Artikel-Schlagworte: „Konzerte“

Cello Festival ¦ Slide Show ¦ Impressions of Concerts and Workshops

Sonntag, 4. Oktober 2009

Photos: Andreas Malkmus

Cello Festival ¦ Slide Show ¦ First Impressions

Dienstag, 29. September 2009

First Impressions of the open-air-concert and Cello Samba, Monday 28 September 2009.

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Cello-Finale

Montag, 28. September 2009

Ein furioser Abschluss verspricht das dreiteilige Abschlusskonzert des Cello Festivals am Sonntag, dem 4. Oktober zu werden: Drei Konzerte mit Star-Cellisten, einer Uraufführung, den beiden hoch gelobten und vielfach ausgezeichneten Orchestern Kremerata Baltica und Ensemble Modern sowie Komponisten, die ihre Werke selbst aufführen, darunter der große Krzysztof Penderecki am Dirigentenpult. Das ist das Cello heute!

Auf dem Programm des Orchesterkonzerts, Teil eins, stehen um 17 Uhr die “Kammermusik Nr. 3 für Cello und 10 Soloinstrumente op. 36 Nr. 2″ von Paul Hindemith, das “Konzert für Violoncello und Orchester” von György Ligeti, die Uraufführung des Werks „In contradiction“ für Ensemble und 2 solistische Celli von Saed Haddad.

Ausführende sind: Eva Böcker, Michael M. Kasper, Miklós Perényi, Pieter Wispelwey (Violoncelli), Ensemble Modern, Ilan Volkov (Dirigent)

Im zweiten Teil des Orchesterkonzerts hören Sie um 18.30 Uhr von Michail I. Glinka “Ne iskushay – Versuche mich nicht ohne Not” (Elegie), Peter Iljitsch Tchaikovsky “Net, tol’ko tot – Nur wer die Sehnsucht kennt”, Modest Petrowitsch Mussorgski “Sleza – Eine Träne”,  Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow “Vostochny romans – Östliche Romanze sowie die Rose und die Nachtigall”, Krzysztof Penderecki “Violakonzert” (Bearbeitung für Cello von Boris Pergamenschikow) und von Thomas Demenga „Relations“ – Ein Konzert für 2 Violoncelli und Orchester.

Ausführende sind Patrick Demenga, Thomas Demenga, Danjulo Ishizaka, Mischa Maisky (Violoncelli), Ensemble Modern, Kremerata Baltica, Krzysztof Penderecki, Ilan Volkov (Dirigenten)

Im dritten Teil des Orchesterkonzerts hören Sie um 20 Uhr die Werke „Cello Counterpoint“ für Cello-Oktett von Steve Reich, “Ludus Modorum” von Osvaldas Balakauskas sowie die Uraufführung „E.C.I. – Tell Me Everything“ von Ernst Reijseger.

Ausführende sind Julius Berger, Hyun Berger, Eva Böcker, László Fenyö, David Geringas, Danjulo Ishizaka,
Michael M. Kasper, Ernst Reijseger (Violoncelli), Ensemble Modern, Ilan Volkov (Dirigent)

Das Cello-Finale  findet in der Stadthalle Kronberg statt.

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von Oda Cramer von Laue und Annette Wittkopf

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Preisträger-Matinee

Samstag, 26. September 2009

Ausgezeichnet!

Drei hochtalentierte junge Preisträger sind die Solisten dieses Konzerts am Sonntag, dem 4. Oktober um 12 Uhr in der Johanniskirche: Ha-Young Choi aus Korea war gerade erst zehn Jahre alt, als sie vergangenes Jahr gemeinsam mit Dai Miyata aus Japan den Landgraf von Hessen-Preis gewann. Sang-Eun Lee wird im Rahmen des Konzertes von Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels mit dem Ingrid zu Solms- Kulturpreis ausgezeichnet.

Auf dem Programm stehen
Luigi Boccherini: Sonate C-Dur G. 17 für Violoncello und Basso Continuo
Franz Schubert: Einleitung, Thema und Variationen op. 82 Nr. 2
Girolamo Frescobaldi: Toccata (Arr. von Gaspar Cassadó)
Pietro Locatelli: Sonate D-Dur für Violoncello und Klavier
György Ligeti: Sonate für Violoncello solo
Hisatada Otaka: Nocturne

von Oda Cramer von Laue und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Virtual Counterpoint

Freitag, 25. September 2009

Unerschöpfliche Energien

Giovanni Sollima „So ein Talent gibt es nur einmal in hundert Jahren“, urteilte sein Kompositionslehrer Milko Kelemen an der Musikhochschule Stuttgart. Aber Giovanni Sollima ist nicht nur Komponist und tief verwurzelt in der musikalischen Kultur seiner sizilianischen Heimat, sondern auch ein mitreißend-temperamentvoller Cellist, der mit eigenen wie mit Stücken vieler Stilrichtungen zu faszinieren versteht. In seinen Kompositionen verbindet er auf faszinierende Weise Elemente aus Klassik, Rock, Jazz und ethnischer Musik zu seinem unverwechselbaren Stil.

