es ist das Rot, das Raimund Trenkler mit ‘leidenschaftlich’ bezeichnet. Rote Wände decken jegliche Häβlichkeiten zu, wie z. B. Baustellen. Rote Fahnen wehen im Wind, selbst die Stadtbusse schmücken sich damit. Ein roter Teppich, der den Weg durch die Altstadt weist, trägt dazu bei, dass jeder Stadtbürger, jedes Kind und jeder Besucher sich besonders eingeladen fühlt. Die Geschäfte machen auch mit und haben in ihren Dekorationen das Thema Cello und Musik gewählt. Und es scheint sogar die Sonne!

Open-Air-Konzert Der Berliner Platz ist beim Eröffnungskonzert voll gepackt mit hunderten von Besuchern, die mit Cello und Blasorchester, mit humorvoller Musik unterhalten werden, was allen gefällt! Wein und gute Laune fließen. Schon dieser Abend steht im Zeichen von Gemeinschaft und Familie. Obwohl die Kronberg Academy auch ein Elite-Institut ist, um besonders begabte junge Künstler zu fördern, ist sie ebenso eine Einrichtung, die stark von einem starken Gemeinschaftsgeist geprägt ist. Das wird besonders deutlich durch das Team, durch die Leute, die hier mitarbeiten, aus allen Altersklassen, mit verschiedensten Berufen und den unterschiedlichsten Hintergründen. Mittlerweile machen nämlich auch die nun erwachsenen (oder fast erwachsenen) Kinder der Teammitglieder mit, die seit Anfang der 90er Jahre dabei waren.

Konzert in der Naxos-Halle Musik verbindet: Generationen, Klassen, Kulturen und Länder. Wenn das bei der Politik doch genauso leicht der Fall wäre! Vielleicht um dem auf eine neue Art und Weise noch einmal Ausdruck zu verleihen, fand dieses Mal ein Konzert in der Naxos-Halle in Frankfurt statt. Im Tageslicht eine Industriehalle mit Graffiti, kaputten Fenstern, viel Staub und Unkraut – das aber ein Zuhause für so manchen (bildenden) Künstler ist. Ich muss ehrlich sagen, meine Vorstellungskraft strampelte ein wenig mit dem Gedanken, hier ein klassisches Konzert mit erstrangigen Musikern zu spielen! Doch nachdem das Kronberg Academy Team sowie Beleuchtungs- und Bühnenaufbauteams dort einen Tag lang gewerkt hatten, wurde aus der Aschenputtelhalle ein Märchentraum von Atmosphäre: Die Halle war in ein romantisches Licht getaucht, die Bühne ragte über insgesamt 700 gestellten gepolsterten Stühlen. Die zeitgenössische Musik weckte fast mystische Erinnerungen – Geschichten, die diese Halle vielleicht zu erzählen hat und erweckte sie zu neuem Leben. An diesem schönen Spätsommerabend im Kerzenlicht luden kleine, runde Tische im Empfangsbereich und außerhalb der Halle zu einem Glas Wein ein. Wieder wurde eine Brücke geschlagen, wieder gelang es der Kronberg Academy, uns zu überraschen. Die darauf noch folgenden 18 Konzerte, die Workshops und Ausstellungen in dieser Woche übertrafen für mich jegliches „Angebot“ der Vorjahre.

Als Künstlerbetreuerin (nun schon seit über zehn Jahren) weiß ich von den Künstlern selber, dass sie sich in Kronberg immer besonders wohl fühlen. Wenn sie nicht schon direkt fragen, deuten sie zumindest an, dass sie gerne wieder eingeladen werden möchten. Ein besseres Kompliment kann Kronberg ja gar nicht bekommen! Diesen Sommer habe ich auch einmal im Ausland bei einem anderen Musik Festival gearbeitet. Mir wurde wieder so deutlich, dass Kronberg mit seinem Familien- und Gemeinschaftssinn einzigartig ist und dass dies etwas ganz Besonderes ist, das wir nicht aufhören sollten zu schätzen! Damit meine beiden ältesten Kindern auch einmal in den Genuss kommen, werden sie nächstes Jahr zum ersten Mal bei ‘Chamber Music Connects the World’ mitmachen und hoffentlich dabei neue Mitglieder der Kronberg-Academy-Familie werden!

