Artikel-Schlagworte: „Geigen Meisterkurse“

Meisterklasse mit Volker Biesenbender

Mittwoch, 23. November 2011

Das ist Top, Top, Top

Er hat in London an der berühmten Yehudin Menuhin School studiert und ist viele Jahre später als Lehrer wieder an diesen Ort zurückgekehrt. Hier traf Volker Biesenbender auf  Stephen Potts, dem heutigen Direktor unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“. Stephen war damals in leitender Stellung an dieser berühmten Londoner Musikschule für Yehudi Menuhin tätig. Als Stephen Potts im letzten Jahr wieder Kontakt zu seinem alten Freund Volker aufnahm, verabredete man zunächst einen Auftritt und einen Workshop anlässlich der Geigen-Meisterkurse im Juli dieses Jahres in Kronberg.  Schwerpunkt des Workshops war das Thema „Improvisation“, für das Volker Biesenbender fast schon ein Synonym innerhalb der klassischen Musikausbildung geworden ist. Jetzt, Mitte November, sollte er noch ein zweites Mal in diesem Jahr in die Burgstadt kommen, um für 14 Junge Solisten unseres Studiengangs „Kronberg Academy Masters“ (KAM) individuelle Meisterkurse zu geben.

Volker Biesenbenders Auftritt über 2 volle Tage ( 16./17.11.) war eine große Bereicherung für unsere jungen Musiker. Er war während dieser zwei prallen Tage im “flow”, wie er uns überzeugend berichtete. Als Lehrer unterwegs zu sein, das sei für ihn selbstverständlich. Er sieht es als persönliche Verpflichtung an, das Gelernte an die nächste Generation bestmöglich weiter zu geben. Und hierher nach Kronberg zu kommen, das war eine Herausforderung allererster Güte. Und die Resonanz bei den jungen Musikern war äußerst positiv. „Das war wunderbar“, so sagten es wie aus einem Munde Christel und Hanna Lee und auch Ella van Poucke, die mit 17 Jahren die jüngste Junge Solistin in unserem Studiengang.

Bei jeder Einzel-Session (Dauer. 50 Minuten) waren stets die anderen Solisten als Zuhörer mit von der Partie. So kam eine maximale Lernsituation zustande. Und am Abend waren alle angereichert mit Gedanken und Ideen von einem Lehrer, der auch als  Straßenmusiker Erfahrungen sammeln konnte.

Am Ende des zweiten Tages zeigte Volker den Jungen Solisten und dem Kronberg Academy Team einen israelischen Dokumentar-Film über seine Musik und seinen eigenen unkonventionellen musikalischen Werdegang. Seine musikalische Ausbildung führte ihn zunächst an die Musikhochschule Tel Aviv, wo er sein Studium abschloss. Insgesamt verbrachte er 4 Jahre in Israel. Nach dem Studium befasste er sich ausgiebig mit historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basel. Daneben gab er zahlreiche Recitals und trat bei diversen Festivals auf. Mit seinem eigenen multistilistischen Trio Avodah gibt er seit einigen Jahren Konzerte in ganz Europa. Auch das Kronberger Publikum konnte sich im Sommer diesen Jahres ein eigenes Bild von dem mitreißenden Auftritt des Trios  in der Stadthalle machen. Bemerkenswert ist noch dies: Sein großer Mentor, der weltberühmte Yehudi Menuhin, unter dessen Stabführung er noch kurz vor dessen Tod die erste Bartók-Rhapsodie einspielte, wies in vielen Interviews und Fachartikeln enthusiastisch auf Biesenbenders künstlerische Vielseitigkeit hin.

Sein Credo: Das im Innersten eines Musikers Empfundene sollte beim Vortrag nach außen gelangen, es sollte idealerweise im Augenblick des Spielens ( im „Hier und Jetzt“) aus dem Musiker herausfließen. Der Musiker müsse im flow sein, seine eigenen tiefen Empfindungen und Gefühle für die Hörer erlebbar und erfahrbar machen. Auf unsere Frage, wer ihn maßgeblich in seiner musikalischen Auffassung beeinflusst habe, antwortete er sogleich und nennt seinen langjährigen Lehrer Rami Shevelov, aus seiner Zeit in Tel Aviv.

Ein bestimmtes System oder eine Methodik habe er dabei nicht zur Hand, so erklärte er uns. Wohl aber trete er in einen Dialog mit jedem Musiker, wenn dieser ihn sein/ihr Werk vorgespielt hat. So war es auch in Kronberg mit den insgesamt 14 Jungen Solisten, die die Instrumente Violine, Viola und Cello jeweils mit Klavierbegleitung in unterschiedlichen Werken erklingen ließen.

In unserem Gespräch kurz nach Beendigung der Meisterklasse Ende letzter Woche, schilderte er uns – sichtlich erleichtert – wie die zwei „Kronberger Tage“ auf ihn gewirkt hatten und mit welchen Gedanken er heimwärts reisen würde. Jeder der 14 jungen Musiker konnte sich 50 Minuten auf sein/ihr Stück vorbereiten, um dann im Kreise der Mitstudierenden das eigene Stück vorzutragen und dann Volkers Feedback zu hören. „Das war top, top, top“,  ließ er wissen. Was er hier erlebt habe mit den jungen Musikern, „das sei vom Feinsten gewesen, so seine Worte über die Jungen Solisten und die Kronberg Academy als Ausbildungsinstitution.

Über die Jahre mit vielen Erfahrungen in Sachen Unterrichten junger Musiker bestens ausgestattet, war Volker Biesenbender nicht zurückhaltend mit seinem Lob über die Arbeit, die das Team um Stephen Potts seit nunmehr 5 Jahren leistet. Für Biesenbender war es etwas Besonderes, die créme de la créme junger Streicher unterrichten zu dürfen und so viele herausragende junge Musiker um sich zu wissen. Eine solche Dichte hätte er noch nicht erlebt. Dazu die Natürlichkeit und die spezielle Atmosphäre in den Räumen der Streitkirche, dort wo die Meisterklassen und Kurse für die Jungen Solisten abgehalten werden. All dies sei ihm sehr positiv aufgefallen. An anderer Stelle fällt das Wort vom „Hochleistungslabor“, aber hier in Kronberg sei eben das Menschliche noch sehr zu spüren. Das sei bei ihm sehr positiv angekommen.