Bei seinem Konzert am Samstag, dem 3. Oktober um 22 Uhr wird er in der St. Peter und Paul Kirche die Suite für Cello solo Nr. 4 Es-Dur BWV 1010 von Johann Sebastian Bach, Adriano Banchieris Contrappunto bestiale alla mente,  „In C“ von Terry Riley sowie die Sätze II-VI aus  seiner eigene Komposition Natural Songbook.

von Oda Cramer von Laue und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Pièces en concert – Glänzend!

Donnerstag, 24. September 2009

Deborah Hoffman Harfe und Cello – das verspricht ein besonderes Klangerlebnis zu später Stunde zu werden.
Bruder und Schwester, beide vielfach ausgezeichnete und von Musikkritikern hochgelobte Solisten, spielen beim Nachtkonzert in der Johanniskirche: Gary Hoffman, einer der herausragenden Cellisten unserer Zeit, und die Harfenistin Deborah Hoffman, Gewinnerin internationaler Wettbewerbe und ausgewählte Repräsentantin der USA beim First World Harp Congress in den Niederlanden. Sie musizieren gemeinsam, auf ihrem Programm stehen aber auch Solowerke für beide Instrumente.

Gary Hoffman Auf dem Programm stehen:
François Couperin
Pièces en concert
Gabriel Fauré
Une châtelaine en sa tour op. 110 für Harfe solo
Gaspar Cassadó
Suite für Cello solo op. 8
Manuel de Falla
Suite populaire espagnole

Das Nachtkonzert findet am Samstag, dem 3. Oktober um 22.00 Uhr in der Johanniskirche Kronberg statt.

von Oda Cramer von Laue und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Mystisch

Mittwoch, 23. September 2009

Kamer Jugendchor

Ungewöhnliche Instrumente und ungewöhnliche Klangkombinationen erwarten Sie  bei Sofia Gubaidulinas „Sonnengesang“ am Samstag, dem 3. Oktober um 20.30 in der Johanniskirche. Schon die Besetzung mit gemischtem Chor, Cello und Schlaginstrumenten ist höchst unorthodox. Dennoch strahlt das Werk, die Vertonung des Lobgesangs des Heiligen Franz von Assisi auf die Sonne, Ruhe und Ernsthaftigkeit aus – ein mystischer Dialog zwischen Cello und Chor. Vielstimmiger Partner von Julius Berger ist der „Kamer…“ Jugend Chor aus Lettland, der mit seinem Gründer und Dirigenten Maris Sirmais alle renommierten Preise gewann, die bei internationalen Chorwettbewerben zu vergeben sind, und das Publikum weltweit zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Für die in der damaligen tatarischen Sowjetrepublik geborene Sofia Gubaidulina sind Musik und Spiritualität untrennbar miteinander verbunden. In den meisten ihrer Werke schafft die christlich geprägte Komponistin Bezüge zu religiösen Themen oder Symbolen. Dabei nutzt sie auch improvisatorische Elemente von Volks- und Ritualmusik aus den russischen, mittel- und ostasiatischen Regionen. Charakteristisch für ihren Personalstil sind die Verwendung von ungewöhnlichen Instrumenten sowie unkonventionelle Klangkombinationen. Letzteres trifft auf „Sonnengesang“ zu, ein Werk auf der Grundlage des berühmten altitalienischen Gebets von Franziskus von Assisi. In Gubaidulinas Komposition stehen Cello und Chor in einem mystischen Dialog miteinander, den das Schlagwerk mit den ätherischen Klängen von Celesta und anderem Schlagwerk kommentiert. „Sonnengesang“ ist aus Anlass des 70. Geburtstages von Mstislav Rostropovich entstanden und wurde im Februar 1998 von ihm in der Frankfurter Alten Oper uraufgeführt.

Mitwirkende:
Julius Berger (Violoncello), „Kamer…“ Jugendchor Lettland (Kammerchor), Andrei Pushkarev, Dmytro Marchenko (Perkussion), Maris Sirmais (Dirigent)

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Buongiorno! – Cello all’italiana

Dienstag, 22. September 2009

Ein italienischer Vormittag mit zwei „modernen Erstaufführungen“ aus dem Barock: Zwei Sonaten des italienischen Komponisten Giovanni Platti, die seit dem 18. Jahrhundert nie wieder gespielt worden sind, werden aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Wachgeküsst werden die schlafenden Schönen am Samstag, dem 3. Oktober um 11.30 in der Johanniskirche von Sebastian Hess mit dem Barockcello und dem Cembalisten Christoph Hammer aus München. Die Italiener Enrico Dindo (Violoncello) und Monica Cattarossi (Klavier) runden das Konzert ab mit einer Sonate des als „italienischer Brahms“ zu seiner Zeit bekannt gewordenen Komponisten Giuseppe Martucci.

Der Vormittag beginnt mit der Sonata quinta für Violoncello und B.c. B-Dur von Giovanni Platti. Zu den vielleicht zu Unrecht vergessenen Künstlern des frühen 18. Jahrhunderts gehört Giovanni Platti, der in Venedig seine Ausbildung genoss, bevor er 1722 mit einer Gruppe italienischer Musiker nach Würzburg an die Residenz des musikliebenden Fürstbischofs von Schönborn kam, wo er bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Offenbar erfüllte er die Wünsche seiner Dienstherren, deren einflussreiche Familie in Würzburg und dem nahegelegenen Wiesentheid residierte, zur vollsten Zufriedenheit: Eine Gehaltsliste von 1730 weist ihn als den bestbezahlten Musiker der Kapelle aus. In Würzburg und Wiesentheid gehörte zu seinen vielfältigen Aufgaben die Komposition von Kirchenmusik und Kammermusik ebenso wie der Einsatz als Oboist und Geiger. Offenbar für den in Wiesentheid residierenden Grafen von Schönborn, einen Amateurcellisten, komponierte er eine große Anzahl von Cellowerken, darunter Konzerte, Trios, Duos und Sonaten. Die B-Dur-Sonate ist in einem autographen Manuskript überliefert, das auf das Jahr 1725 datiert ist.