von Isolde James-Griffiths
(Scotland)

Cello Festival ¦ Von null auf hundert in fünf Sekunden ¦ Ein Künstlerbetreuer berichtet

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Von null auf hundert in nur ein paar Sekunden, hieß es während einer Woche Cello Festival an vielen Stellen. Nicht nur Management, Team, Gäste und die Künstler mussten zu Weilen auf Zack sein. Auch die Riege der 21 Künstlerbetreuer war ständig einsatzbereit und wenn es darauf ankam im nächsten Moment am Ort des Geschehens. Der Künstlerbetreuer Jan Philipp Pöter berichtet über eine spannende Woche beim Cello Festival – backstage.

Sonntag, Teamtreffen. Man sieht das erste Mal die Gesichter des circa 40-köpfigen Teams. Für mich, das erste Mal beim Kronberger Cello Festival, nicht leicht, sich auf Anhieb die vielen neuen Namen und Gesichter zu merken. Schnell stellt sich aber raus, dass das relativ junge bzw. junggebliebene Team der Künstlerbetreuer auf der gleichen Frequenz schwingt. Bei einem ersten gemeinsamen Bier in einem der kleinen Restaurants Kronbergs betreiben wir dann das erste Mal Teambuilding und lernen uns kennen.

Montag bis Sonntag, Das Festival. Nach der Einweisung am Sonntag fühlt man sich zwar informiert, aber immer noch etwas unsicher, was die verschiedenen Locations in und um Kronberg, aber auch in Frankfurt angeht. Das Team, das überwiegend aus Künstlerbetreuern besteht, die nicht aus Kronberg kommen, sowie vielen, die das erste Mal dabei sind, findet sich aber schnell zurecht.

Man ist einem oder mehreren Künstlern zugeteilt, die von morgens bis abends zu betreuen sind. Erst einmal vom Flughafen oder Bahnhof abgeholt, startet eine kleine Routine von Mechanismen, die sich jeden Tag wiederholen. Vom engagierten Team wird den Künstlern jeder Wunsch von den Augen abgelesen: Morgens aus dem Hotel zur Probe in die Stadt, mittags zum Essen ins Restaurant, nachmittags zum Ausruhen ins Hotel, abends zum Konzert und zwischendurch parat sein, damit der Künstler seine Spontaneität ausleben kann. Klingt simpel? Ist es auch! ABER – Jeder der schon einmal auf einem Festival gearbeitet hat, weiß, dass es nicht dabei bleibt. Es ereignen sich eine Vielzahl von Variationen oder kleinen Pannen, die zuweilen den Ablaufplan etwas aufwirbeln. Dann ist der Künstlerbetreuer gefragt, der in fünf Sekunden von null auf hundert sprintet, und den Künstler zur verschobenen Probe bringt oder ihn nach einem späten Bier noch um 1.30 Uhr ins Hotel bringt.

Trotz der kleinen Klippen, die plötzlich und unvermittelt aus dem Nebel erscheinen und die es möglichst geschickt zu umschiffen gilt, bietet der Festival-Alltag eine unglaubliche Vielfalt an Aufgaben und Eindrücken, die wirklich Spaß machen. Neben Ansagen des Navis auf der Autobahn: „Bitte schauen Sie in eine Landkarte“ oder den unendlich verwirrenden Parkhäusern des Frankfurter Flughafens, bietet das Festival dem Team einen außergewöhnlich engen Kontakt zu internationalen TOP-Musikern aus der ganzen Welt, die sonst im edlen Ambiente und meist in einem goldenen Käfig à la Royal Opera House oder Wiener Musikverein verkehren, und deren Konzerte kaum zu bezahlen sind. Wir haben sie nun nicht nur „on stage“ gesehen und erlebt, sondern auch als Mensch – im Auto, im Hotel und an der Bar.