Und die Einladung der Academy, im nächsten Jahr bei „Classic for Kids“ erneut in Kronberg aufzutreten, da habe er mit seiner Zusage nicht mehr lange zögern müssen. Für die Musikliebhaber in und um Kronberg eine prima Nachricht!

Michael Heinz

Musikalische Welten – Riesengeige aus dem Vogtland

Donnerstag, 8. Juli 2010

Kaum zu glauben. Die siebenfach vergrößerte Geige, die 16 Handwerksbetriebe, darunter 3 Bogenmachermeister, zwischen Anfang Januar und Ende Mai 2010 in Markneukirchen zusammengebaut haben, ist bespielbar. Die Riesengeige maß bei Fertigstellung genau 4,27 m. Mit dem 5,22 m langen Bogen ließ man zwei kurze Stücke erklingen: Zum Geburtstag viel Glück und Hoch soll sie leben. „Der Klang war gigantisch“, so Ekkard Seidl, Geigenbaumeister aus dem sächsischen Vogtland, dazu  Ideengeber und Koordinator für dieses anspruchsvolle Projekt.  Zielsetzung war es, die Bedeutung der Geigenbauer-Innung, die seit 333 Jahren in der Stadt Markneukirchen existiert, in Erinnerung zu rufen. Aber auch dem im Juni fälligen Festakt der Stadt anlässlich Ihres 650 Jahre Stadtrechte-Jubiläums den nötigen Prunk zu verleihen. Nicht nur eine flüchtige Feier zu Ehren der Stadt sollte es geben, sondern auch etwas Werthaltiges müsste nach den Festlichkeiten für die Nachwelt erhalten bleiben – auch dies war eine Motivation. Und ein weiteres Jubiläum ganz persönlicher Art gesellte sich dazu. Ekkard feiert im Jahre 2010 sein 25-jähriges Firmen-Jubiläum als selbständiger Geigenbaumeister. Die Idee einer Riesengeige kam ihm in der Vergangenheit schon häufiger in den Sinn, aber im Dezember 2009 begann die heiße Phase für ihn, als er nämlich die Unterstützung vieler Betriebe und Handwerker akquirieren musste und sein Projekt als Teil der städtischen Feierlichkeiten realisieren wollte. Dank seiner guten Kontakte zu Handwerkern, Meistern und Rathaus-Verantwortlichen  gelang es rasch, die nötigen Helfer und Unterstützer für dieses ambitionierte Vorhaben zu gewinnen und sie in seine generalstabsmäßige Planung einzubinden.

In verschiedenen Werkstätten wurden die Bestandteile gefertigt: Wirbel, Saiten, Stimme und Steg, Kinnhalter und Knöpfchen, Decke, Boden und Zargen. Einige dutzend Kilo Fichte, Ahorn und Ebenholz und stolze 6 Liter Holzleim waren nötig, um dieses Meisterwerk hervorzubringen. Gewicht bei Fertigstellung: über 100 kg.  Mit der Gesamtlänge von über 4m ist das Instrument mehr als doppelt so lang wie ein Kontrabass. „Jedes Detail war eine Herausforderung. Formenbau, Werkzeugbau, Platz, Materialbeschaffung und auch die Zeit waren Engpassfaktoren. Ich habe straff organisiert und meine Mitstreiter motiviert. 3 Tage vor dem Umzug war die Geige fertig, es musste nur noch für den großen Auftritt geprobt werden“, so Ekkard Seidl. Am Ende hat es geklappt.

Auf dem Marktlatz konnten sich dann am 6. Juni alle Besucher und Gäste persönlichen vom ausdrucksvollen Klang der Riesengeige überzeugen. Und obendrein sah sie auch noch gut aus. Tatsächlich, diese Riesengeige glich der „normal proportionierten Geige“ enorm, nur halt riesig in den Ausmaßen. Und das war schließlich beabsichtigt.  Als Modell diente den Erbauern eine Geige des großen vogtländischen Meisters Johann Georg Schönfelder II (1750-1824) – absolut originalgetreu nachgebaut. Auf dem bejubelten Umzug anlässlich des Stadt-Jubiläums am 6. Juni war es dann soweit: auf einem Tieflade-Anhänger, gezogen von einem kräftigen PS-starken Traktor, war die Riesengeige fest verzurrt. Schaulustige bestaunten und bejubelten das sächsische Wunderwerk. MDR und Regionalfernsehen waren zur Stelle und hielten diese Momente fest. An einen sachgerechten Eintrag in Wikipedia hat Ekkard Seidl bereits gedacht und so wird die Riesengeige auch im Internet demnächst Ihre Bekanntheit steigern können.

Für die Freunde der Musik, die gerne durch deutsche Lande reisen, denen sei zugerufen: Ein Abstecher in den vogtländischen Musikwinkel lohnt nun umso mehr, seit es Ekkard und seine vielen fleißigen Handwerker-Mitstreiter geschafft haben, diese Geige für die Nachwelt zu produzieren. Nochmal Ekkard Seidl: „Es sollte etwas geschaffen werden, was uns überdauert und noch in Jahrzehnten bewundert wird, von Gag keine Spur“.

Mit ein wenig Glück könnte die Riesengeige im nächsten Frühsommer auch ihren Weg nach Kronberg finden, dann nämlich, wenn die Kronberg Academy zum zweiten mal ihre Geigen Meisterkurse durchführt (19.bis 26. Juni 2011). Zumindst ist das aus heutiger Sicht die Zielsetzung. Für Musikfreunde und Gäste gäbe es dann in der Burgstadt eine weitere Attraktion zu bestaunen. Welch eine Aussicht.

Ein Nachwort: In den folgenden Wochen seit dem 6. Juni gab es viele Anfragen von Musikmessen, Veranstaltern und Firmen, die die Geige zu Werbe-  und Marketingzwecke nutzen wollen. Auch in diese Richtung ein Erfolg für die Stadt und Ihre anerkannte Musikinstrumenten-Tradition. Auf ins Vogtland, Ihr Musiker und Freunde sächsischer Kultur und Gastfreundschaft.