Es folgt die Sonata Prima für Violoncello und B.c. d-Moll von Alessandro Scarlatti, der zu den angesehensten Komponisten seiner Zeit gehörte.  Sein künstlerischer Weg begann in seinen Jugendtagen in Rom, wo er bald einen herausragenden Platz in der musikalischen Hierarchie der Stadt eroberte. Seine Arbeit als Opernkomponist konnte das vom Papst regierte Rom allerdings nicht dulden, und so kam Scarlatti nach Neapel, wo er mit seinen zahlreichen Opern als der Schöpfer der sogenannten „neapolitanischen Schule“ in die Musikgeschichte einging. Wie bei den meisten Opernkomponisten seiner Zeit ist auch von Scarlatti nur sehr wenig Instrumentalmusik erhalten geblieben. Überdies lassen sich viele auch nicht zweifelsfrei als Werke Scarlattis bestimmen. Das gilt auch für die drei Sonaten für Cello und Generalbass, deren Quellen unter seinem Namen in einer Mailänder Bibliothek aufbewahrt werden.

Gegenüber der Zahl von über 500 Konzerten, die Antonio Vivaldi komponiert hat, erscheint die Gruppe von insgesamt
neun erhaltenen Cellosonaten, deren Quellen in drei Bibliotheken in Frankreich, Italien und Deutschland aufbewahrt werden, winzig und unbedeutend. Tatsächlich hat der große Meister des barocken Concerto diese Sonaten wohl auch nie zur Veröffentlichung vorgesehen, sondern nur auf Bestellung für den Hausgebrauch und zum Zeitvertreib von Amateurcellisten komponiert. Die Sonate VIII für Violoncello und B.c. RV 44, die in zwei Abschriften in Neapel und Wiesentheid überliefert ist, ist wohl um 1730 entstanden; in der neapolitanischen Abschrift bestätigen eigenhändige Eintragungen des Komponisten außerdem die Echtheit des Konvoluts. Die Wiesentheider Abschrift war offensichtlich für den Grafen von Schönborn gedacht. Nach dem traditionellen Muster der Kirchensonate aufgebaut (mit der Satzfolge Langsam – Schnell – Langsam – Schnell), sprengt die a-Moll-Sonate mit einem spektakulären zweiten Satz alle Hörerwartungen: Dieser erinnert sowohl rhythmisch als auch melodisch eher an eine Jazz-Nummer als an das Allegro einer barocken Sonate.

Die Matinee endet mit Sonate für Violoncello und Klavier fis-Moll op. 52 von Giuseppe Martucci. Obwohl das Musikleben Italiens im 19. Jahrhundert von der Oper dominiert wurde, versuchte Giuseppe Martucci, ein Zeitgenosse Giuseppe Verdis und großer Verehrer Richard Wagners, seine Landsleute auch für andere musikalische Gattungen zu begeistern. Er war ein erfolgreicher Klaviervirtuose, der den Matadoren wie Franz Liszt oder Anton Rubinstein durchaus das Wasser reichen konnte. Als Dirigent machte er Brahms’ Sinfonik in Italien bekannt, und auch mit seinen eigenen Kompositionen, darunter zahlreiche Klavierstücke, je zwei Sinfonien und Klavierkonzerte, Orchesterlieder, ein Oratorium und Kammermusik, orientierte er sich an der instrumentalen Tradition von Beethoven, Schumann und Brahms. In den vier Sätzen seiner Cellosonate op. 52 wird die Nähe zur deutschen Spätromantik deutlich hörbar und macht verständlich, dass Martucci bisweilen auch der „italienische Brahms“ genannt wurde. Die Sonate wurde übrigens 1884 bezeichnenderweise nicht in Italien, sondern von einem Leipziger Verleger publiziert.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Eine blaue Note finden …

Montag, 21. September 2009

Lars Danielsson, Leszek Mozder

Der Schwede Lars Danielsson (Violoncello, Kontrabass) und der Pole Leszek Mozdzer (Klavier) bilden seit einigen Jahren ein Jazz-Duo, das mit Cello und Bass in eine Welt zarter Klangzauberei entführt. Ihre Stücke sind nachdenklich, poetisch und leise und von lässigem Groove erfüllt. Über seinen Klavierpartner Mozdzer sagt Danielsson: „Leszek is the perfect piano player for me. It feels like we are from ‚the same planet’ musically. […] There was a strong connection with just the piano and bass. This way of playing feels like a dream to me. With Leszek, I can go in any direction that the music needs to be taken.“

Im Rahmen der “Blauen Reihe” spielen sie am Freitag, dem 2. Oktober um 22 Uhr in der Stadthalle Kronburg klassisch inspirierten Jazz wie Praying, Fellow, Entrance, Pasodoble, It’s easy with you und anderes mehr.