Oft ist es jedoch nicht nur der Künstler, um den man sich als Künstlerbetreuer kümmern muss. So manch ein Künstler kommt mit Familie oder anderen Mitbringsel, die besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mal ist es eine schwangere Ehefrau, mal ein Hund von der Größe eines Tennisballes, mal ein fünf jähriges Kind, in jedem Fall aber ein Cello, das wegen seines Wertes von mehreren Zehntausend Euro außerordentlich behutsam behandelt werden muss. All diese spontanen wie auch geplanten Dinge machen den Job als Künstlerbetreuer so spannend.

Die Zeit als Künstlerbetreuer ist aber nicht nur hektisch. Zwischendurch gibt es immer wieder Phasen, in denen man nicht unterwegs ist. In diesem Fall geht man dann zum Bistro. Das Bistro der Stadthalle, dem Herzen des Festivals, hat sich als beliebter und belebter Treffpunkt für Künstlerbetreuer und andere Teammitglieder herausgestellt. Neben einem schnellen Happen werden die letzen News und Pläne aber auch die lustigsten Geschichten ausgetauscht. Einer berichtet von utopischen Geschwindigkeitsüberschreitungen auf dem Weg zu einem dieser unvorhersehbaren Spezialeinsätze, der andere vom Privatleben des Hotel-Doorman, der in vielen Momenten des Wartens ein sehr angenehmer Gesprächspartner für fast alle Künstlerbetreuer war.

Montag, Das Ende. Während das Festival für die meisten Künstler und auch für das Publikum am Sonntag endet, gilt für das Team am Tag danach noch: Abbauen. Aber nicht nur das, sondern auch „Auf Wiedersehen“ sagen. In nur einer Woche lernt man sich gut kennen, verbringt viel Zeit miteinander. Man lernt sich schätzen; wird ein Team. Und dann ist alles vorbei. Von Hundert auf Null in zwei Sekunden.

Cello Festival ¦ Eine Kunst für sich – der Bogenbau

Dienstag, 6. Oktober 2009

Beim Cello Festival treten nicht nur Künstler auf, sondern auch Geigenbauer, Bogenmacher und Zubehörhersteller präsentierten ihre wertvollen Instrumente und Produkte. Geigenbauer bauen nicht nur Geigen, sondern auch Bratschen und Celli. Bogenmacher dagegen bauen nur Bögen – denn Bogenbau ist eine Kunst für sich. Einer der besten und renommiertesten Bogenmacher, auch über die Grenzen Deutschlands hinweg, ist  Jochen Schmidt aus Dresden. Er ließ sich zusammen mit Ekkard Seidl in einer Geigenbau-Werkstatt in der Stadthalle Kronberg bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Während des Cello Festivals nutzte Ingrid Scheuermann die Chance, mit  Jochen Schmidt zu sprechen.

Herr Schmidt, Sie stammen aus einer traditionsreichen Bogenmacherfamilie. Ihr Vater Hans-Karl Schmidt und Ihr Bruder Daniel waren ebenfalls schon häufig in Kronberg. Was bedeutet es Ihnen, in diesem Jahr beim Cello Festival dabei zu sein?
Es ist wichtig, weiterhin Klasse statt Masse zu zeigen und das engagierte Festival fachlich kompetent zu unterstützen.

Was braucht es denn, um einen guten Bogen herzustellen? Holz, Pferdehaare, Fingerspitzengefühl, Zeit …?
Genau diese Dinge! Und Erfahrung.

Was fasziniert Sie daran, Bogenmacher zu sein? Haben Sie jemals den Wunsch gehabt, etwas anderes zu lernen – zum Beispiel Geigenbau?
Es ist ein schönes und vielseitiges Fach. Interessen an anderen Dingen habe ich natürlich, aber um eines richtig zu machen, braucht es volle Konzentration.

Oft hört man davon, dass Musiker, die es sich leisten können, eine speziell auf sie zugeschnittene Geige (bzw. Bratsche, Cello) bauen lassen. Gibt es auch in der Bogenmacherkunst solche Sonderwünsche und wie können Sie diese erfüllen?
Das ist fast normal bei meiner täglichen Praxis, tonliche Wünsche zu erfüllen. Und zwar vor allem, indem ich ein spezielles Holz für den Bogen auswähle.