Michael Heinz

Konzert ¦ Heute Abend Abschlusskonzert der Geigen Meisterkurse

Montag, 4. Mai 2009

Von allen aktiven Teilnehmern wurden acht ausgewählt heute Abend beim Abschlusskonzert der Geigen Meisterkurse zu spielen. An einen von ihnen wird im Laufe des Abends der Prinz von Hessen-Preis vergeben.

So wie alle während der Cello Meisterkurse ein junger Cellist mit dem Landgraf von Hessen-Preis ausgezeichnet wird, so soll alle zwei Jahre während der Geigen-Meisterkurse ein Förderpreis an einen jungen Geiger/eine junge Geigerin verliehen werden.

Auch der Prinz von Hessen-Preis versteht sich als Förderpreis, das heißt , nicht der beste und virtuoseste der jungen Musiker soll ihn erhalten, sondern ein junger Geiger, der sich durch besondere Musikalität, eine besondere Auffassungsgabe, Talent und Fleiß und damit durch ein erkennbar großes künstlerisches Entwicklungspotenzial hervorgetan hat. Die Entscheidung darüber, welchem der aktiven Studenten (bis 27 Jahre) den Förderpreis zugesprochen wird, hat eine Jury der Kronberg Academy während der Meisterkurse getroffen. Der mit 2.500 Euro dotierte Prinz von Hessen Preis wird von Donatus Prinz von Hessen überreicht

Und das sind die Meisterschüler und ihr Werke, die sie spielen werden:

Arata Yumi (17 Jahre, Japan)
Brahms, Sonate Nr. 2, 1. Satz

Miriam Ålien Halms (17 Jahre, Norwegen)
Bartok, Sonate, 1. Satz

Iskandar Widjaja (22 Jahre, Indonesien)
Poulenc, Sonate, 1. Satz

Hiroka Matsumoto (14 Jahre, Japan)
Chausson, Poeme op. 25

Guro Keven Hagen (14 Jahre, Norwegen)
Sibelius, Konzert, 1. Satz

Andréa Tyniek (27 Jahre, Polen)
Brahms, Sonate G-Dur op. 78

Hanah Stuart (21 Jahre USA)
Paganini, Caprice 24

Hyeyoon Park (17 Jahre, Korea)
Strauss, Sonate, 1. Satz

Marie-Ève Poupart (21 Jahre Kanada)
Strauss, Sonate, 3. Satz

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es nur noch an der Abendkasse.

von Ulrike Schmid

Geigen Meisterkurse ¦ Interview mit der Teilnehmerin Alvina Fenyuk

Sonntag, 3. Mai 2009

Gestern war ich erneut als Zuhörerin in einem Meisterkurs. Die 20jährige Ukrainerin Alvina Fenyuk, die an der Hochschule für Musik in Lübeck studiert, bekam von Pavel Vernikov Unterricht. Nach dem Kurs habe ich sie dazu befragt.

Du wurdest gerade heftig kritisiert. Wie ging es Dir dabei?

Beim Vorspiel anfangs war ich sehr nervös, doch das hat sich dann gelegt und ich wurde ruhiger. Ich empfand es im Übrigen gar nicht als Kritik. Ich bin hierher gekommen um etwas zu lernen und er will mir etwas beibringen. Er ist ein sehr kritischer und dennoch sehr angenehmer Lehrer. Diese Stunde war eine der hilfreichsten in meinem Leben.

Was nimmst Du von dieser Stunde mit?

Nun, dass ich an meiner Körperhaltung arbeiten muss und bei einzelnen Passagen entspannte sein muss. Dass die Phrasierung sehr wichtig ist und das alles zum Charakter des Stückes passen muss. Zuhause muss ich konzentrierter arbeiten und ich muss von selbst drauf kommen, dass die eigenen Ohren der „beste Dozent ist”.

Wie wird sich das eben Gelernte auf Dein weiteres Spiel auswirken?

Indem ich mehr auf meine Körperhaltung achten werde. Pavel Vernikov hat mir gezeigt, dass ich durch eine andere Körperhaltung einen völlig anderen Ton erzeugen kann. Teilweise klingt bei mir alles zu angespannt – Noch.

Warum hast Du Pavel Vernikov als Dozent ausgewählt?

Es war eher so, dass ich ausgewählt wurde. Ich durfte Gidon Kremer im Rahmen des Workshops vorspielen und er war der Auffassung, dass ich noch bei einem Dozenten eine Unterrichtsstunde bekommen sollte. Und er hat für mich Vernikov ausgewählt, damit er mir sagt, wo meine Probleme liegen.

Was schätzt Du an Pavel Vernikovs Art zu unterrichten?

Er arbeitet sehr genau, sieht gleich wo die Probleme liegen und benennt sie auch. Andere Dozenten achten oft nur auf Interpretation und Intonation. Selten achten sie auf Körperhaltung, Bogenhaltung oder die Technik der rechten und linken Hand.

Wie bist Du auf die Geigen Meisterkurse aufmerksam geworden?

Meine Professorin hat mich auf die Geigen Meisterkurse aufmerksam gemacht und mir empfohlen hierher zu kommen. Hier sind schließlich die besten und bekanntesten Geiger versammelt und das macht es hier auch so besonders.

Alvina, vielen Dank für das Gespräch.

von Ulrike Schmid

KAtalk ¦ Das Resümee

Samstag, 2. Mai 2009

Donnerstag, 30. April kurz vor halb fünf: Die Spannung steigt, denn es steht eine Premiere an – sowohl für mich als auch für Sebastian Casleanu. Für ihn war es die erste Begegnung mit Twitter für mich der 1. KAtalk.


Foto: Copyright Nicole Gerster

Und er lief gut – der erste KAtalk – wir waren auf Platz 2 der Twitter-Topthemen am Donnerstag. ;-)) Wir hatten mit Matthias Bruns, Stimmführer 2. Geige bei den Duisburger Philharmoniker, und dem dahinterstehenden Web-Team auch einen tollen Partner.

Von unserer Seite war der 22jährige Sebastian Casleanu, der derzeit bei uns als aktiver Teilnehmer an den Geigen Meisterkurse teilnimmt und Meisterkurse bei Mauricio Fuks erhält.