Einfach kommen und zuhören …

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ In der Ferne – aus der Ferne – Fata Morgana

Freitag, 18. September 2009

Musik für Bilder – ohne Bilder – Filmmusik im Konzert …

Der aus Neuseeland stammende Jazzsaxophonist, Klarinettist und Komponist  Hayden Chisholm arbeitet seit 2002 mit Rebecca Horn zusammen, einer der bedeutendsten Aktionskünstlerinnen der Gegenwart. Inzwischen hat er für mehrere ihrer Installationen und Werke die Musik komponiert, zuletzt für den Kurzfilm „Fata Morgana“. Dieser stellt die bearbeitete Version ihres Films „Buster’s Bedroom“ (1990) dar, die in diesem Jahr für das Gran Teatro La Fenice in Venedig produziert wurde.

Eine Konzertfassung dieser farbenreichen Filmmusik mit Einflüssen aus Jazz, der japanischen Gagaku-Musik, Natrurtönen und Obertönen komponierte er für das Cello Festival. Gemeinsam mit Claudio Bohórquez, Violoncello, Gareth Lubbe, Viola und Simon Nabatov spielt Hayden Chisholm die Suite im Rahmen der „Blauen Reihe“ als Erstaufführung. (Nachtrag: Das Konzert findet am 2. Oktober um 22 Uhr auf der Burg Kronberg statt.)

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Italienische Reise

Donnerstag, 17. September 2009

Gidon Kremer und Kremerata Baltica

Eine Hommage an Gioacchino Rossini, den wunderbaren Opernkomponisten des Belcanto, und an die unverwechselbare Musik Italiens ist das Orchesterkonzert mit der Kremerata Baltica unter Leitung des jungen italienischen Dirigenten Gaetano d’Espinosa. Neben Julius Berger und seiner Frau Hyun Jung Berger sind drei große italienische Cellisten als Solisten zu erleben: Giovanni Sollima, Enrico Bronzi und Enrico Dindo.

Auf dem Programm stehen:

Gioacchino Rossini:
„Une larme“ Thema und Variationen für Cello und Orchester
Mario Castelnuovo-Tedesco:
Konzerttranskription aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla”
Giorgio Federico Ghedini:
Musica Concertante für Violoncello und Orchester
Roberto Molinelli:
“Twin Legends” für Cello und Streichorchester
Gian Carlo Menotti:
Suite für zwei Violoncelli und Orchester
Giovanni Sollima:
Trioloncelles, vibrez!

Das Konzert findet am Freitag, dem 2. Oktober um 19 Uhr in der Johanniskirche Kronberg statt.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Klang des Lebens

Dienstag, 15. September 2009

Sylla-Reiijseger-Gueye

„Griots“ werden die Familien genannt, die musikalische Geschichten erzählen … Der niederländische Komponist und Cellist Ernst Reijseger arbeitet schon seit Jahren mit den senegalesischen Musikern Mola Sylla (Vocals, Percussion) und Serigne Gueye (Percussion) zusammen. Die Lieder des Trios handeln von Liebe und Eifersucht, von der Verehrung für Gott und von dem, was Weiße Schwarzen angetan haben – ein anrührend-sinnlicher Dialog voller emotionaler Kraft, der zeigt, dass Verständigung möglich ist. Was uns erwartet ist kein „Europe meets Africa“-Gefühl oder Streicherklang mit handgetrommelter Folklore-Beigabe – es klingt, als ob alles schon immer zusammen gehörte.

Das „Trio Reijseger/Sylla/Gueye“  ist in der Blauen Reihe am Donnerstag, dem 1. Oktober um 22.00 Uhr auf der Burg Kronberg mit Jangelma, Baba, Sàng xale man, Noon, Fier, Njaarelu Adiye, Doxandéem, Sicroula u.a. zu hören und erleben.

von  Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Matinee mit einer ganz persönlichen Note – berührend intensiv

Sonntag, 13. September 2009

„Wenn es im Moment auf dem Erdball Cellovirtuosen gibt, die einen über technische Fragen weit hinausgehenden, markanten und unverwechselbaren Stil ihr eigen nennen, dann gehört der über die Saiten fliegende Holländer definitiv dazu“,

schrieb die Leipziger Volkszeitung über Pieter Wispelwey. Dieser besondere Künstler ist zum ersten Mal in Kronberg zu erleben. Sein technisch meisterhaftes Cellospiel berührt durch seine besondere Intensität und einen sehr persönlichen Interpretationsansatz. In Peter Wispelweys Kronberger Debut-Konzert ist der Blick auf ihn für Auge (und Ohr) unverstellt: Er spielt am Freitag, dem 2. Oktober um 11.30 Uhr drei Werke für Violoncello von Max Reger, Robert Crumb und Johann Sebastian Bach.