Vielen Dank für das Interview!

Cello Festival ¦ Slide Show ¦ Impressions of Concerts and Workshops

Sonntag, 4. Oktober 2009

Photos: Andreas Malkmus

KAtalk am 2. Oktober ¦ Zusammenfassung

Freitag, 2. Oktober 2009

Für alle, die heute Vormittag nicht live dabei sein konnten, gibt es hier eine Zusammenfassung des Gesprächs von Hagen Kohn, Ernst Reijseger und Birgit Schmidt-Hurtienne vom Blog Auslassungspunkte – den Twittern besser bekannt als be_es_ha, die sich auch noch in das Gespräch eingebracht hat. Ernst Reijseger fand dabei klare Worte, wenn es um die Ausbildung von Musikern geht. Er hätte noch viel mehr zu erzählen gehabt – nur die angesetzten 30 Minuten waren leider viel zu schnell rum und er musste in die Probe.

VioWorld Herzliche Grüße aus Berlin! Ich freue mich, Sie kennenzulernen – wenn auch nur virtuell.
KronbergAcadem/E.Reijseger einen virtuellen Gruß zurück

VioWorld Sie geben zu Zeit Workshops an der Kronberg Academy. Wie ist die Atmosphäre?
KronbergAcadem/E.Reijseger es war nur ein Workshop. Leider, … Atmosphäre war sehr gut. Ich möchte gerne noch mehr Stunden geben. Erachte das für notwendig

VioWorld Worauf legen Sie besonderen Wert bei der Vermittlung von Musik? Was zählt heute für angehende Profimusiker?
KronbergAcadem/E.Reijseger Weniger Konkurrenz während der Studienzeit. Passion statt “Gymnastik”. Ein breit aufgestelltes musikalisches Weltbild

In puncto Cello gibt es für Studenten viel mehr Möglichkeiten, als das was angeboten wird. Alle lernen dasselbe
Studenten sind überfordert mit dem klassischen Standartrepertoire und haben keine Zeit für eigene Entwicklung und Ideen
Wenn wir ein Konservatorium als Unternehmen ansehen, ist der turn-over. D.h. 1% der Studenten bekommt als Musiker eine Anstellung

VioWorld Sie sind ja ein stilistisch äußerst vielseitiger Künstler – was halten Sie von der Unterscheidung in E- und U-Musik?
KronbergAcadem/E.Reijseger dieses Schubladendenken ist Blödsinn.

be_es_ha Hemmt “klassische” Ausbildung das Talent, zu Improvisieren? Sollte man nicht zuerst Improvisieren lernen? Aber wo?

KronbergAcadem/E.Reijseger ja, @be_es_ha es hemmt jetzt. Improvisation sollte schon längst Teil der Ausbildung sein; an den Musikhochschulen
be_es_ha Vielleicht besser schon an den Musikschulen, wo hoffentlich bald viele Ihrer Schüler die nächste Generation unterrichten

Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten!

KAtalk ¦ Hagen Kohn trifft Ernst Reijseger

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Morgen (2. Okt.) ist es soweit. Zwischen 11.15 und 11.45 findet unser dritter KAtalk statt. Dieses Mal unterhalten sich (virtuell) Hagen Kohn und Ernst Reijseger.

Die Erfahrenen unter Ihnen wissen ja bereits, wie’s funktioniert. Für alle Neuhinzugekommenen hier noch einmal eine Erläuterung.

Was verbirgt sich hinter einem KAtalk?

Der KAtalk ist ein Gespräch zwischen einem unserer Twitter-Freunde und einem Cellisten, Bratscher oder Geiger, der in einer engen Beziehung zu uns steht. Im heutige Fall ist es Ernst Reijseger, der im Rahmen des Cello Festivals einen Workshop gegeben hat, in mehreren Konzerten als Solist auftritt und dessen Komposition am Sonntag uraufgeführt wird.

Wie können Sie beim KAtalk dabei sein?