Ursprünglich war angedacht, dass sich Sebastian und Matthias gegenseitig befragen sollten, doch schon nach kürzester Zeit haben sich verschiedene Follower eingebracht und Fragen gestellt. Dadurch bekam das Gespräch eine ganz schöne Dynamik und Sebastian musste sich beeilen alle Fragen zu beantworten. (Falls wir eine übersehen haben, bitte sehen Sie es uns nach und stellen Sie sie hier als Kommentar). Ich fand es übrigens sehr gut, dass sich Follower aktiv in das Gespräch eingemischt haben.

Und hier sind einige der Fragen und Antworten:

MB@Philharmoniker Ist das dein erster Meisterkurs?
SC@KronbergAcademy Nein nicht mein erster, schon einige mitgemacht! Bei Bron, Munteanu, Andrievski zum Beispiel.
Hier ist halt das besondere das wirklich sehr verschiedene Geigenschulen und Arten zu unterrichten hier vertreten sind.
So kann man sehr vielseitig lernen nicht nur durch den Unterricht sondern auch beim zuhoeren wenn mit anderen Geigern gearbeitet wird

MB@Philharmoniker Wirst du bei allen anwesenden Professoren waehrend des Meisterkurses unterrichtet?
SC@KronbergAcademy Nein Unterricht bekommt man nur bei einem Dozenten. Man lernt auch durch zuhoeren bei den anderen Dozenten sehr viel

@Kulturmanager mich wuerde interessieren, was das besondere an einem meisterkurs ist? intensitaet? atmosphaere? gruppe?
MB@PhilharmonikeDas besondere ist das geballte Lernen. Man ist eine Woche nur mit absoluten Experten im musikalischem Raum
SC@KronbergAcademy insgesamt bekommen wir zwei Unterrichtsstunden waehrend dieses Meisterkurses und natuerlich Abends sind auch die Konzerte

@einfallsreich dann frage ich auch mal: was ist der Kern der Vermittlung bei einem Meisterkurs: Technik lernen, Leidenschaft, Austausch?
SC@KronbergAcademy Es wird uns auch Technik beigebracht aber alles immer im Prisma der Musik eben die verschiedenen herangehensweisen sind besonders

MB@Philharmoniker In welche Richtung willst du nach Studium gehen? Solist? Orchester? Kammermusik?
SC@KronbergAcademy Ich habe mich noch nicht festgelegt…ich nehme an Wettbewerben teil (international), habe ein Quartett, ein Trio.
Orchester ist an der Hochschule obligatorisch – mein Vater ist auch Orchestermusiker ;)

@Kulturmanager wie kommt man denn in einen meisterkurs? bewerbung?
MB@Philharmoniker Jeder kann daran teilnehmen. Manchmal muss Musikprobe geliefert werden
SC@KronbergAcademy Man meldet sich an und muss dann vorspielen, die Dozenten entscheiden, ob man als Aktiver teilnehmen darf Spielst du schon in Orchestern neben Studiums?

MB@Philharmoniker Wie sieht der Tag @KronbergAcademy Meisterkursen aus?
SC@KronbergAcademy ueben, Zuhoeren, Unterricht, twittern ;-)

Mir hat dieser erste Talk viel Vergnügen bereitet und es hat mich gefreut, dass wir dadurch Einblick in unsere Arbeit – die Förderung junger Musikertalent – geben konnten.

Ein ganz großes Dankeschön an Sebastian, Matthias und natürlich das Webteam der Duisburger Philharmoniker, die fleißig Hintergrundinfos eingestreut habe und den KAtalk insgesamt toll unterstützt haben.

Aufgrund dieser ersten Erfahrung wird aus dem KAtalk eine Serie, die in unregelmäßigen Abständen stattfinden wird und sich auch nicht zwingend nur auf den Austausch zwischen Musikern beschränken muss. Als nächsten Termin haben wir Ende Mai ins Auge gefasst. Dort findet unser Projekt Mit Musik – Miteinander statt und wir haben drei junge talentierte Musiker als Dozenten zu Gast …

Ulrike Schmid

Geigen Meisterkurse ¦ Was für ein Tag

Dienstag, 28. April 2009

(Tag 1: Audition)

Was für ein Tag! Wie es sich gehört bei Veranstaltungen der Kronberg Academy …
Morgens um kurz vor neun in der Stadthalle, die ersten Mitarbeiterinnen trudeln ein, man begrüßt sich fröhlich, teilweise mit vielen Fragezeichen in den Köpfen („Was gibt’s zu tun? Was kommt heute auf uns zu?”), die Projektleiterin steht auf der Leiter vor der Stadthalle (man muss ja Leitung auch wörtlich nehmen) und hängt eigenhändig das Banner „Willkommen in Kronberg auf”.

Die Stadthalle ist geputzt, aber noch lange nicht fertig, die Telefonleitungen werden noch gelegt (Umleitung des Büros ins Herz des Geschehens, in die Stadthalle), Kopierer und Drucker aufgestellt, Laptops eingerichtet. Um halb zehn müssen Notenständer da sein, denn die Auditions sollen pünktlich um zehn starten.

Die ersten Geiger trudeln ein – ein sehr ungewohntes Stadtbild, Kronberg ohne Cellokästen – nur Geigen, mit dem typischen „Geigerfleck” am Hals links.

Die Auditions beginnen, 10 Minuten Vorspielzeit für jeden – es ist alles dabei, vom alten Hasen, Vorspielerfahren und scheinbar völlig relaxed – bis zum kleinen 13jährigen koreanischen Jungen, der vor lauter Nervosität in seiner Jacke auftreten will und seine Noten im Einspielraum vergisst.

Dann, am Nachmittag, wird es noch spannender – es sind ja nicht nur Meisterkurse, sondern am Abend findet auch noch das Benefizkonzert in memoriam Mstislav Rostropovich statt – in Kronberg ist nichts einfach „nur so” oder ohne „mehr Adrenalin” möglich …

Ministerpräsident Roland Koch kommt am Abend und wird sprechen – aber auch ins Konzert gehen, also geht ein Polizist mit hechelndem Hund durch die Stadthalle und dieser schnüffelt an jedem Koffer, der in der Stadthalle steht, von diversen Geigern und Geigerinnen aus aller Welt, die Zivil-Security, auffällig unauffällig, zwei große Herren im Anzug, mit Knopf im Ohr.