Suite Nr. 1 für Cello solo
Zeitlebens hat Max Reger besonders große Verehrung für Johann Sebastian Bach empfunden: Sein Werk diente ihm als Orientierung bei der Wahl von Besetzungen, Gattungen, Satztechnik und Formbildung. Reger griff auch die im 19. Jahrhundert weithin unbeachtet gebliebene Gattung der unbegleiteten Solokammermusik für Violine und Violoncello auf, zu der Bach mit seinen Sonaten, Partiten und Suiten einen grandiosen Beitrag geleistet hatte, und führte sie zu neuer Blüte. Den Suitenbegriff fasste Reger allerdings weiter als Bach: Seine drei Cellosuiten bestehen nicht ausschließlich aus Tanzsätzen, sondern sie kombinieren die Suiten- mit der Sonatenform. Die Suite Nr. 1 besitzt sogar überhaupt keinen dezidierten Tanzsatz, sondern erinnert mit Präludium, Adagio und Fuge eher an den Aufbau eines Bachschen Orgelwerks. Dass Regers Suiten dennoch deutlich von Bach inspiriert sind, zeigen nicht zuletzt die Tonarten der ersten beiden Stücke, die mit denen der ersten beiden Cellosuiten Bachs übereinstimmen.

Sonate für Cello solo
1955/56 kam George Crumb für ein Jahr als Stipendiat nach Berlin, um bei Boris Blacher Komposition zu studieren. In dieser Zeit entstand als eines seiner frühesten Werke überhaupt die dreisätzige Sonate für Cello solo, die noch nicht seinen späteren charakteristischen Personalstil aufweist, sondern eher seine Auseinandersetzung mit Traditionen der Cello-Solo-Literatur bekundet. Der erste Satz, eine Fantasia, beginnt mit der kontrastreichen Gegenüberstellung von Pizzicati-Klängen und dem Motiv einer kleinen Terz abwärts, aus dem sich eine ergreifende Kantilene entwickelt. Den Mittelsatz gestaltete Crumb als Folge von drei Variationen und einer Coda über ein weich fließendes Thema im pastoralen Siciliano-Rhythmus. Die abschließende Toccata wird von einer langsamen Passage eröffnet, die zu einem auf auf- und absteigenden Moll- und Durdreiklängen basierenden Thema führt. Im Mittelteil erklingt in gesteigerter Emphase das Zitat des Hauptthemas aus dem Kopfsatz.

Suite für Cello solo Nr. 6 D-Dur (BWV 1012)
Johann Sebastian Bachs
Zyklus von Cellosuiten schließt mit einem Stück in D-Dur, für das der Komponist ein fünfsaitiges Instrument mit einer zusätzlichen hohen E-Saite vorsah. Auf einem solchen Instrument waren die technischen Schwierigkeiten der Suite leichter zu meistern; heute lässt sich das Fehlen einer fünften Saite durch moderne Spieltechniken kompensieren. In dem ausgedehnten Prélude arbeitete Bach mit dem eigentümlich schwebenden Klangeffekt der Bariolage. Es folgt als zweiter Satz eine reich verzierte, vielschichtige Allemande. Schlicht und heiter präsentiert sich dagegen die Courante mit einem markanten Dreiklangsmotiv, dessen Duktus rhythmisch und melodisch für den weiteren Verlauf des Satzes konstitutiv ist. Die Sarabande, ein langsamer Schreittanz mit seinem charakteristischen Schwerpunkt auf der zweiten Zählzeit des Dreiertaktes, besticht melodisch durch zahlreiche Sextparallelen. In der zweiten Gavotte erklingt eine rustikale Passage „à la Musette“ mit Assoziationen an Dudelsackklänge. Mit einer fröhlichen, technisch anspruchsvollen Gigue endet die Suite.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Annette Wittkopf

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Cello-Magie

Dienstag, 8. September 2009

Das Blaue vom Himmel herunter

Dass Cellisten zaubern können, ahnen wir schon lange. Thomas Demenga – seines Zeichens nicht nur Cellist, sondern auch Komponist – kommt wieder mit einem ganz ungewöhnlichen Programm daher, welches nicht nur nicht gewöhnlich, sondern überaus verblüffend ist. Gemeinsam mit Alex Porter, dem Pionier der Theaterzauberei, und dem Pianisten James Alexander gestaltet er im Rahmen der „Blauen Reihe“ magische Momente …

Illusionen soll man sich hingeben – Zauberhaft!

Zu hören am Mittwoch, dem 30. September um 22.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Blaue Reihe – Mein blaues Cello

Donnerstag, 3. September 2009

Ein Wanderer zwischen Stilrichtungen, Musikepochen, Ländern und Kontinenten ist der Cellist Frank Wolff, der in seinem Konzert unter dem Titel „Mein blaues Cello“ – in Anlehnung an Else Lasker-Schülers melancholisches Gedicht „Mein blaues Klavier“ – Stücke zwischen Dur und Moll voller Poesie und Blues präsentiert, gleichsam eine musikalische Bilanz seines Lebens als philosophisch und politisch engagierter Mensch und Musiker. Eingebettet in die Konzertcollage ist die Uraufführung seiner „Fantasie für Cello und abwesendes Klavier“ in Erinnerung an ein irrwitziges spontanes Konzert mit dem chinesischen Pianisten Ye Ping im Jahr 2008.

Musik von Johann Sebastian Bach, Pablo Casals, Frank Wolff: Mein Deutschlandlied, Pflaumenblüten im Mondlicht, Fliegende Fische, Gesang der Vögel u.v.m.

