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Mit Musik Miteinander – Klangräume im Malermuseum

Dienstag, 13. April 2010

Die kleine Schwester-Veranstaltung von Chamber Music Connects the World nämlich “Mit Musik – Miteinander” ging am Sonntag Nachmittag hier in Kronberg zu Ende. Es war die 16. Auflage dieser Veranstaltung.

Die Eingangspforte zu MMM

Während draußen Windböen und dunkle Wolken das Wetter auf einen neuen Nullpunkt trieben und der April sich von seiner klassischen Seite zeigte, war an drei Tagen das Kronberger Malermuseum Schauplatz geselligen, inspirierten Musizierens. Es war  intim und hautnah. Die jungen Musiker mussten Ihre musikalische Potenz demonstrieren und in zuvor ungeprobten Konstellationen mit neuen Mitspielern Musikwerke erarbeiten – und dabei so manche Herausforderung spieltechnisch und interpretatorisch bestehen. Für letzteres sorgten die schon sehr erfahrenen, aber noch jungen und sympathischen Seniors Alina Ibragimova, Itamar Ringel und der lebhafte Nicolas Altstaedt.

Acht junge Musiker ( alle unter 20 Jahre), ausgewählt aus über dreißig Bewerbungen, waren nach Kronberg gekommen, um mit den drei zuvor genanten Seniors zusammen Kammermusik zu proben und eine intensive Atmosphäre des Lernens zu ermöglichen. Diverse Werke wurden einstudiert und erarbeitet. Alle drei Seniors (bereits alle Junior-Teilnehmer bei Chamber Music Connects the World in 2004- 2008) waren nun in der Rolle von Lehrern und erfüllten diese Aufgabe spürbar mit viel Engagement und Begeisterung. Start war am Freitag Nachmittag – und alle 8 Teilnehmer stiegen sofort in das Geschehen ein. Im Nebenraum war unser Akustiker Herr Lachmann dabei, die audiotechnischen Voraussetzungen für eine Audio-Aufnahme zu schaffen. Alle Teilnehmer werden ein Zertifikat und eine CD mit der Aufnahme der Schlussveranstaltung im Laufe der nächsten Wochen erhalten.

Der musikalische Ausklang am Sonntag Nachmittag krönte auf gelungene Weise die Stunden der Probenarbeit. Nicolas Altstaedt hatte zuvor eine kleine Einleitung gegeben, bevor es mit den insgesamt acht Stücken von Haydn, Mozart, Schumann, Schubert und Beethoven losging. Nicolas betonte die wichtige Rolle der Seniors bei der Weitergabe des Wissens an die jüngeren Musiker. Der hätten sich die drei Seniors gerne gestellt und selbst reichlich neue Erfahrungen sammeln können.

Den Zuhörern hatte der musikalischen Schlussbeitrag offenbar sehr gefallen - lang anhaltender, wohlwollender Beifall bezeugte dies nachdrücklich.

Dank der Crespo Foundation, die beide Projekte langfristig unterstützt, repräsentiert MMM einen weiteren Baustein in der Förderung sehr junger Musiker. Neue Freundschaften, musikalische Dialoge und ein inspiriertes “aufeinander eingehen” waren Kennzeichen dieses Wochenendes in Kronberg. Mehr als zufriedene Gesichter beim Auseinandergehen.

Michael Heinz

Kammermusikprojekt ¦ Mit Musik – Miteinander: 100 % Miteinander und Füreinander

Montag, 9. November 2009

Mit Musik - Miteinander 02/2009 Näher als an diesem Wochenende hätten wir der Kammermusik kaum kommen können: Die jungen Dozenten Kirill Troussov, Kaori Yamagami und Itamar Ringel verschmolzen (musikalisch, räumlich und wärmetschnisch) mit den Zuhörern und dem Team in unserem Studio in der Streitkirche. Es wurden einige der schönsten Kammermusikwerke geboten und das in dazu geradezu geschaffenen Räumlichkeiten im Museum und in den Master Studios der Streitkirche.

Gebannt verfolgten wir die Partituren, gingen bei der aufsteigenden Melodie im Lerchenquartett mit, litten mit Brahms im G-Dur Streichsextett, erlagen Kaoris Mit Musik - Miteinander 02/2009 Musizierfreude und erlebten Itamar als Dirigent, Bratscher und Lehrer. Die 9 Teilnehmer – Preisträger von “Jugend musiziert” (Deutschland) und “Prima la Musica” (Österreich) – waren allem so offen gegenüber und vernetzten sich – schön die verschieden “Sing sangs” aus Wien, Graz, Stuttgart, Augsburg, russische Anklänge, hebräisch und eglisch. Es gab ein Wiedersehn mit der jungen Bratscherin Irina (sie war im Mai schon dabei) und mit Nicolai, dem Cellisten, der schon beim Cello Festival passiv dabei war.