Der KAtalk findet innerhalb von Twitter statt. Hagen Kohn wird Ernst Reijseger Fragen stellen, die er über unseren Account beantwortet. Selbstverständlich dürfen auch andere Follower Fragen an Ernst Reijseger richten. Wenn Sie keinen Twitter-Account haben und dennoch das Gespräch verfolgen wollen, können Sie dies auf der eigens dafür eingerichteten Twitterwall tun. Achtung! Die Fragen und Antworten sind dort immer nur für kurze Zeit zu sehen.

Falls eine Frage Ihrerseits unbeantwortet bleiben sollte, stellen Sie sie hier als Kommentar. Sie wird dann im Nachhinein beantwortet.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

von Ulrike Schmid

Gralshüter des wahren, schönen und guten Cellospieles

Donnerstag, 1. Oktober 2009

“Gralshüter des wahren, schönen und guten Cellospieles”  – damit sind wir gemeint. Wer dies gesagt hat und in welchem Zusammenhang – das erfahren Sie in dem heutigen Beitrag auf dem VioWorld-Blog.

Dank an Hagen Kohn und Michael Kasper!

Cello Festival ¦ Interview ¦ Eva Böcker

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Eva Böcker Beim Abschlusskonzert am Sonntag (17.00, 18.30 und 20.00 Uhr, Stadthalle) wirkt das Ensemble Modern in allen drei Teilen mit. Ein Gespräch mit dem Ensemble-Mitglied Eva Böcker, die als Solistin in den beiden Uraufführungen zu hören sein wird.

Frau Böcker, sind Sie zum ersten Mal in Kronberg oder haben Sie bereits an einem der anderen Projekte der Kronberg Academy teilgenommen?
Das ist mein erster Besuch bei der Kronberg Academy und ich freue mich sehr darauf.

Welche Erwartungen haben Sie an das Cello Festival?
Wichtig finde ich, dass die Vielseitigkeit des Cello-Repertoires dargestellt wird. Wo Musiker desselben Instruments aus aller Welt zusammenkommen, gebt es die Chance neu entdeckte Werke aus allen Epochen, aber auch neue Kompositionen vorzustellen. Glücklicherweise ist das Cello-Repertoire in den letzten 50 Jahren enorm gewachsen, und ein Festival wie dieses kann dazu beitragen, Werke bekannt zu machen.

Werden Sie auch Gelegenheit haben, andere Konzerte zu besuchen?
Leider wird es mir in diesem Jahr, unseres vollen Probenplanes wegen, nicht möglich sein, andere Konzerte der Kronberg Academy zu besuchen. Ich werde aber auf jeden Fall versuchen, dies in einem anderen Jahr nachzuholen.

Mit dem Ensemble Modern erarbeiten Sie jährlich 20 Uraufführungen. Am Sonntag wirken Sie als Solistin in zwei Uraufführungen mit. Was bedeuten diese Uraufführung, also die erste öffentliche Aufführung eines Werkes, für Sie persönlich?
Konzerte mit Uraufführungen gehören für mich immer zu den spannendsten Projekten. Ich liebe Überraschungen!

Wie haben Sie sich auf die beiden Uraufführungen vorbereitet? War einer der Komponisten bei den Vorbereitungen/Proben zugegen?
Beide Komponisten sind bei den Proben anwesend. Ich empfinde es als großes Glück, aus erster Hand erfahren zu können, was der Komponist sich vorstellt. Oft kommt es während der Probenzeit noch zu Änderungen in der Partitur …

Das Ensemble Modern ist bekannt dafür, dass ihre Mitglieder alle Projekte gemeinschaftlich organisieren. Wie muss man sich das vorstellen? Führt das nicht auch zu endlosen Diskussionen?
Natürlich gibt es bei 18 Musikern auch häufig 18 verschiedene Meinungen, was zu langen Diskussionen führen kann. Die Tatsache, dass jeder seine Meinung und Ideen mit einbringen kann, wirkt sehr motivierend und führt zu einer großen Vielseitigkeit!

von Ulrike Schmid

PS Wenn Sie Eva Böcker persönlich erleben möchten, können Sie hier Karten für das Konzert bestellen.