Der HR kommt und baut den Ü-Wagen auf, man kennt die Tonmeister und -ingenieure mittlerweile und scherzt mit ihnen herum.

Mischa Maisky kommt an, mit seiner Tochter Lily, entspannt und freundlich wie immer, mit seiner unnachahmlichen Ausstrahlung und Energie, er spielt sich ein, kopiert Noten, erzählt Witze und Anekdoten.

Die ersten Konzertbesucher kommen, letzte verzweifelte Fragen nach Karten, die Spannung steigt, das Foyer der Stadthalle füllt sich, die Hostessen öffnen den Saal für den Einlass.

Alles ist wie immer und doch immer wieder aufregend, ob alles rechtzeitig klappt, die Künstler in ihren Garderoben zu finden sind, alle ihre Noten haben, wirklich an alles gedacht wurde, ob man auf der Bühne beim Umbauen nicht stolpert, beim Umblättern zu früh oder zu spät dran ist, die Blumenübergabe funktioniert. Für das Publikum wirkt alles leicht und dennoch sicher und zuverlässig – eben reibungslos.
Und man kann sagen: ja, wir haben es wieder geschafft!

Nur nicht ausruhen – weiter geht’s heute mit den ersten Kursen und abends dem ersten Konzert.

Julia Kadar

PS Die Geigen Meisterkurse sind öffentlich. Wer Lust hat, Ch. Tetzlaff, A. Chumachenco, M. Fuks oder P. Vernikov beim Unterrichten zu erleben, darf gerne vorbeikomen und den Kursen beiwohnen. (Tageskarte für 6 Euro gibt es in der Stadthalle)

Infos zu den Meisterkursen

Geigen Meisterkurse ¦ Diashow ¦ Dozenten, Solisten, Ensembles

Montag, 20. April 2009

Auf einen Blick: Die Dozenten, Solisten und Ensembles, die ab nächster Woche im Rahmen der Geigen Meisterkurse unterrichten und/oder in Konzerten auftreten werden.


Geigen Meisterkurse ¦ Nur noch Karten für Abschluss- und Sonderkonzert verfügbar

Freitag, 17. April 2009

Wir müssen es schon wieder sagen: Mittlerweile sind auch die Konzerte 3 und 4 ausverkauft.

Restkarten gibt es noch für das Abschlusskonzert der Meisterschüler, das am Montag, dem 4. Mai  statt findet. Das Programm wird in den Meisterkursen erarbeitet.

Im Rahmen dieses Konzert wird der Prinz von Hessen-Preis vergeben. Diesen Förderpreis wird ein junger  Geiger/eine junge Geigerin erhälten, der/die sich durch besondere Musikalität, eine besondere Auffassungsgabe, Talent und Fleiß und damit durch ein erkennbar großes künstlerisches Entwicklungspotenzial währende der Geigen Meisterkurse hervorgetan hat. Die Entscheidung darüber, welchem der aktiven Studenten (bis 27 Jahre) den Förderpreis zugesprochen wird, trifft eine Jury der
Kronberg Academy während der Meisterkurse.

Karten sind auch noch für das Sonderkonzert am Dienstag, dem 5. Mai mit Daniel Hope und dem Stuttgarter Kammerorchester verfügbar, das im Sendesaal  des Hessischen Rundfunks statt findet und aufgrund seiner Größe (hoffentlich) keine Kartenwünsche offen lässt. Weitere Solisten sind Benjamin Hudson und Wolfgang Kussmaul (Violine) sowie György Bognar (Violoncello). Marcel Reich-Ranicki, wird bei diesem Konzert sprechen und u. a. von seinen Begegnungen mit Yehudi Menuhin berichten.

Im Rahmen dieses Konzerts wird erstmals der Yehudi Menuhin-Nachwuchspreis an junge Talente (bis 18 Jahre) vergeben. Hierfür gründete die Kronberg Academy einen Fonds aus dem dieser Preis dauerhaft finanziert wird. Das Benefizkonzert mit Daniel Hope soll hierfür die Grundlage schaffen. Den Grundstock legte die Zürich Gruppe Deutschland mit einer Spende.

Bereits um 15 Uhr findet in der Stadthalle in Kronberg ein Podiumsgespräch mit Daniel Hope statt. Es steht unter dem Motto „Ein Vorbild von Kindesbeinen an – Erfahrungen mit Yehudi Menuhin”.

>> Online-Kartenbestellung

Geigen Meisterkurse | Dozenten | Christian Tetzlaff

Mittwoch, 8. April 2009

Christian Tetzlaff wurde 1966 in Hamburg geboren und studierte am Lübecker Konservatorium bei Uwe-Martin Haiberg und in Cincinnati bei Walter Levin. Er ist als einer der bedeutendsten Geiger seiner Generation anerkannt und für seine musikalische Integrität, technische Sicherheit und seine intelligenten, überzeugenden Interpretationen bekannt. Gleichermaßen heimisch im Repertoire der Klassik und der Romantik sowie im 20. Jahrhundert, begeistert Christian Tetzlaff mit seinen Interpretationen der Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Tschaikowsky, Berg, Schostakowitsch und Ligeti ebenso wie mit seinen Aufführungen der Solosonaten und -partiten von Bach. Musical America kürte ihn 2005 zum „Instrumentalist of the Year”.

Christian Tetzlaff ist regelmäßiger Gast in den Reihen der großen US-Orchester, bei europäischen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris und Tonhalle Orchester Zürich sowie bei Festivals wie den BBC Proms, Edinburgh, dem Lucerne Festival und allen bedeutenden Sommerfestivals der USA. Er gibt Kammerkonzerte mit Leif Ove Andsnes, Alexander Lonquich und Lars Vogt und mit seinem Streichquartett.
Christian Tetzlaff erhielt für seine Aufnahmen mehrere Preise, unter anderem zweimal den Diapason d’Or, den Edison Preis, den Midem Classical Award sowie den ECHO-Preis und Nominierungen für den Grammy. Eine neue Einspielung aller Solosonaten und -partiten von Bach ist im März 2007 erschienen und eine Virgin-Aufnahme der Violinenkonzerte von Brahms und Joseph Joachim folgte im Januar 2008. Er ist Professor des Kronberg Academy Masters.

Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Pavel Vernikov

Donnerstag, 2. April 2009

Pavel Vernikov, geboren in Odessa (Ukraine), studierte bei Lydia Mordkovic an der Stoljarsky-Musikschule und mit David Oistrach und Semyon Snitkowsky am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Noch während seiner Ausbildung gewann Vernikov zahlreiche Wettbewerbe in der damaligen UdSSR und spielte mit den Orchestern in Odessa, Moskau, Kiew und Novosibirsk.

1979 war er Preisträger des ARD-Wettbewerbs in München und beim Vittorio Gui-Wettbewerb in Florenz. Zwischen 1981 und 1984 war er Erster Geiger und Solist der Virtuosi di Roma und trat in den großen Konzertsälen der Welt auf, wie dem Concertgebouw, der Carnegie Hall oder der Mailänder Scala.

Heute gibt Pavel Vernikov Meisterklassen an der Scuola di Musica di Fiesole und der Violinschule Kuhmo in Finnland, hält Kurse und Seminare am Pariser Konservatorium, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, der Akademie Rubin in Tel Aviv und ist mehrfach als Jurymitglied berufen worden. Pavel Vernikov ist künstlerischer Leiter des internationalen Kammermusik-Festivals in Portogruaro und künstlerischer Leiter des Orchesters I Virtuosi Italiani.

Geigen Meisterkurse ¦ Konzerte ¦ Teils ausverkauft

Mittwoch, 1. April 2009

Wir müssen es schon jetzt sagen: Die ersten drei der insgesamt sechs Konzerte, die im Rahmen der Geigen Meisterkurse stattfinden sind bereits ausverkauft.

Karten haben wir noch für

- das Konzert 4 mit L. Subramaniam am Sonntag, den 3. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg
- das Konzert 5, das Abschlusskonzert der Meisterschüler am Montag, dem 4. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg
- das Benefizkonzert “Yehudi Menuhin – eine Hommage” am Dienstag, den 5. Mai um 19 Uhr im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt (!)

    >>> Online-Kartenbestellung
    >>> Telefonische Kartenbestellung 06173/78 33 77

    Geigen Meisterkurse ¦ Und zum Abschied ein Ständchen für die Gastfamilie

    Montag, 30. März 2009

    Mittlerweile sind bei uns zirka 140 Anmeldungen für die Geigen Meisterkurse eingegangen und diese 140 jungen Musiker aus aller Welt benötigen nun eine Bleibe. Üblicherweise kommt ein Großteil der Talente aus aller Welt bei Kronberger Familien unter. Bisher haben sich auch schon 40 Familien bereit erklärt, junge Geiger aufzunehmen.

    Wie schön es sein kann, Musiker im Haus zu haben, das hat Christiane Grün hier schon einmal ausführlich beschrieben. Auch Britta Hoffmann hat es ausgesprochen gerne, wenn in ihrem Haus musiziert wird. Daher gehört sie bereits seit zwölf Jahren zu den Gastgebern, die regelmäßig junge Studenten von uns bei sich aufnehmen. Das erste Mal beherbergte sie 1997 beim 3. Cello Festival einen jungen Studenten in ihrem Haus. Allerdings brachte er damals sein Instrument nicht mit. Er wollte nicht aktiv an den Meisterkursen teilnehmen, sondern den großen Meistern in den Konzerten und beim Unterricht nur zuhören. “Aber ohne Instrument, das ist langweilig”, meint Britta Hoffmann. Seitdem bittet sie jedes Mal ausdrücklich um Gäste, die ihr Instrument dabei haben und täglich üben. “Es gibt einige schöne Übungsstücke”, schwärmt sie. Denn Tonleitern, die natürlich auch auf dem Übungsplan stehen, sind auf die Dauer etwas eintönig.

    Nicht immer sind es Cellisten, denen sie ihr Gästezimmer zur Verfügung stellt. Bei den Kammermusikprojekten «Chamber Music Connects the World» und «Mit Musik – Miteinander» haben auch schon junge Geiger bei ihr gewohnt. Und sie erinnert sich besonders gerne an einen Abend, an dem ein junger Musiker und ein Maler aus ihrem Bekanntenkreis, den sie zum Abendessen eingeladen hatte, engagiert darüber diskutierten, welches die bessere Kunst sei, Musik oder Malerei. Ein anderer junger Musiker bedankte sich für die Gastfreundschaft mit einem Solowerk von Johann Sebastian Bach, das er der ganzen Familie zum Abschied vorspielte. Von solchen und anderen beglückenden Erlebnissen erzählen auch andere Gastgeber gerne, denn einen jungen Musiker als zeitweiliges Familienmitglied aufzunehmen, empfinden viele als Bereicherung ihres Alltags.

    Bei den in wenigen Wochen beginnenden ersten Geigen Meisterkursen wird Britta Hoffmann wieder einen jungen Musiker in ihrem Gästezimmer haben, möglichst aus einem englischsprachigen Land. “Schon aus Eigeninteresse”, sagt sie. Damit sie und ihre drei Kinder Gelegenheit bekommen, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden.

    Zurzeit fehlen uns allerdings noch einige Gastgeber. Wegen der Ferien- und Feiertage rund um den 1. Mai sind eine ganze Reihe von Familien, die sonst bereitwillig Gäste bei sich aufnehmen, zu einem Kurzurlaub unterwegs. Daher: Wer eine junge Geigerin oder einen jungen Geiger bei sich aufnehmen möchte, darf sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Unsere Kollegin Astrid Peitsch, die für die private Unterbringung der jungen Musiker aus aller Welt zuständig ist, freut sich über “jedes Bett”. Zu erreichen ist sie telefonisch unter 0 61 73/78 33 78, oder per Email an: a.peisch@kronbergacademy.de.

    Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Mauricio Fuks

    Dienstag, 24. März 2009

    Mauricio Fuks, Professor für Violine an der Indiana University Jacobs School of Music, erhielt seinen ersten Unterricht in seinem Geburtsland Uruguay bei Ylia Fidlon. Nach seinem Abschluss an der Juilliard School of Music, wo er von Joseph Fuchs und Ivan Galamian unterrichtet wurde, setzte er seine Studien an der University of Southern California bei Jascha Heifetz fort. 1964 gewann er den ersten Preis bei der Young Concert Artist Competition.