Zu hören am Dienstag, dem  29. September um 20.00 Uhr in der Stadthalle Kronberg.

von Annette Wittkopf und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Industriekultur und Klangkultur: Eröffnungskonzert in der Naxos-Halle

Montag, 31. August 2009

Das offizielle und feierliche Eröffnungskonzert des Cello Festivals am 30. September um 19 Uhr hat sich einen ganz besonders spannungsvollen Rahmen ausgesucht: die Naxos-Halle im Frankfurter Ostend. In der ehemaligen Fabrikhalle spielen unter anderem Gidon Kremer (Violine), Ula Ulijona (Viola) sowie die Cellisten Gary Hoffman, Nicolas Altstaedt, Steven Isserlis. Begleitet werden sie von der Kremerata Baltica. Und zum Abschluss des Konzertes erklingt Haydns wunderbares Cellokonzert in C-Dur.

Wo Industriekultur die Klangkultur umrahmt und unterstützt entsteht eine ganz eigene, besondere Stimmung. Archaischen Zauber verströmt schon die Musik des Werkes Midsummer song von Raminta Serksnyte, ebenso ein Auftragswerk der Kronberg Academy, wie Rodion Shchedrins Werk Parabola Concertante, das 2001 von Mstislav Rostropovich in Kronberg uraufgeführt worden war. Mit Lera Auerbachs Dialog mit Pergolesi steht eine Uraufführung auf dem Programm. Und zum Abschluss des Konzertes erklingen Edison Denissows Tod ist ein langer Schlaf und  Haydns wunderbares Cellokonzert in C-Dur.

Midsummer song

Raminta Serksnyte, Foto: Modestas Ezerskis

Raminta Serksnyte, Foto: Modestas Ezerskis

Die Litauerin Raminta Serksnyte ist sowohl als Pianistin wie auch als Komponistin eine der meistversprechenden musikalischen Botschafterinnen ihres Landes. Mit einer stattlichen Zahl von Werken hat sie bei Festivals für Neue Musik auf sich aufmerksam gemacht. Raminta Serksnyte beschreibt das Komponieren als eine Summe „gehobener Geisteszustände, die sich in Klängen materialisieren“. Ihre Klangsprache bedient sich neoromantischer Idiome, aber auch mancher Ausdrucksformen des Minimalismus, des Jazz und anderer Stilrichtungen. Sie kombiniert westliche Traditionen der Satztechnik mit Elementen der kontemplativen Musik des Ostens. In Serksnytes Kompositionen finden sich Momente meditativer Ruhe, von Nostalgie, Melancholie oder Mystik ebenso wie expressive und dramatische Momente voller Lebenskraft. Für die Komposition „Midsummer Song“ ließ sie sich vom archaischen Zauber inspirieren, den das Ereignis der Sommersonnwende seit jeher auf die Menschen ausübt. Sie schreibt über ihr Werk:

„Ich habe mein Stück als eine Art pantheistisches Lied konzipiert, in dem sich anfängliche Melodien, die sich aus unterschiedlichen Tönen lösen, langsam aber sicher zu einer Vielfalt von Farben und Gestalten ausbreiten. Die Melodien haben dabei Ähnlichkeit mit Rezitativen, Arien und Chören. Schließlich verschwindet das Lied nach einer ektatischen Steigerung schrittweise wieder in eine meditative Morgenmusik des ‚endlosen Sommers’.“

Parabola Concertante für Cello, Streicher und Pauke
Der unvergessene Mstislav Rostropovich hat zahlreiche Komponisten dazu angeregt, Cellowerke für ihn zu komponieren, darunter auch seinen langjährigen Freund Rodion Shchedrin. Die „Parabola Concertante“ aus dem Jahr 2001 ist Shchedrins viertes Werk für Rostropovich, das dieser beim Cello-Festival 2001 in Kronberg auch uraufgeführt hat. Das Stück ist inspiriert von der Erzählung „Der verzauberte Pilger“ des russischen Schriftstellers Nikolaj Leskow (1831-1895). Sie schildert die unglückliche Liebe des Klosterschülers Golowan zur Zigeunerin Gruscha, die aber ihr Herz an den Fürsten verschenkt hat. Als dieser sich nach kurzer Zeit von ihr abwendet, erfüllt Golowan Gruschas Wunsch, sie zu töten. Nach Shchedrin ist das Solo-Violoncello Golowans Stimme, der uns seine Lebensbeichte vorträgt, während das Orchester dezent die einzelnen Stationen und Situationen seines Lebens andeutet.

Dialog mit Pergolesis Stabat mater für Violine, Viola und Vibraphon
Die aus dem Ural stammende Komponistin und Pianistin Lera Auerbach gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen ihrer Generation. Neben einer großen Zahl von Kammermusikwerken und Solostücken umfasst ihr OEuvre auch zahlreiche Orchesterstücke für unterschiedliche Besetzung. In ihrer Musik, die vordergründig traditionellen Einflüssen stark verpflichtet zu sein scheint, versucht sie, Tonalität und klassische Formsprache zu nutzen, um neue Wege des musikalischen Ausdrucks zu finden. Die „Dialoge mit Pergolesis Stabat Mater“ verknüpfen die sieben Sätze von Pergolesis barockem Vokalwerk mit jeweils eigenen kompositorischen Reflexionen über das Stück. Die Komposition wird außerdem bereichert von einem irisierend glockentönenden Vibraphon, das mystische Akzente setzt. Das für das Musikfest Bremen komponierte Werk wurde 2005 von Gidon Kremer und Ula Ulijona in Verden uraufgeführt.