Im Publikum die kleine, höchstens fünfjährige Deutsch-Japanerin mit Mutter fasziniert in der ersten Reihe, der aus Engalnd angereiste Kammermusikliebhaber, die Kanzlei aus Frankfurt, die mit 12 Personen vorbeigekommen war und viele Kammermusikliebhaber aus der Region… Wir waren im Bann von Schubert und Mozart und verwandelt durch das Wechselspiel in Mendelssohn-Bartholdys Oktett – die leicht aufblitzenden Pralltriller, die klare Geige von Kirill, die souveränen Bratschenläufe von Itamar und der sonore Celloklang von Kaori – es war schön und wir haben ein wirklich intensives Wochenende erlebt!

Für alle die nicht dabei sein konnten – das nächste Mit Musik – Miteinander findet statt vom 9. bis 11. April 2010 mit Alina Ibragimova, Itamar Ringel und Nicolas Altstaedt!

von Mareile Zürcher

Kammermusikprojekt ¦ Mit Musik – Miteinander wirft seine Schatten voraus

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Kaum ist das große Cello Festival vorbei, bleibt keine Zeit für eine Pause, da ein nächstes Projekt ansteht: Vom 6. bis 8. November findet wieder das Kammermusikprojekt „Mit Musik – Miteinander“ statt. Im Gegensatz zum Cello Festival, bei dem über 50 Künstler zu Gast in Kronberg waren, handelt es sich bei „Mit Musik – Miteinander“ um drei junge Nachwuchskünstler (Violine, Viola, Cello), die zusammen mit 9 Schülern (im Alter von 12 bis 20) kammermusikalische Werke erarbeiten. Während im Mai dieses Jahres bei „Mit Musik – Miteinander“ u. a. der Pianist Martin Helmchen Dozent war, wird es im November eine reine Streichergruppe geben.

Die Dozenten werden Kirill Troussov (Violine), Itamar Ringel (Viola) und Kaori Yamagami (Violoncello) sein.

Der 27-jährige Kirill Troussov ist in St. Petersburg geboren, studierte am Rimsky-Korsakov-Konservatorium, dann in Köln und München und ist mittlerweile so bekannt, dass er Einladungen von berühmten Orchestern erhält, wie z. B. der Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Russischen Nationalorchester.

Der Bratschist Itamar Ringel, der seine musikalische Ausbildung in Jerusalem begann, studiert derzeit an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin bei Tabea Zimmermann.

Kaori Yamagami, die schon mit drei Jahren ein Cello in der Hand hielt, hatte mit sechs Jahren ihren ersten öffentlichen Auftritt.  Das Ausnahme-Talent studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia, am New England Conservatory in Boston bei Paul Katz und seit 2003 bei Frans Helmerson an der Kölner Musikhochschule. Kein Wunder, dass Kaori zahlreiche Preise gewann und mit internationalen Orchestern, wie dem Montreal Symphony Orchestra, gastierte.

Alle drei Nachwuchsmusiker haben, wie üblich, eine Gemeinsamkeit: Sie haben beim Kammermusikprojekt „Chamber Music Connects the World“, dem „Mutter-Projekt“ von „Mit Musik Miteinander“ als „Juniors“ teilgenommen, d. h. sie musizierten u. a. zusammen mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Gary Hoffman oder Gidon Kremer.

Nun sollen die „Juniors“ bei „Mit Musik – Miteinander“ junge Instrumentalisten im Alter von 12-20 Jahren unterrichten. Und das hoffentlich auch diesmal mit Erfolg!

Beworben haben sich ca. 35 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich, die meisten auf Einladung der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ und „Prima la musica“, dem österreichischen Pendant. Schließlich ist die Bedingung für die Teilnahme an „Mit Musik Miteinander“, Bundespreisträger einer dieser Wettbewerbe zu sein.

Das Kammermusikprojekt wird traditionell von uns Praktikanten organisiert, als erstes „eigenes“ Projekt, und nun hoffen wir natürlich, dass alles gut über die Bühne geht!

von Cynthia Dietterle