    Nach einer internationalen Laufbahn als Konzertmeister, Kammermusiker und Solist widmet er sich nun gänzlich seiner pädagogischen Tätigkeit. Als Gastprofessor war Mauricio Fuks an der Yehudi Menuhin School in England, der University of Limerick in Irland und der Hochschule für Musik “Hans Eisler” in Berlin tätig und wird regelmäßig zu Meisterkursen an die Escuela Superior Reina Sofia in Madrid, die Scuola di Musica in Fiesole, das Royal Conservatory in Den Haag, die Royal Academy of Music in London, das Conservatoire National Supérieur in Paris sowie an die Konservatorien in Shanghai und Peking eingeladen.

    Mauricio Fuks wirkt regelmäßig bei Festivals wie der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg, dem Sarasota Music Festival, dem Orford Summer Festival in Quebec und der Ferme de Villefavard in Frankreich mit. Als Jury-Mitglied wohnte er zahlreichen internationalen Wettbewerben bei.
    Im März 1993 wurde Mauricio Fuks vom The Strad Magazine vorgestellt und 1999 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music ernannt.

    Er gilt als einer der besten Violin-Pädagogen unserer Zeit.

    Geigen Meisterkurse ¦ Dozenten ¦ Ana Chumachenco

    Donnerstag, 19. März 2009

    Der Beginn unserer Geigen Meisterkurse rückt immer näher und so finden wir es an der Zeit, unsere Dozenten, die zum Teil auch in Konzerten zu hören sein werden, vorzustellen. Den Anfang macht Ana Chumachenco.

    Russischer Herkunft aber in Italien geboren und argentinischer und deutscher Nationalität, begann Ana Chumachenco im Alter von vier Jahren mit dem Geigenunterricht, erst bei ihrem Vater, der selber aus der Schule von Leopold Auer kam, und später bei Ljerko Spiller in Buenos Aires.

    Nachdem sie ihre Karriere mit sehr jungen Jahren in Argentinien rasch begann, kehrte sie im Alter von 17 Jahren nach Europa zurück, um ihre Studien fortzusetzen. Nach nur einem Jahr gewann sie die Goldmedaille beim C. Flesh Wettbewerb in London und anschließend die Silbermedaille beim Queen Elisabeth Wettbewerb in Brüssel. In diesen Jahren wurde sie von Joseph Szigeti, Sandor Vegh und Yehudi Menuhin unterrichtet.

    Neben ihren Auftritten als Solistin bei Liederabenden und mit einigen der größten europäischen Orchestern widmet Ana Chumachenco einen großen Teil ihrer Zeit der Kammermusik, insbesondere seit über zwanzig Jahren zusammen mit ihrem Ehemann, dem Geiger Oscar Lysy und dem Cellisten Walter Notas in dem Münchner Streicher Trio.

    Derzeit hat Ana Chumachenco einen Lehrstuhl für Geige an der Musikhochschule in München inne, unter ihren Schülern finden sich herausragende junge Geiger, die selbst internationale Künstler sind. Ana Chumachenco erscheint regelmäßig als Jury-Mitglied bei vielen angesehenen Violinen-Wettbewerben, darunter der internationale belgische Queen Elisabeth Musikwettbewerb, der internationale Jean Sibelius Violinenwettbewerb in Helsinki und andere. Sie ist Professorin des Kronberg Academy Masters.

    Violin Masterclasses ¦ Notizen am Rande ¦ “Please do not forget to attach a short CV with photograph …”

    Dienstag, 17. März 2009

    … so bitten wir auf unserem Online-Anmeldeformular für die Geigen Meisterkurse – und inzwischen liegen zwei Ordner voll mit Formularen, Lebensläufen und Fotos auf meinem Schreibtisch. Ich finde es außerordentlich spannend, diese Lebensläufe von den jungen Geigern aus allen fünf Kontinenten zu lesen. Manche “CVs” sind länger als die Paganinis und de Sarasates zusammen und beginnen mit dem ersten Auftritt bei einer Weihnachtsfeier in der Grundschule, aber auch die platzsparende Variante: “My name is …, I am … years old, I play the violin” kommt vor.

    In vielen Lebensläufen finden sich große Namen von Geigen-Pofessoren und renommierten Konservatorien, was jedoch nicht bedeutet, dass wir auf die jungen Künstler, deren Lebensläufe diese Namen nicht aufweisen, weniger gespannt wären! Und auch die Entscheidung der Dozenten nach dem Vorspiel am 27. April darüber, welche Studenten sie unterrichten werden, hängt nicht davon ab, von welchen berühmten Lehrern jemand unterrichtet worden ist oder an welchen Meisterkursen er bereits teilgenommen hat.

    Die Fotos der Bewerber zu betrachten macht nicht weniger Freude, als ihre Lebensläufe zu studieren. Manche Bilder machen dem Titelbild eines Musikmagazins alle Ehre und zeigen spektakuläre Konzertkleider und Frisuren und von professionellen Fotografen kunstvoll arrangierte Posen, andere Bewerber bevorzugen die pragmatische Variante und halten sich das Fotohandy vor das Gesicht statt ans Ohr. Ein sehr junger Teilnehmer, der in Begleitung seiner Mutter kommen wird, fragte – ich weiß nicht ob ängstlich oder hoffungsvoll -: “Muss ich Ihnen auch ein Foto von meiner Mutter schicken?”

    Auffällig ist, wie nett, persönlich und überaus höflich beinahe ausnahmslos alle Studenten schreiben. Kaum eine E-Mail endet ohne einen Dank und ohne herzliche Grüße, kaum jemand verzichtet auf eine höfliche Anrede.

    Ich freue mich schon auf den 26. April, wenn all jene, die ich zum Teil jetzt schon durch die intensive Korrespondenz seit langem zu kennen glaube, endlich “live” vor mir stehen werden – und ich bin gespannt, wie viele von ihnen ich anhand ihres Fotos erkennen werde!

    von Dorothee Hoffmann

    News ¦ Kulturfonds frankfurtrheinmain fördert als erstes Projekt unsere Geigen Meisterkurse

    Donnerstag, 26. Februar 2009

    Unsere Geigen Meisterkurse sind das erste Projekt, das der im Dezember 2007 gegründete kulturfondsfrankfurtrheinmain fördert. Der Kulturfonds hat das Ziel die kulturellen Aktivitäten unserer Region enger zusammen zu führen und neue Kulturprojekte mit internationaler Ausstrahlung zu fördern.