Tod ist ein langer Schlaf – Variationen über ein Thema von J. Haydn für Violoncello und Orchester
Der in Sibirien geborene Sohn eines Physikers war einer der innovativsten Komponisten der Generation nach Shostakovich, der sein Lehrer war. Seine Musik macht Anknüpfungspunkte an die avantgardistischen Modelle von Boulez oder Ligeti ebenso hörbar wie an die Musik von Debussy oder Messiaen. Gleichzeitig kann ihre melodische Qualität die russischen Wurzeln nicht verleugnen. Das Stück „Tod ist ein langer Schlaf“ für Cello und Orchester schrieb Denissov im Jahre 1982. Es basiert auf dem vierstimmigen Kanon „Tod und Schlaf“, den Joseph Haydn in den 1790er Jahren komponierte. Das Ergebnis von Denissovs musikalischer Ehrerweisung an Haydn ist ein knapp viertelstündiges Stück mit komplexen polyphonen Strukturen und impressionistischer Klangwirkung, die bisweilen asketische Züge trägt.

Cello Konzert C-Dur Hob. VIIb: 1
Im Jahre 1761 übernahm Haydn am Hofe des ungarischen Fürsten von Esterház die gut bezahlte Position eines „Hausoffiziers“ mit musikalischen Aufgaben. Zur Erfüllung der Wünsche des musikliebenden Fürsten stand ihm in seinen Anfangsjahren eine Kapelle von (ihn selbst eingeschlossen) zwölf hochkarätigen Musikern zur Verfügung, die zum Teil auch mehrere Instrumente virtuos beherrschten. Für diese Kapelle schrieb Haydn eine Reihe von Solokonzerten, darunter auch das brillante Cellokonzert C-Dur, das wohl zwischen 1761 und 1765 entstand. Das Werk war für fast zwei Jahrhunderte verschollen und wurde erst 1961 wiederentdeckt. Es besticht in allen drei Sätzen durch seinen jugendlichen Esprit und die Eleganz seiner Melodieführung: Virtuos im ersten Satz, schlicht und dennoch ausdrucksvoll im zweiten Satz, und tänzerisch charmant im Finale.

von Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Oda Cramer von Laue

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Cello Festival ¦ Die Konzerte ¦ Platzkonzert

Donnerstag, 27. August 2009

Der österreichische Pianist und Komponist Friedrich Gulda, eine der schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, war für seine brillanten Interpretationen von Mozart und Beethoven in gleicher Weise berühmt wie für seine Bemühungen, seiner großen Leidenschaft, dem Jazz, im klassischen Musikbetrieb zu mehr Anerkennung zu verhelfen und die Trennung zwischen E- und U-Musik aufzuheben.

Das 1980 komponierte Konzert für Violoncello und Blasorchester steht in diesem Kontext. Sein Widmungsträger ist – gemeinsam mit dem damaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky – der Cellist Heinrich Schiff, der den Komponisten in Fragen der spieltechnischen Möglichkeiten des Cellos beriet und 1981 auch die Uraufführung des Werks im Wiener Konzerthaus gestaltete. In dem technisch ungemein anspruchsvollen Konzert wird das Cello von László Fenyö mit einem Verstärker ausgerüstet, um dem Blasorchester der Jungen Deutschen Philharmonie standhalten zu können.

In fünf Sätzen präsentiert Gulda eine bunte Mischung von unterschiedlichsten Stilzitaten: Im ersten Satz wechseln sich ein Themenkomplex in swingendem Rock-Rhythmus und ein lyrischer, von zarten Holzbläserklängen begleiteter Abschnitt ab. Zum kantablen Beginn des zweiten Satzes, der mit seinem Hornklang Assoziationen an Webers „Freischütz“ weckt, kontrastiert ein fröhlicher Mittelteil mit beschwingtem Cellopart. Der dritte Satz ist als große, spannungsreiche Solokadenz angelegt, in der auch eine veritable Hard-Rock-Passage erklingt. Es folgt ein elegantes Menuett, für das Tänze vom Hofe des französischen Sonnenkönigs Pate gestanden zu haben scheinen. Das Finale kombiniert einen waschechten Blasmusikmarsch mit brillanten Läufen des Cellos, die an Rossini erinnern, und lässt in der Kadenz auch noch einmal rockige Schlagzeug- und Bläserrhythmen zu Wort kommen.

Termin des Platzkonzerts: Montag, 28. September, 19 Uhr, Berliner Platz. Eintritt frei!

Dr. Susanne Schaal-Gotthardt und Oda Cramer von Laue

Masters in Performance ¦ Ein Wochenende voller Musik

Mittwoch, 17. Juni 2009

Junge Solisten studieren seit einiger Zeit an der Kronberg Academy mitten in Kronberg. Aber bekommt man sie jemals zu sehen oder zu hören?