    Zu letzterem gehören unsere Geigen Meisterkurse: Denn mit zirka 200 erwarteten jungen Geigern und mit Lehrern von Weltruhm haben wir nicht nur eine internationale Ausstrahlung, sondern schließen mit diesem Projekt auch eine Lücke in der Ausbildung junger Streicher. Eine solche Dichte der verschiedenen Geigenschulen, wie sie die jungen Talente Ende April kennen lernen werden, ist einzigartig und so bis dato weltweit nicht bekannt. Einige der populärsten Künstler wie Ana Chumachenco und Christian Tetzlaff sowie die in Insider-Kreisen bekannten Geiger Mauricio Fuks und Pavel Vernikov werden diese Geigen Meisterkurse geben. Ergänzend werden Gidon Kremer, der Gipsy-Geiger Roby Lakatos und Lakshiminarayana Subramaniam Workshops sowohl für die aktiven als auch für die passiven jungen Geiger anbieten.

    Das weltweite Geiger-Gipfeltreffen dient auch der „Sichtung”. Einerseits haben wir die Möglichkeit junge Talente für unseren Elite-Studiengang Kronberg Academy Masters zu entdecken. Andrerseits werden die jungen Geiger auf den Studiengang aufmerksam und kommen „hautnah” in Berührung mit ihm. Direkt vor Ort haben sie die Möglichkeit, sich sowohl mit dem Leiter Stephen Potts als auch mit den bereits aufgenommenen jungen Solisten auszutauschen.

    Der Kulturfonds übernimmt zu 100 Prozent die Förderung der diesjährigen Geigen-Meisterkurse und hat die Unterstützung für zwei weitere zugesichert. Mit uns freut sich auch Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen, dass eines unserer Projekte gefördert wird, zeigt es doch, welche Bedeutung die Kronberg Academy nicht nur für die Stadt, sondern auch für die gesamte Region hat.

    Bei uns laufen die Vorbereitungen für die Geigen Meisterkurse auf Hochtouren und wir werden Sie über die Entwicklungen weiterhin auf dem Laufenden halten.

    Ulrike Schmid

    Violin Masterclasses ¦ Mittendrin in den Vorbereitungen

    Dienstag, 23. Dezember 2008

    Derzeit stecken wir mittendrin in den Vorbereitungen zu den Geigen-Meisterkursen, die vom 27. April bis 4. Mai 2009 zum allerersten Mal stattfinden. Da sich nächstes Jahr der Todestag von Yehudi Menuhin zum 10. Mal jährt, haben wir die Meisterkurse ihm zu Ehren gewidmet.

    Im Organisieren von Meisterkursen oder anderen Kammermusikprojekten sind wir mittlerweile Meister, doch mit den Geigen Meisterkursen betreten wir jetzt absolutes Neuland und insofern gibt es das eine oder andere Neue, was wir tun müssen. Denn noch assoziiert mit der Kronberg Academy niemand Geigen-Meisterkurse und das wollen wir nun ändern. Nachdem Anfang des Jahres klar war, dass wir diese Kurse veranstalten, mussten Dozenten gefunden werden, die nicht nur erstklassige Solisten, sondern gleichzeitig auch gute Lehrer sind. Recherche war also angesagt. Ausgewählt haben wir nun Ana Chumachenco, Mauricio Fuks, Christian Tetzlaff und Pavel Vernikov.

    Nachdem die Dozenten feststanden, ging es daran, die jungen Geiger darüber zu informieren. Also musste eine Adress-Datenbank gefüllt werden, Flyer und Anzeigen erstellt und weitere Programmpunkte sowie die Kurszeiten festgelegt werden. So allmählich haben wir das nun alles erledigt. Die Flyer sind nämlich verschickt und wir verzeichnen bereits erste Anmeldungen.

    Bei all unseren Vorbereitungen erfahren wir von vielen Menschen v. a. aus der Musikszene Unterstützung. Oft ergeben sich aus einem Telefonat mit einem Künstler weitere Kontakte, Empfehlungen und Tipps. So ergibt eines das andere und das neue Angebot spricht sich so allmählich rum.

    So war etwa die Tochter Yehudi Menuhins, Zamira Benthall-Menuhin, sofort bereit, die Schirmherrschaft der Meisterkurse zu übernehmen. Schließlich verfolge sie seit Jahren unsere Arbeit und die Ausbildungssituation, wie sie uns schrieb. Für ein Konzert (28. April) konnten wir die jungen Geiger Vilde Frang, Alina Ibragimova und Alexander Sitkovetzky gewinnen. Die drei verbindet nicht nur, dass sie am Kronberg Academy Masters-Programm teilnehmen, sondern auch, dass sie an der Menuhin School in London unterrichtet wurden.

    Unsere Freude über die Zusage des ehemaligen Menuhin-Schülers Daniel Hope, ein Konzert (5. Mai) zu geben, war natürlich sehr groß. Auch der Gipsy-Geiger Roby Lakatos wird ein Konzert (2. Mai) geben und zusätzlich sowohl für die passiven als auch aktiven Meisterkurs-Teilnehmer einen Workshop (3. Mai) abhalten. Darauf sind wir alle schon sehr gespannt. Gleiches gilt auch für Gidon Kremer, der extra für uns sein Sabbatical unterbricht, um für alle Teilnehmer einen Workshop (1. Mai) zu geben – und Workshops hält er äußerst selten ab.

    Für mich ist es gerade eine wahnsinnig schöne Erfahrung festzustellen, wie viel positive Resonanz und Unterstützung wir von Musikern und Menschen aus dem Musikbereich erfahren. Das lässt mich bei all dem Trubel auch ganz entspannt bleiben und erfüllt mich mit viel Freude.

    Übrigens geht es hier zur Anmeldung und zum Programm.

    Mareile Zürcher


    Warning: is_executable() [function.is-executable]: open_basedir restriction in effect. File(/usr/local/bin/curl) is not within the allowed path(s): (/home/www/web608/:/usr/share/php/) in /home/www/web608/html/blog/wordpress/wp-includes/class-snoopy.php on line 208