Ein neues kleines Sommerfestival soll Freunde der Kronberg Academy und „ihre” jungen Meister einander näher bringen: Junge Solisten (deren Konzerte wir diesen Sommer natürlich auch bei den Festivals im Rheingau, in Schleswig Holstein, in Würzburg oder auch in der Londoner Wigmore Hall besuchen könnten …) treten ein Wochenende lang im Saal des Kronberger Rathauses auf – einer nach dem anderen, jeder mit einem eigenen Konzert. Und zwischen den Auftritten sollte genug Zeit sein, sich bei einem Glas Wein einmal näher zu kommen …

Die Termine

Samstag, 4. Juli
Im Sitzungssaal der Rathauses:
11.00 Uhr Andreas Brantelid (Cello)
12.30 Uhr Vilde Frang (Violine)
15.00 Uhr Dai Miyata (Cello)
16.30 Uhr Julian Steckel (Cello)

In der Stadthalle:
18.00 Uhr Marie-Elisabeth Hecker (Examenskonzert M.Mus)

Sonntag, 5. Juli
Im Sitzungssaal der Rathauses:
12.00 Uhr Eri Sugita (Viola)
14.30 Uhr Giorgi Kharadze (Cello)
16.00 Uhr Alexander Sitkovetsky (Violine)
18.00 Uhr Alina Ibrogimova (Violine)

Freitag, 10. Juli 2009
Im Museum, Tanzhausstr. 1a:
16.00 Gabriel Schwabe (Prüfungskonzert zum Ende des zweiten Studienjahres M.Mus)

Karten zu 8,- Euro pro Konzert bekommen Sie an der Tageskasse, Musik gibt es im Rathaussaal, Getränke und gute Gespräche erwarten Sie auf der Terrasse und im Garten. Kommen Sie vorbei!

Oda Cramer von Laue

Freundschaft ¦ Kirill Troussov über ein gemeinsames Konzert mit Freunden von der Kronberg Academy

Donnerstag, 18. Dezember 2008

In unserer Reihe, in der wir Projekte und Personen vorstellen, berichtet heute der Geiger  Kirill Troussov über ein Konzert, das wir ihm und anderen Musikern bei der BASF organisiert haben. Kirill Troussov war 2006 Teilnehmer bei Chamber Music Connects the World, im November dieses Jahres war er Dozent bei Mit Musik – Miteinander und spätestens im nächsten Jahr wird er wieder als Dozent bei MMM dabei sein.

Am 14. Dezember trat ich mit zwei Nils Mönkemeyer (Viola), Giorgi Kharadze (Violoncello), und meiner Schwester Alexandra Troussova (Klavier) bei der BASF-Matinee auf. Die Veranstalter haben uns  als „Junge Wilde ihres Faches” angekündigt. Für dieses Konzert hat uns die Kronberg Academy zusammen gebracht. Nils, Giorgi und ich haben alle einmal an dem Projekt „Chamber Music Connects the World” der Kronberg Academy teilgenommen. In Kronberg sind wir sind uns zwar nie persönlich begegnet, weil wir in unterschiedlichen Jahren dort waren, nun hat uns aber die Kronberg Academy für dieses Konzert nach Ludwigshafen vermittelt, was uns natürlich sehr gefreut hat. Ursprünglich sollten Nils und ich schon letztes Jahr mit Maxim Vengerov in Ludwigshafen spielen. Deshalb hatten wir uns dann damals in München auf einen Kaffee getroffen, um die Details zu besprechen. Das war der Anfang unserer Freundschaft. Giorgi kenne ich noch von Studienzeiten, da wir zusammen an der Kölner Musikhochschule studiert haben. Einem gemeinsamen Auftritt von uns vier stand also (fast) nichts mehr im Wege.

Für uns stellte sich nun die Frage, was wir spielen sollen und wie wir die das mit den Proben hinkriegen. Wir wollten schon früher gemeinsam musizieren, hatten das aber immer wieder vertagt, aufgrund unser aller gut gefüllten Terminpläne. Fürs Programm hatte ich die Idee, dass wir im ersten Teil jeder etwas Solo spielen und im zweiten dann mit meiner Schwester ein Quartett spielen könnten. Das hat dann auch der BASF gut gefallen und so haben wir’s dann am Sonntag gemacht.

Schwieriger wurde es hingegen, gemeinsame Probentermine hin zu kriegen, schließlich sind wir alle viel auf Konzertreisen. Letztendlich haben wir dann doch eine Möglichkeit gefunden, uns in München, wo Nils, meiner Schwester und ich „eigentlich” zuhause sind, zum Proben zu treffen. Giorgi kam dann für ein Wochenende zu uns und wir haben sehr intensiv gearbeitet. Da wir alle sowohl musikalisch als auch menschlich auf der gleichen Wellenlänge sind, war es eine tolle Zusammenarbeit. Wir haben sehr viel Spaß gehabt und das ist es doch was die Musik besonders macht! Sie bringt die Künstler und das Publikum in diesen Augenblicken zusammen!

Da wir uns so gut verstehen und musikalisch auch so gut zusammenpassen wollen wir auch in Zukunft gemeinsam auftreten. Mit diesem Konzert haben wir es schließlich geschafft, gemeinsam mit einem sehr großen Erfolg etwas auf die Beine zu stellen! Es hat einfach alles gestimmt: ein tolles Publikum, tolle Organisation, ein wunderbarer Saal mit einer sehr guten Akustik und Freunde mit denen man gemeinsam Musik machen kann. Was braucht man mehr?

Kirill Troussov